Die besten Trendfolgestrategien (eBook)
192 Seiten
FinanzBuch Verlag
978-3-98609-166-8 (ISBN)
Michael Proffe, auch bekannt als »Mr. Trendfolge« ist ausgewiesener Trendfolge-Experte. Seit vielen Jahren arbeitet er als Wirtschaftsberater und Börsentrainer. Bekannt wurde er, weil er es mit seinem Börsendienst schaffte, in 10 Jahren mit einem Startkapital von 30 000 Euro eine Million Euro zu erwirtschaften. Dank zahlreicher TV-Auftritte, Buchveröffentlichungen und Artikeln zählt er zu den bekanntesten und einflussreichsten Persönlichkeiten auf den europäischen Finanzmärkten.
Michael Proffe, auch bekannt als »Mr. Trendfolge« ist ausgewiesener Trendfolge-Experte. Seit vielen Jahren arbeitet er als Wirtschaftsberater und Börsentrainer. Bekannt wurde er, weil er es mit seinem Börsendienst schaffte, in 10 Jahren mit einem Startkapital von 30 000 Euro eine Million Euro zu erwirtschaften. Dank zahlreicher TV-Auftritte, Buchveröffentlichungen und Artikeln zählt er zu den bekanntesten und einflussreichsten Persönlichkeiten auf den europäischen Finanzmärkten.
I
Inflation voraus? Was Sie über Sachwerte, Immobilien und Gold wissen sollten
Das Jahr 2022 hat schlecht begonnen – nicht allein wegen des Ukraine-Krieges. Auch wegen der hohen Inflationsraten in den USA, der Euro-Zone und bei uns in Deutschland. Länder und Regionen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten immer stärker verschuldet und damit die Zentralbanken veranlasst, die Geldmenge dramatisch zu erhöhen.
In diesem Abschnitt werden Sie erfahren, warum die Inflationsrate so hoch ist. Sie werden erfahren, wie die Inflation Ihre Kaufkraft zerstört. Vor allem aber werden Sie lesen, was Ihnen in dieser Situation hilft: nämlich Aktien in jeglicher Form. Sämtliche anderen Sparformen, auch Lebensversicherungen et cetera, können Sie im Kampf gegen die Inflation praktisch nicht einsetzen.
Steigende Geldmenge, steigende Inflation
Zunächst möchte ich darstellen, warum die Inflationsrate so unglaublich steigt und wie schnell Sie damit die Kaufkraft Ihres Vermögens verlieren werden.
Eingangs schrieb ich, die Zentralbanken hätten die Geldmenge erhöht. Wie das?
Zum einen kaufen Zentralbanken bei historisch niedrigen Zinsen Anleihen von Staaten und Unternehmen auf. Wären die Zinsen höher und marktgerecht, könnten die Staaten – und Unternehmen – sich die so verzinsten und damit im Durchschnitt höheren Schulden nicht mehr leisten. Die niedrigen Zinsen, die Sie auch als Sparer seit Jahren erhalten, sind ein direktes Ergebnis des Geldbedarfs der Staaten, die sich Geld leihen.
Zum anderen können Staaten mit niedrigen Zinsen die Kreditvergabe bei Banken ankurbeln. Geschäftsbanken schreiben neue Kredite jeweils den Konten der Kreditnehmer zu. Damit stehen die neuen Kredite auf den Konten und können per PayPal oder Kreditkarten direkt ausgegeben werden, stellen also Geld dar.
Banken aber nutzen dafür nur zu einem Bruchteil das vorhandene Geld. Sie dürfen Kontoguthaben praktisch bis zu 90 Prozent weiterverleihen. Damit existiert das Geld somit einmal auf dem Konto des Sparers und einmal als Gutschrift auf dem Konto des Kreditnehmers. Die Geldmenge hat sich damit praktisch verdoppelt.
Dieser Trick funktioniert seit Jahrhunderten, weil Banken wissen, dass Kontoinhaber ihr Geld nur äußerst selten vollständig auf einen Zeitpunkt hin abheben. Das sind Erfahrungswerte. Damit aber wird die Ursache der steigenden Geldmenge sichtbar.
