Hypnotische Trance als therapeutische Chance (eBook)
240 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-347-38508-5 (ISBN)
Herbert Weiss hatte bereits in jungen Jahren zwei einschneidende Erlebnisse, die sein Interesse für eine ganzheitliche Betrachtungsweise der Lebensvorgänge nachhaltig geprägt haben. Als Kind hatte er ein Nahtoderlebnis und mit 22 Jahren ein Hypnoseerlebnis, in dem unter Hypnose eine Frage beantwortet werden konnte, deren Antwort er selbst bis dahin nicht kannte, die sich aber bei der Nachprüfung in allen Details als richtig bestätigte. Sein langes Berufsleben als Unternehmensberater für Kliniken war geprägt durch das Analysieren von Zahlen, Daten und Fakten - also ein sehr nüchterner und rationaler Beruf. Gleichzeitig aber haben ihm insbesondere diese beiden früheren Lebensereignisse gezeigt, daß es noch viel mehr zu entdecken gibt. Deshalb hat er sich stets mit vielen nicht gerade üblichen Themen intensiv beschäftigt, Bücher gelesen, Seminare besucht und meditiert. Sein Kerninteresse galt immer dem, was in der Trance möglich ist. Deshalb hat er sich bereits Anfang der 70er Jahre von namhaften Hypnoselehrern schulen lassen, insbesondere in der Selbsthypnose und Meditation.
Herbert Weiss hatte bereits in jungen Jahren zwei einschneidende Erlebnisse, die sein Interesse für eine ganzheitliche Betrachtungsweise der Lebensvorgänge nachhaltig geprägt haben. Als Kind hatte er ein Nahtoderlebnis und mit 22 Jahren ein Hypnoseerlebnis, in dem unter Hypnose eine Frage beantwortet werden konnte, deren Antwort er selbst bis dahin nicht kannte, die sich aber bei der Nachprüfung in allen Details als richtig bestätigte. Sein langes Berufsleben als Unternehmensberater für Kliniken war geprägt durch das Analysieren von Zahlen, Daten und Fakten - also ein sehr nüchterner und rationaler Beruf. Gleichzeitig aber haben ihm insbesondere diese beiden früheren Lebensereignisse gezeigt, daß es noch viel mehr zu entdecken gibt. Deshalb hat er sich stets mit vielen nicht gerade üblichen Themen intensiv beschäftigt, Bücher gelesen, Seminare besucht und meditiert. Sein Kerninteresse galt immer dem, was in der Trance möglich ist. Deshalb hat er sich bereits Anfang der 70er Jahre von namhaften Hypnoselehrern schulen lassen, insbesondere in der Selbsthypnose und Meditation.
I: THEORETISCHER TEIL
Zu den Anwendungsmöglichkeiten
Die Verdienste der sog. Schulmedizin sind insbesondere bei akuten Erkrankungen unumstritten. Bei chronischen Verläufen kommt jedoch die häufig auf eine medikamentöse Behandlung gestützte Therapieform an ihre Grenzen, insbesondere dann, wenn psychisch-mentale Aspekte und komplexere Ursachen beim Krankheitsgeschehen mit eine Rolle spielen.
Hier wäre eine stärkere, dem Wohl des Patienten dienende interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen Therapeutengruppen wünschenswert und auch sinnvoll.
Ihre Domäne hat die Hypnose vor allem dort, wo die Ursachen sehr komplex sind und eventuell auch psychosomatische Faktoren eine Rolle spielen.
Häufig wird hinsichtlich der Wirksamkeit einer Hypnose auf den bekannten Placebo-Effekt verwiesen. Aber ist es nicht egal, warum etwas wirkt. Die Hauptsache ist doch eher, dass es tatsächlich wirkt!
Welche Symptome/Indikationen eignen sich besonders?
