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Effizient, schnell und erfolgreich

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Strategien im Maschinen- und Anlagenbau
Buch | Softcover
94 Seiten
2007 | 1., Aufl.
VDMA (Verlag)
978-3-8163-0536-1 (ISBN)
CHF 219,95 inkl. MwSt
Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland befindet sich trotz seiner derzeitigen Erfolge in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld. Neue, globale Wachstumsmärkte sowie global agierende Wettbewerber zwingen Unternehmen, nach geeigneten Handlungsmustern zu suchen, um ihre Erfolgsposition zu behaupten und weiterzuentwickeln. In diesem Zusammenhang bietet der Lean Management Ansatz eine vielversprechende Perspektive zur Sicherung der Wettbewerbsposition. Lean Management bedeutet die Fokussierung auf den Kundennutzen, das Schaffen von Werten und die Vermeidung von Verschwendung. Ziel ist es, dem Kunden anforderungsgerechte Leistungen zur erwarteten Qualität und zu niedrigstmöglichen Kosten anzubieten.

Ziel der gemeinsam vom VDMA, der Unternehmensberatung Roland Berger und dem Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen durchgeführten Studie "Strategien im Maschinen- und Anlagenbau" ist es, strategische Konzepte des Lean Managements auf ihre Eignung abzuprüfen und daraus grundsätzliche Entwicklungsrichtungen für die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus aufzuzeigen. Die untersuchten Hypothesen lieferten Antworten auf die Fragen:

- Riskiert der deutsche Maschinenbau seine Wettbewerbsfähigkeit im mittleren Segment, wenn er sich zu sehr auf das Premium-Segment konzentriert?
- Wie reagiert der deutsche Maschinenbau auf das steigende technologische Niveau neuer Wettbewerber aus Fernost?
- Suchen die Kunden des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus eher ein High End-Produkt oder eine maßgeschneiderte Lösung für einen individuellen Anwendungsfall?
- Welchen Einfluss hat eine systematische Produktgestaltung nach dem Lean Product Ansatz auf den erwarteten Kundennutzen und die Herstellkosten?
- Welche Chancen bieten Lean Production Ansätze im Maschinen- und Anlagenbau?
- Besteht ein Trend zur Reduzierung der Fertigungstiefe und welchen Einfluss würde er auf die Kompetenzen im Einkaufs- und Lieferantenmanagement ausüben?

Die Studie hat eine sehr hohe Resonanz bei den angeschriebenen Unternehmen in der Breitenumfrage erreicht. Innovative und erfolgreiche Branchenplayer aber auch Hidden Champions zeigen mit zahlreichen Best Practices und Beispielen ihre Erfolgsmuster auf. Die Studie liefert fundierte und konsequente Handlungsempfehlungen für die Branchenentwicklung in den nächsten Jahren.

Die Auswertungen der Fragebögen zeigen deutlich, dass Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus, die auf Lean-Ansätzen fokussieren, ihre Kosten signifikant reduzieren können. Mit kundengerechten Produkten und effizienten Produktionsprozessen können Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus ein hohes Wachstum bei gleichzeitig hoher Rendite erwirtschaften.

Ziel der Studie ist es, strategische Konzepte des Lean Managements auf ihre Eignung abzuprüfen und daraus grundsätzliche Entwicklungsrichtungen für die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus aufzuzeigen. Die Studie hat eine sehr hohe Resonanz bei den angeschriebenen Unternehmen in der Breitenumfrage erreicht und liefert fundierte und konsequente Handlungsempfehlungen für die Branchenentwicklung in den nächsten Jahren.

Professor Dr. Günther Schuh studierte Maschinenbau und Betriebswirtschaftslehre an der RWTH Aachen und promovierte 1988 mit Auszeichnung an der RWTH Aachen. Er habilitierte von 1990 bis 1993 an der Universität St. Gallen im Bereich Management. Bis 2002 dann Extraordinarius für betriebswirtschaftliches Produktionsmanagement an der Universität St. Gallen (HSG), Direktor am Institut für Technologiemanagement der Universität St. Gallen (HSG). Herr Professor Schuh ist seit Oktober 2002 Universitätsprofessor für das Fach Produktionssystematik an der RWTH Aachen. Er ist damit auch Nachfolger von Herrn Professor Walter Eversheim im Direktorium des Werkzeugmaschinenlabors (WZL) und des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie (IPT) sowie Direktor in der Geschäftsleitung des Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) in Aachen. Initiator und Leiter der MBA-Schule an der RWTH Aachen in Kooperation mit der Uni St. Gallen Aufsichtsrat des Software- und Beratungshauses GPS Prof. Schuh Komplexitätsmanagement GmbH in D-Würselen Präsident des Verwaltungsrates der Gesellschaft für Produktstrukturierung und Systementwicklung AG (GPS) in CH-St. Gallen President of the Board of Schuh Complexity Management Inc., Atlanta, Georgia, USA Mitglied des Verwaltungsrates der Gallus Holding AG in CH-St. Gallen Mitglied des Beirates von I2 Technologies, D-München Mitglied des Verwaltungsrates von The Sourcing Group, CH-Nänikon

