"Uff dem Hamer" - Arbeit im Wandel der Zeit: Das Walzwerk Kreuztal-Eichen im Portrait
Edition Riedenburg E.U. (Verlag)
978-3-902943-50-7 (ISBN)
Anja Kotter, geb. 1976, ist Ausbildungskoordinatorin und Lehrerin für Geschichte, Philosophie und Latein an der Clara-Schumann-Gesamtschule Kreuztal. Bereits mehrfach führte sie erfolgreiche regionalgeschichtliche Projekte durch, so zur Geschichte der Kreuztaler Juden. Zudem betreut sie regelmäßig philosophische Theaterprojekte. * Silke Kramarz, geb. 1971, ist Lehrerin für die Sekundarstufe II für Deutsch und Sozialwissenschaften. Sehr erfolgreich ist sie als Jahrgangsstufenleiterin, z. Z. von einer 11. Klasse. Gemeinsam mit 12 engagierten SchülerInnen beleuchteten die beiden den Wandel der Arbeitswelt zwischen 1950 und heute. Dabei schrieben sie auch die erste umfassende Werksgeschichte des Walzwerks Kreuztal-Eichen.
Vorbemerkungen. 7Vorwort und Danksagung. 12Das Walzwerk Eichen und seine Geschichte. 15Vom Eichener Hammer zum Werk Eichen der ThyssenKrupp Steel Europe. 16Das Walzwerk als Bauherr - Die Selbsthilfesiedlungen. 22Das Unternehmen in der Verantwortung - Sozialwesen im Werk Eichen. 24Exkurs 1: Tabellen und Bilder. 25Exkurs 2: Steckbriefe der Interviewpartner. 42Wir leben Stahl! Wandel der Arbeitswelt. 43Einführung. 44Ausbildung. 46Mitarbeiter. 48Beschäftigung von behinderten Menschen. 49Arbeitssicherheit. 51Betriebliche Mitbestimmung. 52Globalisierung. 53Arbeitszufriedenheit. 54Anhang. 57Die Werksgeschichte aus der Sicht von Rudolf Zwingmann. 58Fragenkatalog. 63Literatur. 64Quellen. 66
Vorwort und Danksagung * Zur Entstehung und Arbeit am Projekt * Das Leitbild unserer Schule „Verschieden aber Miteinander“ wird gelebt, seitens der Schüler, aber auch seitens der Lehrer- und Elternschaft. In unserer Gesamtschule finden wir Schüler und Lehrer unterschiedlicher Herkunft mit den verschiedensten Startbedingungen für die weiterführende Schule: Ihr Anteil ist so bunt und vielfältig wie das Leben. Unser Projektkurs (11 Schülerinnen, 1 Schüler, 2 Lehrerinnen) spiegelt unsere Schule im „Kleinen“, in einem „Mikrokosmos“, wider. Als umso beachtlicher und bewundernswerter ist die Leistung der Schülerinnen und Schüler zu sehen, die sie in diesem Projektkurs erbracht haben. Als wir im Frühjahr des Jahres 2012 von einem Dozenten der Universität Siegen einen Anruf mit der Frage erhielten, ob unsere Schule Interesse an einem Projekt hätte, das sich mit dem „Wandel der Arbeitswelt im Siegerland der 1950er Jahre und heute“ beschäftigt, zögerten wir nicht lange. Es bot sich uns eine großartige Chance, Schule und Wirtschaft weiter zu verbinden. Ebenso reizten uns vor allem die Projektorientierung und explizit die außerunterrichtliche Arbeit, sowie die Möglichkeit, in und mit einem traditionsreichen Unternehmen zu recherchieren, die Arbeit an lokaler, unmittelbarer Historie. Ein Betrieb war schnell gefunden: unser langjähriger und zuverlässiger Kooperationspartner ThyssenKrupp Steel AG in Kreuztal-Eichen. Für uns alle war dieser Projektkurs eine Premiere, keiner wusste genau, wohin es uns bei unseren Recherchen treiben würde. Unser Ziel jedoch war klar: Wir wollten sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber des Standortes Eichen zu ihrer Arbeitssituation befragen. Dazu suchten wir Interviewpartner nicht nur der heutigen Zeit, sondern auch bewusst Arbeitnehmer, die in den 1950er und 1960er Jahren in Eichen gearbeitet haben. Dazu stellten wir uns die große Frage: Inwiefern hat sich Arbeit in diesen wenigen Jahrzehnten gewandelt? Welche Prioritäten setzen heutige Arbeitnehmer? Sind Arbeiter heute zufriedener als vor 40 oder 50 Jahren? Gleichzeitig wollten wir uns mit der Historie des Werkes in Eichen beschäftigen, das auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken kann. In mühevoller Kleinarbeit, in stundenlangen Recherchen, in großer Bereitschaft, auch nach dem Unterricht tätig zu werden, ist es uns