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Das Ende der Massenarbeitslosigkeit

Mit richtiger Wirtschaftspolitik die Zukunft gewinnen
Buch | Softcover
304 Seiten
2016
Westend (Verlag)
978-3-86489-106-9 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Das Ende der Massenarbeitslosigkeit - Heiner Flassbeck, Friederike Spiecker
CHF 27,95 inkl. MwSt
Arbeitslosigkeit - Schicksal oder Politikversagen?

Ist Arbeitslosigkeit unser Schicksal? Wie sicher sind Arbeitsplätze? Haben Kinder und Jugendliche von heute eine realistische Chance, einen halbwegs zukunftssicheren Job zu finden? Nichts bewegt die Menschen hierzulande mehr als diese Fragen, und nichts wird an Stammtischen, in Betrieben oder politischen Versammlungen heißer und häufiger diskutiert.
Arbeitslosigkeit - Schicksal oder Politikversagen?Ist Arbeitslosigkeit unser Schicksal? Wie sicher sind Arbeitsplätze? Haben Kinder und Jugendliche von heute eine realistische Chance, einen halbwegs zukunftssicheren Job zu finden? Nichts bewegt die Menschen hierzulande mehr als diese Fragen, und nichts wird an Stammtischen, in Betrieben oder politischen Versammlungen heißer und häufiger diskutiert.Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker zeigen, dass eine hohe Arbeitslosenquote keineswegs unumgänglich ist und dass es durchaus Auswege aus dieser Sackgasse gibt. Systematisch widerlegen die Autoren alle gängigen Vorurteile - "die Technik ersetzt die menschliche Arbeitskraft"; "Arbeit ist hierzulande zu teuer"; "Europa ist zu verkrustet für strukturelle Reformen" - und beweisen, dass die Massenarbeitslosigkeit weniger unser Schicksal, sondern vielmehr reines Politikversagen ist. Alle, die nicht glauben wollen, dass unser Land dem wirtschaftlichen Niedergang geweiht ist, finden hier Antworten auf die Frage, warum die Wirtschaftspolitik auf diesem Feld bisher kläglich versagt hat - und wichtiger noch, wie wir die Arbeitslosigkeit in Zukunft besiegen können.

Heiner Flassbeck arbeitete von 2000 bis 2012 bei den Vereinten Nationen in Genf und war dort als Direktor zuständig für Globalisierung und Entwicklung. Zuvor war er Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen. 2005 wurde Flassbeck von der Hamburger Universität zum Honorar-Professor für Wirtschaft und Politik ernannt. 2012 ist sein Blog flassbeck-economics.de mit täglichen Analysen und Kommentaren zu Wirtschaft und Politik online gegangen. Im Westend Verlag von ihm erschienen sind u.a. die Bücher „Handelt jetzt. Das globale Manifest zur Rettung der Wirtschaft“ (2013), „Die Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts“ (2011) und „Gescheitert“ (2009).

Friederike Spiecker ist Diplom-Volkswirtin und absolvierte von 1986 bis 1991 ihr Studium der Volkswirtschaftslehre an der Uni Konstanz. Spiecker hat in der Konjunkturabteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin gearbeitet. Sie lernte in den 1990er Jahren in der Konjunkturabteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin das Handwerkszeug in theoretischer und empirischer Makroökonomie sowie Konjunkturprognose. Heute arbeitet sie als freie Wirtschaftspublizistin zu nationalen wie internationalen Fragen der Wirtschaftspolitik. Zudem ist sie in der wirtschaftspolitischen Beratung von Parteien, Gewerkschaften und Verbanden tätig.

