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Let's change a running system (eBook)

Transformationswege in eine nachhaltige Wirtschaft
eBook Download: EPUB
2021 | 1. Auflage
288 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-347-38595-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Let's change a running system -  Rüdiger Thewes
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Ende 2015 einigten sich die Vertragsstaaten der UN auf 17 Ziele der Nachhaltigkeit, die 'Sustainable development goals', eine ökologische, ökonomische und soziale Agenda für die Welt. Das Buch folgt der Frage, welche Herausforderungen, Lösungswege und Chancen sich für unser Land und unsere Wirtschaft aus einer Transformation in die Nachhaltigkeit ergeben. Ausgehend von den deutschen Klimazielen und dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2021 zu einem generationenübergreifenden Umweltschutz werden die schwierigen, von der Politik zu bewältigenden Zielkonflikte durchdacht. Unter Einbeziehung vieler Beispiele innovativer Unternehmen und technischer Lösungen werden Handlungsfelder in den 17 SDG erschlossen. - Für ein 'Happy End' der Nachhaltigkeit werden die dringend einzunehmenden Rollen aller beteiligten Akteure klar.

geb. 1962, promovierter Jurist 20 Jahre Erfahrung im Changemanagement: bei Fusionen, der Abwicklung und dem Aufbau von Betrieben sowie der Einführung digitaler Prozesse. Seit 10 Jahren Unternehmensberater Transformation in die Nachhaltigkeit ist mir auf der "beruflichen Zielgeraden" ein besonderes Anliegen, nicht zuletzt in der Verantwortung als Vater von drei Kindern.

geb. 1962, promovierter Jurist 20 Jahre Erfahrung im Changemanagement: bei Fusionen, der Abwicklung und dem Aufbau von Betrieben sowie der Einführung digitaler Prozesse. Seit 10 Jahren Unternehmensberater Transformation in die Nachhaltigkeit ist mir auf der "beruflichen Zielgeraden" ein besonderes Anliegen, nicht zuletzt in der Verantwortung als Vater von drei Kindern.

>> Umweltschutz ist eine Frage von Technologie, Innovation und wirtschaftlichem Erfolg. Das ist gutes, zukunftsweisendes Geschäft. <<

Peter Löscher1

VORWORT

LET`S CHANGE A RUNNING SYSTEM

Kaum ein Leitsatz löst bei Menschen so viele positive Gefühle aus wie „Never change a running system“ oder in der Sportwelt: „Never change a winning team“. Es funktioniert etwas hervorragend! Es werden gerade wirklich erfreuliche Ergebnisse erzielt. Man hat Erfolg – man kann und darf genießen.

Erstaunlicherweise findet sich das Motto „Never change a running system“ in der englischsprachigen Welt nicht. Auch in der IT-Welt geht es nicht darum, ein störungsfrei laufendes IT-System nie zu patchen. Vielmehr sollen Systemwartungen in solchen Zeitfenstern vorgenommen werden, in dem Anwender es gerade am wenigsten aktiv benötigen.2

Selbst in der Sportwelt zeigen viele Beispiele, dass Trainer in Turnieren mit Mannschaften gerade dann besonders erfolgreich waren, wenn sie die Aufstellungen geschickt von Spiel zu Spiel veränderten.

Das ökologisch-ökonomisch und soziale System auf unserem Erdball schien im Verlauf der letzten 200 Jahre gut zu funktionieren. Ressourcen und Wachstum schienen unerschöpflich. Fortschritt und Wohlstand entwickelten sich gefühlt Hand in Hand. Gerade unser Land erlebte nach 1945 eine Zeit, die als „Wirtschaftswunder“ in die deutsche Geschichte einging.

Anfang der 70er Jahre entwickelten sich erste tiefgreifendere Bedenken, ob das Zusammenspiel von Ökonomie und Ökologie in der laufenden Form ein Zukunftsmodell bleiben kann. Vorausberechnungen ließen immer deutlicher erkennen, dass wir Menschen das in der Natur bestehende Gleichgewicht in Unordnung bringen. 1972 veröffentlichte eine Gruppe von Wissenschaftlern um Dennis und Donella Meadows eine Studie, in der sie unter der Bezeichnung „Standard Run“ die Zukunft auf Grundlage eines Modells mit Daten der Vergangenheit simulierten. Sie unterstellten, dass die Menschheit so weiter wirtschaften würde wie bislang und gelangten zum Ergebnis, dass die Zivilisation unter diesen Bedingungen innerhalb der nächsten 100 Jahre zusammenbrechen würde.

