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Effektive Führungstechniken (eBook)

Richtig kommunizieren - Mitarbeiter motivieren - Teams führen
eBook Download: EPUB
2024 | 2. Auflage 2024
296 Seiten
Haufe (Verlag)
978-3-648-17785-3 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Effektive Führungstechniken - Christian Zielke
Systemvoraussetzungen
44,99 inkl. MwSt
(CHF 43,95)
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Das Buch von Christian Zielke bietet praxiserprobte Strategien für Führungskräfte, die sich den Herausforderungen einer sich wandelnden Unternehmenslandschaft stellen. In einer spannenden Story wird eine junge Führungskraft in einem konservativen Unternehmen begleitet, die sich den geänderten Lebens- und Arbeitswelten stellen muss. Da  traditionelle Lösungsansätze nicht immer zielführend sind, werden neue, zeitgemäße Methoden vorgestellt, um die Führungsaufgaben erfolgreich zu meistern. Dabei stehen verschiedene Problemstellungen im Fokus, für die das Buch sofort umsetzbare Lösungen bietet. Praxisbeispiele lassen Sie an unterschiedlichen Gesprächssituationen einer Führungskraft teilhaben. Inhalte: - Führen mit Zielen: Wie Zielvereinbarungen den Unternehmenserfolg fördern - Richtig delegieren: Bestandteil einer dynamischen Unternehmenskultur - Mit Mitarbeitenden effektiv kommunizieren: Small Talk, Jahresgespräch, Kritikgespräch, Feedbackgespräch - Mitarbeitende beurteilen: Leistungsbewertung, Entwicklungsgespräch, Mitarbeiterbeurteilung - Der geeignete Führungsstil - Konfliktmanagement - Teams führen und Meetings leiten - Motivationsgespräche - auch in schwierigen Zeiten - Beispiel-Dialoge mit Expertenbeurteilung Neu in der 2. Auflage: - Unterschiedliche Persönlichkeiten führen - Führen hybrider Teams - Nachhaltige Führung - Agile Führung - Führen der Generation XYZ - Effektive Teambesprechungen und Meetings - Teamperformance erhöhen - Die richtigen Mitarbeitenden finden und halten

Prof. Dr. Christian Zielke, bekannt aus Funk und Fernsehen, verfügt über internationale Managementerfahrung bei renommierten Firmen wie der Außenhandelskammer Hongkong, DaimlerChrysler, Hoechst AG (Aventis) und Preussag Konzern (TUI). Er ist Professor für Kommunikation und Personalmanagement an der Hochschule Gießen und als internationaler Executive Coach, Personalberater und Management-Trainer tätig. Seine Schwerpunkte sind Führung, Kommunikation und Motivation auf oberster Ebene.

Christian Zielke Prof. Dr. Christian Zielke bekannt aus Funk und Fernsehen, verfügt über internationale Managementerfahrung bei renommierten Firmen wie der Außenhandelskammer Hongkong, DaimlerChrysler, Hoechst AG (Aventis) und Preussag Konzern (TUI). Er ist Professor für Kommunikation und Personalmanagement an der Hochschule Gießen und als internationaler Executive Coach, Personalberater und Management-Trainer tätig. Seine Schwerpunkte sind Führung, Kommunikation und Motivation auf oberster Ebene.

1.1 Was tun, wenn die Geschäftsführung unrealistische
Ziele vorgibt?


Gespräch mit der Geschäftsführung

Laura ist zu einem Gespräch bei der Geschäftsführung eingeladen.

Geschäftsführung: »Guten Morgen, Laura! Schön, Sie an Bord zu haben. Ihre Einstellung hat hohe Erwartungen in uns geweckt. Wir haben daher für Ihren Bereich ehrgeizige Ziele festgelegt.«

Laura: »Danke für die herzliche Begrüßung. Ich bin gespannt, welche Ziele Sie für mich haben.«

Geschäftsführung: »Laura, wir haben uns intensiv über Ihre Rolle unterhalten und ­klare Ziele für Ihren Bereich definiert. Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Steigerung der Produktivität. Bis zum Ende des Quartals möchten wir eine Umsatzsteigerung von mindestens 20 % sehen.«

Laura: »Das klingt nach einer spannenden Herausforderung! Haben Sie spezifische Strategien oder Ressourcen im Sinn, um diese Ziele zu erreichen?«

Geschäftsführung: »Nun ja, wir denken, dass Sie einfach Ihr Team besser motivieren müssen. Vielleicht können Sie Überstunden einlegen, um die Produktivität zu steigern.«

Laura: »Überstunden könnten kurzfristig helfen, aber langfristig könnte das zu Unzufriedenheit im Team führen.«

