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Untersuchung von fünf Fremdstoffen und deren Hauptmetaboliten allein und in Kombination in der Whole Embryo Culture mit Rattenembryonen

(Autor)

Buch
145 Seiten
2012
Mensch & Buch (Verlag)
978-3-86387-255-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Untersuchung von fünf Fremdstoffen und deren Hauptmetaboliten allein und in Kombination in der Whole Embryo Culture mit Rattenembryonen - Caroline Kilb
CHF 27,85 inkl. MwSt
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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat von 2008 bis 2011 ein Verbundprojekt mit dem Titel „Entwicklung eines Biotransformationssystems für die metabolische Aktivierung von validierten in-vitro-Systemen zur Prüfung auf Embryotoxizität“ gefördert (Nr. 0315208A). In dessen Rahmen wurde die hier vorliegende Promotionsarbeit mit dem Thema „Untersuchung von fünf Fremdstoffen und deren Hauptmetaboliten allein und in Kombination in der whole embryo culture mit Rattenembryonen“ erstellt. Das Gesamtziel des Vorhabens entspricht der Entwicklung von Alternativmethoden zum Tierversuch, wobei die Methode „whole embryo culture“ (WEC) bereits in Studien der ECVAM (European Centre for the Validation of Alternative Methods) und der ZEBET (Zentrum für Dokumentation und Evaluation von Alternativmethoden zum Tierversuch am Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin) in den Jahren 1996 und 2000 zusammen mit dem Embryonalen Stammzelltest und dem Micromass Test validiert wurde (Brown, 2002; Genschow et al., 2002). Im Bereich der Embryotoxizität werden zur Untersuchung von Arzneimitteln und anderen chemischen Substanzen Tiermodelle herangezogen. Diese verursachen potentiell Leiden, Schmerzen und Schäden für die Tiere und gehen auch mit großem Kosten-, Zeit- und Arbeitsaufwand einher. Die WEC bietet, wie auch der Embryonale Stammzelltest, eine Möglichkeit, Tierversuche auf dem Gebiet der Reproduktionstoxikologie zu reduzieren. Im Sinne der „drei Rs“ – Replacement, Reduction und Refinement – ursprünglich von Charles Hume, dem Gründer der Universities Federation for Animal Welfare (UFAW), im Jahr 1954 vorgeschlagen (Russell et al., 1959) und weitergeführt von Russel und Burch im Jahre 1959, sollen hier Methoden verfeinert werden, die zu einer Verminderung bzw. einem Ersatz von Tierexperimenten führen (Russell et al., 1959; Balls et al., 1996). Aufgrund dieser Bestrebungen und einem wachsenden Interesse seitens der Öffentlichkeit fanden die „drei Rs“ auch Eingang in die Gesetzgebung. ECVAM wurde im Jahr 1991 von der Europäischen Kommission eingerichtet, um die wissenschaftliche und behördliche Akzeptanz von Alternativmethoden zu verstärken. In der momentanen europäischen und US-amerikanischen Gesetzgebung ist nun verankert, dass bei der Verwendung von Labortieren eine Überprüfung stattzufinden hat, ob der Einsatz von Tieren wissenschaftlich und ethisch gerechtfertigt ist (Brown, 2002; Zurlo et al., 1996). Um den gesetzlichen und ethischen Anforderungen gerecht zu werden, besteht weiterhin ein großer Forschungsbedarf auf dem Gebiet der Alternativmethoden, um die Zahl an verwendeten Labortieren zu minimieren, diese Methoden zu verbessern oder ganz zu ersetzen. Ebenso wie in anderen Bereichen ist es auch in der Reproduktionstoxikologie wichtig, eine Möglichkeit zur Integration eines metabolisierenden Systems in die in-vitro-Tests zu finden. Deshalb beschäftigt sich das Verbundprojekt mit der Möglichkeit der Integration der metabolischen Aktivierung von Testsubstanzen, um auch das embryotoxische Potenzial von „Proteratogenen“ nachweisen zu können, die erst nach metabolischer Aktivierung eine embryotoxische Wirkung aufweisen. Im Rahmen des Verbundprojekts soll die mögliche Kombination des Embryonalen Stammzelltests (EST) und der WEC mit Biotransformationssystemen untersucht werden. Diese Biotransformationssysteme basieren auf primären Hepatozyten des Schweins bzw. NeoHep- Zellen, die aus Monozyten des Menschen gewonnen werden. Die primären Hepatozyten der Ratte dienen als Vergleich für die Optimierung und Standardisierung. In einem ersten Schritt sollen ausgewählte Substanzen und deren Metaboliten allein und in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen untersucht werden. In dieser Arbeit werden die Versuche mit der WEC und fünf Substanzen, Metaboliten und verschiedenen Kombinationen untersucht, um einen unvollständigen Umsatz von Ausgangssubstanz zu Metabolit zu simulieren und die Effekte für einen späteren realen Umsatz durch die Hepatozyten beurteilen zu können.

Sprache deutsch
Einbandart gebunden
Themenwelt Veterinärmedizin
Schlagworte Alternativmethoden • embryotoxische Substanzen • Metabolit • Ratten • Rattenembryonen • Tierversuche • Whole Embryo Culture (WEC)
ISBN-10 3-86387-255-X / 386387255X
ISBN-13 978-3-86387-255-7 / 9783863872557
Zustand Neuware
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