Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

Jüdische Lebensgeschichten aus der Sowjetunion

Erzählungen von Entfremdung und Rückbesinnung. Mit einem Vorwort von Heiko Haumann

(Autor)

Buch | Softcover
177 Seiten
2011
Böhlau Köln (Verlag)
978-3-412-20802-8 (ISBN)
CHF 54,60 inkl. MwSt
In diesem Buch werden auf Interviews basierende lebensgeschichtliche Erzählungen von sowjetischen Juden, die seit der Wende nach Deutschland emigriert sind und nun an der Grenze zur Schweiz leben, vorgestellt. Sie erzählen ihre Lebensgeschichten aus der Perspektive einer neu- oder wiedererstarkten jüdischen Orientierung. Eine zentrale Sinnstruktur bildet dabei die Deutung des eigenen Lebensweges als eine Bewegung von der erzwungenen Entfremdung zur Rückbesinnung auf das Judentum. Die »Rückkehr zu den Wurzeln« wird zu einem bestimmenden autobiographischen Motiv, das der eigenen Lebensgeschichte Sinn verleiht. Das Buch zeigt, wie autobiographische Narrationen Aufschluss geben über die retrospektive Deutung erlebter Geschichte und die auf ihr basierende Identitätsbildung in der Gegenwart.

Dr. Jan Arend ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde der Universität Tübingen.

Vorwort (von Heiko Haumann)

Anmerkungen zum methodischen Vorgehen

Teil I – Hinführung

1. Einleitung
2. Kontexte: "Jüdische Fragen" in der Sowjetunion
2.1. Entstalinisierung, „alltäglicher Antisemitismus“ und Widerstand – Die Jahre von 1953 bis 1985
2.2. Emigration und neue Blüte – Von der Perestrojka in die postsozialistische Zeit
2.3. Lebenswege und Prägungen: Merkmale jüdisch-sowjetischer Biographien
3. Lebensgeschichtliche Erzählungen als Quelle zur Erforschung autobiographischer Erinnerungsmuster
4. Strategien autobiographischer Sinnstiftung im Kontext neu gestärkter jüdischer Identität
4.1. Antisemitismus als Deutungsmuster von Erfahrung
4.2. „Anhaftendes Judentum“
4.3. Das Motiv von Entfremdung und Rückbesinnung
5. Vom „Marginal Man“ zum „Jüdischen Leben“

Teil II – Jüdische Lebensgeschichten aus der Sowjetzeit
1. Mark Grutman – „So bekam ich eine Vorstellung, was in der Welt los war.“
2. Elizaveta Ušerenko – „Unser Volk ist talentiert und heldenhaft.“
3. Friedrich Valler - „Da lernte ich, dass es unanständig und schlecht ist, ein Jude zu sein.“
4. Frau K. – „Ich war keine große Aktivistin.“
5. Anna Mackina – „Denn der Schlag traf Stalin ja in der Nacht vor Purim…“
6. Žanna Š. – „Vieles haben wir dann verstanden, als wir erwachsen wurden.“
7. Hanna Scheinker – „Ich merkte, dass ich die ganze Zeit in die falsche Richtung gegangen war.“
8. Weitere Schicksale

Anhang

Leitfaden für das Interview (von Heiko Haumann)

Verzeichnis der Interviews

Literaturverzeichnis

Erscheint lt. Verlag 3.11.2011
Reihe/Serie Lebenswelten osteuropäischer Juden ; Band 013
Zusatzinfo 18 s/w-Abb.
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Maße 148 x 210 mm
Gewicht 275 g
Themenwelt Geisteswissenschaften Geschichte Regional- / Ländergeschichte
Geisteswissenschaften Religion / Theologie Judentum
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung
Schlagworte Emigration • Emigration / Auswanderung • Emigration; Berichte/Erinnerungen • Juden • Juden; Berichte/Erinnerungen • Judentum • Jüdische Emigranten • Jüdische Emigranten aus der Sowjetunion • Sowjetunion • Sowjet Union • Sowjetunion; Berichte/Erinnerungen • Sowjetunion; Politik/Zeitgesch.
ISBN-10 3-412-20802-7 / 3412208027
ISBN-13 978-3-412-20802-8 / 9783412208028
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
Mehr entdecken
aus dem Bereich
Europa 1914 bis 1949

von Ian Kershaw

Buch | Softcover (2025)
Pantheon (Verlag)
CHF 32,15
Träume und Macht : eine Biografie

von Marita Krauss

Buch | Hardcover (2025)
C.H.Beck (Verlag)
CHF 61,60