Mehr Geld entsteht durch höhere Schulden. Und die Zentralbanken heizen die Geldproduktion durch niedrigste Zinsen an.
Je höher die Geldmenge im Vergleich zu Menge und Wert der produzierten Waren, desto größer die Inflationswahrscheinlichkeit, so die grobe Vorstellung in der volkswirtschaftlichen Lehre. Auf den ersten Blick ist dies intuitiv richtig, da eine größere Geldmenge sich in einer größeren Nachfrage äußern sollte, die wiederum die Preise steigen lassen wird.
Weitergehende Erklärung
Die Theorie ist insofern unvollständig, als ein wichtiger Punkt fehlt: die sogenannte Umlaufgeschwindigkeit des Geldes. Geld wird nicht mit einer konstanten Geschwindigkeit ausgegeben und weitergereicht, sondern in Wellen. Sie werden dies vielleicht aus dem privaten Bereich kennen: Es gibt Phasen mit größeren Ausgaben und immer wieder auch Sparphasen.
Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes ist neben der (steigenden) Geldmenge der Haupttreiber der Inflation, wie wir sie jetzt erleben. Ihr Geld und auch Ihr Vermögen verliert aktuell deutlich an Wert.
Grund dafür ist der sinkende Sparwille in der den harten Corona-Wellen folgenden Phase. Geben auch Sie mehr Geld in der Innenstadt aus? Dann sind Sie an der steigenden Inflation beteiligt.
Dass die Inflation gerade jetzt massiv zunimmt, hat also zwei Gründe: die steigende Geldmenge und die wachsende Umlaufgeschwindigkeit des Geldes; weil die Menschen weniger sparen.
Damit komme ich auf den Punkt: Sehr wahrscheinlich wird die Inflationsrate für einen längeren Zeitraum genau deshalb hoch bleiben. Die Geldmenge bleibt ohnehin auf einem hohen Niveau, zusätzlich aber geben die Menschen das Geld schneller aus.
Wenn Sie Ihr Vermögen und Ihre Kaufkraft erhalten wollen, müssen Sie sich sehr wahrscheinlich mittel- und langfristig um die richtige Anlage kümmern. Sehen Sie sich an, wie vor unseren Augen Vermögen durch eine steigende Geldmenge und eine steigende Umlaufgeschwindigkeit anfangen zu schmelzen.
Abb. 1: Die Geldmenge steigt (hier M1 = Bargeld und Kontoguthaben mit maximal 30 Tagen Frist)
Quelle: Fred.stlouisfed.org, Organization for Economic Co-operation and Development
In der Abbildung sehen Sie die Geldmenge M1 in der Eurozone, die auch die Guthaben auf Bankkonten umfasst, die Sie sofort abheben können. Sie sehen, dass die Geldmenge im Kern immer stärker steigt. In einem zweiten Chart (Abbildung 2) sehen Sie die Umlaufgeschwindigkeit. Für die Geldmenge M1 gilt die oberste Linie im Chart V1. Die Umlaufgeschwindigkeit dieser Geldmenge sinkt seit vielen Jahren und ist zuletzt 2020/2021 an einem neuen Tiefpunkt angekommen.
Die Umlaufgeschwindigkeit aber ist nur eine andere Sichtweise auf die Sparquote. Ich bin mir sicher, dass die Sparquote über kurz oder lang wieder sinken wird, nachdem die meisten Menschen während der Corona-Phase sehr viel gespart haben.
Abb. 2: Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes war in der Euro-Zone auf einem Tiefpunkt angekommen.
Quelle: Tagesgeldvergleich.net
Abbildung 2 verdeutlicht, dass die Umlaufgeschwindigkeit praktisch auf einem Tiefpunkt angekommen ist oder war. Dreht sich der Wind, wie es nun passiert, wird bei steigender Geldmenge das Preisniveau steigen. Deshalb zahlen Sie so viel mehr als zuvor für Waren und Dienstleistungen. Leider ändert sich an den Ausgangsvoraussetzungen gar nichts.
Die Staaten haben weiterhin extrem hohe Schulden und erzeugen über die niedrigen Zinsen praktisch einen enormen Geldstrom.