Heute steht aus wissenschaftlicher Sicht fest: Das Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem bedarf tiefgreifender Veränderungen. Zwischen exponentiellem Bevölkerungswachstum, der Ausbeutung der Rohstoffe sowie der Zerstörung des Lebensraumes und dem Verlust von Biodiversität bestehen signifikante Zusammenhänge. Entsprechende Erkenntnisse sind politisch anerkannt und zumindest in Deutschland auch bei den Menschen überwiegend angekommen. Die Anforderungen an diese Veränderungen werden inzwischen gerne in einem Begriff zusammengefasst: Nachhaltigkeit.

2019 verschafften die Fridays-for-Future-Demonstrationen dem Klimaschutz einen Schub in der öffentlichen Wahrnehmung. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos Anfang 2020 widmete der amerikanische Präsident dem Thema in seiner Rede zwar nur wenig Aufmerksamkeit. Das Forum stand dennoch ganz im Zeichen des Klimaschutzes. Die Corona-Pandemie wurde kurz darauf zu einem alles überstrahlenden Ereignis. Der durch die Pandemie ausgelöste Lockdown und die damit einhergehende Entschleunigung der Menschen förderte verdrängte Systemfragen an die Oberfläche. Zukunftsforscher und Wissenschaftler wiesen auf die Chance hin, die die Pandemie für ein Umdenken in ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht eröffnen könnte. Es wurden die Auswirkungen des Lockdowns auf die CO2-Emissionsentwicklung beobachtet. Bei der Ausgestaltung staatlicher Förderprogramme gab es aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Presse zahlreiche Stimmen, die Nachhaltigkeitsaspekte bei diesen Programmen letztlich erfolgreich einforderten.

Sucht man heute Literatur nach den Schlagworten Unternehmen, Organisationsentwicklung, Leadership oder Agilität, so eröffnet sich eine Auswahl, die Bibliothekswände füllt. Sucht man in der deutschsprachigen Literatur hingegen mit den Schlagworten Unternehmen, Nachhaltigkeit, SDG (Sustainable Development Goals), wird der Suchende ziemlich allein gelassen. Bei viel allgemeiner Literatur zum Thema Nachhaltigkeit wird selten eine schlüssige Synthese von Ökologie und Ökonomie mit dem Schwerpunkt Transformation gesucht. Dazu passt ein Befragungsergebnis der Europäischen Investmentbank, wonach nur 28 Prozent der Deutschen glauben, dass Technologie und Digitalisierung zu den besten Lösungen des Klimaschutzes gehören. Die verbreitete kritische Haltung gegenüber einer Synthese von Ökologie und Ökonomie korreliert mit meiner Wahrnehmung in der Beratungsarbeit: Eine gewisse Offenheit für Nachhaltigkeitsaspekte in Organisationen besteht häufig, jedoch selten in Kombination mit „Aktion aus Überzeugung“. Vielmehr spürt man die Sorge der Entscheidungsträger, einen Trend zu spät aufzugreifen und dadurch einen Wettbewerbsnachteil zu erleiden. Fast immer werden Maßnahmen in schneller Form kostenmäßig quantifiziert. Dabei führen Kurzfristbetrachtungen und noch häufiger Voreingenommenheit gegenüber Veränderungen in Sackgassen. Wir werden sehen: In Wahrheit gibt es viele Entwicklungen und gute Gründe für mehr Tatkraft und Optimismus!

Simon Sinek hat mit seinem „Golden Circle“ einen Marketingansatz geschaffen, der heute auch gerne in der Projektarbeit und bei Change-Prozessen herangezogen wird. Eine stufenweise Abarbeitung des „WHY-HOW-WHAT“ stellt sicher, dass Menschen beim Start eines Veränderungsprojektes zunächst auf der Ebene der Dringlichkeit abgeholt werden, um sie dann für den Veränderungsprozess im „Wie“ und „Was“ der Umsetzung mitzunehmen. An der Idee des Golden Circle habe ich mich auch beim Schreiben dieses Buches orientiert.