gelungen, Ergebnisse zusammenzutragen, zu analysieren und zu bewerten. Entstanden ist ein wunderbar vielfältiges Buch, das zahlreiche Themenkomplexe miteinander verzahnt und vernetzt: „Verschieden aber Miteinander“. Geschichtliche Entwicklung Historischer Wandel ist nicht in Zeiträume zu gliedern. Er vollzieht sich stetig. Für unser Projekt aber war die Entwicklung zwischen 1950 und heute besonders wichtig. Über diesen Zeitraum konnten uns Zeitzeugen und Unterlagen detailliert Auskunft geben. Die 1950er Jahre gelten als die Gründerjahre der Bundesrepublik. Nach dem Zusammenbruch 1945 und den Beschwernissen der unmittelbaren Nachkriegszeit zeigte sich ab 1949, wie typische Entwicklungen der Industriegesellschaft wieder aufgenommen wurden. Das wurde durch gesellschaftliche und politische Weichenstellungen unterstützt. Politisch war das Jahrzehnt (bis 1961) geprägt von der Staatsgründung, der Erlangung der Souveränität, der Westbindung der Bundesrepublik und der vollständigen Trennung beider deutscher Staaten durch den Mauerbau. Wirtschaftlich wurde schon bald nach der Währungsreform 1948 ein stetiger Aufschwung spürbar, der erst Anfang der 1970er Jahre ganz zu Ende ging. Man nannte ihn „Wirtschaftswunder“. Während dieser Zeit wurden aufgrund von Arbeitskräftemangel viele Gastarbeiter aus anderen Staaten angeworben. Viele von ihnen blieben in Deutschland. In diesen Jahren entstand bei den Menschen in Deutschland die Gewissheit, Teil einer Wohlstands- und Konsumgesellschaft zu sein, auch wenn es bis heute große soziale Unterschiede gibt. Die 1960er Jahre sind eine Umbruchszeit. Es gibt vor allem viele politische Konflikte. In der Gesellschaft geht es darum, wie man mit Vergangenheit und Gegenwart umgeht und welche Werte und Normen besonders wichtig sind. Das diskutiert beispielsweise die 68er-Bewegung. In den 1970er Jahren wird für die Wirtschaft vor allem die Ölkrise bedeutsam. Durch die Drosselung der Ölproduktion geriet Deutschland in eine Krise. Die Zahl der Arbeitslosen stieg und das „Wirtschaftswunder“ kam spätestens zu diesem Zeitpunkt zum Erliegen. Die 1980er Jahre sind durch eine wirtschaftliche Stabilisierung gekennzeichnet. Politisch ist das Jahrzehnt besonders bedeutend, denn am Ende stehen der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Dadurch wird die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Lage neu geordnet. Hinzu kommt in den 1990er Jahren ein struktureller Wandel der Arbeitswelt durch starke Digitalisierung, Globalisierung und die Frage nachhaltigen Wirtschaftens. Diese Entwicklungen setzen sich bis heute fort.
Vorwort und Danksagung * Zur Entstehung und Arbeit am Projekt *Das Leitbild unserer Schule "Verschieden aber Miteinander" wird gelebt, seitens der Schüler, aber auch seitens der Lehrer- und Elternschaft. In unserer Gesamtschule finden wir Schüler und Lehrer unterschiedlicher Herkunft mit den verschiedensten Startbedingungen für die weiterführende Schule: Ihr Anteil ist so bunt und vielfältig wie das Leben. Unser Projektkurs (11 Schülerinnen, 1 Schüler, 2 Lehrerinnen) spiegelt unsere Schule im "Kleinen", in einem "Mikrokosmos", wider.Als umso beachtlicher und bewundernswerter ist die Leistung der Schülerinnen und Schüler zu sehen, die sie in diesem Projektkurs erbracht haben. Als wir im Frühjahr des Jahres 2012 von einem Dozenten der Universität Siegen einen Anruf mit der Frage erhielten, ob unsere Schule Interesse an einem Projekt hätte, das sich mit dem "Wandel der Arbeitswelt im Siegerland der 1950er Jahre und heute" beschäftigt, zögerten wir nicht lange. Es bot sich uns eine großartige Chance, Schule und Wirtschaft weiter zu verbinden.Ebenso reizten uns vor allem die Projektorientierung und explizit die außerunterrichtliche Arbeit, sowie die Möglichkeit, in und mit einem traditionsreichen Unternehmen zu recherchieren, die Arbeit an lokaler, unmittelbarer Historie. Ein Betrieb war schnell gefunden: unser