Hepatitis C Virus Pseudotypen und deren Einsetzbarkeit in der virologischen Diagnostik
Mensch & Buch (Verlag)
978-3-86387-206-9 (ISBN)
- Titel ist leider vergriffen;
keine Neuauflage - Artikel merken
Die Infektion mit dem Hepatitis C Virus (HCV) ist in der ganzen Welt eine der häufigsten Ursachen für chronische Lebererkrankungen. Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge, hatten rund 2-3 % der Weltbevölkerung eine Infektion mit HCV. Davon gelten etwa 100-130 Millionen Menschen als chronisch infiziert (WHO; 1999). Ende der achtziger Jahre wurde das Hepatitis C Virus erstmalig beschrieben. Damals jedoch noch unter dem Namen eines Agens, welches als Hauptursache der Transfusionshepatitis und der sporadischen Hepatitiden angesehen wurde, der Non-A Non-B Hepatitis (Häussinger et al.; 2001). Die weltweit vorkommenden Hepatitis C Viren können in sechs Genotypen unterteilt werden. Einige Genotypen treten nur in bestimmten geografischen Regionen auf, wobei die HCV-Typen 1a und 1b die größte Verbreitung besitzen. Zusätzlich existiert HCV auch in einer Vielzahl von Varianten die innerhalb eines infizierten Patienten zirkulieren können. Eine solche Variabilität ist typisch für Viren mit einem RNA-Genom. Der Sequenzabschnitt, welcher eine besonders hohe Mutationsrate aufweist, wird als hypervariable Region 1 (HVR1) bezeichnet. Die Konsequenz dieser genetischen Vielfalt ist, dass das Virus sich der Kontrolle durch das Immunsystem des Wirtes entzieht. Dies führt zu einer hohen Rate chronischer Infektionen, da kein wirksamer Immunschutz aufgebaut werden kann. In der Therapie der chronischen Hepatitis C wird PEG Interferon in Kombination mit dem Nukleosidanalogon Ribavirin eingesetzt. Da Viren nur obligat intrazellulär existieren können, benötigt man für die Erforschung und auch in der virologischen Diagnostik ein System, in dem sie sowohl vermehrt, als auch untersucht werden können. Hierfür werden üblicherweise lebende Tiere oder empfängliche Wirtszellen in Zellkulturen genutzt. Seit der Identifikation des Virus Ende der 1980iger Jahre mittels molekularbiologischer Techniken, wie der Polymerase-Ketten-Reaktion, wurde das HCV intensiv untersucht und erforscht; hierbei ergaben sich Schwierigkeiten, weil es nicht möglich war, das HCV in ausreichender Menge und stabil in der Zellkultur anzuzüchten. In den letzten Jahren und auch während die vorliegende Arbeit erstellt wurde, wurden in vitro Modellsysteme entwickelt die das Studium der HCV induzierten Immunantwort (Von Hahn et al.; 2007) und des HCV Zyklus (Bartenschlager et al.; 2005) erlauben und auch bei der Entwicklung von antiviralen Therapiemöglichkeiten einsetzbar sind (Lindenbach et al.; 2005). Eines dieser in vitro Modelle sind HCV-Pseudopartikel (HCVpp) oder Pseudotypen, die unmodifizierte E1 und E2 HCV Hüllproteine auf retroviralen oder lentiviralen Corepartikeln tragen und mit einem Markergen ausgestattet sind (Bartosch et al.; 2003). Sie erlauben eine gezielte und funktionelle Erforschung der aktiven Form von HCV. Ein Modellsystem wie diese Pseudopartikel können nicht nur als „Werkzeug“ für Versuche, Diagnostik und Therapieoptionen in der allgemeinen Virologie genutzt werden, sondern können auch als wichtiges Element zur Analyse von Virus-Wirt-Interaktionen eingesetzt werden und so z. B. für die Entwicklung von Impfstoffen auch in der Veterinärmedizin, Verwendung finden (Ackermann, 2001). Diese Partikel wurden in vorliegender Arbeit durch transiente Ko-Transfektion adhärenter 293T Zellen hergestellt, und das Testsystem wurde durch weiterführende Versuche mit verschiedenen Zelllinien und zur Erhöhung der infektiösen Partikelzahlen optimiert. Durch die Verwendung definierter Seren und Testungen zur Kreuzreaktivität konnte das Pseudopartikel-Modellsystem validiert und darauffolgend für den Neutralisationstest in einer Studie mit HCV-infizierten Patientenseren eingesetzt werden.
| Sprache | deutsch |
|---|---|
| Einbandart | gebunden |
| Themenwelt | Veterinärmedizin |
| Schlagworte | HCV pseudotypisierte Viren (HCVpp) • Hepatitis C Virus (HCV) • Neutralisationstest • Testsystem |
| ISBN-10 | 3-86387-206-1 / 3863872061 |
| ISBN-13 | 978-3-86387-206-9 / 9783863872069 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
aus dem Bereich