Es gibt eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten für die medizinisch-therapeutische Hypnosevariante wie z.B.:
| Symptome | Potenzielle (Mit)Ursachen |
| Atmungs- und Schlafstörungen | Ängste, innere Unruhe |
| depressive Verstimmungen, Interesselosigkeit | Minderwertigkeitsgefühl, Selbstzweifel |
| Kraftlosigkeit, Energielosigkeit, Antriebsschwäche | gestörtes Selbstwertgefühl, Unsicherheit |
| unangemessene Reaktionen, Aggressionen | erworbene Glaubenssätze, Gefühls- und Reaktionsmuster |
| Stresssymptome wie z.B. innere Unruhe, Nervosität, Überreaktion | Stress als Ursache |
| Verdauungsstörungen, Magen- und Darmreizungen | Stoffwechselstörungen, Stress, Ängste und andere psychischmentale Ursachen |
Als Kontraindikationen gelten insbesondere: z.B. ablehnende Einstellung gegenüber der Hypnose, Psychosen, Epilepsie, akute Verhaltensstörungen.
Die Macht des Unterbewusstseins
Bekanntlich ist der bewusste Teil nur ein sehr geringer Teil des Gesamtbewusstseins. In ihm sind alle Lebensereignisse und Erfahrungen gespeichert und von ihm wird die gesamte Entwicklung des Körpers und dessen Gesunderhaltung (Stoffwechsel, Homöostase, Heilung von Verletzungen u.v.m.) gesteuert.
Über die Fähigkeiten des Unterbewusstseins wurde schon viel geschrieben. Hochleistungssportler, wie z. B. Rennskiläufer, nutzen die Fähigkeit des mentalen Trainings, um die Effizienz von Bewegungsabläufen zu „programmieren“, zu konditionieren und zu perfektionieren.
In der Hypnose erhalten wir mit Hilfe des Unterbewusstseins Zugang zu tieferen Schichten in uns, in denen Fähigkeiten und positive wie auch negative Erlebnisse und Erfahrungen „abgelegt“ zu sein scheinen und von dort aus wirken, d.h., Einfluss nehmen auf unsere Gedanken, Gefühle, Empfindungen und sonstige Wahrnehmungen und Reaktionen. Auch die Art und Weise, wie wir andere Menschen und unsere Umwelt wahrnehmen und wie wir ihr begegnen, wird davon geprägt – einschliesslich unserer Selbstwahrnehmung.
Bekanntlich nehmen wir unsere Umwelt mit unseren fünf Sinnen wahr. Relativ wenig bekannt ist jedoch, dass unser Gehirn nicht unterscheiden kann, ob etwas real geschieht oder nur auf einer „Vorstellung“ beruht. Deutlich spüren können wir dies bei Ängsten, die wir über etwas entwikkeln können, obwohl die Situation noch nicht wirklich eingetreten ist.
Deshalb ist es sinnvoll, mit dem im Unterbewusstsein Gespeicherten in Kontakt zu treten, um Hinweise zu Lösungen für unsere Probleme zu erhalten und zu einem besseren Verständnis für unsere inneren Glaubenssätze und unsere Verhaltensweisen auf der Basis unserer freiwillig oder unfreiwillig übernommenen Denk-, Gefühls-, Handlungs- und Reaktionsmuster zu gelangen.
So kann bereits ein lediglich „vorgestelltes“ Ereignis aus der Vergangenheit entsprechende freudige Gefühle in der Gegenwart auslösen. Und umgekehrt ist es natürlich genauso bei Ängsten oder Gedanken voller Ärger und Groll, die ebenso die entsprechenden negativen Gefühle auslösen können.
In der Therapiearbeit können diese Vorstellungsmechanismen verwendet werden, um entsprechende Gefühle bewusst zu erzeugen.
Hypnose als ganzheitliche Diagnostikmethode
Die Möglichkeit für eine unmittelbare „Befragung“ des Körpers nach gesundheitlichen Störungen im Rahmen einer sog. ideomotorischen Befragung in Trance (als kinesiologische Methode) ist eine sehr interessante und präzise Anwendungsmöglichkeit der Hypnose.
Hierbei „antwortet“ der Organismus mittels neuromuskulärer Reaktionen (Kinästhetik), indem bestimmte Gliedmassen (Finger, Hände, Füsse) oder auch Kopf- und/oder Augenbewegungen ein „Ja“ oder ein „Nein“ signalisieren. Welche Reaktion Ja oder Nein bedeutet, muss zuvor gemeinsam mit dem Unterbewusstsein (ebenfalls in Trance) “vereinbart“ werden.
Bei ganzheitlicher Betrachtung geht man davon aus, dass Symptome primär auf derjenigen körperlichen Ebene zu behandeln sind, wo die Ursache liegt. Anhang (2) enthält eine Checkliste, anhand derer zumindest grob die Lokalisierung der jeweiligen Ursachenebene untersucht werden kann.
