Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

Corporate Governance und Gehaltstransparenz (eBook)

Eine spieltheoretische Analyse
eBook Download: PDF
2007 | 2006
XIX, 123 Seiten
Deutscher Universitätsverlag
978-3-8350-9134-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Corporate Governance und Gehaltstransparenz - Silvia Passardi-Allmendinger
Systemvoraussetzungen
42,25 inkl. MwSt
(CHF 41,25)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen
Anhand eines spieltheoretischen Modells in Form einer Turnierentlohnung untersucht Silvia Passardi-Allmendinger mögliche Auswirkungen subjektiver Empfindungen wie Neid oder Triumph auf die Effizienz von Unternehmen. Sie zeigt, dass die Offenlegung von Managergehältern nicht nur Konsequenzen für das Gehaltsniveau selbst, sondern durch die ausgelösten Referenzgruppenprozesse auch Folgen für das Engagement des Managements sowie die Wahl riskanter Investitionsprojekte haben kann.

Dr. Silvia Passardi-Allmendinger promovierte bei Prof. Dr. Dieter Pfaff am Institut für Rechnungswesen und Controlling der Universität Zürich. Sie ist Dozentin an verschiedenen Ausbildungsinstitutionen im Bereich der Weiterbildung.

Dr. Silvia Passardi-Allmendinger promovierte bei Prof. Dr. Dieter Pfaff am Institut für Rechnungswesen und Controlling der Universität Zürich. Sie ist Dozentin an verschiedenen Ausbildungsinstitutionen im Bereich der Weiterbildung.

Geleitwort 6
Vorwort 8
Zusammenfassung 10
Inhaltsverzeichnis 12
Abbildungsverzeichnis 16
Abkürzungsverzeichnis 18
Symbolverzeichnis 20
Kapitel 1 Einleitung 21
1.1 Ausgangslage und Problemstellung 22
1.2 Untersuchungsobjekt 26
1.3 Vorgehensweise und Methodik 26
1.4 Aufbau der Arbeit 27
1.5 Abgrenzung 27
Kapitel 2 Regelungen zur Corporate Governance 31
2.1 Corporate Governance 32
2.2 Publikumsgesellschaften 35
2.3 Regelwerke zur Corporate Governance 37
2.4 Regulierung der Gehaltstransparenz 40
Kapitel 3 Für und Wider der Gehaltstransparenz 47
3.1 Befürwortende Argumente 48
3.2 Kritische und ablehnende Argumente 53
3.3 Referenzgruppe und Aufwärtsspirale 54
3.4 Exkurs: Homo Oeconomicus 56
Kapitel 4 Turnierentlohnung 59
4.1 Grundlagen 60
4.2 Relative Wertungsprozesse 73
4.3 Grundmodell: Turnier zwischen CEOs 79
4.4 Ungleiche Agenten 91
4.5 Modellerweiterung: Ungleiche Unternehmen 93
4.6 Modellerweiterung: Risiko 96
4.7 Modellerweiterung: Risikoaversion 101
4.8 Modellimplikationen 105
4.9 Modellkritik 108
Kapitel 5 Thesenförmige Zusammenfassung 111
Anhang 113
Optimierungsproblem Prinzipale - Alternative 113
Modell mit endlichem Risiko 114
Modellerweiterung: Risikoaversion 116
Risikoaversion Modell Lazear/ Rosen ( 1981) 123
Literaturverzeichnis 127

Kapitel 1 Einleitung (S. 1)

Die aktuell geführte Corporate Governance-Debatte wird oft von der Transparenzvorschrift in Bezug auf Vergütungen und Beteiligungen dominiert. Zu den Vorteilen der Vorschrift zahlen aus Anlegersicht primär eine höhere Informationsbereitstellung sowie bessere Kontrollmöglichkeiten. Mit einer erweiterten Gehaltstransparenz werden jedoch auch Nachteile in Verbindung gebracht. Ein gewichtiger Einwand stützt sich auf empirische Untersuchungen, die eine auf Referenzgruppenprozessen basierende Aufwartsspirale des Lohnniveaus nachzuweisen vermögen.

Die Gehaltstransparenz wäre demzufolge für das Unternehmen und damit für die von den hoheren Vergütungsaufwendungen indirekt betroffenen Aktionäre von Nachteil. Ein weiterer negativer Aspekt besteht darin, dass durch die Oflfenlegung auch Gefühle wie Neid (Missgunst) und Triumph bewirkt werden können. Die Arbeit diskutiert diese aus einer Gehaltstransparenz resultierenden Vorund Nachteile und legt dabei ihren Schwerpunkt auf die Analyse von Referenzgruppenprozessen. Hierzu wird ein spieltheoretischer Analyserahmen entwickelt.

