Sport im Fernsehen (eBook)
XVII, 173 Seiten
Deutscher Universitätsverlag
978-3-8350-5439-4 (ISBN)
Dr. Guido Schafmeister ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement von Herrn Prof. Dr. Woratschek an der Universität Bayreuth.
Dr. Guido Schafmeister ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement von Herrn Prof. Dr. Woratschek an der Universität Bayreuth.
Geleitwort 6
Vorwort 8
Inhaltsverzeichnis 10
Abbildungsverzeichnis 14
Tabellenverzeichnis 16
Abkürzungsverzeichnis 18
1. Einleitung 19
1.1. Problemstellung und zentrale Frage 19
1.2. Gang der Arbeit 21
2. Sportübertragungen im Fernsehen – worum geht es? 23
2.1. Marktstruktur 23
2.2. Angebotsseite 26
2.2.1. Anbieter der Leistung 26
2.2.2. Wertschöpfung in der Bundesliga 27
2.2.3. Organisationsstruktur der Bundesliga 31
2.2.4. Fernsehübertragungsrechte 33
2.3. Nachfrageseite 35
2.3.1. Ökonomie einer Fernsehübertragung 35
2.3.2. Gebührenfinanzierung 38
2.3.3. Werbefinanzierung 39
2.3.4. Zuschauerentgelte – Pay-TV 40
3. Ticketnachfrage – die erste theoretische Basis 42
3.1. Ökonomische Einflussfaktoren 42
3.1.1. Bevölkerungszahl 42
3.1.2. Einkommen und Arbeitslosigkeit 44
3.1.3. Eintrittspreise 45
3.2. Sportartspezifische Einflussfaktoren 46
3.2.1. Konkurrierende Sportangebote 47
3.2.2. Popularität 49
3.2.3. Ausgeglichenheit einer Serie 50
3.2.4. Konsumkapital – Wissensstand über eine Sportart 51
3.3. Sportwettbewerbsspezifische Einflussfaktoren 52
3.3.1. Attraktivität der Gegner 52
3.3.2. Unsicherheit über den Ausgang 56
3.3.3. Meisterschaftschance und Abstiegsgefahr 57
3.3.4. Lokalderby 60
3.4. Rahmenbedingungen 61
3.4.1. Attraktivität der Sportstätten 61
3.4.2. Wetter 62
3.4.3. Tageszeit und Wochentag 63
3.5. Innere Einflussfaktoren 64
3.5.1. Sucht nach Sportwettbewerben 64
3.5.2. Identifikation und Interesse 65
3.5.3. Motivation der Stadionzuschauer 72
4. Fernsehnachfrage- die zweite theoretische Basis 77
4.1. Fernsehen als Medium 77
4.1.1. Fernsehnutzung in Deutschland 77
4.1.2. Motivation der Fernsehzuschauer 80
4.2. Nachfrage nach Sport im Fernsehen 83
4.2.1. Fußball 83
4.2.2. Formel 1 89
4.2.3. Motivation der Sportzuschauer 91
4.3. Zusammenfassung der verschiedenen Einflussfaktoren 95
5. Nachfrage nach Sportübertragungen im TV – ein theoretisches Modell 105
5.1. Einflussfaktoren 105
5.1.1. Konkurrenzsituation 105
5.1.2. Popularität 107
5.1.3. Konsumkapital / Sportart 109
5.1.4. Spannung 110
5.1.5. Präsentationsform / Preis der Übertragung 112
5.1.6. Technische und ökonomische Rahmenbedingungen 114
5.2. Zwischenfazit und weiteres Vorgehen 116
6. Studie: Sportübertragungen im deutschen Fernsehen 117
6.1. Forschungsfragen und Vorgehensweise 117
6.2. Durchführung der Studie 120
6.2.1. Aufbau der Studie 120
6.2.2. Durchführung der Studie 133
6.2.3. Ergebnisse der Studie 139
7. Diskussion der Ergebnisse 162
7.1. Bedeutung des Preises 162
7.2. Bedeutung von frei empfangbaren Angeboten 163
7.3. Bedeutung von verschlüsselt empfangbaren Angeboten 166
7.4. Kannibalisiert die öffentliche Rundfunkgebühr Pay-TV Angebote? 167
7.5. Implikationen für Fernsehsender 170
7.6. Implikationen für Sportverbände/Sportligen 172
7.7. Randbemerkungen 173
8. Fazit 175
Literaturverzeichnis 178
1. Einleitung (S. 1)
1.1. Problemstellung und zentrale Frage
Im Zuge der fortschreitenden Professionalisierung und Kommerzialisierung des Sports müssen zahlreiche Sportorganisationen neben sportlichen auch wirtschaftliche Erfolge aufweisen. Dabei haben professionelle Sportorganisationen im Vergleich zu anderen Unternehmen den Vorteil, dass dieselben Sportwettbewerbe mehrfach vermarktet werden können. Den laufenden Kosten stehen damit grundsätzlich mehrere Erlösquellen gegenüber. Zu diesen Erlösquellen gehören Ticketing, Sponsoring, Merchandising, Transfers und die in dieser Arbeit betrachtete mediale Vermarktung.