1;Inhalt;4
2;Geleitwort;6
3;Vorwort;7
4;Management Summary;9
5;Einleitung;11
6;Herausforderungen im Maschinen- und Anlagenbau;12
6.1;Marktentwicklung und Positionierung;12
6.2;Produkttrends;17
6.3;Prozessgestaltung;21
6.4;Einkauf und Lieferantenmanagement;25
7;Kundenindividuelle Lösungen und optimale Prozesse;28
7.1;Den Zielkonflikt Leistungsangebot versus Prozessexzellenz lösen;28
7.2;Erfolgreiche Wettbewerbspositionen einnehmen;29
7.3;Lean Product und Lean Production als einheitlicher Lösungansatz;30
7.4;Positionierung am Markt;32
7.5;Gestaltung und Strukturierung des Leistungsangebots;43
7.6;Prozessgestaltung;59
7.7;Einkauf und Lieferantenmanagement;76
7.8;Internationalität erfordert professionellen Einkauf;86
8;Ausblick - Entwicklung einer Gesamtstrategie;87
8.1;Fünfstufiger Strategieimplementierungsprozess;88
8.2;In Krisen: "Restructure" - "Reconfigure" - "Re-invent" wählen;89
8.3;Chance zum (Wieder-)Erreichen von Spitzenpositionen;90
9;Kontakt;91
10;Statistische Hintergrundinformationen;93

" Kundenindividuelle Lösungen und optimale Prozesse (S. 27-29)

Die dargestellten Entwicklungen verdichten sich zu einem Konflikt zwischen den Zielsystemen des Leistungsangebots und der Leistungserstellung. Während das Leistungsangebot im Maschinen- und Anlagenbau von einer wachsenden Vielfalt gekennzeichnet ist, erwartet der Markt gleichzeitig eine effiziente, schnelle und zuverlässige Lieferbereitschaft. Mit diesem Konflikt umzugehen wird die zentrale Herausforderung der Branche in den nächsten Jahren sein.

Den Zielkonflikt Leistungsangebot versus Prozessexzellenz lösen

Der Maschinen- und Anlagenbau erzielt seinen größten Umsatzanteil im Premium- Segment und erwartet auch hier ein signifikantes Wachstum in den nächsten Jahren. In der Studie wird deutlich, dass "Premium"" verstanden wird als ein auf spezifische Kundenbedürfnisse hin individualisiertes, technisch anspruchsvolles Produktangebot. Die so bestehende Heterogenität wird verstärkt durch die zunehmende Anforderungsvielfalt der globalisierten Märkte. Zwar bieten sich hier auch in den kommenden Jahren Wachstumschancen, die lokalen Märkte erfordern jedoch eine zunehmende Anpassung der Angebote auf regional unterschiedliche Gegebenheiten hin.

Wie die Befragung zeigt, unterscheiden sich die Erwartungen der Kunden an die Leistungserstellung über die Produktsegmente hinweg kaum. Die zentralen Zielgrößen sind hier in Reihenfolge der Nennung Qualität, Preis, Lieferzeit und Liefertreue. Die Gestaltung der dafür notwendigen effizienten, schnellen und zuverlässigen Prozesse steht im Konflikt mit der Individualität und Dynamik des Leistungsangebotes, da die klassischen Rezepte der Prozessgestaltung, wie Standardisierung, Wiederholung und Größeneffekt, nur schwierig umzusetzen sind. Für die Prozesseffizienz besteht das Problem in den sich permanent verändernden Kapazitätsbedarfen und in der Schwierigkeit der Bedarfsermittlung ("Einmal-Prozesse"") die sich ungünstig auf die Wertschöpfung, Lernkurven, Leistungsabstimmung und Ressourceneignung auswirken.

Mit der Dynamik und Individualität des Leistungsangebotes steigt sowohl die Vielfalt unterschiedlicher Aufträge als auch die Schwankung der Dauer. Damit können Prozesse kaum noch universell optimiert werden - was für den einen Auftrag schnell ist, kann für den anderen langsam sein. Jeder Auftrag muss also einzeln für sich betrachtet werden, so dass Durchlaufzeit beziehungsweise Schnelligkeit zu einem komplexen Optimierungsproblem wird. Auch die Prozesszuverlässigkeit verschlechtert sich, je vielfältiger und heterogener die Bedarfe sind, da der Standardisierungsgrad und die Planbarkeit der Prozesse abnimmt, weil es mit abnehmender Wiederholhäufigkeit schwieriger wird, eine geringe Streuung der Bearbeitungsqualitäten und Ausführungszeiten der Teilprozesse zu erreichen.

Erfolgreiche Wettbewerbspositionen einnehmen

Häufig wenig bemerkt von der öffentlichen Wahrnehmung besteht im deutschen Maschinen- und Anlagenbau eine kleine Zahl von Unternehmen erfolgreich in einem Volumenmarkt standardisierter, anspruchvoller technischer Produkte vor allem durch exzellente Unternehmensprozesse. Die Wettbewerbsvorteile entstehen durch effiziente, schnelle und zuverlässige Prozesse mit meist hohem Automatisierungsgrad und produktionstechnischem Know-how - Beispiele dafür finden sich nicht nur in der Antriebstechnik oder bei Produktionsmaschinenherstellern. 25% der in der Studie befragten Unternehmen geben an, dass sich ihre Produkte an der technologischen Reifegrenze befinden. Die Problematik dieser Unternehmen ist, dass sich mit der technologischen Weiterentwicklung der internationalen Wettbewerber die standortbedingten Kostennachteile und die Vorteile einer exzellenten Prozessgestaltung zunehmend aufzehren.

Für die Mehrheit der Unternehmen, die in Befragung und Interviews angaben, in bestimmten Leistungsbereichen auf dem Weltma

Sprache deutsch
Maße 170 x 240 mm
Gewicht 215 g
Einbandart Paperback
Themenwelt Wirtschaft Betriebswirtschaft / Management
Schlagworte HC/Wirtschaft/Management • Strategie • Unternehmensführung • Unternehmensrentabilität
ISBN-10 3-8163-0536-9 / 3816305369
ISBN-13 978-3-8163-0536-1 / 9783816305361
Zustand Neuware
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