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Pharmaforschung im 20. Jahrhundert - Michael Bürgi

Pharmaforschung im 20. Jahrhundert

Arbeit an der Grenze zwischen Hochschule und Industrie

(Autor)

Buch | Softcover
224 Seiten
2011
Chronos (Verlag)
978-3-0340-1070-2 (ISBN)
CHF 37,95 inkl. MwSt
Seit ihrer Entstehung im späten 19. Jahrhundert ist die schweizerische Pharmaindustrie auf akademisch ausgebildete Fachkräfte und universitäre Forschungsresultate angewiesen. Die Universitäten ihrerseits profitierten schon früh von industriellen Dienstleistungen und Geldspenden. Der Autor zeichnet die über hundertjährige Gratwanderung der Pharmaforschung zwischen Hochschule und Industrie nach und leistet damit einen Beitrag zur Erklärung der Wissensproduktion im 20. Jahrhundert, der auch für das Verständnis der heutigen Situation von Bedeutung ist.
Absprachen über Studienpläne und die Besetzung vakanter Lehrstühle, industriefinanzierte Hochschullabore oder das Streben von Industrieforschern nach akademischer Anerkennung werden praxisnah beschrieben und gesellschaftsgeschichtlich interpretiert. Die Verbindung von mikrohistorischer Zugangsweise und Langzeitperspektive öffnet den Blick für eine nachhaltige Veränderung in den Kooperationspraktiken von Hochschule und Pharmaindustrie. Anfänglich war die Zusammenarbeit von historisch gewachsenen Gemeinsamkeiten geprägt. Insbesondere in der Chemie stimmten Ziele und Vorgehensweisen der industriellen und akademischen Forschung weitgehend überein. Dies änderte sich nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Pharmaunternehmen in den biologischen Wissenschaften neue Ansprechpartner suchten. Nun erlangten Grenzziehungen zwischen akademischer und industrieller Forschung, zwischen "Grundlagenforschung" und "Zweckforschung", mithin also die Ausdifferenzierung der gesellschaftlichen Teilbereiche Wissenschaft und Wirtschaft, eine bisher ungekannte Orientierungsfunktion, die den Handlungsspielraum aller beteiligten Akteure grundlegend veränderte.
Seit ihrer Entstehung im späten 19. Jahrhundert ist die schweizerische Pharmaindustrie auf akademisch ausgebildete Fachkräfte und universitäre Forschungsresultate angewiesen. Die Universitäten ihrerseits profitierten schon früh von industriellen Dienstleistungen und Geldspenden. Der Autor zeichnet die über hundertjährige Gratwanderung der Pharmaforschung zwischen Hochschule und Industrie nach und leistet damit einen Beitrag zur Erklärung der Wissensproduktion im 20. Jahrhundert, der auch für das Verständnis der heutigen Situation von Bedeutung ist.Absprachen über Studienpläne und die Besetzung vakanter Lehrstühle, industriefinanzierte Hochschullabore oder das Streben von Industrieforschern nach akademischer Anerkennung werden praxisnah beschrieben und gesellschaftsgeschichtlich interpretiert. Die Verbindung von mikrohistorischer Zugangsweise und Langzeitperspektive öffnet den Blick für eine nachhaltige Veränderung in den Kooperationspraktiken von Hochschule und Pharmaindustrie. Anfänglich war die Zusammenarbeit von historisch gewachsenen Gemeinsamkeiten geprägt. Insbesondere in der Chemie stimmten Ziele und Vorgehensweisen der industriellen und akademischen Forschung weitgehend überein. Dies änderte sich nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Pharmaunternehmen in den biologischen Wissenschaften neue Ansprechpartner suchten. Nun erlangten Grenzziehungen zwischen akademischer und industrieller Forschung, zwischen 'Grundlagenforschung' und 'Zweckforschung', mithin also die Ausdifferenzierung der gesellschaftlichen Teilbereiche Wissenschaft und Wirtschaft, eine bisher ungekannte Orientierungsfunktion, die den Handlungsspielraum aller beteiligten Akteure grundlegend veränderte.

Einleitung1 Bildungsinterventionen1.1 Forschungsinfrastrukturen in der Industrie1.2 Bildungspolitische Aushandlungsprozesse2 Forschungskooperationen2.1 Das Labor2.2 Die Stoffe2.3 Die Hochschule3 Entgrenzungsstrategien3.1 Die Akademisierung der Industrieforschung3.2 Der neue scientist-entrepreneur4 Arbeit an der Grenze zwischen Hochschule und IndustrieZusammenfassung

Erscheint lt. Verlag 21.5.2011
Reihe/Serie Interferenzen ; 17
Verlagsort Zürich
Sprache deutsch
Maße 225 x 155 mm
Gewicht 370 g
Einbandart Paperback
Themenwelt Geschichte Teilgebiete der Geschichte Wirtschaftsgeschichte
Sozialwissenschaften Soziologie Spezielle Soziologien
Schlagworte Chemie • F & E (Forschung und Entwicklung) • Labor • Pharmakologie • Pharmazie • Schweiz, Geschichte; Sozial-/Wirtschafts-G. • Schweiz, Geschichte; Sozial-/Wirtschafts-Geschichte
ISBN-10 3-0340-1070-2 / 3034010702
ISBN-13 978-3-0340-1070-2 / 9783034010702
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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