Volatilitäten, wie sie im Transfergeschäft zu beobachten sind, finden sich nicht bei allen Erlösquellen. Vielmehr haben sich bei den Vereinen der Fußball Bundesliga über die Jahre hinaus schleichende Verschiebungen bei den Erlösen ergeben. In früheren Jahren hatte das Ticketing den größten Anteil an den Gesamterlösen, heute ist es die mediale Vermarktung. Mehr Gewinn verbleibt den Vereinen dennoch nicht unbedingt, da die auch insgesamt steigenden Erlöse eine Investitionsspirale in Gang gesetzt haben, die an das von Akerlof beschriebene Rattenrennen erinnert.
Dies gilt nicht nur für den Fußball in Deutschland, sondern auch in England, Frankreich, Spanien und Italien. Der Fernsehmarkt ist ein wichtiger Partner für den professionellen Sport. Ohne einen nationalen Fernsehmarkt würden die Vereine nicht über die notwendigen Mittel verfügen, um an internationalen Wettbewerben erfolgreich teilzunehmen. Vor diesem Hintergrund ist auch die Besorgnis zu verstehen, dass die in Folge der Kirchkrise vorübergehend rückläufigen Einnahmen aus der Fernsehvermarktung den deutschen Fußball erschütterten. Die Finanzierung des deutschen Fußballs schien gefährdet, bis die öffentlichrechtlichen Sender einsprangen.
Im Gegensatz zu den privaten Sendern können die öffentlich-rechtlichen Sender entstehende Finanzierungslücken aus dem Programm mit der später noch zu diskutierenden Rundfunkgebühr decken. Private Sender müssen ihre Sendungen über den „Markt" refinanzieren oder Gründe finden, um die entstehende Finanzierungslücke bei ihren Geldgebern zu rechtfertigen. Als ein solcher Grund wurde häufig der zu erwartende Imagetransfer des Sports genannt. Sportübertragungen wurde ferner ein Cross-Selling Potenzial zugeschrieben. Die Zuschauer sollen mit Sportübertragungen auf die Fernsehangebote der privaten Sender aufmerksam gemacht werden.
Sportübertragungen sollen das Image der privaten Sender verbessern. Allerdings hat sich gezeigt, dass die Programmbindungsrate bei Sportsendungen eher niedrig ist und Sportübertragungen damit keine effiziente Werbung für nachfolgende Sendungen sind. Die Zuschauer bleiben einem Sender nicht treu, weil sie dort Sportübertragungen gesehen haben. Sportübertragungen sollten sich folglich selbst refinanzieren. In diesem Sinne ist die Rundfunkgebühr ein Ärgernis der privaten Sender, da die öffentlichrechtlichen Anbieter über die Rundfunkgebühr Kaufkraft abschöpfen können.
Inwiefern die Rundfunkgebühr beispielsweise zu Lasten der privaten Fernsehsender und hier vor allem zu Lasten der Pay-TV Sender geht, wird im Laufe der Arbeit noch empirisch untersucht. Mithin könnte die Rundfunkgebühr ein Grund für die im europäischen Vergleich schwache Entwicklung der Pay-TV Landschaft in Deutschland sein.
Damit Sportübertragungen sich selbst refinanzieren, müssen die medialen Angebote im Einzelnen so gestaltet werden, dass sie den Präferenzen der Kunden entsprechen. Mit den Worten des Marketings geht es bei Vereinen, Fernsehsendern und Sportverbänden/Sportligen darum, eine kundenorientierte Produktpolitik durchzusetzen. Kundenorientierte Produktpolitik heißt in diesem Zusammenhang die Ausrichtung von Sportübertragungen an den Präferenzen der Kunden. Gelingt eine solche kundenorientierte Ausrichtung, dann können Vermarktungserfolge erzielt werden. Es geht damit um die Frage, was die Kunden eigentlich wollen?
Mit Blick auf Sportübertragungen ist zu konstatieren, dass diese wissenschaftlich bisher kaum behandelt wurden. Diesen Eindruck hinterlässt sowohl die bisherige sportökonomische Forschung als auch die Forschung im Bereich Sportmarketing/Sportmanagement.
| Erscheint lt. Verlag | 18.12.2007 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Fokus Dienstleistungsmarketing | Fokus Dienstleistungsmarketing |
| Vorwort | Prof. Dr. Herbert Woratschek |
| Zusatzinfo | XVII, 173 S. |
| Verlagsort | Wiesbaden |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Wirtschaft ► Betriebswirtschaft / Management ► Marketing / Vertrieb |
| Wirtschaft ► Betriebswirtschaft / Management ► Unternehmensführung / Management | |
| Schlagworte | Conjoint Analyse • Fernsehnachfrage • Motivation • Sportmanagement • Sportmarketing • Sportübertragungen • Zuschauer |
| ISBN-10 | 3-8350-5439-2 / 3835054392 |
| ISBN-13 | 978-3-8350-5439-4 / 9783835054394 |
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