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Die Notwendigkeit, die Möglichkeiten und die Grenzen einer internationalen Wettbewerbsordnung.

Reformansätze vor dem Hintergrund derzeitiger außenwirtschaftlicher Problemfelder und der Doha-Welthandelsrunde.
Buch | Hardcover
290 Seiten
2005
Duncker & Humblot (Verlag)
978-3-428-11792-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Die Notwendigkeit, die Möglichkeiten und die Grenzen einer internationalen Wettbewerbsordnung. - Christian A. Conrad
CHF 125,85 inkl. MwSt
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Bereits 1947 wurde im Rahmen der Havanna-Charta eine Initiative zur Schaffung einer internationalen Wettbewerbsordnung unternommen, auf die sich jedoch die internationale Staatengemeinschaft nicht einigen konnte. Die handelspolitischen Vertragsentwürfe wurden dann Basis für das General Agreement on Tarifs and Trade (GATT) als erstes Welthandelsabkommen. Vor dem Hintergrund der Handelsliberalisierungen im Rahmen der GATT-Runden, wichen die Regierungen jedoch von den tarifären Handelshemmnissen auf nicht-tarifäre, nicht in den WTO-Verträgen geregelte oder scheinbar antiprotektionistische Instrumente wie Antidumping- oder Antisubventionsmaßnahmen aus, um ihre vom gestiegenen internationalen Wettbewerb bedrohten Unternehmen zu schützen. Durch die wettbewerbspolitischen Lücken der internationalen Wettbewerbsordnung entstanden so neue außenwirtschaftliche Problemfelder. Deshalb und aufgrund der zunehmenden Globalisierung und der gestiegenen internationalen Fusionsaktivitäten wird in den letzten Jahren das Fehlen einer grenzübergreifenden internationalen Wettbewerbspolitik immer offensichtlicher. Spätestens beim internationalen Marktzugang wird Handelspolitik zu Wettbewerbspolitik. Es erstaunt deshalb wenig, dass sich die OECD bereits in ihrer Empfehlung von 1986 für eine stärkere Berücksichtigung der Interdependenzen von Handels- und Wettbewerbspolitik aussprach und die Festsetzung international einheitlicher Wettbewerbsregeln auf der Agenda der neuen WTO-Runde von Doha stehen soll.

Der Autor hat sich mit der vorliegenden Arbeit zum Ziel gesetzt, ausgehend von den derzeitigen außenwirtschaftlichen Problemfeldern geeignete Ansätze für eine internationale Wettbewerbsordnung herauszuarbeiten, um so die aktuelle Reformdiskussion zu bereichern.

Christian A. Conrad verkörpert Praxis und Wissenschaft in einer seltenen Kombination. Nach Auslandsaufenthalten in den USA und Brüssel beendete er seine Doktorarbeit über die europäische Stahlpolitik als Assistent am Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik der Universität Tübingen. Danach arbeitete er im internationalen Unternehmenskundengeschäft einer der fünftgrößten deutschen Banken, wodurch er ständig Kontakt zur Geschäftsführung zahlreicher Unternehmen hatte. Unter Einbeziehung dieser Feldforschung schrieb er zahlreiche Bücher und Aufsätze zu den Themen Märkte, Wettbewerb und insbesondere Finanzmärkte. Als einer der wenigen warnte er auch Ende der 90er Jahre vor der Börsenbubble vor ihrem Zusammenbruch und im Jahr 2000 vor einer gigantischen Finanzmarktkrise, die nur noch unter massiven Belastungen der Steuerzahler aufgefangen werden kann. Derzeit ist er Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Saarbücken.

Christian A. Conrad embodies practical experience and science in a rare combination. After time spent abroad in the USA and Brussels, he completed his doctoral thesis on the European Steel Policies as an assistant professor at the University of Tübingen Department of Economics. Afterwards he worked in the international corporate customer business at one of the five largest German banks, which kept him in constant contact with the business management of many companies. Taking into account this field research he wrote several books and articles on the topics of markets, competition and in particular finance markets. He was one of the few to issue a warning about the stock market bubble before it bursted in 2000. He also warned about a massive financial crisis that could only be cushioned at considerable expense to the taxpayer. Currently he is professor of economics at the University of applied Science HTW in Saarbücken, Germany.

Inhaltsübersicht: Einleitung: Auf dem Weg zu einer internationalen Wettbewerbsordnung - A. Theorie einer internationalen Wettbewerbsordnung: Wettbewerbsfunktionen im nationalen und internationalen Wirtschaftssystem - Wettbewerbspolitische Konzeptionen und Weltbilder - Bewertung - Neuere Entwicklungen - Ein neo-ordoliberaler Ansatz für eine internationale Wettbewerbsordnung: ein Idealbild - B. Die WTO und der neue Protektionismus: Die Entwicklung der internationalen Wirtschaftsordnung bis zur Uruguay-Runde - Die Grundrisse der Welthandelsordnung nach der Uruguay-Runde - Die Milleniumrunde, ein gescheiterter Ansatz, und Doha: ein Aufbruch zu einer neuen Welthandelsrunde - Instrumente des "Neuen Protektionismus" - Ökonomische versus politische Rationalität oder warum gibt es keinen Freihandel? - C. Ansätze für eine neue internationale Wettbewerbsordnung: Die Konvergenz der nationalen Wettbewerbsordnungen - Instrumente zur Bekämpfung grenzüberschreitender Wettbewerbsverstöße: der status quo - Instrumente zur Bekämpfung von Wettbewerbsbeschränkungen: ein internationaler Vergleich - Ansätze zur Reform der internationalen Wettbewerbsordnung: die wissenschaftliche Diskussion - Die Synthese: ein neuer Ansatz zur Reform der internationalen Wettbewerbsordnung - Politikökonomische Ansätze zur Reform der internationalen Wettbewerbsordnung: Doha und danach - Statistischer Anhang - Verzeichnis der durchgeführten Interviews - Literaturverzeichnis und Sachregister

Erscheint lt. Verlag 27.5.2005
Reihe/Serie Rechtsfragen der Globalisierung ; 10
Zusatzinfo Tab., Abb.; 290 S.
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Maße 157 x 233 mm
Gewicht 490 g
Themenwelt Recht / Steuern EU / Internationales Recht
Recht / Steuern Wirtschaftsrecht
Wirtschaft Volkswirtschaftslehre Makroökonomie
Schlagworte Aussenwirtschaft • Außenwirtschaft • HC/Recht/Internationales Recht, Ausländisches Recht • Internationale Wettbewerbsordnung • Welthandel • Wettbewerbsrecht • Wettbewerbsrecht (WettbR) • WTO
ISBN-10 3-428-11792-1 / 3428117921
ISBN-13 978-3-428-11792-5 / 9783428117925
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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