Freude am Sparen (eBook)
300 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-347-10938-4 (ISBN)
In Sachsen 1958 geboren, wohnt im beschaulichen Taucha bei Leipzig. Mit meinem dreißig Jährigen Erfahrungsschatz als Spezialist für strategische Allfinanzberatung, kenne ich den besonderen Luxus, den uns das Alter beschert, nämlich: Das Wissen, worauf kommt es im Leben an.
In Sachsen 1958 geboren, wohnt im beschaulichen Taucha bei Leipzig. Mit meinem dreißig Jährigen Erfahrungsschatz als Spezialist für strategische Allfinanzberatung, kenne ich den besonderen Luxus, den uns das Alter beschert, nämlich: Das Wissen, worauf kommt es im Leben an.
Teil I: Einleitung
Vorurteile
Neben Glück und Gesundheit ist Geld ein wesentliches Element unseres Lebens, ob wir wollen oder nicht. Das ist natürlich immer eine Diskussion wert, weil jeder Mensch eine andere Perspektive auf die Sicht der Dinge hat. Wir könnten natürlich auch vortrefflich über das Thema Geld und Menschlichkeit philosophieren: Schließt sich das aus, ergänzt sich das, oder ist das Eine ohne das Andere gar nicht möglich? Wer für sich erkannt hat, dass es ganz ohne Geld schwierig ist, kann sich dann sofort(!) daranmachen, einen möglichst positiven Bezug zu Geld, Finanzen und Sparen zu bekommen, denn wie Sie wissen, sind die Gedanken der Ursprung aller Taten. Aber gerade beim Sparen gibt es viele Vorurteile und Missverständnisse. Werfen wir doch einmal einen Blick auf die typischen Thesen.
Vorurteil Nummer 1: Sparen ist altmodisch
Meine Erfahrung zeigt, dass dieser Satz absolut falsch ist. Warum? Moden kommen und gehen, Klassiker bleiben. Nun ist dieser schöne Satz leider nicht von mir, sondern eine leichte Abwandlung eines Bonmots der französischen Modeschöpferin Coco Chanel. Und recht hat sie. Es gibt Dinge, die verschwinden nach kurzer Zeit wieder, andere haben seit Jahren und Jahrhunderten Gültigkeit. Sparen gehört dazu, und das hat seinen guten Grund. Ach ja, „Geld ist für mich nie etwas Anderes als Freiheit“ hat Coco Chanel auch noch gesagt. Auch damit hat sie ebenfalls recht.
„Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind.“ Über zehn Jahre ist es her, dass Kanzlerin Angela Merkel zusammen mit dem damaligen Finanzminister Peer Steinbrück vor die Kameras trat und diesen Satz sagte. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise wollte sie eine Panik unter den Sparern verhindern.
Denn wären die in Scharen zur Bank gelaufen, um ihre Konten leer zu räumen, wäre die Krise noch sehr viel heftiger ausgefallen. Dabei ist der Wunsch der Deutschen, Ersparnisse zu bilden und sie beschützt zu wissen, bereits Jahrhunderte alt. In kaum einem Land sparen die Menschen so viel wie in Deutschland. Die Sparquote – also der Teil des Vermögens, den wir nicht verprassen, sondern für später zu Seite legen – liegt hierzulande bei fast zehn Prozent und ist damit zum Beispiel fünfmal größer als in den USA. „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“, heißt es im Volksmund. Und daran halten sich die Deutschen selbst heute noch, obwohl die Zinsen derzeit niedrig sind und sich alle Welt beklagt. Zinsen waren für die Deutschen noch nie ein Thema, sonst könnten wir eine Anlagequote auf dem Sparbuch von über 60 Prozent nicht erklären. Übrigens ist die schlaue Aussage von manchem selbsternannten Berater, das Sparbuch heißt Sparbuch, weil man es sich sparen kann, Quatsch - aber dazu später mehr.