langjähriger und zuverlässiger Kooperationspartner ThyssenKrupp Steel AG in Kreuztal-Eichen.Für uns alle war dieser Projektkurs eine Premiere, keiner wusste genau, wohin es uns bei unseren Recherchen treiben würde. Unser Ziel jedoch war klar: Wir wollten sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber des Standortes Eichen zu ihrer Arbeitssituation befragen. Dazu suchten wir Interviewpartner nicht nur der heutigen Zeit, sondern auch bewusst Arbeitnehmer, die in den 1950er und 1960er Jahren in Eichen gearbeitet haben.Dazu stellten wir uns die große Frage: Inwiefern hat sich Arbeit in diesen wenigen Jahrzehnten gewandelt? Welche Prioritäten setzen heutige Arbeitnehmer? Sind Arbeiter heute zufriedener als vor 40 oder 50 Jahren? Gleichzeitig wollten wir uns mit der Historie des Werkes in Eichen beschäftigen, das auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken kann.In mühevoller Kleinarbeit, in stundenlangen Recherchen, in großer Bereitschaft, auch nach dem Unterricht tätig zu werden, ist es uns gelungen, Ergebnisse zusammenzutragen, zu analysieren und zu bewerten. Entstanden ist ein wunderbar vielfältiges Buch, das zahlreiche Themenkomplexe miteinander verzahnt und vernetzt: "Verschieden aber Miteinander".Geschichtliche EntwicklungHistorischer Wandel ist nicht in Zeiträume zu gliedern. Er vollzieht sich stetig. Für unser Projekt aber war die Entwicklung zwischen 1950 und heute besonders wichtig. Über diesen Zeitraum konnten uns Zeitzeugen und Unterlagen detailliert Auskunft geben.Die 1950er Jahre gelten als die Gründerjahre der Bundesrepublik. Nach dem Zusammenbruch 1945 und den Beschwernissen der unmittelbaren Nachkriegszeit zeigte sich ab 1949, wie typische Entwicklungen der Industriegesellschaft wieder aufgenommen wurden. Das wurde durch gesellschaftliche und politische Weichenstellungen unterstützt. Politisch war das Jahrzehnt (bis 1961) geprägt von der Staatsgründung, der Erlangung der Souveränität, der Westbindung der Bundesrepublik und der vollständigen Trennung beider deutscher Staaten durch den Mauerbau. Wirtschaftlich wurde schon bald nach der Währungsreform 1948 ein stetiger Aufschwung spürbar, der erst Anfang der 1970er Jahre ganz zu Ende ging. Man nannte ihn "Wirtschaftswunder". Während dieser Zeit wurden aufgrund von Arbeitskräftemangel viele Gastarbeiter aus anderen Staaten angeworben. Viele von ihnen blieben in Deutschland. In diesen Jahren entstand bei den Menschen in Deutschland die Gewissheit, Teil einer Wohlstands- und Konsumgesellschaft zu sein, auch wenn es bis heute große soziale Unterschiede gibt.Die 1960er Jahre sind eine Umbruchszeit. Es gibt vor allem viele politische Konflikte. In der Gesellsc
| Erscheint lt. Verlag | 7.6.2014 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Maße | 170 x 220 mm |
| Gewicht | 140 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Beruf / Finanzen / Recht / Wirtschaft ► Wirtschaft |
| Wirtschaft ► Betriebswirtschaft / Management | |
| Schlagworte | AG • Arbeit • Arbeitswelt • Archiv • Archivaufnahmen • Archivrecherchen • auswalzen • Automobilherstellung • Berichte • Blech • Bleche • Clara-Schumann-Gesamtschule • Deutsch • Deutschland • Eichen • Eisen • Erzeugung • Europe • Fertigung • Foto • Fotos • Geschichte • Geschichtlich • Hamer • HART • historisch • Hochofen • Industrie • Industriell • Industrielle • Industrielle Fertigung • Industrieller • Kelten • Kreuztal • Kreuztal-Eichen • Krupp • Kruppstahl • Mitarbeiter • Mitarbeiterzufriedenheit • Produktion • Recherchen • Schulprojekt • Siegerland • Stahl • Stahlbleche • Stahlerzeugung • Stahlproduktion • steel • Thyssen • ThyssenKrupp • Unternehmen • Unternehmensgeschichte • Walzen • Walzwerk • Wandel • Werkschau • Werksgeschichte |
| ISBN-10 | 3-902943-50-5 / 3902943505 |
| ISBN-13 | 978-3-902943-50-7 / 9783902943507 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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