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Modernisierungsfall(e) Universität (eBook)

Wege zur Selbstfindung einer eigensinnigen Institution
eBook Download: PDF
2011 | 1. Auflage
293 Seiten
Rainer Hampp Verlag
978-3-86618-716-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Modernisierungsfall(e) Universität -  Anja Ebert-Steinhübel
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Die Diagnose lautet: Die Universitäten befinden sich in einer Modernisierungsfalle. Anstatt sich als Reflexionsinstanz für eine immer schneller sich verändernde Wissenschaft und Gesellschaft zu positionieren, sind sie diesem Wandel gleichsam nach- und vielfach untergeordnet, was im Laufe der universitären Geschichte zu Vereinnahmungen unterschiedlichster Provenienz geführt hat.

Das jüngste Beispiel dafür ist der Bologna-Prozess, eine im Wesentlichen politische Willensbildung, in der die Hochschulen zu spät begonnen haben, eine eigene, systemlogische Argumentation und Zielbildung zu entwickeln. Das Buch ist ein Plädoyer für die – nach den Kirchen – älteste europäische Institution. Überleben wird sie jedoch nur, wenn es ihr angesichts der konkurrierenden politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Interessen gelingt, eine eigene Position zu entwickeln, ihren institutionellen (Eigen-)Sinn zu reflektieren und ihren gesellschaftlichen Nutzen zu kommunizieren. Das heißt, in der Praxis der immer differenzierteren, vernetzten und virtualisierten Hochschulsysteme und -typen bedarf es einer gemeinsamen fundierenden und integrierenden theoretischen Konzeption. Die „Logik der Universität“ wird anhand unterschiedlichster Konzepte vom Humboldtschen Universitätsideal bis zur neueren Idee der Multiversität analysiert, mit aktuellen Anforderungen an eine lernende, d.h. sich selbst begreifende und weiterentwickelnde Institution kontrastiert und schließlich in einem ganzheitlichen Handlungsmodell („Haus“ der Universität) integriert. Dieses ist die Grundstruktur für eine differenzierte normative und strategische Hochschulentwicklung, die mit Instrumenten wie dem „universitären SWOT-Modell“, der „strategischen Typologisierung“ sowie einem idealtypischen Lernphasenmodell in der Praxis ein- und umgesetzt werden kann.

Anja Ebert-Steinhübel ist Kommunikationswissenschaftlerin und arbeitet als selbständige Trainerin, Beraterin, Autorin und Coach in den Themen Strategie und Führung, Bildungs- und Kompetenzmanagement, Personal- und Organisationsentwicklung

Anja Ebert-Steinhübel ist Kommunikationswissenschaftlerin und arbeitet als selbständige Trainerin, Beraterin, Autorin und Coach in den Themen Strategie und Führung, Bildungs- und Kompetenzmanagement, Personal- und Organisationsentwicklung

