Die Kitties (eBook)
292 Seiten
Bibi Rend (Verlag)
978-3-347-73890-4 (ISBN)
Im Jahr 1974 geboren, wuchs sie in ihrem Geburtsort Fuhrberg auf, wo sie heute wieder mit ihrem Mann lebt. Der Kontakt zu Tieren war ihr schon immer wichtig, ebenso zu den einzelnen Menschen, weswegen sie nach ihrer Lehre als Tierpflegerin im sozialen Wohnungsbau als Hausverwalterin arbeitete. Zuletzt hat sie als Pflegehelferin in der ambulanten Kranken- und Altenpflege gearbeitet, bis sie 2016 ihr Geburtshaus übernahm. Seit dem ist sie als freiberufliche Lektorin tätig und kümmert sich hingabevoll um ihre Autoren. Seit 2024 ist sie offiziell Resin Artist und verkauft auch ihre einzigartigen Kunstwerke, vor allem ästhetischer Schmuck und Wohndeko. Mehr über die Autorin: http://www.bibi-rend.de
Im Jahr 1974 geboren, wuchs sie in ihrem Geburtsort Fuhrberg auf, wo sie auch heute mit ihrem Mann lebt. Seit mehr als 25 Jahre begleiten sie Katzen und sie ist sehr glücklich, dass es ihrem Mann genauso geht. Kurz nach Püppis Tod haben sie sich ihren geheimen Traum von einer kleinen Katzengruppe erfüllt. Die neuen Lebensbegleiter Gizmo, Damian, Jiha, Angel, Zora und Cassy stellen ihr Leben und das Zuhause ordentlich auf den Kopf. Aber sie können noch soviel Dummfug im Koppe haben, sie lieben ihre Rasselbande. Mehr über die Autorin: http://www.bibi-rend.de
2. Teil – Allgemeines
In diesem Kapitel geht um grundsätzliches Wissen und auch Fragen, die vor der Anschaffung einer Katze oder sogar mehreren beantwortet werden sollten. Die Kosten werden beleuchtet, aber auch, wie eine Wohnung katzengerecht eingerichtet wird. lass dich überraschen, welche kleinen und großen Hürden genommen werden müssen, um keine böse Überraschung zu erleben.
Was du bist – Halter oder Hüter?
Zu klein und krank suchte Zora immer meine Nähe, aber die Arbeit und Haushalt wollten auch erledigt werden, also setzte ich sie kurzerhand in den Latze einer Küchenschürze … reinweg Win: Win. ;)
Im Buch selbst nutze ich die Begriffe Tierhalter, Halter, Besitzer oder Tierbesitzer. Warum stelle ich nun die Frage, ob Halter oder Hüter? Die Antwort ist einfach: Halter oder Besitzer ist ein fester Begriff, den jeder kennt, wie er auch in Tierarztpraxen, Tierheimen oder bei Züchtern in den Dokumenten auftaucht, weil es rechtlich so korrekt ist.
Warum aber nun Hüter? Ganz ehrlich, können wir ein Lebewesen besitzen? Nein, das Lebewesen schenkt uns sein Vertrauen, dass wir es immer gut vor Schaden bewahren und immer nur das Beste wollen. Wir hüten sein Leben. Und genau über diesen Punkt darfst du gern nachdenken: Was bedeutet es, ein Hüter zu sein?
• artgerechtes Futter
• artgerechte Unterbringung
• individuell auf das Tier eingehen
• das Tier körperlich fit halten
• dem Tier geistig gerecht werden
Das sind alles Punkte, die ein Halter oder Besitzer laut Tierschutzgesetz beachten muss und die auch als selbstverständlich gesehen werden.
Hüter sein bedeutet aber viel mehr!
Den Tieren auf Augenhöhe begegnen, ihnen Freiraum lassen, sie selbst Entscheidungen treffen lassen, sofern es möglich ist.
Wenn deine Katze nicht schmusen will, dann zwing sie nicht, übertrag ihr die Entscheidungsfreiheit, wann sie mit dir kuscheln möchte. Sie wird es dir zeigen.
Wenn du mehrere Katzentoiletten hast, ist es egal, welche Katzenstreu du bevorzugst. Die Katze muss entscheiden und gerade in einem Mehrkatzenhaushalt kann es durchaus passieren, dass jede Katze eine andere Vorliebe hat und du verschiedene Streu anbieten musst.