Geschäftsführung: »Laura, wir verstehen Ihre Bedenken, aber wir sind zuversichtlich, dass Sie und Ihr Team das schaffen können. Denken Sie daran, wir haben hohe Erwartungen an Sie. Wir erwarten, dass Sie innovative Lösungen entwickeln und Ihr Team motivieren, die gesteckten Ziele zu übertreffen.«

Laura: »Ich verstehe. Ich werde direkt damit beginnen, Maßnahmen zu planen, um diese Ziele zu erreichen. Soll ich regelmäßige Berichte über den Fortschritt vorlegen?«

Geschäftsführung: »Ja, das wäre großartig. Wir wollen stets informiert sein und bei Bedarf unterstützen. Laura, wir sind überzeugt, dass Sie mit Ihren Führungstechniken und Ihrer Erfahrung hier eine entscheidende Rolle spielen werden. Viel Erfolg!«

Nach dem Gespräch fühlte sich Laura etwas unwohl. Sie fragte sich, ob sie die notwendigen Ressourcen wie Budget, Personal und Technologie hatte, um sicherzustellen, dass die Zielvorgaben mit den verfügbaren Mitteln umsetzbar waren. Angesichts der angespannten Wettbewerbssituation und den schlechten Marktentwicklungen schien es ihr fast unmöglich, die Zielvorgaben zu erfüllen.

1.1.1 Praxisbeispiele: Unrealistische Zielvorgaben der Geschäftsführung


Unrealistische Ziele sind die Wegweiser ins Chaos.

Es kommt nicht selten vor, dass die Geschäftsführung unrealistische Erwartungen an ihre Führungskräfte stellt. Hier sind einige Praxisbeispiele aus dem Führungsalltag:

  1. Umsatzverdopplung in einem Quartal: Die Geschäftsführung verlangt von jeder Führungskraft, den Umsatz innerhalb eines einzigen Quartals zu verdoppeln. Dies könnte unrealistisch sein, besonders wenn externe Faktoren wie Marktsättigung oder wirtschaftliche Bedingungen nicht berücksichtigt werden.

  2. Nullfehlerquote in der Produktion: Die Führungskräfte erhalten die Anweisung, eine Nullfehlerquote in der Produktion zu erreichen. Dies könnte in Branchen mit komplexen Fertigungsprozessen oder bei der Einführung neuer Technologien schwer umsetzbar sein, da bestimmte Fehler unvermeidlich sind.

  3. 100-prozentige Kundenbindung ohne Beschwerden: Die Geschäftsführung erwartet, dass Führungskräfte keinerlei Kundenbeschwerden erhalten und eine 100-prozentige Kundenbindung erreichen. In der Realität kann es immer zu Unzufriedenheiten kommen und die Erwartung, jede Beschwerde zu verhindern, könnte unrealistisch sein.

  4. Einführung eines völlig neuen Produktportfolios in kürzester Zeit: Die Führungskräfte sollen ein vollständig neues Produktportfolio entwickeln und auf den Markt bringen, ohne ausreichende Ressourcen oder Entwicklungszeit. Dies könnte dazu führen, dass die Qualität der Produkte leidet oder unrealistische Fristen nicht eingehalten werden.

  5. Personalreduktion ohne Leistungseinbußen: Die Geschäftsführung verlangt von den Führungskräften, das Personal drastisch zu reduzieren, während gleichzeitig die Produktivität und Leistung auf dem gleichen Niveau gehalten werden soll. Dies könnte zu Überlastung und Unzufriedenheit im Team führen.

In solchen Situationen stellen sich Führungskräfte die Frage, wie sie am besten mit unrealistischen Zielvorgaben des Unternehmens umgehen können. Dazu finden Sie auf den folgenden Seiten eine Checkliste.

1.1.2 Ihre Schritt-für-Schritt-Anleitung: Umgang mit unrealistischen Zielvorgaben


Checkliste: Wie Sie mit unrealistischen Zielvorgaben umgehen

1.

Sammeln Sie Daten und Fakten, die die Unrealisierbarkeit der Zielvorgaben untermauern.

 

2.

Erarbeiten Sie realistischere Zielvorschläge, die besser zu den Ressourcen und der aktuellen Unternehmenslage passen.

 

3.

Planen Sie ein klares Gespräch mit der Geschäftsführung, um die Bedenken zu besprechen.

 

4.

Fokussieren Sie sich auf die negativen Auswirkungen der unrealistischen Ziele.

 

5.

Stellen Sie alternative Handlungspläne und Strategien zur Zielerreichung vor.

 

6.

Präsentieren Sie klare Analysen und Berichte, um die Geschäftsführung zu überzeugen.

