Das zweite Leben der Blenhorster Wassermühlen
Edition :anderweit (Verlag)
978-3-931824-21-1 (ISBN)
Der Band widmet sich einer Wassermühle im Weserbergland, die sich aus handwerklichen Wurzeln im 18. Jahrhundert zu einer für die Epoche des frühen 20. Jahrhunderts typischen Industriemühle entwickelt hat. Als kombinierte Sägemühle für Holz und Mahlmühle für Getreide tat sie bis in die 1960er Jahre ihren Dienst. Das Buch ist ein spannender Rückblick auf traditionelle Mühlentechnik und ein Zeugnis dafür, wie mit privatem Engagement und Zielstrebigkeit Denkmalpflege betrieben werden kann.
Bereits um 1550 gab es einen Hinweis auf Blenhorst an der Weser als Mühlenstandort. 1769 wurde der Ölmühle eine Sägemühle angegliedert, die im Jahr 1876 ein gusseisernes Horizontalsägegatter erhielt. Dieses ist noch heute funktionsfähig. 1780 wurde die Ölmühle zu einer Kornmühle umgebaut, mit zwei mächtigen, oberschlächtigen hölzernen Wasserrädern. 1908 folgte der Umbau zu einer industriellen Mühle.
Ab 1960 folgte ein Verfall von Gebäude und Mühlentechnik, bis Werner Evers im Jahr 1988 seine Liebe für diese Wassermühle entdeckte. Mit Hilfe zahlreicher Enthusiasten und Sponsoren hat er sie wieder zu ihrem zweiten Leben erweckt. Der Betriebswirt und Elektromeister kaufte das alte Mühlengebäude, um es zu bewohnen und als Büro mit Werkstatt zu nutzen. Das inzwischen zum Technischen Denkmal ausgewiesene Anwesen wurde aufwändig saniert, so dass es zu einem wertvollen Zeitzeugen vergangener Handwerkskultur geworden ist. Gleichzeitig dient es als Treffpunkt für Mühlenliebhaber von nah und fern.
Mila Schrader, Jg. 1943, ist diplomierte Volkswirtin und begann ihr Berufsleben als Marktforscherin, 1973 wurde sie Spezialbuchhändlerin und Verlegerin für Automobil- und Motorradbücher. Seit 1995 widmet sie sich engagiert dem Thema 'Historische Baustoffe und ihre Wiederverwendung' und verfasste u.a. Bücher zu Mauer- und Dachziegeln, Reet, Fenstern und Türen als historisches Baumaterial.
Aus dem Inhalt:
Alte Mühlen: Regionale und technische Vielfalt
-1.1 Historie: Entwicklung der Mühlentechnik
-1.2 Antriebskraft: Mensch und Tier, Wasser und Wind
-1.3 Wassermühlen: Wasserräder als Kraftmaschinen
-1.4 Kraftübertragung: Vom Wasserrad zu den Arbeitsmaschinen
-1.5 Die Arbeit der Wassermühlen: Pressen, Mahlen, Sägen, Hämmern & Co.
-1.6 Der Mühlenbauer: Handwerk und Technik
Die Blenhorster Wassermühlen bis 1988: Ölmühle, Sägemühle, Getreidemühle
-2.1 Blenhorster Mühle: Handwerksbetrieb bis 1908
-2.2 Neubau 1908: Industrielle Mühle
-2.3 1960 bis 1988: Verfall und drohender Untergang
Rettung in letzter Minute: Von der Industriebrache zum sanierten Denkmal
-3.1 Neuanfang 1988: Erwerb einer Industriebrache
-3.2 1. Bauabschnitt 1989-1990: Das Mahlmühlengebäude
-3.3 2. Bauabschnitt 1991: Das Sägemühlengebäude
-3.4 3. Bauabschnitt 1997: Wasserräder, Stauanlage
-3.5 4. Bauabschnitt 1998: Mühleneinrichtungen, Sägegatter
-3.6 5. Bauabschnitt 1999: Müllereimaschinen
-3.7 Wunder kommen nicht von allein: Persönliches Engagement und Finanzierung
Anhang
-4.1 Brief von R. Huischen (Abschrift)
-4.2 Adressen: Ansprechpartner für Mühlenfragen
-4.3 Literatur
| Reihe/Serie | Historische Bauvielfalt im Detail |
|---|---|
| Zusatzinfo | m. 32 SW- u. 48 Farbabb. |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Technik ► Architektur |
| ISBN-10 | 3-931824-21-7 / 3931824217 |
| ISBN-13 | 978-3-931824-21-1 / 9783931824211 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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