Flick (eBook)
864 Seiten
Wallstein Verlag
978-3-8353-2091-8 (ISBN)
Kim Christian Priemel, geb. 1977, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder); Veröffentlichungen zur Unternehmensgeschichte und zur NS-Herrschaft in Osteuropa.
Kim Christian Priemel, geb. 1977, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder); Veröffentlichungen zur Unternehmensgeschichte und zur NS-Herrschaft in Osteuropa.
Inhalt 6
Vorwort 12
Einführung 16
Ausgangsbeobachtung und Fragestellung 16
Ansatz und analytisches Konzept 19
Gang der Arbeit 28
Forschungsstand 32
Quellen 38
Teil A Vom Krieg zur Krise 42
Prolog: Das Siegerland vor dem Ersten Weltkrieg 44
I. In Krieg und Inflation (1915-1925) 54
1. Die Charlottenhütte 54
2. Inflation und Expansion 88
II. Der Stahlverein (1926-1932) 122
1. Die Majorisierung der Vereinigten Stahlwerke 122
2. Konzernbau als Außenpolitik: Oberschlesien 151
3. Die Flick-Beteiligungen bis zum Ende der Weltwirtschaftskrise 180
4. Der Rückzug aus dem Stahlverein 221
Zwischenbetrachtung: Die Charlottenhütte am Ausgang der Weimarer Republik 248
Teil B Rüstung und Expansion 272
III. Reorganisation – Reintegration – Rüstung (1932-1939) 274
1. Nach der Schlacht: Die Konzernreorganisation 274
2. Vertikale Integration I: Steinkohle 295
3. Vertikale Integration II: Endfertigung und Rüstung 326
4. Horizontale Integration I: Der Ausbau des Eisenkerns 354
5. Die »Arisierung« der Petschek-Gruppen: Horizontale und vertikale Integration 391
IV. Expansion – Kriegswirtschaft – Leistungsgemeinschaft (1939-1944/45) 434
1. Territoriale Expansion 434
2. Zwangsarbeit im Flick-Konzern 471
3. Der Flick-Konzern in der deutschen Kriegswirtschaft 509
4. Die Reorganisation des Konzerns im Krieg 541
Zwischenbetrachtung: Der Flick-Konzern am Ende des Zweiten Weltkrieges 561
Teil C Kein Wunder 590
V. Fall (1944/45-1947) 592
1. Die Auflösung des Konzerns 592
2. Der Prozeß 617
VI. Comeback (1948-195) 652
1. Die Rückeroberung des Konzerns 652
2. Konsolidierung, Mittelbeschaffung und Vergangenheitsabwicklung 691
3. Ausblick: Der Flick-Konzern bis zu seiner Auflösung 717
Zwischenbetrachtung: Der Flick-Konzern im Nachkriegsdeutschland 752
Schlußbetrachtungen 762
Periodisierung zwischen politikgeschichtlichen Zäsuren und Pfadabhängigkeiten 763
Produktive Kraft und Systemopportunismus: Der Flick-Konzern und die Politik 765
Konzernleitung: Informationsmonopol, Dezentralisierung, persönliches Regiment 773
Ökonomismus und Unternehmertypus 781
Bilanz: Erfolgreicher Personenkonzern, gescheitertes Familienunternehmen? 786
Anhang 790
Abkürzungen 792
Abbildungen 798
Tabellen 799
Bildnachweis 801
Quellen- und Literaturverzeichnis 802
Ungedruckte Quellen 802
Gedruckte Quellen 807
Zeitgenössische Periodika 811
Nachschlagewerke 812
Literatur 812
Index 854
Personen 854
Firmen 860
Teil C Kein Wunder V. Fall (1944/45-1947) (S. 591-592)
I. Die Auflösung des Konzerns
Die Umschichtung der Kapitalbeteiligungen und die Neuregelung der Besitzverhältnisse im Flick-Konzern seit Mitte 1944 trugen bereits der Erwartung eines verloren gehenden Krieges Rechnung. Die Umbauten hatten dabei vor allem präventiven Charakter. Dies galt um so mehr, als bis weit in das letzte Kriegsjahr hinein Ungewißheit – oder besser: Illusionen – über den Charakter der Niederlage in der deutschen Unternehmerschaft weit verbreitet war. Insbesondere die Erkenntnis, daß der totale Krieg in die totale Kapitulation münden würde, setzte sich nur allmählich durch.
Erst die Kombination aus dem Luftkrieg, der zur Zerstörung ganzer Städte führte, der Besetzung und Aufteilung des Altreiches durch die Alliierten, den ersten Demontagen sowie den Verhaftungen namhafter Repräsentanten der Privatwirtschaft ließ immer weniger Zweifel an einem substantiellen Kontroll- und mutmaßlichen Vermögensverlust zu. Zwischen Sommer 1944 – wenn nicht gar schon früher, seit dem Desaster von Stalingrad – und Mitte 1946 sah sich die deutsche Wirtschaftselite gezwungen, sich schrittweise mit der Realität des Einsturzes des gewohnten staatlichen und, vor allem im Osten, auch des wirtschaftlichen Koordinatensystems vertraut zu machen. Erst im Zuge dieses mühsamen Lernprozesses gelangte die Mehrheit der Unternehmer, unter ihnen die Führungskräfte des Flick-Konzerns, in der »Zusammenbruchgesellschaft « an.
1.1. Kriegsende
1.1.1. Nachkriegsplanungen 1944/45
Während die Regimespitze im Juli 1944 einmal mehr den totalen Krieg ausrief und mit Durchhalteparolen die letzten Reserven zu mobilisieren hoffte, machten sich führende Vertreter sowohl auf ministerialer Ebene als auch innerhalb der privaten Wirtschaft daran, Pläne für eine Friedenswirtschaft zu schmieden, die nicht durch jenen deutsch-dominierten »Großwirtschaftsraum« gekennzeichnet war, mit dem man bis 1942/43 gerechnet hatte.
Die Initiative zur binnenwirtschaftlichen Nachkriegsplanung ergriff die private Seite, band frühzeitig aber auch Regierungsbeamte und Vertreter staatlicher Unternehmen ein. In die Überlegungen, die zunächst im Umfeld des Generaldirektors der Salzd etfurth AG, Rudolf Stahl, entwickelt wurden, durch die Kontakte ins Reichswirtschaftsministerium aber bald einen offiziösen Charakter erhielten, wurde auch Friedrich Flick einbezogen.
| Erscheint lt. Verlag | 7.11.2013 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Moderne Zeit |
| Verlagsort | Göttingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geschichte ► Teilgebiete der Geschichte ► Wirtschaftsgeschichte |
| Wirtschaft | |
| Schlagworte | 20. Jahrhundert • Arisierung • Bundesrepublik • Deutsches Kaiserreich • Firmengeschichte • Flick • Geschichte • Gesellschaftsgeschichte • Imperium • Industrie • Konzerne • Konzerngeschichte • Nationalsozialismus • Politik • Unternehmen • Unternehmensgeschichte • Wirtschaft • Wirtschaftsgeschichte • Wirtschaftspolitik • Wirtschaftswunder • Zwangsarbeit |
| ISBN-10 | 3-8353-2091-2 / 3835320912 |
| ISBN-13 | 978-3-8353-2091-8 / 9783835320918 |
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