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Bilaterale Unternehmenskooperationen im Tourismussektor (eBook)

Ausgewählte Erfolgsfaktoren

(Autor)

eBook Download: PDF
2007
XXIII, 396 Seiten
Betriebswirtschaftlicher Verlag Gabler
978-3-8349-9261-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Bilaterale Unternehmenskooperationen im Tourismussektor - Nicolai Scherle
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Vor dem Hintergrund fortschreitender Internationalisierungsprozesse entwickelt sich interkulturelle Kompetenz zu einem zentralen Wettbewerbsvorteil. Im Fokus der vorliegenden Studie steht der interkulturelle Kooperationsalltag in Unternehmen der Tourismusbranche. Dabei erhält der Leser Einblicke in die Komplexität grenzüberschreitender Interaktionen und ihre strategischen Erfolgsfaktoren.

Dr. Nicolai Scherle ist wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Er ist Mitglied der Royal Geographical Society und des Kompetenznetzwerks für interkulturelle Kommunikation (FORAREA).

Dr. Nicolai Scherle ist wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Er ist Mitglied der Royal Geographical Society und des Kompetenznetzwerks für interkulturelle Kommunikation (FORAREA).

Vorwort der Herausgeber 7
Foreword of the Editors 8
Geleitwort 9
Vorwort 11
Inhaltsverzeichnis 17
Abbildungs- und Kartenverzeichnis 21
Tabellenverzeichnis 23
I Konzeptionelle Einführung in die Arbeit 24
I.1 Problemstellung 24
I.2 Zentrales Anliegen und forschungsleitende Fragestellungen 28
I.3 Faden der Ariadne 33
I.4 Forschungsstand 37
II Going international- Untemehmenstatigkeit im Globalisierungszeitalter unter besonderer Beriicksichtigung der Tourismusbranche 41
II.1 Grundlagen der Phänomene Globalisierung und Internationalisierung 41
II.2 Internationalisierung von Unternehmenstatigkeit aus historischer Perspektive 48
II.3 Herausforderungen und Ziele intemationaler Unternehmenstatigkeit vor dem Hintergrund von Internationalisierung respektive Globalisierung 52
II.4 Zentrale Theorien der internationalen Unternehmenstätigkeit 56
II.5 Intemationalisierung mittels bilateraler Kooperationen 61
II.6 Internationalisierung der Tourismuswirtschaft unter besonderer Berücksichtigung der Reiseveranstalterbranche 67
II.7 Strukturen und Implikationen einer fortschreitenden Internationalisierung der Tourismuswirtschaft in Entwicklungsländern 73
Ill Kultur, Interkulturalität und interkulturelle Kompetenz 79
III.1 Mysterium und Schlüsselbegriff Kultur 79
III.2 Cultural turn - Renaissance des Kulturellen in den Humanwissenschaften? 87
III.3 Kultur als Faktor im Kontext des internationalen Managements 90
III.4 Zwischen Eigenem und Fremdem - Fremderfahrung und Fremdverstehen versus Normalität des Fremden 96
III.5 Managing across cultures - interkulturelle Kompetenz 103
IV Projektrelevante strategische Erfolgsfaktoren im interkulturellen Kooperationsalltag aus theoretischer Perspektive 112
IV. 1 Vertrauen 112
IV.2 Konfliktmanagement 119
IV.3 Kundenorientierung respektive Beschwerdemanagement 126
IV.4 Reiseleiter 135
V Die Incoming-Destination Marokko im Überblick 141
V.1 Natürliches und kulturelles Tourismuspotential 141
V.2 Tourismusentwicklung in Marokko aus historischer Perspektive 143
V.3 Ökonomische Bedeutung des marokkanischen Tourismus und aktuelle Tendenzen in der Tourismusentwicklung 146
V.4 Vision 2010 - Reformen und Ziele der marokkanischen Tourismuspolitik vor dem Hintergrund des Masterplans von Marrakech 150