Vielleicht denken einige daher immer noch, Sparen sei uncool, aber das ist ein Trugschluss, gerade die Deutschen sind eine Sparernation, auch wenn das keiner gern zugibt. Aber das ist bei dem Fastfood-Giganten mit dem „goldenen M“ ja genauso. Angeblich war noch nie einer dort, aber seit Jahrzehnten macht das Unternehmen weltweit Milliardengewinne. Die BILD-Zeitung, mit Abstand Deutschlands auflagenstärkstes Boulevardblatt, liest bekanntlich auch keiner. Und so ähnlich verhält es sich eben auch mit dem Sparen.
Vorurteil Nummer 2: Zu sparen, bedeutet geizig zu sein.
Aber wer möchte schon geizig sein? Dabei hat Sparen mit Geiz absolut nichts zu tun, denn es geht ja nicht darum, sich immer und alles zu versagen, sondern etwas Geld zur Verfügung zu haben, wenn man es braucht, wofür auch immer. Dann wird es selbstverständlich auch ausgegeben, egal, ob man sich beispielsweise eine Reise leisten möchte oder einen Satz Winterreifen für sein Auto anschaffen muss.
Und wer sagt überhaupt, dass Geiz geil ist? Genau: ausgerechnet die Werbung behauptet das, dabei soll gerade sie uns zum Konsumieren und Geldausgeben animieren. Zugegeben, dieser Slogan, den die Werbeagentur Jung von Matt für die Elektrohandelskette Saturn vor mittlerweile fast zwanzig Jahren kreiert hat, ist auf eine gewisse Art genial: Immerhin hat sie ihren Platz in den alltäglichen Sprachgebrauch gefunden, und er hat sich über Deutschlands, Österreichs und Schweizer Grenzen hinaus etabliert. In Abwandlungen findet er sich sogar in den Niederlanden, Belgien, Spanien und Frankreich wieder. Chapeau für diesen Marketing-Coup! Wobei eins auch klar ist: Die beiden Inhaber der Werbeagentur haben mit dem Slogan Millionen verdient und stehen definitiv nicht im Verdacht, selbst geizig zu sein, ganz im Gegenteil.
Wissen Sie, was ich finde? Geiz ist überhaupt nicht geil, sondern eher unsympathisch. Denn was steckt hinter diesem Satz? Am besten ist es, jeder bekommt alles umsonst oder zumindest stark rabattiert? Und lebt somit immer auf Kosten anderer? Das ist eine sehr eindimensionale Perspektive, denn gute Leistung - und die wollen wir ja am liebsten haben – hat natürlich ihren Preis. Sie bekommen nirgendwo viel Leistung für wenig Geld. Natürlich soll diese auch nicht überteuert sein, sondern preiswert im Wortsinn von „den Preis wert sein“. Und das kostet in aller Regel etwas, denn ein gutes Produkt oder eine umfangreiche Beratung oder Dienstleistung entstehen nicht von heute auf morgen. Häufig stecken jahrelange Entwicklungen und Tests dahinter. Guter Service hat seinen Preis, das weiß besonders der zu schätzen, der schon einmal in der Telefon-Service-Hotline 20 Minuten oder länger hin und her verbunden wurde, um dann am Ende sein Problem doch nicht gelöst zu bekommen, oder ein Unternehmen hat große Beträge in die Ausbildung seiner Mitarbeiter gesteckt – zum Wohl und Nutzen der Kunden.
Was auf den ersten Blick nichts kostet, wirkt im Hintergrund sehr oft für viele Werte.
Alles das gibt es nicht umsonst, und das ist auch gut so. Warum auch, das Ganze hat doch auch etwas mit Wertschätzung und Respekt zu tun. Möchten Sie ständig weniger verdienen als Ihnen zusteht? Möchten Sie Ihre Produkte unter Marktwert verkaufen? Möchten Sie sich unter Wert anbieten? Ganz bestimmt nicht. Daher passt, wie fast immer im Leben, der Satz „Behandele andere Menschen so wie Du behandelt werden möchtest“ auch in der Geld- und Finanzbranche. Mein Tipp ist daher, sich von der Geiz-Mentalität zu lösen, sondern einen fairen Umgang mit anderen Menschen zu pflegen, natürlich auch mit dem Vermögensberater Ihres Vertrauens.