Da Referenzgruppenüberlegungen jedoch den Annahmen des traditionellen ökonomischen Menschenbildes - dem Homo Oeconomicus - widersprechen, ist zur Klärung der Pragestellung ein Rückgriff auf verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse erforderlich. Hierdurch können die Wirkungen von Neid (Missgunst) oder auch Triumphgefühlen gewertet werden. Die Arbeit schliesst sich mit ihrer Ausrichtung an den neuen, stark aufstrebenden Wissenschaftsstrom des „Behavioral Economics" an.

In Kapitel 1 werden die Ausgangslage, die Problemstellung sowie die hieraus resultierende Forschungsfrage (Untersuchungsobjekt) aufgezeigt. Anschliessend wird ein Überblick über die Methodik und den Aufbau dargestellt. Das Kapitel schliesst mit einer Wertung des Beitrags der Arbeit zum Forschungsstand.

1.1 Ausgangslage und Problemstellung

Die Veröffentlichung von Gehaltszahlungen an Mitglieder der Unternehmensleitung (Geschäftsleitung/Management und Verwaltungsrat) zählt zu den am häufigsten geführten Diskussionen innerhalb der Corporate Governance-Debatte. Insbesondere die Gehälter von Managern, die sich in den USA bei grossen kotierten Unternehmen mittlerweile nicht selten in zwei- und dreistelliger Millionenhöhe bewegen, verursachen eifrige Debatten über deren Rechtfertigung.

Diesbezüglich wird immer wieder der Vorwurf laut, das Management würde sich ungerechtfertigte „Benefits" aneignen. In einigen Fällen konnten trotz niedriger Börsenkurse und ganzer Unternehmenszusammenbrüche die direkt beteiligten Personen noch betrachtliche Gehaltssummen geltend machen. Die finanziell Leidtragenden dieser Umstände können primär die Investoren des Unternehmens und hier vor allem die Aktionäre sein. In der letzten Zeit ist der Druck dieser Anspruchsgruppe gestiegen, über die Gehaltszahlungen ihrer Manager transparenter informiert zu werden.

Ein genereller Trend zur Transparenz in Bezug auf Gehaltszahlugen lässt sich in den diversen Corporate Governance-Richtlinien feststellen, die mittlerweile überwiegend einen Passus zur Offenlegung von Gehältern an Geschäftsleitung und Verwaltungsrat vorsehen, wenn auch in unterschiedlichem, länderspezifischem Detaillierungsgrad. In LS Ländern wie den USA oder Grossbritannien wird beispielsweise eine sehr viel detailliertere Offenlegung der Entlohnung von Mitgliedern der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrates gefordert.

Die schweizerischen Normen sind bei den Transparenzfordorderungen spürbar zurückhaltender. Analog hierzu auch BEHR: „An die in der Schweiz bisher zurückhaltend beurteilte Veröffentlichung von Bezügen der Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung wagte man sich nur zaghaft."

Durch eine intensivierte Offenlegung werden sowohl eine erhöhte Transparenz sowie dadurch verbesserte Kontrollmöglichkeiten für das Aktionariät angestrebt. Dieses soll damit Informationen darüber erhalten, welche Kosten durch Verwaltungsrat bzw. Geschäftsleitung verursacht worden sind.

Zur Offenlegungspflicht der Gehälter für kotierte Gesellschaften kam es erstmals durch einen Vorstoss der SEC (Securities and Exchange Commission) im Jahre 1992, der eine weltweit dominierende Wirkung zeigte.

Erscheint lt. Verlag 20.11.2007
Vorwort Prof. Dr. Dieter Pfaff
Zusatzinfo XIX, 123 S.
Verlagsort Wiesbaden
Sprache deutsch
Themenwelt Wirtschaft Betriebswirtschaft / Management
Schlagworte Behavioral Economics • Gehalt • Gehaltstransparenz • Management • Managemententlohnung • Referenzgruppenprozess • Spieltheorie
ISBN-10 3-8350-9134-4 / 3835091344
ISBN-13 978-3-8350-9134-4 / 9783835091344
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
PDFPDF (Wasserzeichen)

DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasser­zeichen und ist damit für Sie persona­lisiert. Bei einer missbräuch­lichen Weiter­gabe des eBooks an Dritte ist eine Rück­ver­folgung an die Quelle möglich.

Dateiformat: PDF (Portable Document Format)
Mit einem festen Seiten­layout eignet sich die PDF besonders für Fach­bücher mit Spalten, Tabellen und Abbild­ungen. Eine PDF kann auf fast allen Geräten ange­zeigt werden, ist aber für kleine Displays (Smart­phone, eReader) nur einge­schränkt geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür einen PDF-Viewer - z.B. den Adobe Reader oder Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür einen PDF-Viewer - z.B. die kostenlose Adobe Digital Editions-App.

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich
Mit traditionellem, agilem und hybridem Vorgehen zum Erfolg

von Holger Timinger

eBook Download (2024)
Wiley-VCH GmbH (Verlag)
CHF 34,15