VI Methodische Umsetzung des Forschungsprojekts 155
VI.1 Qualitative Sozialforschung 155
VI.2 Methodologische Prinzipien und Formen des qualitativen Interviews 157
VI.3 Methodenwahl 159
VI.4 Das problemzentrierte Interview und seine Erhebungsinstrumente 161
VI. 5 Struktur und Inhalte der Befr^ ungen
VI.6 Zielgruppe 170
VII Partizipierende Kooperationsuntemehmen und Gesprachspartner im Überblick 174
VII.I Zentrale Strukturmerkmale der Kooperationsuntemehmen 174
VII.2 Zentrale Strukturmerkmale der Gesprächspartner 183
VIII Bilaterale Perspektiven auf den interkulturellen Kooperationsalltag zwischen deutschen und marokkanischen Reiseveranstaltern 189
VIII. 1 Präludium (I) - Chancen und Risiken einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit 189
VIII. 2 Claims abstecken - Kooperationsrelevante Ziele 196
VIII. 3 Auf der Suche - Partnersuche und Kooperationsentscheidung 201
VIII. 4 Let's go — Implementation der Kooperation vor dem Hintergrund ausgewahlter okonomischer respektive kultureller Aspekte 213
VIII. 5 Unser Produkt - Die bilaterale touristische Angebotsgestaltung 223
VIII. 6 An der Schnittstelle - Interkultureller Mediator Reiseleiter 229
VIII. 7 Vom ewigen Nörgler und vom Kunden als Konig - Das Beschwerdemanagement 236
VIII. 8 Zwischen Betroffenheit und Ignoranz — Soziokulturelles und ökologisches Engagement im Kontext des marokkanischen Incoming-Tourismus 247
VIII. 10 Jetzt wird's ernst (I) - Konflikte und Konfliktlosungsansätze 263
VIII. 11 Am Ziel der Wünsche? - Erfolgsbilanzierung 274
VIII.12 Aus erster Hand (I) - Akteurspezifische Ratschlage fur die bilaterale Zusamtnenarbeit 286
VIII. 13 Top oderflop - Bewertung des Marokkotourismus und seiner Zukunftsperspektiven 296
IX Einschätzungen des bilateralen Kooperationsgeschehens und des Marokkotourismus im Spiegel projektrelevanter Institutionen 307
IX.1 Prdludium (II) - Chancen und Risiken geschäftlicher Aktivitäten in Marokko unter besonderer Beriicksichtigung der Tourismusbranche 307
IX.2 Jetzt wird's ernst (II) - Ausgewahlte Konfliktfelder in der deutschmarokkanischen Zusammenarbeit 312
IX.3 Bridging the gap - Relevanz der Faktoren Kultur und interkulturelle Kompetenz im bilateralen Kooperationsgeschehen 318
IX.4 Hier hapert's - Charakteristische Defizite marokkanischer Tourismusstrukturen 327
IX.5 Grofier Wurf oder alles nur Papier? - Der Masterplan von Marrakech 336
IX.6 Aus erster Hand (II) - Empfehlungen und Perspektiven im Kontext des aktuellen Marokkotourismus 342
X Resümee 351
Literaturverzeichnis 360
Anhang 395

VI Methodische Umsetzung des Forschungsprojekts (S. 132-133)

VI. 1 Qualitative Sozialforschung

,Jeder, der eine Zeit lang auf dem redlichen Forschen verharrt, muss seine Methode irgendeinmal umändern."
Johann Wolfgang von Goethe

Die qualitative Sozialforschung, die vor allem der geisteswissenschaftlichen Tradition der deutschen Soziologie, der Chicago School und der Kulturanthropologie verpflichtet ist, umfasst ein komplexes methodologisches und methodisches Spektrum verschiedener Ansatze einschliefilich der dazugehorigen wissenschaftstheoretischen Begründungen. Der Zusammenhalt der entsprechenden Verfahren liegt dabei weniger in einer geschlossenen und einheitlichen Konzeption als vielmehr in einer gemeinsam geteilten Abgrenzung zu traditionellen quantitativ-statistischen Vorgehensweisen (vgl. GARZ/KRAIMER 1991).

