Das Konzept der Ausbalancierten Produktion in Supply Chains (eBook)
XXVII, 239 Seiten
Betriebswirtschaftlicher Verlag Gabler
978-3-8349-9686-2 (ISBN)
Dr. Stefan Tillenburg promovierte bei Prof. Dr. Joachim Reese am Institut für BWL, Produktion und Wirtschaftsinformatik, der Leuphana Universität Lüneburg. Er ist unabhängiger Finanz- und Unternehmensberater mit den Schwerpunkten Implementierung und Schulung von Finanzplanungssystemen.
Dr. Stefan Tillenburg promovierte bei Prof. Dr. Joachim Reese am Institut für BWL, Produktion und Wirtschaftsinformatik, der Leuphana Universität Lüneburg. Er ist unabhängiger Finanz- und Unternehmensberater mit den Schwerpunkten Implementierung und Schulung von Finanzplanungssystemen.
Geleitwort 6
Vorwort 8
Inhaltsverzeichnis 10
Abbildungsverzeichnis 14
Tabellenverzeichnis 16
Symbolverzeichnis 24
Abkürzungsverzeichnis 28
Kapitel 1 Einführung 29
1.1 Einordnung 31
1.2 Ziel der Arbeit 46
1.3 Aufbau der Arbeit 47
Kapitel 2 Ausgewählte Funktionsprinzipien der Ausbalancierten Produktion 50
2.1 Kontinuierliche Verbesserung 53
2.2 Vermeidung von Verschwendung 55
2.3 Just in Time 57
Kapitel 3 Beschreibung des Kostenmodells bei Ausbalancierter Produktion 60
3.1 Gesamtkosten 61
3.2 Kosten der Zusatzkapazität 65
3.3 Kosteneinflussfaktoren 70
Kapitel 4 Erweiterung des Kostenmodells unter Verwendung des Produktionsmodells von Gutenberg 72
4.1 Grundlagen 72
4.2 Anpassungsformen 78
4.3 Kostenfunktion auf der Basis des Produktionsmodells von Gutenberg 80
Kapitel 5 Quantitative Formulierung des Kostenmodells 83
5.1 Modellannahmen 85
5.2 Notation 91
5.3 Modellierung der Kostenbestandteile 93
5.3.1 Verbrauchsfaktorkosten 97
5.3.2 Potentialfaktorkosten 108
5.3.3 Personalkosten 113
5.3.4 Lagerkosten 116
5.4 Zusammenfassung 119
Kapitel 6 Simulation und Simulationsergebnisse 126
6.1 Wesentliche Modelleinflussgrößen 126
6.2 Datenstruktur 128
6.3 Simulationsszenarien 131
6.3.1 Stellung in der Supply Chain 133
6.3.2 Reife des Umstellungsprozesses 137
6.3.3 Unerwartete Umstellungsschwierigkeiten 138
6.3.4 Kontinuierlicher Verbesserungsprozess 139
6.3.5 Sonderfälle 140
6.4 Simulationsergebnisse 142
6.4.1 Verbrauchsfaktorkosten 143
6.4.2 Potentialfaktorkosten 156
6.4.3 Personalkosten 160
6.4.4 Gesamtkosten 167
Kapitel 7 Schlussbetrachtung 197
7.1 Zusammenfassung 197
7.2 Ausblick 205
Literaturverzeichnis 207
Anhang A Einzeldarstellung der untersuchten Kombinationen 219
A. 1 Geringe Nachfrageschwankungen 220
A. 2 Mittlere Nachfrageschwankungen 225
A. 3 Starke Nachfrageschwankungen 230
Anhang B Einzeldarstellung der berechneten Kosten 235
B. 1 Geringe Nachfrageschwankungen 236
B. 2 Mittlere Nachfrageschwankungen 241
B. 3 Starke Nachfrageschwankungen 246
Anhang C Einzeldarstellung der Potentialfaktorkosten 251
C.1 Lagerproduktion mit AK = 100.000 GE pro Stück 252
C.2 Lagerproduktion mit AK = 200.000 GE pro Stück 254
C.3 Lagerproduktion mit AK = 50.000 GE pro Stück 256
C.4 Ausbalancierte Produktion bei 10 Potentialfaktoren 258
C.5 Ausbalancierte Produktion bei 9 Potentialfaktoren 260
C.6 Ausbalancierte Produktion bei 8 Potentialfaktoren 262
C.7 Ausbalancierte Produktion bei 7 Potentialfaktoren 264
Kapitel 1 Einführung (S. 1)
Unternehmen sehen sich einer zunehmenden Globalisierung der Märkte und einem verstärkten nationalen und internationalen Wettbewerb ausgesetzt. Diese kontinuierliche Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verlangt insbesondere von Industrieunternehmen die Umsetzung darauf abgestimmter Anpassungs- und Änderungsprozesse. Als Beispiele für veränderte Rahmenbedingungen sind der Europäische Binnenmarkt und die EU-Osterweiterung zu nennen.
