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Geld anlegen - einfach machen (eBook)

Alles, was Sie wissen müssen - unkompliziert, unterhaltsam und umfassend
eBook Download: EPUB
2022 | 1. Auflage
208 Seiten
FinanzBuch Verlag
978-3-98609-112-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Geld anlegen - einfach machen -  Philipp Vorndran,  Thomas Lehr
Systemvoraussetzungen
11,99 inkl. MwSt
(CHF 11,70)
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Geldanlage ist ein schwieriges Thema. Gerade weil es oft künstlich verkompliziert wird. Aus der Masse an möglichen Finanzprodukten das für uns Passende herauszufiltern, scheint unmöglich. Finanzberater jonglieren mit Fachbegriffen, deren Bedeutung sich kaum erschließt. All das wirkt abschreckend und demotivierend. Dieses kleine Buch versucht das Gegenteil: Komplexität reduzieren. Thomas Lehr und Philipp Vorndran arbeiten als Kapitalmarktstrategen bei Flossbach von Storch in Köln. Beide sind seit Jahrzehnten in der Finanzbranche tätig und haben für verschiedene international tätige Finanzunternehmen gearbeitet. Ihre Vorträge sind bei Anlegern in ganz Europa beliebt, ebenso ihr Podcast Stratege und Stratege. Lehr und Vorndran wollen weder bekehren noch belehren, sondern anregen, über das Thema Geldanlage nachzudenken. Nie war das wichtiger als heute, in einer Welt ohne Zinsen.

Philipp Vorndran ist seit 2009 als Kapitalmarktstratege bei Flossbach von Storch tätig. Zuvor war er globaler Chefstratege bei Credit Suisse Asset Management sowie Chief Executive Officer (CEO) bei Credit Suisse Asset Management Deutschland. Seinen beruflichen Werdegang begann er bei Julius Bär, wo er unter anderem den Bereich Derivate leitete. Vorndran hat Betriebswirtschaftslehre an der Universität Würzburg studiert und war dort im Anschluss an sein Studium wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Ekkehard Wenger.

Philipp Vorndran ist seit 2009 als Kapitalmarktstratege bei Flossbach von Storch tätig. Zuvor war er globaler Chefstratege bei Credit Suisse Asset Management sowie Chief Executive Officer (CEO) bei Credit Suisse Asset Management Deutschland. Seinen beruflichen Werdegang begann er bei Julius Bär, wo er unter anderem den Bereich Derivate leitete. Vorndran hat Betriebswirtschaftslehre an der Universität Würzburg studiert und war dort im Anschluss an sein Studium wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Ekkehard Wenger.

EINE FRAGE DER ZEIT


Weltweit wachsen die Schulden. Dieser Trend ist Jahrzehnte alt – und wurde durch ein winzig kleines Corona-Virus und all die damit verbundenen Hilfen und Subventionen nochmals beschleunigt. Die Verschuldung hat mittlerweile ein aberwitziges Niveau erreicht, wie die Grafik auf der folgenden Seite dokumentiert; zumindest, wenn wir die Vergangenheit als Maßstab nehmen.

Unweigerlich stellt sich die Frage, wie all die Schulden, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten angehäuft wurden, jemals zurückbezahlt werden sollen. Nun ja, es gäbe da ein Rezept, das zwei Zutaten erfordert: niedrige Zinsen und Inflation. Weder Regierungen noch die Notenbanken würden sich wohl dagegen sträuben, solange die Teuerung nicht völlig aus dem Ruder läuft. Auf diese Weise ließe sich der gewaltige Schuldenberg Schritt für Schritt abbauen. Den USA ist eine solche Wir-inflationieren-unsere-Schulden-weg-Strategie in den Nachkriegsjahren bereits einmal gelungen. Auf ein Neues, möchte man meinen!

Für Sparer hat die Maßnahme unangenehme Nebenwirkungen, selbst wenn die Inflation dauerhaft nur leicht über dem Zins liegt, was sehr wahrscheinlich ist: Die Kaufkraft ihres Ersparten schwindet langsam, aber sicher dahin. So wie die Nordsee die Strände ihrer Inseln holt, spült die Inflation das Sparbuch- oder Festgeldguthaben aus. Die entstehenden Lücken müssen durch immer höhere Sparbeträge fortwährend wieder zugeschüttet werden. Ein äußerst deprimierendes Unterfangen!

Zeit also, etwas zu ändern. Das Sparbuch mag vorgestern ein treuer Begleiter gewesen sein, heute und morgen ist es das nicht mehr. Gleiches lässt sich über Tagesgeldkonten, Sparbriefe, Bausparverträge, die kapitalbildende Lebensversicherung, kurzum über fast alle Zinsanlagen sagen. Wer die Kaufkraft seines Vermögens langfristig erhalten will, kommt nicht um Sachwerte herum.

