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Soziale Innovation durch die UN-Behindertenrechtskonvention (eBook)

Fallanalyse einer kommunalen Inklusionsplanung

(Autor)

eBook Download: PDF
2024
722 Seiten
Springer Fachmedien Wiesbaden (Verlag)
978-3-658-46239-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Soziale Innovation durch die UN-Behindertenrechtskonvention - Matthias Kempf
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Seit der Ratifizierung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) in Deutschland (2009) werden auf unterschiedlichen Ebenen und in vielen Organisationen Maßnahmen zur Umsetzung dieser Rechte durchgeführt. Ein so langanhaltendes und gesellschaftlich breit wirksames Interesse ist für ein Menschenrechtsdokument ungewöhnlich und spiegelt sein Innovationspotential wider. Neben Aktionsplänen auf Ebene des Bundes und der Länder haben auch viele Kommunen Planungen mit dem Ziel der Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen durchgeführt. Die Untersuchung solcher Prozesse erscheint aus mehreren Gründen gewinnbringend: Sie greifen die Verpflichtung zur Umsetzung (Art. 4) auf und versuchen in einem überschaubaren Raum konkrete Veränderungen anzustoßen. Gleichzeitig werden hier Regelungen von höheren Ebenen (z.B. im Unterstützungssystem) so wirksam, dass ihre Auswirkungen auf das Ermöglichen oder Behindern von Teilhabe erfasst werden können. Zudem kann auch das planerische Vorgehen dahingehend untersucht werden, inwieweit es perspektivisch zur Umsetzung der UN-BRK beiträgt. Die Analyse eines dynamischen Planungsprozesses führt zu Hinweisen für die Weiterentwicklung der theoretischen Ansätze zum Verständnis von Veränderungen und der Durchführung von Inklusionsplanungsprozessen.