Mit Einführung der einheitlichen Währung Euro zum 01.01.2002 wurde der größte grenzfreie Markt der Welt eröffnet. Der freie Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital ist möglich geworden. Durch die Aufnahme weiterer zwölf mittel- und osteuropäischer Staaten bis zum 01.01.2007 zählen nun ca. 490 Millionen Bürgerinnen und Bürger zur Europäischen Union.
Die Konkurrenz und die Heterogenität der Nachfrage nehmen in diesem Zusammenhang weiter zu. Auftretende strukturelle Veränderungen und sich ständig wandelnde Marktanforderungen erschweren die Situation zusätzlich für die Unternehmen. In den letzten Jahrzehnten eingetretene Marktsättigungen und der damit vollzogene Übergang vom Verkäufer- zum Käufermarkt brachten und bringen neue Rahmenbedingungen für die Entfaltung der Wettbewerbskräfte hervor.
Unternehmen werden veranlasst, nach neuen Konzepten zur Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu suchen. Darüber hinausgehende Veränderungen im wirtschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Umfeld zwingen Unternehmen, zusätzlich auf unterschiedliche Kundenanforderungen und das geänderte Käuferverhalten zu reagieren. Eine größere Typenvielfalt und erhöhte Komplexität der Produkte, ein anspruchsvolleres Design, eine gesteigerte Qualität, ein Eingehen auf individuelle Wünsche, ein günstiger Preis und nicht zuletzt erhöhte Anforderungen an die Produkte auf Grund gesetzlicher und ökologischer Regelungen sind Anliegen an die Unternehmen.
Vor diesem Hintergrund treten die Orientierung an Kundenbedürfnissen, die innerbetriebliche Optimierung und die Erhöhung der Flexibilität verstärkt in den Vordergrund. Objekte der innerbetrieblichen Optimierung sind insbesondere die Lager- bzw. die Kapitalbindungskosten. Alle Anstrengungen der Unternehmen müssen sich auf die Schaffung eines Wertes für den Kunden konzentrieren. Viele Unternehmen begegnen diesen Anforderungen mit flexiblen Strukturen, Qualitätsverbesserungen, Schnelligkeit, Variantenvielfalt und Kosteneinsparungen.
Variantenvielfalt und Komplexität können in diesem Zusammenhang zu einem dominierenden Kostenfaktor werden. Produktdifferenzierung6 und economies of scale alleine, wie sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts vorherrschten, reichen zur Lösung der beschriebenen Probleme nicht mehr aus. Die bisherige primäre Aufgabe der Produktion, ein Produkt wirtschaftlich herzustellen, ist somit wesentlich erweitert worden. Aus diesem Grund sind auch die Produktionsstruktur und die Mitarbeitermotivation, mit den sich daraus ergebenden zukünftigen Kostenauswirkungen, als ein entscheidender Wettbewerbsfaktor in die Unternehmensplanung mit einzubeziehen.
1.1 Einordnung
Bereits 1992 forderte die Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT-Studie) zur Situation der internationalen Automobilindustrie von Womack/ Jones/Roos von der tayloristisch-funktionalen Arbeitsorganisation10 auf eine prozess- und kundenorientierte Organisation umzustellen, um schnell und effizient auf Marktveränderungen reagieren zu können. Diese Organisation wird von Womack/Jones/Roos mit „Lean Production" bezeichnet.
Mit Lean Production wird eine hohe Produktivität, Produktqualität und Flexibilität verbunden. Eine geringe Kapazitätsbelastung bzw. kurze Durchlaufzeiten sollen die Produktivität erhöhen. Ausschuss und Verschwendung werden bei der Lean Production grundsätzlich nicht akzeptiert. Fehlerhafte Produkte und Produktteile werden unverzüglich an Ort und Stelle nachgearbeitet. Hierdurch soll eine hohe Produktqualität sichergestellt werden. Flexible Anpassungsmöglichkeiten im Produktionsbereich sollen es ermöglichen, auf schwankende Nachfragen kurzfristig zu reagieren. Lean Production fasst die über Jahrzehnte gewachsenen Unternehmungsführungsansätze der japanischen Automobilhersteller zusammen.
| Erscheint lt. Verlag | 28.5.2008 |
|---|---|
| Vorwort | Prof. Dr. Joachim Reese |
| Zusatzinfo | XXVII, 239 S. |
| Verlagsort | Wiesbaden |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Wirtschaft ► Betriebswirtschaft / Management ► Logistik / Produktion |
| Wirtschaft ► Betriebswirtschaft / Management ► Unternehmensführung / Management | |
| Schlagworte | Anpassungskosten • Ausbalancierte Produktion • Lean Production • Produktionsplanung • Supply chains |
| ISBN-10 | 3-8349-9686-6 / 3834996866 |
| ISBN-13 | 978-3-8349-9686-2 / 9783834996862 |
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