Vorurteil 3: Geld verdirbt den Charakter
Sicherlich gibt es Menschen, die unsympathisch UND reich sind, Dagobert Duck ist so einer, oder? Natürlich nicht, denn er kümmert sich um seine Neffen, hat diese bei sich aufgenommen und tut Gutes. Ja, dabei versucht er immer so wenig Geld wie möglich auszugeben und seinen Kreuzer Nr.1 zu schützen, setzt diesen dann aber ein, um Andere vor Schaden zu bewahren. Eine super Metapher in unserer heutigen Zeit. Moneysack ist der wahre schlechte Charakter, kein echter Unternehmer.
Es gibt aber auch unsympathische und egoistische arme Menschen, ich habe beispielsweise noch nie eine Gucci-Handtasche im Wald entsorgt liegen sehen, klapprige Fahrräder schon. Aber ganz so einfach ist diese Lebensformel glücklicherweise nicht, es gibt genügend bekannte Beispiele von Menschen, die mit ihrem Geld etwas Gutes tun, beispielsweise Bill Gates, der Milliarden in verschiedene Projekte gespendet hat, um der Menschheit ein besseres Leben zu ermöglichen, allen Verschwörungstheorien zum Trotz. Aber wir brauchen nicht nur in die Ferne zu schweifen, auch in Deutschland gibt es viele vermögende Menschen, die Gutes tun. Ein Beispiel ist der Finanzunternehmer Reinfried Pohl gewesen, der Deutschlands erfolgreichster Finanzunternehmer und Erfinder der Strategieberatung „Alles aus einem Kopf“ war.
Er gründete die Dr. Reinfried-Pohl-Stiftung, die sich für Wissenschaft und Forschung einsetzt und auch nach seinem Tod im Jahr 2014 für diese Bereiche aktiv ist, seine Frau Anneliese Pohl gründete eine Stiftung, um Krebskranke und deren Angehörige zu unterstützen. Es sind aber nicht nur Bekannte und Promis, die mit ihrem Vermögen Gutes tun, es gibt auch eine große Anzahl von nicht bekannten Menschen, die einen Teil Ihres Geldes dem Wohl anderer stiften. So gibt es allein in Hamburg über 1.400 Stiftungen mit einem Vermögen von über 9 Milliarden Euros, die sich für Alt und Jung oder Arm und Krank einsetzen. Damit ist die Hansestadt die Stiftungshochburg in Deutschland.
Es gibt sie also, die wohlhabenden Menschen mit einem guten Charakter, die mit ihrem Reichtum Bedürftigen eine wichtige Unterstützung sind. Geld und ein positiver Charakter schließen sich also nicht aus, sondern ergänzen sich häufiger, als wir denken. Dabei muss es ja nicht immer eine Stiftung sein. Sie können auch im Alltag eine gute Balance zwischen eigenem Wohlbefinden haben, das Sie (zum Teil) einem guten finanziellen Lebensstandard verdanken und gleichzeitig andere Menschen damit unterstützen. Das kann...
| Erscheint lt. Verlag | 7.9.2020 |
|---|---|
| Verlagsort | Ahrensburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur |
| Sonstiges ► Geschenkbücher | |
| Wirtschaft ► Betriebswirtschaft / Management ► Finanzierung | |
| Schlagworte | Aktienfonds • Altersarmut • Anlageverhalten • Bank • Börse • Finanzberatung • Geld • Gesundheit • Glück • Investition • Leben • Motivation • Reichtum • Sparen • Vermögen • Vermögensberater • Versicherung • Zukunft |
| ISBN-10 | 3-347-10938-4 / 3347109384 |
| ISBN-13 | 978-3-347-10938-4 / 9783347109384 |
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