Vorwort Einleitung Teil I: Die gängigen Erklärungen für Arbeitslosigkeit 1 Jobkiller Maschinen? 1.1 Robinson und die Rationalisierung 1.2 Industrieller Fortschritt 1.3 Rationalisierung und gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2 Jobkiller Löhne? 2.1 Löhne in der Gesamtwirtschaft 2.2 Liegt es am Nominallohn? 2.3 Liegt es am Reallohn? 2.4 Reallohn verweigert Nominallohn die Gefolgschaft 2.5 Löhne und Nachfrage 3 Jobkiller Struktur? 3.1 Knappheit bestimmt Lohnstruktur 3.2 Lohnstruktur und Qualifi kation 3.3 Lohnstruktur nach Sektoren? 3.4 Lohnstruktur nach Regionen? 4 Jobkiller Globalisierung? 4.1 Wie ist Handel zwischen Hoch- und Niedriglohnland möglich? 4.2 Anpassen an die Verhältnisse, aber an welche? 4.3 Internationaler Handel bei Kapitalwanderung 4.4 Internationaler Handel bei Wanderung des Faktors Arbeit Teil II: Das Versagen der Wirtschaftspolitik 1 Die Legende vom deutschen Wirtschaftswunder 1.1 Wirtschaftswunder auch anderswo 1.2 Schlüssel zum Erfolg: Bretton Woods 2 Geldpolitik in nationaler Verantwortung 2.1 Der Anfang vom Ende erfolgreicher Wirtschaftspolitik 2.2 Die Fiktion vom stabilen Devisenmarkt und von der Freiheit der Geldpolitik 2.3 Die Fiktion von der richtigen Geldmenge 2.4 Das Ende von Bretton Woods 3 Systematische Fehler der deutschen Geldpolitik 3.1 Zins drosselt Wachstum langfristig 3.2 Die kurzfristige Konjunktur macht das langfristige Wachstum 4 Europäische Geldpolitik nach gleichem Muster 4.1 Vom monetären Chaos zum Euro 4.2 Verfehlte institutionelle Grundlagen Teil III: Die Reform des Denkens ist die wichtigste 1 Das ungelöste Problem: Investieren und Sparen 1.1 Robinsons Autarkie-Wirtschaft 1.2 Robinsons Tauschwirtschaft 1.3 Robinsons Geldwirtschaft 1.4 Kredit und Sparen 1.5 Die Volkswirtschaft kann nicht sparen 2 Beschäftigungsmotor Investitionen 2.1 Technischer Fortschritt ist beschäftigungsneutral, Investitionen sind es nicht 2.2 Investitionseinbruch erzeugt Arbeitslosigkeit 3 Investitionen und Verschuldung 3.1 Private Verschuldung zwischen den Generationen 3.2 Öffentliche Verschuldung zwischen den Generationen? 3.3 Verschuldung zwischen Volkswirtschaften Teil IV: Fünf Schritte in Richtung Vollbeschäftigung 1 Aktive Geldpolitik für hohe Beschäftigung und stabile Preise 2 Flankierende Finanzpolitik 3 Verteilungsneutrale Lohnpolitik 4 An einer globalen Finanz- und Währungsordnung arbeiten 5 Reformieren, aber intelligent und sozial Nur gute Konjunktur schafft Wachstum und Arbeitsplätze Anhang Verzeichnis der Abbildungen Literaturverzeichnis

