Bundesprogramm Ökologischer Landbau: Pflanzenschutz in ökologisch wirtschaftenden Baumschulen der Bundesrepublik Deutschland
Projektbericht
Seiten
2006
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) (Verlag)
978-3-930037-23-0 (ISBN)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) (Verlag)
978-3-930037-23-0 (ISBN)
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Pflanzenschutz in ökologisch wirtschaftenden Baumschulen der Bundesrepublik Deutschland
Ziel des Projektes war die Zusammenstellung aktueller Daten und Erfahrungen zum Vorkommen von Pflanzenschutzproblemen
und Bekämpfungsmaßnahmen in ökologisch wirtschaftenden Baumschulen. Die Daten wurden
mit Hilfe einer Umfrage in ökologisch wirtschaftenden Baumschulen und bei Beratern erhoben.
Im Jahr 2003 wirtschafteten in Deutschland 44 Baumschulen ökologisch. Von diesen waren 37 nach der EGÖko-
Verordnung (Verordnung (EWG) Nr. 2092/91) zertifiziert, was 1,1 % aller Baumschulen in Deutschland
entspricht. Insgesamt konnten nur 15 Berater gefunden werden, die ökologisch wirtschaftende Baumschulen
bei Pflanzenschutzproblemen berieten.
Größe und Struktur der Betriebe war sehr heterogen. Mehr als zwei Drittel der 31 Betriebe waren Sortimentsbaumschulen
mit einem breiten Gehölzangebot. Die meisten Baumschulen waren Endverkaufsbaumschulen und
richteten ihr Angebot nach dem lokalen Markt aus.
Fast alle Betriebsleiter führten selbst regelmäßige Kontrollen auf Schaderregerbefall in ihren Kulturen durch.
Bei Pflanzenschutzproblemen zogen die Baumschuler vor allem Fachliteratur zu Rate und fragten andere Baumschulkollegen.
Die Berater wurden weitaus seltener um Hilfe gebeten.
Das Auftreten wirtschaftlich bedeutender Schadursachen variierte sehr stark mit dem Betrieb. Die meisten der
von den Baumschulern als wirtschaftlich bedeutend eingestuften Schaderreger bereiteten nur in einzelnen Betrieben
Probleme. In den stehenden Kulturen begegneten die Baumschuler den Schaderregern und unerwünschtem
Unkrautbewuchs durch verschiedene vorbeugende und direkte Maßnahmen. Eine Beurteilung des Erfolgs
der direkten Maßnahmen gaben die Baumschuler jedoch in vielen Fällen nicht ab. Die Berater nannten gezielt
für einige Wirt-Erreger-Kombinationen und für einige Unkräuter erfolgreiche Bekämpfungsmaßnahmen.
Pflanzenschutzprobleme waren ein wesentlicher begrenzender Faktor für die Sortimentsvielfalt in den ökologisch
wirtschaftenden Baumschulen. Fast zwei Drittel der befragten Betriebsleiter mussten wegen Pflanzenschutzproblemen
empfindliche Arten und Sorten aus ihrem Sortiment entfernen.
Die Baumschuler wünschten sich vor allem zu Fragen der Vermarktung und für Pflanzenschutzprobleme Hilfe
durch Politik und Forschung. Konkrete Vorschläge für gezielte Untersuchungen werden diskutiert.
Ziel des Projektes war die Zusammenstellung aktueller Daten und Erfahrungen zum Vorkommen von Pflanzenschutzproblemen
und Bekämpfungsmaßnahmen in ökologisch wirtschaftenden Baumschulen. Die Daten wurden
mit Hilfe einer Umfrage in ökologisch wirtschaftenden Baumschulen und bei Beratern erhoben.
Im Jahr 2003 wirtschafteten in Deutschland 44 Baumschulen ökologisch. Von diesen waren 37 nach der EGÖko-
Verordnung (Verordnung (EWG) Nr. 2092/91) zertifiziert, was 1,1 % aller Baumschulen in Deutschland
entspricht. Insgesamt konnten nur 15 Berater gefunden werden, die ökologisch wirtschaftende Baumschulen
bei Pflanzenschutzproblemen berieten.
Größe und Struktur der Betriebe war sehr heterogen. Mehr als zwei Drittel der 31 Betriebe waren Sortimentsbaumschulen
mit einem breiten Gehölzangebot. Die meisten Baumschulen waren Endverkaufsbaumschulen und
richteten ihr Angebot nach dem lokalen Markt aus.
Fast alle Betriebsleiter führten selbst regelmäßige Kontrollen auf Schaderregerbefall in ihren Kulturen durch.
Bei Pflanzenschutzproblemen zogen die Baumschuler vor allem Fachliteratur zu Rate und fragten andere Baumschulkollegen.
Die Berater wurden weitaus seltener um Hilfe gebeten.
Das Auftreten wirtschaftlich bedeutender Schadursachen variierte sehr stark mit dem Betrieb. Die meisten der
von den Baumschulern als wirtschaftlich bedeutend eingestuften Schaderreger bereiteten nur in einzelnen Betrieben
Probleme. In den stehenden Kulturen begegneten die Baumschuler den Schaderregern und unerwünschtem
Unkrautbewuchs durch verschiedene vorbeugende und direkte Maßnahmen. Eine Beurteilung des Erfolgs
der direkten Maßnahmen gaben die Baumschuler jedoch in vielen Fällen nicht ab. Die Berater nannten gezielt
für einige Wirt-Erreger-Kombinationen und für einige Unkräuter erfolgreiche Bekämpfungsmaßnahmen.
Pflanzenschutzprobleme waren ein wesentlicher begrenzender Faktor für die Sortimentsvielfalt in den ökologisch
wirtschaftenden Baumschulen. Fast zwei Drittel der befragten Betriebsleiter mussten wegen Pflanzenschutzproblemen
empfindliche Arten und Sorten aus ihrem Sortiment entfernen.
Die Baumschuler wünschten sich vor allem zu Fragen der Vermarktung und für Pflanzenschutzprobleme Hilfe
durch Politik und Forschung. Konkrete Vorschläge für gezielte Untersuchungen werden diskutiert.
| Reihe/Serie | Mitteilungen aus der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft Berlin-Dahlem ; 402 |
|---|---|
| Zusatzinfo | Ill., graph. Darst. |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 180 x 240 mm |
| Gewicht | 168 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Weitere Fachgebiete ► Land- / Forstwirtschaft / Fischerei |
| Schlagworte | Baumschule • Biologischer Pflanzenbau • HC/Biologie/Landwirtschaft, Gartenbau, Forstwirtschaft, Fischerei, Ernährung • Pflanzenpathologie |
| ISBN-10 | 3-930037-23-8 / 3930037238 |
| ISBN-13 | 978-3-930037-23-0 / 9783930037230 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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