Parameter des Energiestoffwechsels und Immunglobulin G im Blut von Milchkühen im peripartalen Zeitraum
Mensch & Buch (Verlag)
978-3-86387-062-1 (ISBN)
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In den letzten Jahrzehnten fand eine starke Intensivierung der Milchviehhaltung statt, die durch eine deutliche Zunahme der Milchleistung charakterisiert ist. So stieg die durchschnittliche Milchleistung pro Milchkuh und Laktation in den letzten 60 Jahren in Westdeutschland von ca. 2500 kg auf bis zu 8000 kg an; im Jahr 2009 produzierte eine Schwarz-Bunte Milchkuh in Deutschland durchschnittlich 8573 kg Milch pro Laktation* (Quelle: Jahrbuch der Arbeitsgemeinschaft deutscher Rinderzüchter (ADR), 2009). Im Gegensatz dazu ist die Nutzungsdauer einer Milchkuh aber auf 2,5 Laktationen gesunken, d.h. die Lebensleistung einer Milchkuh, errechnet aus der Milchleistung (kg) und der Nutzungsdauer, ist in den letzten Jahrzehnten nahezu konstant geblieben. Die Ursachen für die reduzierte Nutzungsdauer bzw. die erhöhte Abgangsrate sind vielfältig; eine wesentliche Position nimmt die negative Energiebilanz (NEB) zu Beginn der Laktation ein. In den ersten Laktationswochen kann der Energiebedarf für die Milchleistung nicht adäquat durch die Futteraufnahme gedeckt werden. Die benötigte Energie für die Milchbildung und den Erhaltungsbedarf übersteigt die Energieaufnahme über das Futter; die Energiebilanz, d.h. die Differenz zwischen Energieaufnahme und Energiebedarf ist negativ. Dieses entstandene Energiedefizit wird von der Milchkuh durch die Mobilisierung körpereigener Energiedepots, insbesondere Fettgewebe, ausgeglichen. Durch die forcierte Züchtung auf eine gesteigerte Milchleistung, die nicht mit einer adäquaten Zunahme der Futteraufnahme und Futterverwertung verbunden ist, werden Ausmaß und Dauer der negativen Energiebilanz verstärkt. Die Folgen sind eine exzessive Mobilisierung von körpereigenem Fettgewebe und Muskeleiweiß; die Konzentration der Non esterified fatty acids (NEFA; nicht veresterte, freie Fettsäuren) im Blut steigt zu Beginn der Laktation stark an. Eine ausgeglichene Energiebilanz wird rechnerisch häufig erst nach dem 100. Laktationstag erreicht; die Tiere verlieren in den ersten vier Laktationswochen bis zu 114 kg Körpergewicht (Van den Top, Van Tol et al., 2005). In diesem Zeitraum manifestieren sich auch 75 % aller Erkrankungen bei Milchkühen, v.a. Mastitiden, Ketosen, Erkrankungen des Verdauungsapparates und Lahmheiten (Goff and Horst, 1997; Drackley, 1999; Ingvartsen und Andersen, 2000; LeBlanc, Lissemore et al., 2006; Mulligan, O'Grady et al., 2006; Mulligan and Doherty, 2008). Diese erhöhte Erkrankungsrate während der Phase der stärksten negativen Energiebilanz (NEB) deutet auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Energiehaushalt und Immunsystem hin. Neuere Untersuchungen belegen, dass die Konzentration der nicht veresterten, freien Fettsäuren (NEFA) vor der Abkalbung mit der Erkrankungsrate zu Beginn der Laktation korreliert (LeBlanc, Leslie et al., 2005; Hachenberg, Weinkauf et al., 2007; Melendez, Marin et al., 2009; Ospina, Nydam et al., 2010). Das Ziel dieser Untersuchung ist, mögliche Beziehungen zwischen den Parametern des Energiestoffwechsels und des Immunsystems, dargestellt durch die Immunglobulin G Konzentration, aufzuzeigen und zu bewerten. In diesem Zusammenhang sollen folgende Aspekte betrachtet und untersucht werden: 1. Erfassung des Immunglobulin G Konzentrationsverlaufes bei Tieren mit niedriger bzw. hoher NEFA-Konzentration im Blut vor der Abkalbung 2. Darstellung von Beziehungen zwischen Parametern des Energiestoffwechsels und der´Immunglobulin G Konzentration 3. Prüfung von Zusammenhängen zwischen Parametern des Energiestoffwechsels
| Sprache | deutsch |
|---|---|
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Veterinärmedizin |
| Schlagworte | Immunglobulin G • Milchkühe • Milchleistung • Milchviehhaltung • NEFA-Konzentration |
| ISBN-10 | 3-86387-062-X / 386387062X |
| ISBN-13 | 978-3-86387-062-1 / 9783863870621 |
| Zustand | Neuware |
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