Oder, Philipp und Thomas?

PHILIPP: Das würden wir so unterschreiben, aber geben Sie uns bitte kurz Zeit für eine kleine Vorstellungsrunde. Für alle, die uns nicht kennen: Thomas Lehr, mein Kapitalmarktstrategen-Kollege bei Flossbach von Storch; seit mehr als 30 Jahren beschäftigt er sich mit den Finanz- und Kapitalmärkten.

THOMAS: Vielen Dank, und Philipp Vorndran, der sich gefühlt 40, 45 … ach, wer weiß das schon bei ihm, mit Investments beschäftigt.

PHILIPP: Man wird nicht jünger, Thomas. Aber viel wichtiger: Wir möchten über Geldanlage sprechen; über sämtliche Themen, die für Anleger unseres Erachtens wirklich relevant sind. Und ich kann Sie, liebe Leserinnen und Leser, beruhigen: So viele, wie man Sie immer glauben machen möchte, sind das gar nicht!

THOMAS: Enttäuschen müssen wir dagegen alle, die auf »heiße Aktientipps« hoffen oder glauben, wir könnten vorhersagen, welches der perfekte Zeitpunkt ist, um Aktie A oder Aktie B zu kaufen. Für Daytrader gibt es hier nichts Spannendes zu erfahren. Diejenigen aber, die ahnen, dass Sparen mit Sparbrief oder Festgeldkonto, so wie es viele von ihren Eltern und Großeltern gelernt haben, allein nicht mehr ausreicht, um die Kaufkraft des Ersparten zu erhalten, die möglicherweise aber noch ein wenig unsicher sind wegen »dieser undurchsichtigen Börsensachen« – die sind hier goldrichtig!

PHILIPP: Wir sind davon überzeugt, dass es in Deutschland sehr viel zu tun gibt, um die Angst vor der Börse zu lindern. Auch wenn es scheint, als würde so mancher Sparer inmitten einer weltweiten Pandemie endlich anfangen, sich für das Thema zu interessieren. Wir möchten Sie gern dabei unterstützen. Sie ermutigen.

THOMAS: Zumal vielen Sparern dämmert, dass das Ersparte nicht sicher ist vor der Inflation, denn die Möglichkeiten der Notenbanken, die Zinsen deutlich anzuheben, sind begrenzt. Seit vielen Jahren sind die niedrigen Zinsen für uns ein Thema. Wenn wir auf der Bühne standen und unsere Vorträge hielten, da wurden wir oftmals belächelt. Es hat einige Zeit und Energie gebraucht, vorsichtig ausgedrückt, um den Zuhörerinnen und Zuhörern zu vermitteln: So schnell geht das nicht mit der Zinswende!

PHILIPP: Diese Erkenntnis ist sehr wichtig. Immer mehr Anleger wissen auch, dass es endlich an der Zeit ist, sich mit Aktien zu beschäftigen. Allein die eine Angst bremst sie, nämlich genau am Tag vor dem großen Crash einzusteigen – und dann wieder einmal die Dummen zu sein. Sie befürchten, dass Aktien heute viel zu teuer sind nach dem deutlichen Anstieg in den vergangenen Jahren. Ist diese Angst berechtigt, Thomas?

THOMAS: Die Sorgen vor der berüchtigten Aktienblase halten sich hartnäckig, das ist richtig. Womöglich liegt die Schwierigkeit darin, zwischen gestiegenen Aktienkursen und teuren Aktien zu unterscheiden. Was bedeutet das? Nehmen wir ein völlig beliebiges Zahlenbeispiel. Ein vermeintlich hoher Indexstand, also 20 000 Punkte beim DAX, bedeutet noch lange nicht, dass die darin enthaltenen Unternehmen nach vorne blickend »teurer« sind, als sie das bei einem Indexstand von 10 000 Punkten einige Jahre zuvor waren.

PHILIPP: Eherne Regel: Lass dich niemals abschrecken von Indexständen. Entscheidend ist immer die Frage, wie hoch der Gewinn ist, der anteilig für den Einzelnen abfällt, die Rendite, die er erzielt, wenn er sich an dem Unternehmen beteiligen möchte. Im Moment liegt die Gewinnrendite eines Unternehmens mit stabilem Geschäftsmodell bei etwa 6 Prozent. Das war übrigens vor rund 30 Jahren, im Jahr 1990, nicht anders. Für 100 investierte Euro, beziehungsweise damals noch D-Mark, habe ich etwa 6 zurückbekommen.

