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Animal Spirits

Wie Wirtschaft wirklich funktioniert
Buch | Hardcover
300 Seiten
2009
Campus (Verlag)
978-3-593-38937-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Animal Spirits - Robert J. Shiller, George A. Akerlof
CHF 48,90 inkl. MwSt
  • Titel ist leider vergriffen;
    keine Neuauflage
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Viel zu lange hat die Ökonomie einen der wichtigsten Faktoren im wirtschaftlichen Agieren von Menschen vernachlässigt: die Animal Spirits, also die nicht-rationalen Aspekte unseres Handelns. Ein großer Fehler, sagen George A. Akerlof und Robert J. Shiller, dessen Folgen wir in der Wirtschaftskrise täglich neu zu spüren bekommen. Sie fordern, das Verhalten des Menschen in der Wirtschaft wieder stärker zu berücksichtigen, anstatt sich auf reinen Marktglauben zu konzentrieren. Dieses Buch ist das Ergebnis ihrer langjährigen Forschungsarbeit. Es zeigt uns, wie erfolgreiches ökonomisches Denken und Handeln in der Zukunft aussehen muss.

George A. Akerlof ist Professor für Wirtschaftswissenschaften in Berkeley und erhielt 2001 den Wirtschaftsnobelpreis, zusammen mit Joseph E. Stiglitz und Michael Spence. Robert J. Shiller ist Ökonomieprofessor in Yale. Bei Campus erschienen von ihm bislang »Irrationaler Überschwang« (2000) und »Die neue Finanzordnung« (2003).

Inhalt

Vorwort

Danksagung

Einleitung

Teil I: Eine Theorie der Animal Spirits

1.Vertrauen und Vertrauensmultiplikatoren
2.Fairness
3.Korruption und Arglist
4.Geldillusion
5.Geschichten

Teil II: Acht Fragen - acht Antworten

6.Warum Volkswirtschaften in Depressionen geraten
7.Warum Zentralbanken Einfluss auf die Wirtschaft haben
Nachtrag: Die gegenwärtige Krise und Maßnahmen zu ihrer Überwindung
8.Warum manche Menschen keinen Job finden
9.Warum es langfristig gesehen entweder mehr Inflation oder mehr Arbeitslose gibt
10.Warum unsere Sparentscheidungen willkürlich sind
11.Warum die Preise an den Finanzmärkten und die privaten Investitionen so stark schwanken
12.Warum die Immobilienmärkte zyklischen Ausschlägen unterliegen
13.Warum sich Armut im Kreis von Minderheiten besonders hartnäckig hält
14.Ausklang

Anmerkungen

Quellenverzeichnis

Von wilden Spekulanten und vergessenen Instinkten
"Ein wichtiges Buch. Denn es ist ein Versuch, die Finanzkrise zu nutzen, um die Wirtschaftstheorie umzukrempeln." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 08.03.2009)

Comeback einer Ikone
"Die beiden Star-Ökonomen argumentieren fundiert, schreiben aber erfreulich verständlich. Nebenbei liefern Akerlof und Shiller eine lesenswerte Analyse der gegenwärtigen Krise." (ManagerMagazin, 01.04.2009)

Stimmungen, Geschichten und Geldillusion
"Das Buch ist hervorragend geschrieben. Akerlof und Shiller haben recht damit, die Zunft der Ökonomen an die Brüchigkeit ihrer psychologischen Basis zu erinnern." (Neue Zürcher Zeitung, 01.04.2009)

Wirtschaft mit Gefühl
"Robert Shiller ist ein ungewöhnlicher Revolutionär ... Die Welt braucht ihn als Kämpfer für eine menschennähere Ökonomie." (Die Zeit, 02.04.2009)

Tierische Instinkte
"Die amerikanische akademische Wissenschaft hat keine Scheu davor, maximal verständlich zu schreiben, ohne die Dinge zu versimpeln - eine Tugend, in der die beiden Starökonomen Meister sind." Robert Misik (Berliner Zeitung, 05.05.2009)