In den letzten drei Jahrzehnten hat die quahtative Sozialforschung sukzessive an Bedeutung gewonnen, wobei diese Entwicklung nicht zuletzt in engem Konnex mit den Implikationen des cultural turns in den Kultur- und Sozialwissenschaften steht (vgl. Kapitel III.2). Mit diesem sind verstärkt qualitative, insbesondere interpretierende Methoden, etwa Textanalyse, teilnehmende Beobachtung, leitfadengestiitzte Interviews sowie die Diskursanalyse, in den Vordergrund getreten.

BLOTEVOGEL (2003, S. 11) konstatiert in diesem Zusammenhang: „Hinter dieser Wende zu qualitativen empirischen Methoden steht ein tiefgreifend verandertes methodologisches Programm, das weit über eine lediglich pragmatisch begründete Wahl bestimmter empirischer Methoden hinausreicht. Mit dem cultural turn erfolgt eine Hinwendung zur Hermeneutik, zu interpretativen Methoden der SinnerschlieKung, der Re- und Dekonstruktion der Bedeutung von Handlungen, Handlungsartefakten und Texten, ja von ganzen Handlungssystemen und Sinnordnungen."

Diese Verschiebung umfasst eine gewandelte Auffassung vom Sein der Forschungsgegenstande (Ontologie) und von der Möglichkeit ihrer Wahrnehmung und Beschreibung (Epistemologie), wobei es in diesem Kontext nicht um die Erfassung der - vom Menschen und speziell vom beobachtenden Wissenschaftler als unabhangig existent angenommenen - Realitat, sondern um die Reinterpretation der von den Menschen bereits vorinterpretierten Wirklichkeiten geht. Auch wenn der Trend zu qualitativen Erkenntnismethoden in den letzten Jahrzehnten nachhaltige Veranderungen innerhalb der Sozialwissenschaften evoziert hat, so darf man sich nicht darüber hinwegtauschen, dass die Kontroverse um quantitative beziehungsweise qualitative Methoden seit jeher wie kaum eine Zweite polarisiert:

Das eine Extrem steht fur die Auffassung, zu objektiver Erkenntnis des sozialen Lebens gelange man primar durch Klassifizieren, Messen, Tabellieren und die Anwendung statistischer Methoden. Das andere Extrem reprasentiert die Ansicht, nach der quantitative Methoden eine wesensfremde Struktur und Form an das Geflecht des sozialen Lebens herantragen, das vielmehr nur in seiner einzel- und ganzheitlichen Komplexitat erfassbar sei. Die entsprechenden Diskurse innerhalb der scientific community Ytileihen den jeweiligen Positioner! nur vordergründig Kontur, da die Interdependenz der Methoden in der Praxis weitgehend als selbstverstandlich gilt.

Der amerikanische Soziologe WILSON (1982, S. 488) bemerkt diesbezüglich: „Die meisten Sozialwissenschaftler neigen wohl zu einer gemafiigten Auffassung zwischen dem quantitativen und dem qualitativen Extrem, vor allem dann, wenn man sie nicht zu einem wissenschaftlichen OfFenbarungseid drangt. Auch wenn sie in ihrer eigenen Arbeit die eine oder die andere Orientierung bevorzugen, sind sie doch bereit, auch andere Methoden als notwendig anzuerkennen, und sie greifen zur Erganzung und Deutung ihrer eigenen Ergebnisse auch auf ganz anders orientierte Untersuchungen zurück."

Erscheint lt. Verlag 11.12.2007
Reihe/Serie mir-Edition
mir-Edition
Zusatzinfo XXIII, 396 S.
Verlagsort Wiesbaden
Sprache deutsch
Themenwelt Wirtschaft Betriebswirtschaft / Management Unternehmensführung / Management
Schlagworte Betriebswirtschaftslehre • Interkulturelle Kooperationen • MIR • Tourismus • Tourismusbranche • Tourismussektor • Tourismusunternehmen • Unternehmenskooperationen
ISBN-10 3-8349-9261-5 / 3834992615
ISBN-13 978-3-8349-9261-1 / 9783834992611
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