THOMAS: Wenn wir dann heute sehen, dass die Anlagealternativen nichts abwerfen, dann sind die 6 Prozent noch deutlich attraktiver, als sie das 1990 waren. Wir können also mit Fug und Recht behaupten, dass Aktien die einzige Anlageklasse sind, die in den vergangenen Jahren eben nicht teurer geworden ist. Anders als Anleihen, Immobilien, Kunst, Oldtimer oder Schmuck. Heute bekomme ich für mein Geld viel weniger davon als vor 30 Jahren. Bei Immobilien, zumindest denen in guten Lagen, ist das fast jedem klar. Wenn du heute jemanden fragst, warum in Köln, München, Hamburg oder Stuttgart nichts mehr für die zwanzigfache Jahresnettokaltmiete zu bekommen ist, was ist dann wohl die häufigste Antwort? »Ist doch logisch, bei den niedrigen Zinsen!« Bei Immobilien ist dieser Zusammenhang jedermann klar. Bei Aktien, die Anteile an Unternehmen sind, also ebenso reale Werte, dagegen nicht.

PHILIPP: Das soll kein Vorwurf sein! Dass Aktien heute viel zu teuer sind, sagen nicht nur Privatanleger, sondern auch die Profis. »Aber Herr Lehr, Herr Vorndran, auf diesen Niveaus kann man doch nicht ernsthaft Aktien kaufen.« Doch, kann man – und man sollte auch, wenn man es langfristig tut. Zumal wir auch nicht behaupten, dass ein Sparer, der bislang noch keinerlei Erfahrung mit Aktien gesammelt hat, sein gesamtes Erspartes auf einmal an die Börse bringen sollte. Zeit, Geduld und Vertrauen, das sind die magischen Worte bei der Geldanlage, die Sie in diesem Büchlein immer wieder finden werden.

Du bist unser Zahlenfreak, Thomas, und hast den amerikanischen Aktienmarkt am Beispiel des S&P-500-Index, der seit immerhin mehr als 90 Jahren berechnet wird, genau analysiert. Nach den Jahren, in denen es einen Crash gegeben hat, die Kurse um 20 Prozent gefallen sind und mehr. Und den Boomjahren, als die Notierungen um mindestens 20 Prozent geklettert sind. Die Ergebnisse deiner Analyse sind beeindruckend, wie ich finde …

THOMAS: Wenn du die Jahresentwicklung, also die einzelnen Kalenderjahre seit 1928/29 anschaust, im Übrigen der Beginn der Weltwirtschaftskrise, dann gab es seither zwölf Jahre, in denen die Kurse 20 Prozent und stärker gefallen sind. In mehr als 30 Jahren sind die Aktien um 20 Prozent und mehr gestiegen – und damit deutlich häufiger. Wir dürfen auch nicht den technologischen Fortschritt vergessen, den es seither gegeben hat – und die vielen Unternehmen, die ihn vorangetrieben und davon profitiert haben. Im Gedächtnis bleiben leider meist die Skandalfirmen, die spektakulären Pleiten und Geldvernichter. Ein solches Erinnerungsmuster ist allzu menschlich. Viel wichtiger für eine langfristige Anlagestrategie sind allerdings die 95 Prozent der Unternehmen, die langweilig, aber erfolgreich ihr Geschäft betreiben. Auf die sollten wir uns konzentrieren!

PHILIPP: Deutschland und wir Deutschen sind ein gutes Beispiel: Wir alle, zumindest die älteren, erinnern uns noch lebhaft an den Börsenhype zur Jahrtausendwende um einen größeren Telekommunikationsanbieter hierzulande. Fernsehspots, riesige Anzeigen in den Zeitungen, der ganz große Auftritt mit allem Pipapo. Aber nach einem kurzen Frühling ging es bald den Berg runter. Am Ende haben sich Unternehmensvertreter und Anleger vor Gericht getroffen....

Erscheint lt. Verlag 20.3.2022
Verlagsort München
Sprache deutsch
Themenwelt Sachbuch/Ratgeber Beruf / Finanzen / Recht / Wirtschaft Geld / Bank / Börse
Wirtschaft Betriebswirtschaft / Management
Schlagworte Aktien kaufen • Einfach Geld anlegen • Finanzen im Griff • Finanzmarkt • Flossbach von Storch • Geldanlage • Kapitalmarktstratege • Podcast • sparplan • Stratege und Stratege • Vermögen schaffen
ISBN-10 3-98609-112-2 / 3986091122
ISBN-13 978-3-98609-112-5 / 9783986091125
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