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Untersuchung zum Einfluss des Lipidgehaltes in Oozyten des Rindes auf die embryonale Entwicklungsfähigkeit nach In-vitro-Maturation und In-vitro-Fertilisation

(Autor)

Buch
130 Seiten
2012
Mensch & Buch (Verlag)
978-3-86387-187-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Untersuchung zum Einfluss des Lipidgehaltes in Oozyten des Rindes auf die embryonale Entwicklungsfähigkeit nach In-vitro-Maturation und In-vitro-Fertilisation - Ursel Fucker
CHF 55,85 inkl. MwSt
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In den vergangenen vier Jahrzehnten wurde auf nationaler und internationaler Ebene das Verfahren zur Erzeugung von Rinderembryonen (IVP) erarbeitet und stetig verbessert. Erfolgversprechende IVP-Systeme für die Reifung von Oozyten, ihre Befruchtung und die Kultivierung von Embryonen haben zu dem kommerziellen Verfahren „In-vitro- Produktion von Embryonen“ geführt. Einige Zuchtorganisationen bieten die IVP im Rahmen ihres Serviceangebotes an. Ziel hierbei ist die Steigerung der Nachkommenanzahl genetisch wertvoller weiblicher Tiere bei gleichzeitiger Verkürzung des Generationsintervalls und die Erzeugung von Nachkommen von graviden Rindern. Im Jahr 2008 wurden etwa 32% der durch Embryotransfer übertragenen Rinderembryonen in vitro produziert. Nach IVP liegt der Prozentsatz der produzierten, transfertauglichen Blastozysten zwischen 30-45%. Obwohl in den letzten 30 Jahren die IVM- und IVF-Protokolle verbessert werden konnten, bleibt die Methode dennoch Gegenstand der Forschung. Hier ist sie eine wichtige Basistechnologie für weiterführende wissenschaftliche Untersuchungen wie z.B. Eizellreifung, Kerntransfer, Geschlechtsbestimmung, Präimplantationsdiagnostik, Fertilitätskontrolle von Spermien und Spermieninjektion. Parameter zur Charakterisierung der Oozytenqualität sind für die Vorhersage der Entwicklungskompetenz dieser Oozyten von großer Bedeutung. Ein detailliertes Wissen kann helfen, die In-vitro-Bedingungen weiter zu verbessern und eine höhere Rate transfertauglicher Embryonen nach Anwendung von In-vitro-Techniken zu erhalten. Der Prozentsatz in vitro erzeugter Blastozysten ist ein Parameter, anhand dessen die Qualität von IVP-Systemen beurteilt wird. Die Entwicklungskompetenz der Oozyten wird zum einen von der Eizellqualität (KHURANA und NIEMANN 2000b; TAMASSIA et al. 2004) und von den Herkunftsfollikeln (LEQUARRE et al. 2005) sowie von der Qualität der verwendeten Spermien (FISCHER-BROWN et al. 2002) beeinflusst. Es scheint, dass selbst gute In-vitro-Bedingungen die Blastozystenrate nicht über das durch die Qualität der Gameten festgelegte Potential hinaus steigern können (MANRIQUE 2008). In vitro erzeugte Zygoten entwickelten sich in gleichem Maße zu Blastozysten, unabhängig davon, ob sie in vivo (34,5%) oder in vitro (34,1%) weiterentwickelt wurden (RIZOS et al. 2002). Neben vielen anderen Komponenten ist der Lipidgehalt in Oozyten und Embryonen ein wichtiger Parameter für ihre Qualität und Kryotoleranz. Der Lipidgehalt in unreifen Oozyten korreliert mit der morphologischen Erscheinung des Zytoplasmas (LEROY et al. 2005). So enthielten Oozyten mit gleichmäßig dunklem Zytoplasma signifikant mehr intrazelluläre Lipide in Form von Lipidtropfen als Oozyten mit granuliertem oder blassem Zytoplasma. Die visuelle Beurteilung der noch unreifen Ozyten im Hinblick auf eine gezielte Auswahl der Oozyten mit dem größtmöglichen Entwicklungspotential ist eine allgemein praktizierte Vorgehensweise (GREVE et al. 1993; ; GORDON und LU 1990; KHURANA und NIEMANN 2000b). Es ist aber nicht unproblematisch, Urteile über funktionelle Zustände ausschließlich aus morphologischen Merkmalen abzuleiten. Deshalb werden immer wieder Anstrengungen unternommen, diagnostische Funktionsprüfungen einzuführen, die geeignet sein könnten, Zustandsbeurteilungen von Oozyten sicherer und objektiver zu machen und die etablierte morphologische Beurteilung zu ergänzen. Ziel dieser Arbeit war es deshalb, den Einfluss des Lipidgehaltes in Oozyten von Rindern der Rasse Deutsches Fleckvieh auf ihre Entwicklungsfähigkeit nach IVF zu untersuchen und damit einen weiteren Parameter für die Entwicklungskompetenz der Oozyten zu erarbeiten. Es sollten Basisdaten des Fettgehaltes in Oozyten vor und nach der Reifung, sowie während der frühen embryonalen Entwicklung erarbeitet werden. Darüber hinaus wurde der Einfluss von zwei unterschiedlichen Seren als Zusatz zum Medium auf den Lipidgehalt in Oozyten und ihre Entwicklungsfähigkeit untersucht. Zusätzlich wurde die Qualität der mit unterschiedlichen Serumzusätzen entwickelten Blastozysten anhand der Kernzahlen beurteilt.

Sprache deutsch
Einbandart gebunden
Themenwelt Veterinärmedizin
Schlagworte Blastozysten • Erzeugung von Rinderembryonen (IVP) • In-vitro-Produktion von Embryonen • Oozyten
ISBN-10 3-86387-187-1 / 3863871871
ISBN-13 978-3-86387-187-1 / 9783863871871
Zustand Neuware
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