Viel wurde in den letzten Jahren bereits über die Dringlichkeit notwendiger Veränderungen im Bereich der Nachhaltigkeit geschrieben – dem Why. Dabei spielte die Darlegung der hoch komplexen Vernetzung ökologischer, ökonomischer und sozialer Spannungsverhältnisse eine wesentliche Rolle. Dieses Buch will sich daher nicht zu sehr auf die Makroebene dieser Vernetzung begeben – weder in deren Darstellung, noch in deren konzeptioneller Auflösung. Stattdessen gibt es ein klar definiertes Ziel, es in den Kapiteln nicht bei Problemvertiefung zu belassen, sondern Lösungswege und Mut machende Entwicklungen zu beschreiben. Ziel ist eine Synthese aus Ökonomie und Ökologie, unter Wahrung sozialer Anforderungen. Das Hauptaugenmerk liegt also auf den Fragen: Wo wurden in der Wirtschaft die Zeichen der Zeit bereits erkannt? Wo wurden neue Ideen oder Optimierungen entwickelt, um Nachhaltigkeit substantiell und messbar voranzubringen? Welche Erkenntnisse könnten andere Organisationen anregen, neue Wege zu gehen, selbst aus ihnen zu lernen oder eigene Ideen zu entwickeln?

Daher konzentrieren sich die nachfolgenden Kapitel recht schnell auf die SDG-Ziele und Themenfelder, in denen Unternehmen bereits Pionierarbeit geleistet und besondere Erfolge erzielt haben. Es finden sich eine Reihe von Beispielen interessanter Firmen, die ihr langjährig bewährtes Geschäftsmodell grundlegend geändert haben und dabei erfolgreich sind. Weiterhin werden innovative Unternehmen beschrieben, die mit neuen Geschäftsmodellen attraktive Nischen besetzt haben und gerade sehr spannende Entwicklungen nehmen. Das wird auch wiederkehrend mit Aktienkursentwicklungen der Unternehmen verglichen. Damit soll deutlich werden: Der Change in die Nachhaltigkeit muss nicht zusätzliche Last in einem für viele Unternehmen ohnehin schon ambitionierten Wettbewerbsumfeld sein. Es finden sich vorausdenkende, kreative Gesellschaften, die den Change in die Nachhaltigkeit schon vor Jahren entdeckt und angepackt haben. Mit teils tiefgreifender, wertebasierter Arbeit wurde die Strategie der Unternehmen modifiziert, neu ausgerichtet oder die Strategie war vom Start weg von Nachhaltigkeit geprägt. Diese Unternehmen profitieren heute von mutigen Entscheidungen und konsequent umgesetzten Veränderungen. Es sind wirtschaftlich erfolgreiche Firmen, die mit hoher Kompetenz und Professionalität nachhaltig Ertrag und Arbeitsplätze schaffen. Ihnen gelingt die Verbindung von Ökonomie, Ökologie und Sozialem, den drei Säulen, die auch den SDG zugrunde liegen. Solche Unternehmen und auch dieses Buch sind zwar keine Blaupause für einen Transfer in eine nachhaltige Wirtschaft. Als Vorbilder stellen sie aber unter Beweis, was der ehemalige CEO Peter Löscher der Siemens AG formulierte: „Umweltschutz ist eine Frage von Technologie, Innovation und wirtschaftlichem Erfolg. Das ist gutes, zukunftsweisendes Geschäft.“ Im Kern geht es also darum, Ideen von gelebter Nachhaltigkeit zu transportieren und insbesondere Vordenkern unserer Wirtschaft eine Plattform zu geben. Der Aufbau der nachfolgenden Seiten folgt somit der Idee:

Let`s change a running system!

Bei Licht betrachtet haben wir unter Berücksichtigung aller ökonomischen, ökologischen und sozialen Wechselwirkungen aktuell nur noch ein...

Erscheint lt. Verlag 9.9.2021
Verlagsort Ahrensburg
Sprache deutsch
Themenwelt Technik
Wirtschaft
Schlagworte Change • Nachhaltigkeit • Organisationsentwicklung • Sustainable Development Goals • Transformation • Wirtschaft
ISBN-10 3-347-38595-0 / 3347385950
ISBN-13 978-3-347-38595-5 / 9783347385955
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