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Experimentelle Untersuchung zur Rolle der angeborenen Immunantwort und der Wirtsspezifität von Salmonella enterica Serovaren

(Autor)

Buch | Softcover
224 Seiten
2012
Mensch & Buch (Verlag)
978-3-86387-093-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Experimentelle Untersuchung zur Rolle der angeborenen Immunantwort und der Wirtsspezifität von Salmonella enterica Serovaren - Nicole Walk
CHF 69,85 inkl. MwSt
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Salmonellen stellen weltweit ein großes Problem für die Gesundheit von Mensch und Tier dar. Eine Infektion mit Salmonella (S.) kann sowohl zu selbstlimitierenden gastrointestinalen Erkrankungen führen als auch zu akuten oder latenten generalisierten Salmonellosen (Meyer, 1999; Sander, 1993). Gewöhnlich gelangen die Erreger auf dem oralen Weg in den Wirtsorganismus. Dabei spielt in den industrialisierten Ländern vor allem der Infektionsweg über die Lebensmittelkette eine Rolle. Allein in Deutschland zählen Salmonellen neben den Campylobacter-Spezies zu den bedeutendsten bakteriellen Ursachen der humanen Lebensmittelinfektion. Nachweislich sind es europaweit vor allem die Serovare S. Enteritidis (58,0 %) und S. Typhimurium (21,9 %), welche für Erkrankungen von Menschen ursächlich sind. Diese Serovarhäufigkeiten korrelieren mit dem Vorkommen von Salmonellen in Lebensmittelprodukten, wie beispielsweise S. Enteritidis mit 34,1 % in Geflügelfleisch und S. Typhimurium mit 31,5 % und 26,3 % in Schweine- bzw. Rindfleisch (European Food Safety Authority (EFSA) Journal 2010). In diesem Zusammenhang spielen klinischinapparent infizierte Schlachttiere eine besondere Rolle. Nach Steinbach und Hartung (1999) liegt die Ursache von ~20 % der humanen Salmonelleninfektionen in kontaminiertem Schweinefleisch und Schweinefleischprodukten. Bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang die Diskrepanzen der Untersuchungsergebnisse der European Food Safety Authority (EFSA) und dem European Center for Disease Prevention and Control (ECDC) hinsichtlich des Vorkommens der Salmonella-Serovare im lebenden Tier und den zugehörigen Schlachtprodukten. Beispielsweise ist S. Typhimurium die am häufigsten nachgewiesene Serovar in untersuchten Schweinebetrieben (31,5 %) und im Schweinefleisch (33,1 %). Die zweithäufigste Serovar in Schweinen S. Derby (13,2-19,8 %) sowie die schweineadaptierte Serovar S. Choleraesuis konnten jedoch bei humanen Krankheitsausbrüchen nur in 0,5 % bzw. <0,5 % der Fälle nachgewiesen werden. Diese Auffälligkeiten treffen im Übrigen auch für die rinderadaptierte Serovar S. Dublin zu. S. Dublin ist hierbei die zweithäufigste Serovar (23,1 %) in untersuchten Rinderbetrieben, wird jedoch bei den humanen Untersuchungsergebnissen aufgrund der geringen Fallzahl bereits nicht mehr aufgeführt (EFSA Journal 2010). Diese Diskrepanz belegt die Wirtsadaption der verschiedenen Salmonellen. Aufgrund dessen wird in der vorliegenden Arbeit die Interaktion von wirtsadaptierten und nicht-wirtsadaptierten Salmonella-Serovaren in drei untersuchten Wirtssystemen in vitro beschrieben. Ziel dieser Arbeit ist eine vergleichende Analyse der Salmonelleninfektion in den Wirtssystemen Schwein, Maus und Mensch, wobei hier die zwei bedeutendsten Zellvertreter für den Infektionsweg gewählt werden: die intestinalen Epithelzellen sowie die Makrophagen. Hierzu werden die Salmonella-Serovare in vitro hinsichtlich ihrer Invasivität und der intrazellulären Vermehrung miteinander verglichen. Darüber hinaus wird die Aktivierung der angeborenen Immunmechanismen der Wirtssysteme mit Hilfe eines in vitro NF-κB-Aktivierungstests bestimmt und miteinander verglichen. Hierfür werden verschiedene Systeme etabliert. Zusätzlich wird die Bedeutung wirtseigener Proteine der angeborenen Immunität, der NOD-Proteine, im Zusammenhang mit der Wirtsspezifität der Salmonellen diskutiert. Die ermittelten Daten sollen (1) einen Erkenntniszuwachs zur Pathogenese und der Wirtsspezifität von Salmonellen erbringen, (2) zu einem besseren Verständnis der Erreger-Wirt-Interaktion beitragen und (3) Anhaltspunkte für zukünftige Forschungsarbeiten bieten.

Sprache deutsch
Einbandart Paperback
Themenwelt Veterinärmedizin
Schlagworte Lebensmittelinfektion • Salmonellen • Salmonellosen • Serovar
ISBN-10 3-86387-093-X / 386387093X
ISBN-13 978-3-86387-093-5 / 9783863870935
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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