Wann deine Katze schlafen will, ist ihre Entscheidung, nicht deine.
Ihr sämtliche Entscheidungen zu überlassen, bedeutet aber nicht, dass du dich komplett aus der Verantwortung ziehen darfst oder sollst. In bestimmten Situationen kannst und sollst du eingreifen, aber nie mit Gewalt und Grobheit.
Ich möchte dir ein Beispiel geben, wie ich es täglich erlebe und wo ich auch an mir immer wieder arbeiten muss, nicht ständig die Helikopter-Katzenmama zu spielen.
Damian und Jiha haben öfter mal ein Problem miteinander, okay, mindestens einmal am Tag. Wenn sie sich jetzt beschnuppern, gemeinsam fressen, Köpfchen geben, kann es in zwei Sekunden ganz anders aussehen und genau diese Momente muss ich beobachten und abpassen, um einen Kampf zu verhindern. Sobald Jiha sich ein wenig duckt, sieht Damian seine Chance, den Macho raushängen zu lassen und will Jiha dominieren. Sie hat da absolut keinen Bock drauf, reagiert mit Fauchen und Knurren. Anfangs bin ich immer dazwischen gegangen und habe die beiden auch oft separiert. Eine Separation auf Dauer ist aber keine Lösung, vor allem, weil Jiha dann sofort zu jammern beginnt und wieder zu Damian will. Meine Aufgabe ist es nun, die beiden zu beruhigen und wieder zusammenzuführen. Ich übernehme also in dem Moment die Leitung des Konflikts und löse diesen, zumindest für den Moment, auf. Meist klappt es durch gemeinsames Spielen oder auch durch eine Körperpflegeeinheit, sprich Bürsten oder Kämmen oder bei großer Hitze mit einem feuchten Waschlappen abreiben. Egal, wichtig ist in dieser Situation nur, dass ich in der Mitte bin und alle sich um mich herum frei bewegen können.
Mittlerweile ist es ganz oft so, dass ich bereits vor dem Kampf einschreite und gezielt Damian in einer tiefen Tonlage anspreche. Jiha weiß dann schon Bescheid, dass es an der Zeit ist, ihren Schutzraum, einen Karton, unter dem Sessel, in einem Fach im Fernsehschrank oder unter dem Schreibtisch aufzusuchen. In der Zwischenzeit lenke ich Damian ab, sodass er ganz vergisst, was er eigentlich von Jiha wollte. Sobald alles wieder in Ordnung ist, dürfen sich alle frei entscheiden, was sie nun tun wollen.
Ein zweites Beispiel:
In meinen Texten kommen häufiger Passagen vor, in denen ich erzähle, dass Jiha und Angel keine großen Schmuserinnen sind. Durch die Trainings habe ich beiden immer wieder gezeigt, dass sie gleichgestellt in der Gruppe sind. Mittlerweile kommt Angel immer wieder von sich aus an, fordert uns zum Spielen auf oder klettert einfach auf meine Brust und schmiegt sich an mich. Es ist ihre Entscheidung, mit mir zu schmusen. Bei Jiha läuft es ähnlich, nur kommt sie noch nicht auf den Schoss oder die Brust, aber sie springt auf Stühle, Kommoden oder sogar den Tisch, um mich zum Schmusen aufzufordern. Es wird täglich öfter und länger, dass auch Jiha ihre Schmuseeinheiten verlangt. Cassy mag auch nicht direkt auf der Brust oder auf dem Arm gestreichelt werden, aber sie sucht regelmäßig Körperkontakt. Anfangs hat sie sich nur an die Füße gelegt, dann auf dem Hocker, ganz dicht am Bein oder Knie. Mittlerweile legt sie sich ganz oft hinter mich und drückt sich an meinen Rücken. Cassy spricht aber auch ständig mit uns und fordert uns zu irgendetwas auf.
Natürlich nehmen wir sie alle trotzdem mindestens einmal am Tag auf den Arm, ein alltägliches Training, um sie jederzeit anfassen zu können und ihnen auch die Angst davor zu nehmen – natürlich gibt es dann auch ein Leckerli.
Deine Katze ist ein Familienmitglied mit Bedürfnissen und Wünschen und genau da beginnt das Hütersein, wenn du diese erkennst und versuchst zu erfüllen. Ersetze beim Lesen in Gedanken immer Tierbesitzer, Halter, Tierhalter, Besitzer gegen Hüter mit welcher Bezeichnung fühlst du dich wohl und kannst dich eher identifizieren?.