Inhaltsverzeichnis 8
Abbildungsverzeichnis 12
Tabellenverzeichnis 12
0 Vorwort und Dank 14
1 Überlegungen zu Inhalt, Methode und Prozess 18
1.1 Aktualität und Relevanz 18
1.1.1 Rahmen und Abgrenzung 19
1.1.2 Ziele und Leitfragen 24
1.2 Theorie und Praxis 26
1.2.1 Koevolution und Komplexität 27
1.2.2 Ansätze und Methoden 28
1.2.2.1 Systemtheorie und ihre Varianten 29
1.2.2.2 Akteure, Netzwerke und Institutionen 30
1.2.2.3 Reflexivität als Handlungskonzept 33
1.2.2.4 Kalkulierte Dilemmata 34
1.2.3 Entwicklung der empirischen Hochschulforschung 36
1.2.3.1 Themen und Perspektiven 37
1.2.3.2 Forschungsrationalität und Wirkungsziele 39
1.3 Struktur und Prozess 41
1.3.1 Die Vernunft der Begriffe 41
1.3.2 Empirische Bezüge 45
1.3.2.1 Methode und GesprächspartnerInnen 46
1.3.2.2 Qualitätssicherung und Evaluation 49
1.3.3 Argumentationsprozess 51
2 Klassiker oder Auslaufmodell? – Herkunft und Zukunft 55
2.1 Unde venis unversitas? Die Idee der Universität 55
2.1.1 Autonomie und Verantwortung 60
2.1.2 Einsamkeit und Freiheit 63
2.1.3 Bildung und Wissenschaft 66
2.2 Hochschulen in der Modernisierungsfalle 69
2.2.1 Die Modernisierung der Moderne 69
2.2.2 Die (Dauer-)Krise der Hochschulen 71
2.2.2.1 Institutionelle Krisenfaktoren 73
2.2.2.2 Strukturelle Krisenfaktoren 76
2.2.2.3 Psychologische Krisenfaktoren 78
2.2.2.4 Gesellschaftliche Krisenfaktoren 80
2.2.2.5 Wirtschaftliche Krisenfaktoren 81
2.2.3 Modernisierungsfall(e) Universität? 85
2.3 Quo vadis universitas? – Welche Zukunft für welche Universität? 89
2.3.1 Irr- und Umwege aus der Krise? Trends der universitären Entwicklung 92
2.3.1.1 Steuerung für den Erfolg: New Public Management 93
2.3.1.2 Standards für die Vielfalt: Der Bolognaprozess 96
2.3.1.3 Kontrollierte Qualität: Exzellenz durch Evaluation 99
2.3.1.4 Neue Typen: Multiversität und ihre Varianten 104
2.3.2 (Rück-)Gewinnung der Zusammenhänge: Hochschulentwicklung als 108
2.3.2.1 Die Universität in der Nicht-Wissensgesellschaft 110
2.3.2.2 Die Vergesellschaftlichung der Wissenschaft 113
2.3.2.3 Gesellschaftlicher Nutzen der Universität 117
3 Wege aus der Modernisierungsfalle: 121
3.1 Drei-Ebenen-Modell: Das „Haus“ der Universität 122
3.2 Prozessebene: Entwicklung durch Lernen 125
3.2.1 Lebenslanges Lernen als Kennzeichen gesellschaftlicher Modernität 126
3.2.2 Idee und Paradox der lernenden Organisation 128
3.2.3 Alles lernt – die Hochschule auch? 131
3.2.3.1 Von der lehrenden über die lernende Organisation zum Lernort Universität 132
3.2.3.2 Vom „Wabuwabu“ zum Agentensystem 136
3.3 Inhaltsebene: Topoi einer allgemeinen Hochschulkonzeption 138
3.3.1 Das Autonomieprinzip 142
3.3.2 Das Bildungsprinzip 145
3.3.3 Das Kommunikationsprinzip 147
3.3.4 Konkretisierung der universitären Topoi im Strategieprozess 150
3.3.4.1 Strategiebegriff und Universität 154
3.3.4.2 Organisatorische Reife als Bedingung der Strategieentwicklung 155
3.3.4.3 Universitärer Modus des SWOT-Modells 156
3.4 Normative Ebene: Regeln und Grenzziehungen der Universität 160
3.4.1 Governance und Stakeholder des universitären Systems 160
3.4.2 Organisatorisches Leitbild und institutionelle Normen der Universität 164
3.4.3 Krise vs. Reform: Typik einer „eigensinnigen“ Institution 165
4 Bridging the gaps – Integration und Perspektiven 169
4.1 Rahmenmodell: „Reflexivität im Kontext“ 169
4.1.1 Institutioneller Kontext: die Universität als Sinneinheit 172
4.1.2 Wissenschaftlicher Kontext: die Universität als Agenda Setter159 175
4.1.3 Gesellschaftlicher Kontext: die Universität im Dialog 177
4.2 Szenarien und Projektierung einer zukunftsfähigen Universität 180
4.2.1 Zukunftskonzepte: ausgezeichnete Modelle der Hochschulentwicklung 181
4.2.2 Zukunftsträume: persönliche Ideale der Hochschulentwicklung 184
4.2.3 Zukunftswerkstatt: systematische Hochschulentwicklung als 193
4.2.3.1 Auftragsklärung 193
4.2.3.2 Beratungsprozess 195
4.2.3.3 Lernende Organisation 200
4.3 Was bleibt: Zusammenfassung und Ausblick 203
5 Literaturverzeichnis 209
6 Anhang 239
6.1 Gesprächsleitfaden 239
6.2 GesprächspartnerInnen 243
6.3 Gesprächsprotokolle 244

Erscheint lt. Verlag 1.1.2011
Reihe/Serie Universität und Gesellschaft – Schriftenreihe zur Universitätsentwicklung
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften Geschichte
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung
Technik
Wirtschaft Betriebswirtschaft / Management
Schlagworte Bologna-Prozess • Idee der Universität • Lebenslanges Lernen • Reflexive Moderne • Strategische Hochschulentwicklung
ISBN-10 3-86618-716-5 / 3866187165
ISBN-13 978-3-86618-716-0 / 9783866187160
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