Inhaltsverzeichnis 6
Abbildungsverzeichnis 8
Tabellenverzeichnis 10
1 Einleitung 11
2 Die UN-BRK – eine soziale Innovation für die Kommunen? 16
2.1 Ermöglichung von Teilhabe 17
2.1.1 Wandel der Bedeutung der kommunalen Ebene im Zuge der Veränderungen der Behindertenpolitik 18
2.1.2 Bedeutung der kommunalen Ebene für die Umsetzung der UN-BRK 30
2.1.3 Ausgewählte Begriffe und Konzepte der BRK 40
2.1.4 Entstehung der UN-BRK und Rezeption in Deutschland 56
2.2 Soziale Innovationen durch Planung 65
2.2.1 Wandel und Kritik des Planungsbegriffs 66
2.2.2 Planung im Kontext der UN-BRK 74
2.3 Strukturen, in denen die UN-BRK umgesetzt wird 95
2.3.1 Entwicklung und Stellung der Kommunen im Staatsaufbau 96
2.3.2 Strukturen, Aufgaben und Vernetzung der Kommunen 98
2.3.3 Interessenvertretung und Anbieter als Beispiele kommunaler Akteure 126
2.4 Ausgewählte theoretische Ansätze zum Verständnis von Veränderungen 149
2.4.1 Ansätze zum Verständnis von Veränderungen – ein Überblick 151
2.4.2 Grenzobjekte – Verbindung zwischen sozialen Welten 163
2.4.3 Einführung in die Diffusion von Innovationen nach Rogers 170
2.4.4 Der Innovationsbegriff 183
2.4.5 Das soziale System im Diffusionsprozess 197
2.4.6 Die Prozesse im zeitlichen Verlauf 207
2.4.7 Innovationen in Organisationen 218
3 Forschungsdesign 225
3.1 Vorstudie: Analyse der kommunalen Beschlüsse in NRW 227
3.1.1 Analyse des Beschlussinhaltes im Kreis Siegen-Wittgenstein 228
3.1.2 Vergleich des Beschlusses mit anderen in NRW 236
3.2 Zu bearbeitende wissenschaftliche Fragestellung(en) 252
3.3 Wahl des Untersuchungsdesigns – Fallstudie 254
3.4 Erhebungsmethoden 259
3.4.1 Experteninterview 260
3.4.2 Dokumentenanalyse 275
3.5 Auswertungsstrategie und Art der Ergebnisdarstellung 280
3.5.1 Transkription, Anonymisierung und Pseudonymisierung 281
3.5.2 Auswertungsstrategie 285
3.5.3 Kategorienbildung 288
3.5.4 Ergebnisdarstellung 292
4 Ergebnisse der Auswertung der Prozessdokumente 297
4.1 Beschreibung der Tätigkeit der Regie- und Steuerungsgruppe 298
4.1.1 Thematischer Zuschnitt und involvierte Akteure 298
4.1.2 Zeitlicher Verlauf und Arbeitsweise der Regie- und Steuerungsgruppe 299
4.2 Beschreibung der Tätigkeit der Arbeitsgruppen 301
4.2.1 AG Politische und gesellschaftliche Teilhabe 304
4.2.2 AG Mobilität 309
4.2.3 AG Freizeit und Kultur 313
4.2.4 AG Prävention, Rehabilitation, Gesundheit und Pflege 320
4.2.5 AG Bauen und Wohnen 324
4.2.6 AG Arbeit, Ausbildung und Beschäftigung 330
4.2.7 AG Bildung 336
4.3 Beschreibung der Tätigkeit der Kommission 355
4.3.1 Funktion und Zusammensetzung der Kommission 355
4.3.2 Zeitlicher Verlauf und Arbeitsweise der Kommission 356
4.4 Beabsichtigte Struktur für die Weiterarbeit 363
4.4.1 Reflexion der Projektdurchführung im Bericht 363
4.4.2 Beabsichtigte Weiterarbeit nach Vorlage des Berichts 364
4.5 Vergleichende Analyse der Maßnahmen 365
4.5.1 Die Maßnahmen der Arbeitsgruppen 366
4.5.2 Inhaltliche Schwerpunkte der Maßnahmen 368
4.5.3 Bestandteile der Maßnahmenbeschreibungen 372
4.5.4 Perspektive der Maßnahmen 385
4.5.5 Fazit Maßnahmenanalyse 389
4.6 Fazit Dokumentenanalyse 393
4.6.1 Prozessgestaltung 394
4.6.2 Annahmen / Verständnisse 416
5 Auswertungsergebnisse der Experteninterviews 430
5.1 Zeitliche Aspekte – Phasen des Prozesses 431
5.1.1 Vorbereitung des politischen Beschlusses 434
5.1.2 Auftaktveranstaltung 442
5.1.3 Abschlussphase 444
5.1.4 Umsetzungsphase 453
5.2 Herausforderungen und Störungen 477
5.2.1 Arbeits- und Herangehensweisen im Prozess 478
5.2.2 Durchführung der Analysen 485
5.2.3 Personelle Wechsel 502
5.2.4 Fehlende Akteure 519
5.2.5 Einstellungsbedingte Barrieren 531
5.3 Hilfe und Ressourcen bei der Prozessgestaltung 540
5.3.1 Anknüpfen an erprobte Prozessstruktur 541
5.3.2 Rolle der Verwaltung in den AGs 543
5.3.3 Engagement und neue Netzwerke 545
5.3.4 Fazit – Hilfen und Ressourcen bei der Prozessgestaltung 549
5.4 Ziel(e) des Prozesses 550
5.4.1 Offizieller Auftrag: „Was findet eigentlich schon statt an Inklusion?“ 552
5.4.2 (Verständnis-)Hintergrund des offiziellen Auftrags 554
5.4.3 Kritik an der Zielausrichtung des Prozesses 556
5.4.4 Fazit – Ziel(e) des Prozesses 562
5.5 Aussagen in Bezug auf Schlüsselkonzepte 565
5.6 Bedeutung und Verwendung der UN-BRK für den untersuchten Planungsprozess 568
5.6.1 UN-BRK als Impuls 569
5.6.2 UN-BRK als internationales Dokument 570
5.6.3 Verwendung der UN-BRK im Prozess 572
5.6.4 Bewertung der deutschen Debatte in Bezug auf die UN-BRK 575
5.6.5 Fazit 579
5.7 Inklusion 580
5.7.1 (Definitorische) Erläuterungen der Befragten 581
5.7.2 Bestandteile von Inklusion 585
5.7.3 Geeignete und ungeeignete Maßnahmen zur Umsetzung 591
5.7.4 Diskussionen / Konfliktlinien 600
5.8 Partizipation 604
5.8.1 (Definitorische) Erläuterungen der Befragten 605
5.8.2 Rahmenbedingungen für Partizipation 608
5.8.3 Fazit / Schlussfolgerungen 619
5.9 Fazit – Schlüsselkonzepte im Planungsprozess 624
5.10 Akteurskonstellation und Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten 628
5.10.1 Die Akteurskonstellation aus der Perspektive des Promotorenmodells 628
5.10.2 Wahrgenommene Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene 634
5.10.3 Abstimmung in den politischen Parteien auf kommunaler Ebene 638
5.11 Diffusionstheorie 641
5.11.1 Verantwortung und Koordination der Umsetzung 642
5.11.2 Wahrgenommene Eigenschaften von Innovationen 646
5.11.3 Einbezug der Anbieter in den Planungsprozess 667
6 Schlussfolgerungen 679
6.1 Schlussfolgerungen in Bezug auf den Prozess in Siegen-Wittgenstein 680
6.2 Schlussfolgerungen in Bezug auf ausgewählte Ansätze zum Verständnis von Veränderungen 686
6.3 Schlussfolgerungen in Bezug auf Inklusionsprozesse allgemein 695
Literatur 703

Erscheint lt. Verlag 9.12.2024
Reihe/Serie Beiträge zur Teilhabeforschung
Zusatzinfo IX, 722 S. 49 Abb., 44 Abb. in Farbe.
Sprache deutsch
Themenwelt Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung
Wirtschaft
Schlagworte Diffusionsforschung • Grenzobjekte • Inklusion • kommunale Teilhabeplanung • Partizipation • Planung • soziale Innovation • Teilhabeforschung • UN-Behindertenrechtskonvention
ISBN-10 3-658-46239-6 / 3658462396
ISBN-13 978-3-658-46239-0 / 9783658462390
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