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Homogene Immunoassays zur empfindlichen Virusdetektion mit magnetischen Nanopartikeln

(Autor)

Meinhard Schilling (Herausgeber)

Buch | Softcover
152 Seiten
2025 | 1. Aufl.
Mensch & Buch (Verlag)
978-3-96729-260-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Homogene Immunoassays zur empfindlichen Virusdetektion mit magnetischen Nanopartikeln - Tamara Kahmann
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Magnetische Nanopartikel (MNP) bieten vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in der medizinischen Therapie und Diagnostik. ‎Diese Arbeit fokussiert sich auf die Virusdetektion über Immunoassays mit MNP. Dabei wird die Partikelhülle mit ‎Antikörpern gegen das Virus funktionalisiert. Bindet das Virus an die Antikörper, wird das Partikel größer und es verändern ‎sich dessen magnetische Eigenschaften. Durch den magnetischen Partikelkern richten sich MNP nach einem externen ‎Magnetfeld aus. Für Immunoassays ist die Brown-Relaxation relevant, die von der hydrodynamischen Größe des Partikels ‎abhängt. Je größer die Partikel sind, umso langsamer folgen diese einem magnetischen Wechselfeld. Dies kann über ‎magnetische Messmethoden detektiert werden, wobei die magnetische Partikelspektroskopie (MPS) aufgrund des schnellen ‎Messprinzips besonders interessant ist. In dieser Arbeit wird das ”ImmunoMPS“ genutzt, welches speziell für Messungen ‎mit BNF-Partikeln der Firma micromod bei 590 Hz ausgelegt ist. ‎

Für verlässliche Virusdetektion ist es wichtig, die Eigenschaften und das Verhalten der Partikel zu kennen. Die hier ‎verwendeten Partikel besitzen einen Multikern, womit sich die magnetischen Momente vieler Kristallite zu einem effektiven ‎magnetischen Partikelmoment meff überlagern. Die Feldabhängigkeit von meff wird über ‎Techselfeldsuszeptometriemessungen untersucht. Es wird gezeigt, dass die Feldabhängigkeit entsprechend der ‎Packungsdichte und Wechselwirkungen der Kristallite im Kern variiert. Darüber hinaus werden zwei Methoden zur ‎Bestimmung der temperaturabhängigen Anisotropiekonstanten K(T) analysiert. Beide Methoden basieren auf der ‎Erweiterung des Stoner-Wohlfarth-Modells um Temperatureinflüsse und nutzen die Magnetisierungskurven bei ‎verschiedenen Temperaturen. Es wird beobachtet, dass die Anisotropiekonstante mit steigender Temperatur sinkt. Für ‎beide Methoden zeigt sich eine Übereinstimmung der Werte, allerdings nur bei Berücksichtigung der Größenverteilung der ‎Partikel.‎

In dieser Arbeit wird ein Immunoassay zur Detektion des intakten SARS-CoV-2 optimiert. Sowohl Virus als auch Partikel ‎besitzen mehrere Bindungsstellen, wodurch Vernetzungen zwischen diesen entstehen und das Bindungsverhalten ‎komplexer wird. Messungen ergeben, dass ein Verhältnis von Virus- zu Partikelanzahl von 0,5 bis 2 die höchste ‎Empfindlichkeit des Nachweises aufweist. Darüber hinaus zeigen Untersuchungen der Funktionalisierung der Antikörper ‎über Protein A an der Partikelhülle, dass 1,6 Antikörper pro Protein A optimal sind. Positiv wirkt sich ein Waschprozess zur ‎Entfernung ungebundener Antikörper aus. Dadurch werden zusätzlich fehlerhaft funktionalisierte Partikel entfernt. ‎Bezüglich der Inkubationsbedingungen ergibt sich die höchste Empfindlichkeit bei niedrigeren Temperaturen um 5 °C und ‎Inkubation in der Zentrifuge. Bei geringen Drehzahlen werden Virus und Partikel näher zusammengebracht. Mit den ‎optimierten Parametern des Immunoassays wird eine Nachweisgrenze von 0,208 pM erreicht, wobei weitere ‎Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert werden.‎ Magnetic nanoparticles (MNP) offer a wide range of potential applications in medical therapy and diagnostics. This work ‎focuses on virus detection using immunoassays with MNP. The particle shell is functionalized with antibodies against the ‎virus. When the virus binds to the antibodies, the particle becomes larger and its magnetic properties change. Due to the ‎magnetic particle core, MNP align with an external magnetic field. For immunoassays the process of Brownian relaxation is ‎relevant, because it depends on the hydrodynamic size of the particle. The larger the particles are, the slower they follow an ‎alternating magnetic field. This can be detected using magnetic measurement methods, whereby magnetic particle ‎spectroscopy (MPS) is particularly interesting due tothe fast measurement principle. In this work, the ’ImmunoMPS’ is used, ‎which is specially designed for measurements with BNF particles from micromod at 590 Hz.‎

For reliable virus detection, it is important to know the properties and behavior of the particles. The particles used here ‎have a multicore, which means that the magnetic moments of many crystallites overlap to form an effective magnetic ‎particle moment meff. The field dependence of meff is investigated using alternating field susceptometry measurements. It ‎is shown that the field dependence varies according to the packing density and interactions of the crystallites in the core. ‎Furthermore, two methods for the determination of the temperature-dependent anisotropy constant K(T) are analyzed. ‎Both Methods are based on the extension of the Stoner-Wohlfarth model by temperature influences and use the ‎magnetization curves at different temperatures. It is observed that the anisotropy constant decreases with increasing ‎temperature. Both methods agree only when the size distribution of the particles is taken into Account.‎

In this work, an immunoassay for the detection of intact SARS-CoV-2 is optimized. Both virus and particles have multiple ‎binding sites, resulting in cross-linking between them and making the binding behavior more complex. Measurements show ‎that a virus-to-particle ratio of 0.5 to 2 has the highest sensitivity of detection. In addition, studies of the functionalization of ‎the antibodies with protein A on the particle shell show that 1.6 antibodies per protein A are optimal. A washing process to ‎remove unbound antibodies has a positive effect. Besides antibodies, it also removes incorrectly functionalized particles. ‎With regard to the incubation conditions, the highest sensitivity of the detection method is achieved at low temperatures ‎around 5 °C and incubation in the centrifuge. At low speeds, virus and particles are brought closer together. With the ‎optimized parameters of the immunoassay, a detection limit of 0.208 pM is achieved, whereby further possibilities for ‎improvement are discussed.‎
Erscheinungsdatum
Reihe/Serie Elektrische Messtechnik und Grundlagen der Elektrotechnik ; 84
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Maße 148 x 210 mm
Gewicht 300 g
Themenwelt Technik Elektrotechnik / Energietechnik
Technik Maschinenbau
Technik Nachrichtentechnik
Schlagworte Anisotropiekonstante • Bestimmung der temperaturabh¨angigen Anisotropiekonstanten • Bindungsstellen • Bindungsverhalten • BNF-Partikel • Detektion des intakten SARS-CoV-2 • Feldabhängigkeit • Homogene Immunoassays • immunoassays • ImmunoMPS • Magnetische Nanopartikel • Magnetisierungskurven • MNP • Multikern • Partikel • SARS-CoV-2 • Stoner-Wohlfarth-Modell • Temperatur • Temperatureinflüsse • Virus • Virusdetektion • Wechselfeldsuszeptometriemessungen
ISBN-10 3-96729-260-6 / 3967292606
ISBN-13 978-3-96729-260-2 / 9783967292602
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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