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Vom Deutschen ins Hebräische

Übersetzungen aus dem Deutschen im jüdischen Palästina 1882-1948

(Autor)

Buch | Hardcover
219 Seiten
2011
Vandenhoeck & Ruprecht (Verlag)
978-3-525-56938-2 (ISBN)
CHF 98,90 inkl. MwSt
Wie wirkten deutschsprachige Romane, Dramen, Sachbücher und Gedichte auf die modernhebräische Literatur?
Der aus dem deutschen Kulturraum ausgehende Einfluss auf den Jischuw - die jüdische Gemeinschaft in Palästina von der ersten organisierten Einwanderung 1882 bis zur Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 - war mannigfaltig. Na`ama Sheffi beschäftigt sich mit einer seiner herausragenden Erscheinungen: der Übersetzung deutschsprachiger Werke ins Hebräische und deren Rezeption sowie der unmittelbaren Wirkung deutscher Vorbilder auf die Schaffung eines modernhebräischen Literaturkorpus.Den Anfang bildeten bereits im späten 18. Jahrhundert in Europa die Übertragung von Werken, die dem Geist der jüdischen Aufklärung verpflichtet waren. Auch noch vor der Genese des Zionismus als nationalem Projekt intensivierte sich die Übersetzungstätigkeit ungeachtet des kleinen Leser- und Verlegerkreises sowie zahlreicher technischer Hindernisse. Fast 800 Werke der verschiedensten Genres - Romane, Dramen, Sachbücher, Kinder- und Jugendliteratur - wurden während des untersuchten Zeitraums aus dem Deutschen ins Hebräische übertragen. Hinzu kommen noch mehrere hundert in Zeitschriften erschienene Gedichte, Prosastücke und Essays. Wesentliche Befunde sind dabei die dominierende Rolle der aus dem Osten Europas stammenden Übersetzer sowie der sprunghafte Anstieg der Übertragungen in den Jahren des Nationalsozialismus und sodann in den drei letzten Jahren vor der Staatsgründung. Die Auswahl der Texte war weitgehend von nationalen Ideologien bestimmt: Anfangs dienten die Übertragungen weltanschaulich der Haskala, danach der Erneuerung der jüdischen Nation und der hebräischen Sprache und schließlich der Bewahrung der im Nationalsozialismus verfemten Literatur vor allem jüdischer Autoren.

Dr. phil. Na`ama Sheffi ist außerordentliche Professorin für Kommunikationswissenschaften am Sapir College in Sderot, Israel.

Übersetzt von Liliane Meilinger. Mit einem Vorwort von Shulamit Volkov.

Hundreds of translations from German into Hebrew were published prior to the establishment of the state of Israel. They include novels, plays, non-fiction, and children´s books, as well as numerous poems, short stories and essays that appeared in magazines. The translation project was launched in the late 18th century, and intensified during the following century. The study of the translation project reveals two unique phenomena: the dominance of East European Jews in the translation activity; and the impressive increase in the number of translations from the German during the twelve years of the National Socialist regime. This rise intensified further in the three years that separate World War II and the establishment of the state of Israel (1945–1948). In each of the periods covered, the translations played a specific role. The early translations met the ideas of the Haskala and focused on highbrow prose and poems, Jewish history and natural sciences. As Zionism took a practical shift and children were perceived as the forerunners of the renewed Hebrew culture, an effort was made to provide them with reading material in Hebrew. And as the Nazis seized power and banned all Jewish culture, translations of German-Jewish writers became prominent.>

Erscheint lt. Verlag 18.5.2011
Reihe/Serie Jüdische Religion, Geschichte und Kultur (JRGK) ; Band 014
Übersetzer Liliane Meilinger
Verlagsort Göttingen
Sprache deutsch
Maße 160 x 237 mm
Gewicht 490 g
Themenwelt Geisteswissenschaften Religion / Theologie
Schlagworte Hebräisch • Hebräisch /Sprache • Literaturgeschichte • Palästina, Geschichte; Geistes-/Kultur-G. • Übersetzung • Übersetzung 138616 • Übersetzungswissenschaft
ISBN-10 3-525-56938-6 / 3525569386
ISBN-13 978-3-525-56938-2 / 9783525569382
Zustand Neuware
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