Wetterderivate (eBook)
IV, 100 Seiten
Betriebswirtschaftlicher Verlag Gabler
978-3-8349-9117-1 (ISBN)
Christian Hee, Bankkaufmann und Diplom Betriebswirt, ist bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Bereich Wertpapieraufsicht / Asset Management tätig.
Lutz Hofmann, Diplom Betriebswirt, ist bei der SOKA BAU im Bereich Asset Management tätig.
Christian Hee, Bankkaufmann und Diplom Betriebswirt, ist bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Bereich Wertpapieraufsicht / Asset Management tätig. Lutz Hofmann, Diplom Betriebswirt, ist bei der SOKA BAU im Bereich Asset Management tätig.
Geleitwort 5
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis 13
Abkürzungsverzeichnis 15
Symbolverzeichnis 17
1. Einleitung 21
1.1 Darstellung des Themas 21
1.2 Gang der Untersuchung 21
2. Finanzinstrument Wetterderivat 23
2.1 Begriffsdefinition und Abgrenzung 23
2.1.1 Begriff Wetter und Klima 23
2.1.2 Abgrenzung von Wetterderivaten zu Wetterversicherungen 24
2.2 Basisvariable 25
2.2.1 Degree-Day-Indizes 26
2.2.2 Average-Temperature-Indizes 29
2.2.3 Sonstige Basisvariablen 30
2.3 Produktübersicht 31
2.3.1 Optionen 31
2.3.1.1 Call-Optionen 32
2.3.1.2 Put-Optionen 34
2.3.2 Futures und Swaps 35
2.3.3 Hybride Kontrakte 37
2.3.4 Strukturierte Produkte 38
2.4 Handelsplätze und Märkte 39
2.5 Akteure und Teilnehmer 41
3. Einsatzgebiete von Wetterderivaten 42
3.1 Wetterderivate im Risikomanagement 42
3.2 Wetterderivate im Portfoliomanagement 45
3.3 Wetterderivate als Marketinginstrument 46
4. Bestimmung des Exposures 48
4.1 Definition Wetterrisiko 48
4.2 Prozess der Exposureerstellung 49
4.2.1 Bestimmung potenzieller Wetterrisiken 49
4.2.1.1 Produktbezogene Wetterrisiken 50
4.2.1.2 Standortbezogene Wetterrisiken 50
4.2.1.3 Saisonale Wetterrisiken 51
4.2.1.4 Wetterrisiken aus der Kundenstruktur 51
4.2.2 Generierung der Datenbasis 52
4.2.2.1 Betriebswirtschaftliche Daten 52
4.2.2.2 Meteorologische Daten 52
4.2.3 Risikobewertung und Regressionsanalyse 54
4.3 Branchentypische Exposures 55
4.4 Volkswirtschaftliche Exposures 56
5. Praktische Anwendung von Wetterderivaten 58
5.1 Vorgehensweise am Beispiel der Paulania GmbH 58
5.2 Erstellung des Exposures 58
5.3 Regressionsanalyse 61
5.4 Absicherung 64
5.5 Szenariobeschreibung 65
5.5.1 Szenario A 65
5.5.2 Szenario B 65
5.6 Fazit des Anwendungsbeispiels 66
6. Preisbildung 67
6.1 Burn Analysis 67
6.1.1 Anwendung 68
6.1.2 Kritische Würdigung 70
6.2 Stochastische Modelle 71
6.2.1 Besonderheiten der Basisvariable Temperatur 71
6.2.2 Zur Nichtanwendbarkeit der Black & Scholes Optionspreisformel
6.2.3 Index Valuation Simulation Method (IVSM) 73
6.2.3.1 Ein allgemeines No-Arbitrage-Modell zur Bewertung von Wetterderivaten aus einem Erwartungswertansatz 73
6.2.3.2 Die Verteilung der Werte des Degree-Day-(DD) Index 76
6.2.3.3 Berechnung von DD Derivaten mittels einer geschlossenen Lösung 76
6.2.4 Anwendung der IVSM 78
6.2.5 Daily Simulation Method (DSM) 82
6.2.5.1 Zur Modellierung der Temperatur 82
6.2.5.2 Mean Reverting-Prozess 82
6.2.5.3 Autoregressiver Prozess 83
6.2.5.4 Die DSM im Rahmen eines Consumption- Based- Capital- Asset- Pricing Modells ( CCAPM) 85
6.2.5.5 Bestimmung der Risikoprämie 86
6.2.5.6 Kritische Würdigung der DSM 87
6.3 Datenqualität 89
6.4 Datenlänge und Datenkosten 90
7. Fazit und Ausblick 91
Anhang I 93
Anhang II 93
Literaturverzeichnis 95
Die Autoren 101
Stichwortverzeichnis 103
4. Bestimmung des Exposures (S. 48-49)
Im Zusammenhang mit Risiken wird oft der Begriff des Exposures verwendet. Allgemein werden unter diesem Begriff alle bereits bestehenden und zukünftigen Cashflows einer Unternehmung, die einem Risiko ausgesetzt sind, erfasst.