Hypnose als ganzheitliche Therapiemethode
Da für das Gehirn alle Wahrnehmungen als „real“ gelten – einschliesslich von bewusst „vorgestellten“ Szenen (Visualisierungen), können auch mit starker positiver Energie besetzte Szenen, Bilder und/oder Wesen aus der geistigen Welt aus den östlichen und westlichen Religionen und Mythologien (z.B. Engel, Jesus, Buddha), besonders kraftspendende Orte (z.B. Lourdes, Fatima, Mekka, Medina, Tempelberg usw.) für eine imaginative Heilbehandlung eingesetzt werden.
Voraussetzung ist allerdings, dass der Patient die Imagination als wahr annehmen kann, d.h., offen dafür ist und sie zu seinem eigenen Glaubenssystem passt. Eine, wenn auch unbewusste, innere Distanz, Zweifel oder gar Ablehnung hätte deren Wirkungslosigkeit zur Folge.
Als Anlage (3) ist eine Checkliste beigefügt, die zumindest grob Anhaltspunkte liefern kann für eine strukturierte Vorgehensweise, um potenzielle, in Betracht kommende Therapieverfahren herauszufinden.
Hypnosebereitschaft, -fähigkeit und -hemmnisse
Die Voraussetzungen für das Gelingen einer Hypnose sind auf Seiten des Patienten bzw. Klienten sehr individuell. Die Bereitschaft oder das Wollen auf Seiten des Patienten/Klienten allein reicht nicht aus, um einen sog. hypnotischen Rapport mit dem Hypnotiseur zu erreichen. Vielmehr ist auf Seiten des Patienten bzw. Klienten Vertrauen in die Fähigkeit des Hypnotiseurs und die Fähigkeit, sich innerlich öffnen zu können, unverzichtbar; andererseits muss auch der Hypnotiseur selbst von seinen Fähigkeiten überzeugt sein und über ein ausreichendes Mass an Einfühlungsvermögen (Empathie) und Erfahrung verfügen.
Natürlich kann eine Hypnose trotz der Bereitschaft des Patienten auch scheitern; das ist jedoch erfahrungsgemäss eher selten der Fall. Mögliche Ursachen dafür, dass eine Hypnose nicht oder nur bedingt gelingt, können z.B. sein:
a) Man kann innerlich nicht loslassen.
b) Kein oder ein unzureichendes Vertrauensverhältnis zwischen dem Hypnotiseur und dem Klienten.
c) Unbewusste Blockadehaltung oder ein inneres Sabotageprogramm (auch unbewusst).
d) Zu sehr „kopfgesteuert“ sein, d.h., zu sehr (nach eigener Einschätzung) „nüchtern“ bzw. „realistisch“ denken nach dem Motto: „Für mich existiert nur das, was ich anfassen, zählen, messen, wiegen kann“. Für diese Menschen gilt nur das als real bzw. existierend, was sie mit Ihren fünf Sinnen erfassen können. Für manche Menschen ist das vielleicht sogar eine Art „Selbstschutz“, weil sie an nichts glauben (können oder wollen). Diese Menschen wollen auch nichts anderes sehen oder hören bzw. wahrhaben, was nicht in ihr Weltbild hineinpasst.
e) Auch kann die Sprachwahl, der Tonklang, die Sprechgeschwindigkeit und/oder das Tempo bei der Vorgehensweise seitens des Therapeuten kontraproduktiv sein.
f) Zudem kann es für die Erreichung einer Trance hinderlich sein, wenn der Therapeut zu lange die Trance führt (steuert), der Klient aber lieber ein interaktives Vorgehen bevorzugen würde (sog. Abwechseln zwischen Leading und Pacing). Dies kann häufiger bei besonders medial veranlagten PatientInnen...
| Erscheint lt. Verlag | 25.8.2021 |
|---|---|
| Verlagsort | Ahrensburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Medizin / Pharmazie |
| Technik | |
| Schlagworte | Gesundheit • Hypnose • ideomotorische Kommunikation mit dem Unbewußten • Selbsthypnose • Therapeutische Hypnose |
| ISBN-10 | 3-347-38508-X / 334738508X |
| ISBN-13 | 978-3-347-38508-5 / 9783347385085 |
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