Neue Denker erobern Washington
"Schon jetzt eines der wichtigsten Werke zur Finanzkrise." (Financial Times Deutschland, 13.05.2009)

Das Rätsel Mensch
"Die beiden Ökonomen bereichern mit ihrer Theorie die Wissenschaft." (Süddeutsche Zeitung, 14.08.2009)

Kapitalismus und Krise
"Die Autoren schärfen eine kritische Sicht auf diejenigen Politikerinnen, Manager und Wissenschaftler, die die heutige Krise zu verantworten haben, auch weil sie kompetente Warnungen einfach leichtfertig in den Wind schlugen ... Angesichts des Desasters der herrschenden Irrlehren erscheinen die Autoren als Geistesgrößen." (WOZ Die Wochenzeitung, 03.09.2009)

Das Tier im Wirtschaftssubjekt
"Interessanter und überzeugender als der Großteil der gängigen volkswirtschaftlichen Literatur." (Spektrum der Wissenschaft, 01.11.2009)

Wirtschaftsbücher des Jahres
"Ein Buch für alle, die weiter denken wollen." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 20.12.2009)

Vorwort

Es gibt zuweilen verräterische Momente im Leben. In Henry James' Roman Die goldene Schale genügt der amerikanischen Erbin ein einziger Blick, um ihren Verdacht bestätigt zu finden: Ihr Ehemann und die Frau seines Vaters sind tatsächlich ein Paar.1 Für die Weltwirtschaft war der 19. September 2008 ein solcher besonderer Augenblick. Der US-Kongress hatte seine Zustimmung zu dem 700 Milliarden US-Dollar schweren Rettungsplan verweigert, den Finanzminister Henry Paulson vorgeschlagen hatte (gleichwohl besann er sich später eines Besseren). Der Dow-Jones-Aktienmarktindex fiel um 778 Punkte. Überall auf der Welt gingen die Börsenkurse auf Talfahrt. Plötzlich rückte das, was zuvor lediglich als weit entfernte Möglichkeit erschienen war - eine Wiederkehr der Großen Depression -, in greifbare Nähe.2
Die Große Depression der 1930er Jahre war die Tragödie des 20. Jahrhunderts. Sie brachte der ganzen Welt massenhafte Arbeitslosigkeit. Allein das wäre schon schlimm genug gewesen, doch darüber hinaus führte das von ihr erzeugte Machtvakuum in den Zweiten Weltkrieg. Diesen Krieg bezahlten mehr als 50 Millionen Menschen mit ihrem Leben.3
Eine Wiederkehr der Großen Depression ist heute denkbar, denn in den letzten Jahren sind die Ökonomen, die Regierungen und die breite Öffentlichkeit selbstzufrieden geworden. Sie haben die Lehren vergessen, die aus den Ereignissen der 1930er Jahre gezogen wurden. In den damaligen harten Zeiten erfuhr die Welt auf schmerzliche Weise, wie die Wirtschaft wirklich funktioniert. Wir lernten überdies die angemessene Rolle des Staates in einer widerstandsfähigen kapitalistischen Wirtschaft kennen. Dieses Buch bringt diese Lektionen wieder in Erinnerung und versieht sie mit einem modernen Anstrich. Um zu verstehen, wie die moderne Weltwirtschaft in die Sackgasse geraten ist, müssen wir unser Wissen erneuern. Noch wichtiger aber sind diese Lektionen, weil wir herausfinden müssen, was das Gebot der Stunde ist.
Im Jahr 1936, inmitten der Großen Depression, veröffentlichte John Maynard Keynes sein Meisterwerk, die Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes. Darin beschrieb er, wie vertrauenswürdige Regierungen wie die britische oder die US-amerikanische Kredite aufnehmen, das geliehene Geld ausgeben und auf diese Weise Arbeitslose wieder in Lohn und Brot bringen könnten. Dieses Konzept wurde zur Zeit der Großen Depression selbst nie systematisch in die Tat umgesetzt. Erst später, als die lähmende Krankheit überwunden war, kam die Politik in den Genuss klarer Leitlinien vonseiten der Wirtschaftstheorie. Zuvor wurstelten sich die Regierenden durch, so gut es eben ging. So machten sich zum Beispiel sowohl Herbert Hoover als auch Franklin Roosevelt für kreditfinanzierte Ausgaben der Regierung stark. Obwohl sie sich ihrer Sache durchaus nicht sicher waren, taten sie doch im Großen und Ganzen intuitiv das Richtige, und die Maßnahmen, die sie veranlassten, gingen überwiegend in die gewünschte Richtung. Da sie jedoch keine klare Vorstellung davon hatten, was sie tun sollten, fehlte es ihnen an dem Vertrauen, das sie brauchten, um mit der nötigen Konsequenz zu handeln.
Als später im Zweiten Weltkrieg die streitenden Parteien der Vorstellung von Keynes folgten und Kredite aufnahmen, um ihre Rüstungsausgaben zu finanzieren, verschwand die Arbeitslosigkeit tatsächlich. In den 1940er Jahren wurde Keynes' Rezept zum Standard, und in den USA (sowie mit großer zeitlicher Verzögerung auch in Deutschland; Anm. d. Übers.) wurde es sogar gesetzlich verankert. Der Employment Act von 1946 (in Deutschland das Stabilitäts- und Wachstumsgesetz von 1967; Anm. d. Übers.) verpflichtete die zentrale Regierung auf das Ziel der Vollbeschäftigung.
Auf die Bekämpfung von Rezessionen gerichtete keynesianische Grundsätze der Fiskal- und Geldpolitik fanden Eingang in das Denken von Ökonomen und Politikern, Theoretikern und Teilen der Öffentlichkeit. Selbst Milton Frie