Zwischenfazit: Die Inflationsrate ist durch die niedrigen Zinsen und die damit einhergehenden hohen Schulden gewachsen. Die Staaten und die Zentralbanken haben dies in vollem Bewusstsein der Inflationsrisiken so angestoßen. Es gibt also keinen Anlass anzunehmen, dass dieser Prozess schnell endet.
1 Die Inflation steigt unaufhörlich
Die Inflationsrate fällt mit gut 5 Prozent im Februar 2022 schon viel zu hoch aus. Denn die meisten Menschen können diese Inflation nicht mehr mit ihren Einkommen abfangen. Allerdings ist die Inflationsrate für Sie im realen Leben möglicherweise deutlich höher. Die Konzepte des Statistischen Bundesamtes zur Messung der Inflationsrate sind mehrfach geändert worden. Ob damit die Realität besser abgebildet wird?
Sie sehen hier die Inflationsrate, wie sie sich in der jüngeren Zeit entwickelt hat.
Abb. 3: Die Inflationsrate in Deutschland
Quelle: inflationsrate.com
Im Vergleich zu den vorhergehenden Jahren ist die Inflationsrate ersichtlich explodiert. Diese Entwicklung kann niemanden verwundern. Die zuvor genannten Gründe sind dafür verantwortlich, dass dies auch in den kommenden Monaten so bleiben wird.
- Die Zinsen sind extrem niedrig und werden – wenn überhaupt – nur in kleineren Etappen steigen.
- Die Geldmenge wächst fast unaufhörlich und
- die Umlaufgeschwindigkeit steigt in dem Maße, in dem die Sparquote niedrig bleibt.
Für Sie sind die Konsequenzen dieser Entwicklung enorm. Sie zahlen auf Ihr Einkommen Steuern und Sozialabgaben. Die Abgabenquote liegt bei ungefähr 40 Prozent. Eine Inflationsrate in Höhe von 5 Prozent wiederum könnten Sie mit Ihrem Einkommen nur dann ausgleichen, wenn Sie gut 8,3 Prozent mehr verdienen. 40 Prozent von 8,3 Prozent entsprechen einer 5-Prozent-Netto-Inflationsrate.
Die meisten von uns werden mit ihren normalen Arbeitseinkommen 2022 und in den kommenden Jahren jedoch nicht 8,3 Prozent mehr verdienen, um damit zumindest die Inflation auszugleichen. Sie werden bei einer hohen Inflationsrate an Kaufkraft verlieren.
Diese Aussicht steht einem entspannten Leben leider entgegen – ginge die Entwicklung einfach weiter, würden Sie also Jahr für Jahr unter dem Strich weniger kaufen können.
Dies ist ein Umstand, über den weder die Politik noch die großen Medien berichten – sie wissen es nicht oder wollen es nicht wissen. Die Wirtschaftswissenschaften nennen diesen Umstand den »Schleier der Unwissenheit«.
Leider hält die Realität einige weitere Überraschungen für Sie bereit. Wie ändert sich die Situation, wenn Sie davon ausgehen, dass die Inflation für Sie noch wesentlich höher ist? Ich möchte und muss Sie mit diesen Hinweisen konfrontieren, damit Sie solide kalkulieren können. Denn am Ende werden Sie mir Recht geben, wenn ich Ihnen die Lösung für all diese Probleme präsentiere.
2 Das Konzept der wahren Inflation
Wenn also die Inflation, die Sie im realen Leben erleben, höher sein sollte als die genannten 5 Prozent, müssten Sie zum Ausgleich folglich noch mehr Geld verdienen. Schon deshalb haben sich zahlreiche Ökonomen daran versucht,...
| Erscheint lt. Verlag | 14.8.2022 |
|---|---|
| Verlagsort | München |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Beruf / Finanzen / Recht / Wirtschaft ► Geld / Bank / Börse |
| Wirtschaft ► Betriebswirtschaft / Management | |
| Schlagworte | Aktien • Aktienhandel • Börse • Geld anlegen • Handelsstrategie • Investieren • Investment • Trends |
| ISBN-10 | 3-98609-166-1 / 3986091661 |
| ISBN-13 | 978-3-98609-166-8 / 9783986091668 |
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