 

Checkliste: Wie Sie mit unrealistischen Zielvorgaben umgehen

Laura vereinbarte ein Gespräch mit der Geschäftsleitung, um ihre Anliegen zu besprechen. Vorher hatte sie intensiv darüber nachgedacht und sich gründlich vorbereitet. Mit einer Liste konkreter Beispiele und gut durchdachter Argumente wollte sie ihre Standpunkte klar kommunizieren. Laura war überzeugt, die Geschäftsführung von ihren Bedenken überzeugen zu können. Doch die Entwicklung des Gesprächs verlief anders als erwartet.

Klärendes Gespräch mit der Geschäftsführung

Laura: »Guten Morgen. Vielen Dank für das Vertrauen und die klaren Ziele. Ich habe mir die Fakten einmal genau angesehen. Die aktuelle Marktsituation ist unsicher, und die Wirtschaft durchlebt turbulente Zeiten. Eine Umsatzsteigerung von 20 % könnte zu optimistisch sein.«

Geschäftsführung: »Laura, wir haben diese Ziele nicht leichtfertig festgelegt. Das Unternehmen braucht eine signifikante Steigerung. Wir sind sicher, dass Sie und Ihr Team das schaffen können.«

Laura: »Verstehe ich. Das Team ist bereits jetzt am Limit. Ein weiterer Druck könnte zu Überlastung und Demotivation führen, was langfristig kontraproduktiv wäre.«

Geschäftsführung: »Wir haben Vertrauen in Ihre Führungsfähigkeiten. Ihr Team wird durch diese Herausforderung wachsen.«

Laura: »Die bisherigen Verkaufszahlen zeigen, dass eine Umsatzsteigerung von 20 % in so kurzer Zeit unrealistisch sein könnte. Vielleicht sollten wir die Zielvorgaben an die aktuellen Leistungen anpassen.«

Geschäftsführung: »Laura, wir setzen bewusst ambitionierte Ziele, um das volle Potenzial des Teams auszuschöpfen. Sie haben die Fähigkeiten, sie zu erreichen.«

Laura: »Natürlich. Deshalb schlage ich vor, alternative Zielvorschläge zu prüfen, die besser zu unseren Ressourcen und der aktuellen Unternehmenslage passen. Dies könnte langfristige, nachhaltige Erfolge fördern.«

Geschäftsführung: »Wir schätzen Ihre Initiative, aber die bestehenden Ziele sind ­bereits gesetzt. Wir erwarten, dass Sie sich darauf fokussieren, diese zu erreichen.«

Laura: »Auch externe Faktoren wie Lieferengpässe und globale Unsicherheiten könnten unsere Pläne beeinträchtigen. Wie können wir darauf reagieren?«

Geschäftsführung: »Laura, wir können unvorhersehbare Ereignisse nicht kontrollieren, aber wir können agil reagieren und alternative Strategien entwickeln.«

Laura: »Um diese Ziele zu erreichen, benötigen wir möglicherweise zusätzliche Ressourcen. Können wir sicherstellen, dass wir die notwendige Unterstützung erhalten?«

Geschäftsführung: »Wir werden prüfen, welche Ressourcen erforderlich sind, um die Ziele zu erreichen. Wir stehen hinter Ihnen und werden die notwendigen Schritte unternehmen, um Sie zu unterstützen.«

Laura bemerkte, dass sie bei der Geschäftsführung nur begrenzten Einfluss hatte. Obwohl sie gerne an der Zielsetzung mitgewirkt hätte, gibt es im Management Entscheidungen, die außerhalb der Reichweite von Führungskräften liegen. Möglicherweise gibt es auch besondere Umstände im Management, die einseitige Zielvorgaben unumgänglich machen.

1.1.3 Strenge Zielvorgaben: Wann und warum sie im Unternehmen
Sinn machen


Strenge Vorgaben zwingen zur Exzellenz.

Hier sind klassische Beispiele von einseitigen Zielvorgaben in Unternehmen, die ­berechtigt und notwendig sein...

Erscheint lt. Verlag 17.9.2024
Reihe/Serie Haufe Fachbuch
Verlagsort Freiburg
Sprache deutsch
Themenwelt Wirtschaft Betriebswirtschaft / Management Unternehmensführung / Management
Schlagworte Arbeitsplatz • Aufgabe • beteiligten • Beurteilung • Beziehungsebene • Delegieren • Entwicklung • Erfolg • Feedback • Führung • Führungskraft • Führungskräfte • Führungsstil • Kommunikation • Kompetenz • Konflikt • Konflikte • Konfliktmanagement • Kontrolle • Leistung • Management • Mediation • Mitarbeiter • Motivation • Probleme • Situation • Unternehmen • Unternehmenserfolg • Unternehmenskultur • Verantwortung • Verhalten • Vorgesetzte • Ziele • zielke • Zielvereinbarung • Zielvereinbarungen • Zielvorgabe • Zusammenarbeit
ISBN-10 3-648-17785-0 / 3648177850
ISBN-13 978-3-648-17785-3 / 9783648177853
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