Übersetzer Ute Gräber-Seißinger, Ingrid Proß-Gill, Doris Gerstner
Sprache deutsch
Original-Titel Animal Spirits. Human Nature and the Economy
Maße 140 x 215 mm
Gewicht 542 g
Einbandart gebunden
Themenwelt Sachbuch/Ratgeber Beruf / Finanzen / Recht / Wirtschaft Wirtschaft
Wirtschaft
Schlagworte Alan Greenspan • Allgemeine Wirtschaftspolitik • animalische Instinkte • Animalische Kräfte • Archiever • Aufschwung • Auto-biography • A.W. Phillips • Behavioral Economics • Benjamin Bernanke • Boom • Börsen-Crash • Börsenkrach • Börsenkrise • Börsenschock • Branchenkonjunktur • Business Cycle • Capitalism • Crash an der Börse • Depression • Deutsche Bank Prize in Financial Economics • Economic crisis • Economic Policy • Economics • Financial Crisis • Financial instability • Finanzkrise • Finanzmarktkrise • Freie Marktwirtschaft • George Soros • Gewerbepolitik • Gift • Hardcover, Softcover / Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Volkswirtsch • Homo economicus • Homo oeconomicus • Ideology • Irrationale Instinkte • John Maynard Keynes • Kapitalismus • Kapitalismustheorie • Kapitalistische Gesellschaft • Konjunktur • konjunkturelle Entwicklung • Konjunkturelle Lage • Konjunkturzyklus • Krise der Finanzmärkte • Macroeconomic Policy • Macroeconomics • Makromodell • Makroökonomie • Makroökonomik • Makroökonomisches Modell • Makrotheorie • Market Economy • Marktwirtschaft • Milton Friedman • Nationalökonomie • Ökonomie • organic • Paul Samuelson • Political Economy • Politische Ökonomie • Rationales Verhalten • Rezession • Robert Solow • self coaching • self-fulfilment • Self Management • Stock market crash • Urinstinkte • Volkswirtschaftslehre • Volkswirtschaftspolitik • VWL • Wandel • Weltwirtschaftskrise • Wirtschaftskrise • Wirtschaftspolitik • Wirtschaftspsychologie • Wirtschaftswissenschaft
ISBN-10 3-593-38937-1 / 3593389371
ISBN-13 978-3-593-38937-0 / 9783593389370
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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