Im Beichtstuhl der Medien
transcript (Verlag)
978-3-8376-1371-1 (ISBN)
Nie war eine Bekenntniskultur so öffentlich wie heute. Gegen den populären Verlustdiskurs über das Ende der Privatheit zeigt der Band die Strategien von Subjekten, mit Bekenntnissen in den Massenmedien ihre Individualität zu steigern.
Im Beichtstuhl der Medien verkehrt sich das Beichtgeheimnis ins Gegenteil: Privates wird öffentlich, Selbstentsagung zu Selbstentfaltung, Selbstbeobachtung erfolgt im Blick einer anonymen Öffentlichkeit.
Hannelore Bublitz spürt dem Drang des sich wortreich mitteilenden und unablässig zeigenden Subjekts nach, sich in medial inszenierten Bekenntnisritualen sozialen Anschluss und gesteigerte Individualität zu sichern. Medien sind demnach nicht nur »voyeuristische Apparate«, sondern soziale Bänder, über die das exponierte Subjekt sich im doppelten Wortsinn produziert, immer wieder anders konfiguriert und positioniert.
Hannelore Bublitz (Prof. Dr.), geb. 1947, ist emiritierte Professorin für Soziologie an der Universität Paderborn. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Gegenwartsanalysen post- und spätmoderner Gesellschaften und Subjekte, Technologien des Körpers und des Geschlechts sowie Selbsttechnologien.
»Hannelore Bublitz legt mit ihrer schonungslosen, gleichzeitig faszinierenden, Medienanalyse und Kritik den Finger in die Wunde performativer Herstellung von Subjektivität.«
Prof. Dr. Wilhelm Schwendemann, www.socialnet.de, 13.12.2010 20101213»Hannelore Bublitz legt mit ihrer schonungslosen, gleichzeitig faszinierenden, Medienanalyse und Kritik den Finger in die Wunde performativer Herstellung von Subjektivität.«
»Nicht zuletzt aufgrund ihrer interessanten Fallstudie medialer Bekenntnisse in der Call-in-Show ›Domian‹ (WDR) sowie der anschaulichen Diskussion der Genres Talk- und Casting-Show wird [die Autorin] zahlreiche Jünger aus der Öffentlichkeitstheorie, der Identitätsforschung und der Theatralitätsperspektive ›missionieren‹.«
»Eine profunde Beschreibung dessen, was sich derzeit vollzieht.«
»Die Autorin liefert eine profunde Beschreibung dessen, was sich derzeit vollzieht und womit junge Menschen eigentlich keine Probleme haben, ältere jedoch schon, bis zu verunsichernden Ängstlichkeiten bezogen auf das Schicksal von Subjektivität und Identität.«
»Dass differenzierte Betrachtungen wie jene des vorliegenden Buches in der Medienöffentlichkeit wenig Gehör finden, ist zu bedauern [...].«
Besprochen in:deutsche jugend, 59/1 (2011)FAMA, 1 (2011), Béatrice Bowald
| Erscheint lt. Verlag | 17.3.2010 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Sozialtheorie |
| Verlagsort | Bielefeld |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 135 x 225 mm |
| Gewicht | 354 g |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften |
| Sozialwissenschaften ► Kommunikation / Medien ► Medienwissenschaft | |
| Sozialwissenschaften ► Soziologie ► Allgemeines / Lexika | |
| Schlagworte | Gesellschaft • Kultursoziologie • media • Media Studies • Medien • Mediendispositive • Mediensoziologie • Medienwissenschaft • Poststrukturalistische Subjekttheorie • Selbsttechnologien • Social relations • Society • sociological theory • Sociology • Sociology of Culture • Sociology of Media • Sozialität • Soziologie • Soziologische Theorie • Subjekt • Subjektivierung |
| ISBN-10 | 3-8376-1371-2 / 3837613712 |
| ISBN-13 | 978-3-8376-1371-1 / 9783837613711 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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