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Untersuchung der pathophysiologischen Mechanismen bei Ausbildung einer pulmonalen Hypertonie ausgelöst durch pulmonal-venösen Rückstau

(Autor)

Buch | Softcover
124 Seiten
2024
VVB Laufersweiler Verlag
978-3-8359-7205-6 (ISBN)
CHF 51,50 inkl. MwSt
Die pulmonale Hypertonie (PH) ist mit einer schlechten Prognose versehen und ohne Heilungschancen. Die häufigste aller PH-Formen beruht auf einer Linksherz-erkrankung und derzeit gibt es keine festen Leitlinien zur Behandlung dieses Krankheitskomplexes. Mit zunehmendem Altersdurchschnitt der Bevölkerung wächst die Zahl der Patienten die an einer Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion und pulmonaler Hypertonie (HFpEF-PH) leiden. Doch aufgrund mangelnder Modelle gestaltet sich die Suche nach vielversprechenden Medikamen-ten und neuen Behandlungsmethoden schwierig. Da die PH in diesem Kontext einen entscheidenden Faktor für die Lebensqualität und Mortalität darstellt, wird das Finden einer adäquaten Behandlung zunehmend wichtiger. Pulmonalarterielle Hypertonie (PAH) - spezifische Medikamente zeigten bei HFpEF-PH Patienten leider keine Wirksamkeit. Mit dieser Doktorarbeit haben wir ein aussichtsreiches Modell etabliert, welches sich mit dieser Problematik auseinandersetzt. Das pulmonalvenöse banding (PVB) imitiert eine venöse Stauung wie sie im Krankheits-fall der HFpEF-PH auftritt und führt zu einem Remodeling-Prozess in den Pulmo-nalgefäßen. Die Beteiligung nur einer Lunge zeigt starken Einfluss auf den schweregrad der erzeugten Erkrankung. Daher waren die hämodynamischen und echokardiographischen Ergebnisse mit einer milden PH gleichzusetzen. Die rechtsventrikulären Drücke waren leicht erhöht und im Ultraschall zeigte sich eine Zunahme der rechtsventrikulären Wanddicke. Verglichen zu etablierten PAH-Modellen blieb das Rechtsherzversagen allerdings aus. Dennoch wiesen die kranken Lungen einen starken Gefäßumbauprozess mit inflammatorischer Beteiligung von Lymphozyten und Siderophagen auf. Mit Hilfe einer zusätzlichen Stenose der rechtsseitigen Pulmonalvenen ließe sich dieser Effekt sicherlich verstärken, doch müssen dabei das Tierwohl berücksichtigt und der wissenschaftli-che Nutzen in Frage gestellt werden. Wir konnten also zeigen, dass PVB kardiale und pulmonale Veränderungen hervorruft, die mit einer pulmonalen Hypertonie des Menschen gleichzusetzen ist. Mit der Etablierung dieses Tiermodells lässt sich die therapeutische Wirkung von Medikamenten auf die reine, gefäßassoziierte pulmonale Hypertonie erforschen. Störfaktoren wie kardiale Dysfunktionen oder metabolische Erkrankungen, wie sie im HFpEF-PH-Patienten auftreten, können damit in diesem Modell ausgeschlossen werden. Neue Wirkungsweisen von Medikamenten und die Bedeutsamkeit der PH in Bezug auf die Sterblichkeitsrate und Lebensqualität bei HFpEF-PH können somit besser erforscht werden. Pulmonary hypertension has a poor prognosis and no cure. The most common of all forms of pulmonary hypertension (PH) is due to left heart disease and currently there are no firm guidelines for treating this disease complex. As the average age of the population increases, the number of patients with heart failure with preserves ejection fraction (HFpEF-PH) is growing. However, due to a lack of models, the search for promising drugs and new treatment modalities is difficult. As PH is a major determinant of quality of life and mortality in this context, it is becoming increasingly important to find appropriatea treatment strategies. Unfortunately, pulmonary arterial hypertension PAH-specific drugs are not effective in HFpEF-PH patients. With this thesis, we have established a promising model that addresses this challenge. The pulmonary vein banding (PVB) mimics venous congestion as it occurs in HFpEF-PH and leads to a remodeling process in pulmonary vessels. As a result, the echocardiographic and hemodynamic findings were consistent with mild PH. Right ventricular pressures were slightly elevated and ultrasound revealed an increase in right ventricular wall thickness. However, compared to already estab-lished PAH models, right ventricular failure was absent. Nevertheless, the diseased lungs showed a strong vascular remodeling process with inflammatory involvement of lymphocytes and siderophages. With the help of an additional stenosis of the right pulmonary veins, this effect could certainly be intensified, but animal welfare and questionable advantages for answering scientific questions should be taken into account. Overall, We were able to show that PVB induces cardiac and pulmonary changes that can be equated with pulmonary hypertension in humans. With the establishment of this animal model, the therapeutic effect of drugs on pure, vascular-associated pulmonary hypertension can be explored. Interfering factors such as cardiac dysfunction or metabolic diseases, as they occur in HFpEF-PH patients, can therefore be excluded in this model. New modes of drug action and the significance of PH in terms of mortality and quality of life in HFpEF-PH can thus be better explored.
Erscheinungsdatum
Reihe/Serie Edition Scientifique
Verlagsort Gießen
Sprache deutsch
Maße 148 x 210 mm
Gewicht 220 g
Themenwelt Veterinärmedizin Allgemein
Schlagworte Gefäßremodelling der Lunge • HFpEF-PH (Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion und PH) • Medikamentenentwicklung PH / Translationales Modell • Pulmonale Hypertonie (PH) • Rechtsventrikuläre Hypertrophie • Tiermodell – Pulmonalvenöses Banding (PVB)
ISBN-10 3-8359-7205-7 / 3835972057
ISBN-13 978-3-8359-7205-6 / 9783835972056
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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