Der Begriff des Wetterexposures ist in der Literatur bisher kaum beschrieben worden. Er soll im Rahmen des vorliegenden Buches als das Ausmaß des Wettereinflusses auf eine oder mehrere betriebliche Erfolgsgrößen einer Unternehmung verstanden werden.
4.1 Definition Wetterrisiko
Da Wetterrisiken ein entscheidender Parameter bei der Exposureerstellung sind, ist es nötig, diese vorab zu definieren und in den Kontext betrieblicher Risiken einzuordnen. Im weiteren Verlauf bedient sich diese Ausarbeitung folgender Definition: „Unter Wetterrisiken werden Schwankungen einer den Geschäftserfolg eines Unternehmens beeinflussenden Wettervariablen verstanden, die mittels der Maßgrößen Varianz und Standartabweichung quantifiziert werden können. Art und Anzahl der relevanten Wettervariablen hängen somit von den jeweiligen Geschäftsfeldern des Unternehmens ab."
Wetterrisiken nach dieser Definition können sich sowohl im positiven als auch im negativen Sinne auf den Geschäftserfolg einer Unternehmung auswirken. Eine positive Auswirkung lässt sich am Beispiel eines Biergartenbetreibers veranschaulichen. Eine vergleichsweise warme und niederschlagsarme Sommersaison wird sich positiv auf die Höhe der Umsätze auswirken. Maßgeblich für den Prozess der Exposureerstellung sind jedoch nur die nachteiligen Auswirkungen der Wetterrisiken.
Im Gegensatz zu endogenen Geschäftsrisiken, für die eine Unternehmung selbst verantwortlich ist, zählen die Wetterrisiken zu den exogenen Geschäftsrisiken, auf die der Unternehmer keinen Einfluss hat.
Des Weiteren kann man Wetterrisiken nach dem Aspekt der Position ihrer Erfolgswirksamkeit einordnen. Die Schwankungen des Wetters können sich auf der Erlösseite auf die Volatilität der Absatzmengen sowie auf der Beschaffungsseite auf die Volatilität der Be- schaffungsmengen auswirken. Man kann das Wetter somit als exogenes operatives Mengenrisiko charakterisieren.
4.2 Prozess der Exposureerstellung
Die Erstellung des Wetterexposures dient dem Zweck, die Art der Wetterrisiken und deren Ausmaß auf den Geschäftserfolg aufzuzeigen. Eine betragskongruente Absicherung des Wetterexposures durch Wetterderivate ist nur dann möglich, wenn der Zusammenhang von Wettervariable und Erfolgsgröße genau erfasst wird.
Im Rahmen der Risikoanalyse ist dann festzulegen, welche Risiken als so genannte Schwerpunktrisiken weiter zu analysieren sind und welche gegebenenfalls vernachlässigt werden können. Man kann den Erstellungsprozess des Exposures als eine quantitative und qualitative Risikoanalyse verstehen.
4.2.1 Bestimmung potenzieller Wetterrisiken
Um die Risiken verstehen zu können, ist der erste Schritt deren Identifizierung. Wetterrisiken können sowohl auf der Absatz- als auch auf der Beschaffungsseite auftreten, jeweils abhängig von der Betrachtungsseite der Exposure erstellenden Unternehmung. Einen Biergartenbetreiber betreffen Wetterrisiken in der Regel auf der Absatzseite, da beispielsweise niedrige Temperaturen in niedrigeren Besucherzahlen und somit niedrigeren Umsätzen resultieren. Ein Energiegroßabnehmer hingegen hat ein Beschaffungsrisiko, da niedrige Temperaturen zu höherem Energieverbrauch und somit zu höheren Kosten führen.
Ein Grund, warum sich nicht bereits alle Unternehmen mit Wetterderivaten absichern, ist die Schwierigkeit, das individuelle Wetterexposure zu ermitteln. Allerdings ist diese Analyse Voraussetzung um die entsprechende Absicherungsstrategie zu entwickeln. Gerade bei großen Unternehmen, die von einer Vielzahl von Wetterrisiken betroffen sind, ist es wichtig, die relevanten Risiken zu ermitteln und sie nach ihrer Relevanz zu ordnen. Die folgenden Punkte sollen aufzeigen, nach welchen Kriterien man Risiken einordnen und ermitteln kann. Als Leitfaden der Risikoidentifikation sollte die Beantwortung der Frage stehen: „Unter welchen Bedingungen treten Wetterrisiken wann und wo auf?".
| Erscheint lt. Verlag | 4.10.2007 |
|---|---|
| Zusatzinfo | IV, 100 S. |
| Verlagsort | Wiesbaden |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Wirtschaft ► Betriebswirtschaft / Management ► Finanzierung |
| Wirtschaft ► Betriebswirtschaft / Management ► Unternehmensführung / Management | |
| Schlagworte | Degeree-Day-Derivate • Derivate • derivate Finanzprodukte • Hedging • Household finance • Katastrophenrisiken • Portfoliodiversifikation • Risikomanagement • Verbriefung |
| ISBN-10 | 3-8349-9117-1 / 3834991171 |
| ISBN-13 | 978-3-8349-9117-1 / 9783834991171 |
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