VorwortDeutschland im Herbst 2007: Die Zahl der Arbeitslosen sinkt. Zum ersten Mal seit Jahren haben viele Menschen die Chance, der Massenarbeitslosigkeit zu entfliehen. Was ist geschehen? Ein neues deutsches Wirtschaftswunder? Wurde so viel reformiert, dereguliert, flexibilisiert, entbürokratisiert, wurden die Löhne genug gesenkt, bei den Staatsausgaben gespart, Sozialleistungen und Steuern verringert, dass jetzt endlich die erwünschte Wirkung am Arbeitsmarkt eintritt? Oder ist Deutschland nur mit Verspätung auf den seit längerem fahrenden Zug der Weltwirtschaft aufgesprungen und muss nun hoffen, dass es noch eine Weile so weiter geht? Ist der Aufschwung gar nur eine Scheinblüte, die für kurze Zeit verdeckt, dass Arbeitslosigkeit, wie fast alle Experten bis vor Kurzem behaupteten, das Schicksal dieser Gesellschaft ist und nur unter Inkaufnahme beträchtlicher Wohlstandseinbußen gesenkt werden kann? Die Antwort auf diese Fragen ist für Deutschlands zukünftige Entwicklung und seine Wirtschaftspolitik von überragender Bedeutung.Dieses Buch beschreibt, wie aus unserer Sicht Wirtschaft funktioniert und welches die grundlegenden Mechanismen sind, die zu einem Anstieg oder einem Rückgang der Arbeitslosigkeit führen. Dabei versuchen wir, Glaubensbekenntnisse zu vermeiden und stattdessen Fakten und logische Zusammenhänge in den Vordergrund zu stellen. Wir stellen dabei die "herrschende Lehre", wie sie von der Mehrheit der deutschen Ökonomen vertreten wird, fundamental in Frage. Aber, wie einer unserer akademischen Lehrer, Wolfgang Stützel, zu sagen pflegte, das schadet nicht für den Fall, dass unsere Analyse richtig ist. Die Tatsache, dass die Arbeitslosigkeit in Deutschland seit mehr als einem Vierteljahrhundert nicht beseitigt worden ist, spricht unmittelbar dafür, dass die Mehrheitsmeinung falsch ist. Die von ihr vertretenen Rezepte haben schließlich über Jahrzehnte hinweg keine fühlbare Verbesserung gebracht und können den aktuellen und jetzt auch am Arbeitsmarkt sichtbaren Aufschwung nicht erklären.Der Weg, auf den wir unsere Leser mitnehmen, ist mit grundsätzlichen Überlegungen zu ökonomischen Zusammenhängen ebenso gepflastert wie mit Zahlen und Statistiken. Ohne das eine wie das andere geht es nicht, aber wir haben uns bemüht, die Strecke bis zu den wirtschaftspolitischen Schlussfolgerungen am Ende durch einfache und logische Argumentation so zu gestalten, dass alle mit an Bord bleiben, die ökonomisch Vorgebildeten ebenso wie der Leser mit gesundem Menschenverstand. Wir richten uns an kritische Akademiker in gleicher Weise wie an den interessierten Laien, an den aufmerksamen und zu logischem Denken bereiten Zeitungsleser wie an den großen Kreis derer, deren Skepsis gegenüber der 99sten Reformvariante nach einem Vierteljahrhundert der Erfolglosigkeit im Steigen begriffen ist.Das Buch hat eine leicht nachvollziehbare Struktur. Im ersten Teil setzen wir uns mit den wichtigsten der herrschenden Vorurteile auseinander und erklären, warum sie nicht tragen. Im zweiten Teil zeigen wir, auf welche Weise die Politik die aus den herrschenden Dogmen bezogenen Irrlehren umgesetzt hat und warum sie mit allen bisherigen Versuchen zur Reduktion der Arbeitslosigkeit scheitern musste. Hier finden sich die entscheidenden empirischen Hinweise zum Versagen der Wirtschaftspolitik seit den 1970er Jahren. Im dritten und aus unserer Sicht wichtigsten Teil erklären wir den zentralen theoretischen Fehler der herrschenden Volkswirtschaftslehre und erläutern, wie die Reform des Denkens aussehen muss, ohne die eine durchgreifende und anhaltende Besserung unserer wirtschaftlichen Entwicklung nicht möglich ist. Am Schluss werden wir kurz darlegen, was man in den wichtigsten Politikbereichen tun muss, um auf mittlere Frist die Arbeitslosigkeit deutlich zu verringern.Ob selbst bei geeigneter Wirtschaftspolitik am Ende Vollbeschäftigung noch möglich ist, ist zwar eine viel diskutierte, in unseren Augen aber müßige Frage. Wenn es gelänge, für f

Erscheinungsdatum
Sprache deutsch
Maße 135 x 215 mm
Gewicht 386 g
Einbandart kartoniert
Themenwelt Sachbuch/Ratgeber Geschichte / Politik Politik / Gesellschaft
Wirtschaft Volkswirtschaftslehre Makroökonomie
Schlagworte Analyse • Arbeit • Arbeitslosigkeit • Arbeitslossigkeit • Arbeitsmarkt • Arbeitsökonomie • Deutschland • Ende • Europa • Friederike Spiecker • Heiner Flassbeck • Massenarbeitslosigkeit • Politik • Reformen • Volkswirtschaft: Sachbuch • Westend Verlag • Wirtschaft • Wirtschaft / Ökonomie • Wirtschaftspolitik • Wirtschaftsprognose • Wirtschaftswachstum • Zukunft
ISBN-10 3-86489-106-X / 386489106X
ISBN-13 978-3-86489-106-9 / 9783864891069
Zustand Neuware
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