Schreiben und Präsentieren in den angewandten Naturwissenschaften
Kessel, Norbert (Verlag)
978-3-941300-94-1 (ISBN)
- Titel nicht im Sortiment
- Artikel merken
- Problemanalyse, Ableitung von Hypothesen und Zielen,
- Beschaffung und Verarbeitung von Literatur,
- Gliederungstechnik,
- Darstellung von Befunden in Tabellen und Abbildungen,
- Textgestaltung und äußerer Form.
Zugleich erhalten sie Ratschläge zu
- Arbeitstechnik,
- Vorbereitung und Abhaltung von Referaten,
- PowerPoint-Präsentationen,
- Erstellung von Postern,
- Publikation wissenschaftlicher Artikel,
- Stipendienbeantragung.
Mitte der 1970er Jahre wurden an vielen deutschen naturwissenschaftlich-technisch ausgerichteten Fakultäten Diplomarbeiten als obligatorische und hoch bewertete Leistungen eingeführt. An den Fachhochschulen wurden vergleichbare Abschlussarbeiten gleichfalls verbindlich. Das geschah aus der Einsicht heraus, dass das Berufsbild dieser Studienfächer in stärkerem Maße als zuvor erfordert, sich in wissenschaftliche Fragestellungen einarbeiten, komplizierte Sachverhalte in geeigneter Form darstellen und Belange des Berufsfeldes in der Öffentlichkeit klar, verständlich und einprägsam vertreten zu können. Diese Notwendigkeit hat vor dem Hintergrund der zunehmenden Verwissenschaftlichung der Welt und mit der Einführung der Bachelor- und Master-Ausbildungsgänge zu Beginn dieses Jahrtausends noch an Gewicht gewonnen. Gut schreiben und gut reden können, gilt als ‚Schlüsselqualifikation‘. Deshalb werden schriftliche Ausarbeitungen verstärkt in allen Studiengängen in Form von Hausarbeiten, Referaten, Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten sowie wissenschaftlichen Veröffentlichungen verlangt. In einigen Universitäten werden inzwischen hierzu Vorbereitungskurse angeboten, eben weil die angesprochenen Fähigkeiten als zunehmend wichtig für das Studium und die spätere Berufstätigkeit angesehen werden. Alle die genannten Ausarbeitungen haben – graduell abgestuft – eine wichtige Ausbildungsfunktion. Neben der Fachmethodik pflegt den Studierenden die Bewältigung der formalen Probleme bei der Gestaltung solcher Ausarbeitungen erhebliche Schwierigkeiten zu bereiten. Das betrifft – um die wichtigsten Teilaufgaben zu nennen – gleichermaßen die Gliederung der Arbeiten, das Umgehen mit Literatur und anderen Quellen, die Aufbereitung und Präsentation von Ergebnissen in Tabellen oder Grafiken, sowie schließlich die textliche Fassung. Zwar liegt das Schwergewicht dieses Leitfadens auf Hinweisen für die Gestaltung schriftlicher Ausarbeitungen, doch müssen Studierende und DoktorandInnen deren Ergebnisse oft als Referate mündlich präsentieren. Außerdem werden sie zunehmend dazu angehalten, ihre Ausarbeitungen als Poster oder als wissenschaftliche Artikel zu publizieren. Deshalb werden zusätzlich Hinweise für die Gestaltung von Referaten, Postern und Artikeln gegeben. Es gibt zwar keine allgemein verbindlichen Vorschriften für die formale Gestaltung und Präsentation wissenschaftlicher Arbeiten. Dennoch hat sich ein mehr oder minder einheitlicher Kodex herausgebildet. Dieser unterscheidet sich jedoch in mancher Hinsicht zwischen geistes- und naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern sowie den angewandten, das heißt den praxisorientierten Naturwissenschaften. Hier haben sich jeweils besondere Traditionen entwickelt. Die nachfolgenden Ausführungen sind schwerpunktmäßig auf den Bereich der angewandten Naturwissenschaften ausgerichtet. In ihnen habe ich versucht, anhand der Analyse vieler Veröffentlichungen und auf der Grundlage einer langen Erfahrung mit der Betreuung von Bachelor-, Master-, Diplom- und Doktorarbeiten in verschiedenen Fachgebieten die heutigen Standards herauszuarbeiten und darzustellen. Dabei haben mir viele Teilnehmer meiner Kurse über wissenschaftliches Schreiben, besonders Vera Baumert, hilfreiche Kommentare geliefert. Außerdem danke ich herzlich Germar Csapek, Mário Dobner, Mathias Frowein, Steffanie Gärtner, Claus-Peter Gross, Norbert Kessel, Marianne Pietzcker für die kritische Durchsicht des Manuskripts und für mancherlei Verbesserungsvorschläge. Wir haben auch das Problem der gendergerechten Schreibweise etwa von Autoren/Autorinnen, Betreuern/Betreuerinnen erörtert. Um die sperrige Doppelung von ‚die Autorin/der Autor‘ und ähnliche Formen zu umgehen, habe ich mich entschlossen, die heute oft zu lesende Version ‚AutorInnen‘ mit dem Binnen-I zu wählen – auch, wenn dies gleichfalls keine befriedigende Lösung und per Duden orthografisch nicht zulässig ist. Verständlich wissenschaftlich schreiben und ebenso vortragen zu können, gehört heute also zu den Schlüsselqualifikationen – oder neudeutsch: den ‚soft skills‘ – in allen anspruchsvollen Tätigkeitsfeldern – und zwar mehr denn je! Deshalb steht als Motto über dem Leitfaden: Lesbarkeit als oberstes Ziel oder – knapper in englisch: ‚Readability first!’ In diesem Sinne hoffe ich, die Lesbarkeit durch unterschiedliche Schriftarten und -größen gefördert zu haben und mit dem Leitfaden einen Beitrag dazu liefern zu können, die Leser besonders für gute ‚Schreibe’ zu sensibilisieren. Der Begriff ‚Leitfaden‘ geht übrigens zurück auf den griechischen Mythos vom Faden der Ariadne, den sie dem Königssohn Theseus mitgab, damit er aus dem Labyrinth des kretischen Ungeheuers Minotaurus herausfinden konnte. Möge dieser Leitfaden gleichfalls manchen Studierenden helfen, das labyrinthische Dunkel vieler Darstellungsprobleme bei wissenschaftlichen Arbeiten erfolgreich zu überwinden. Jürgen Huss Freiburg, November 2014
| Erscheint lt. Verlag | 25.11.2014 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Maße | 170 x 220 mm |
| Gewicht | 400 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Weitere Fachgebiete ► Land- / Forstwirtschaft / Fischerei |
| ISBN-10 | 3-941300-94-6 / 3941300946 |
| ISBN-13 | 978-3-941300-94-1 / 9783941300941 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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