Welche Katze passt zu mir?
Eine sehr gute Frage, die weder ich und auch niemand anderes aus der Ferne beantworten kann. Das muss von jedem zukünftigen Katzenbesitzer, also dir, selbst beantwortet werden. Ich könnte dir jetzt unzählige Katzenrassen aufzählen, mit all ihren Vorzügen und auch Nachteilen, aber das will ich nicht. Katzen sind sehr anpassungsfähig, aber die angeborenen Verhaltensweisen müssen dennoch beachtet werden – aber auch da heißt es wieder: Ausnahmen bestätigen die Regel. Eine Rassekatze, die sehr agil sein soll, kann faul in der Ecke liegen. Eine Katze, die als ruhig eingestuft wurde, kann sich zu einem echten Wirbelwind entwickeln. Jedes Tier ist individuell und du musst das Tier selbst kennenlernen, bevor du eine Entscheidung fällen kannst. Die größte Auswahl gibt es in Tierheimen und Katzenhilfen.
Tiere aus einem seriösen Tierschutzverein sind entwurmt, kastriert und gechippt. Dort bekommst du auch Informationen zu jedem Tier und welche Vorlieben es hat oder was es so gar nicht mag.
Zurück zum Thema. Welche Katze wirklich zu dir passt, entscheidest du und die Katze. Als persönlichen Rat kann dir ich nur geben: Hör auf Dein Herz, wenn du die Katze siehst, anfasst und spürst, ob es eine Bindung gibt oder nicht. Ja, eine emotionale Bindung entsteht schnell und ist manchmal wie die sprichwörtliche Liebe auf den ersten Blick.
Ich persönlich bevorzuge Tiere, egal ob Hund oder Katze, die nicht sofort auf fremde Menschen zugehen, die passen nicht zu mir. Ich vergleiche es gern mit dem Menschen. Der Mensch rennt ja auch nicht auf der Straße herum und nimmt jeden in den Arm, der ihm begegnet. Bei Kindern wollen wir Erwachsenen diese Angewohnheit auch nicht, dass sie sich Fremden gegenüber zu zutraulich zeigen. Warum sollten dann meine Katzen diese Eigenschaft haben? Gesundes Misstrauen kann nicht falsch sein und verhindert auch ein wenig, dass sie sofort zur Tür rennen, sobald es klingelt.
Egal, ob du das erste Mal einer Katze ein Zuhause geben willst oder schon Erfahrung hast, hör auf Dein Herz. Frag nach den Besonderheiten und dem Wesen des einzelnen Tieres. Gerade weil es um ein lebendiges Tier geht, sollte dir keine Frage peinlich sein und wenn es die Möglichkeit gibt, streichel, kümmere dich nebenbei um genau das von dir favorisierte Tier. Baue eine Bindung auf.
Bevor du nun aber losziehst und dir eine Katze holst, solltest du dir vorab ein paar grundlegende Fragen selbst beantworten:
- Ein oder zwei Katzen?
- Kitten, Jungkatze, erwachsene Katze oder eine Seniorkatze?
- Kann ich auch eine kranke Katze akzeptieren und mit ihr zusammenleben?
- Oder eine mit einem Handicap?
- Darf ich in meiner Wohnung überhaupt Tiere halten? Vermietererlaubnis einholen!
- Verfügt meine...
| Erscheint lt. Verlag | 22.9.2022 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Kinder- / Jugendbuch ► Sachbücher ► Tiere / Pflanzen / Natur |
| Veterinärmedizin | |
| Schlagworte | Alleinfutter • babykatze • Entwurmung • Ergänzungsfutter • Euthanasie • Hüter • Impfung • Jungkatze • Kater • Katze • Katzen • Katzendrink • Katzenfutter • Katzengruppe • Katzenhaltung • Katzenhilfe • Katzenmilch • Katzenschutzverordnung • Kitten • Milch • Nassfutter • Seniorkatze • Snacks • Tierkinder • Tierpflege • Tierschutz • Tod • Trockenfutter • Wurmkur |
| ISBN-10 | 3-347-73890-X / 334773890X |
| ISBN-13 | 978-3-347-73890-4 / 9783347738904 |
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