NEUE MOBILITÄTSFORMEN: Autonome elektromobile Beherbergung (eBook)
120 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-347-26785-5 (ISBN)
Marco Olomi wurde am 18. April 1964 in Hamburg geboren und wuchs in Rom auf. Nach einer Ausbildung und mehreren internationalen Stationen in der Gastronomie und Hotellerie folgte er dem Ruf eines großen Automobilkonzerns und wurde Fachreferent und Projektentwickler Gastronomie. Nach unterschiedlichen Stationen in leitender Funktion innerhalb der Organisation lebt und arbeitet er heute in Berlin. Der Wandel in der Mobilität und die daraus wachsenden Potenziale für neue Dienstleistungsformen weckte seine Begeisterung und Neugier sich mit innovativen mobilen autonom fahrenden Beherbergungstypologien zu befassen. Seine erste Veröffentlichung, die gleichzeitig den Abschluss seines Studiums der Zukunftsforschung an der Freien Universität Berlin markierte, ist eine erste wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser Thematik und auch die Grundlage für zukünftige Publikationen aus der Reihe 'NEW MOBILITY MODE: Autonomous mobile Hospitality'. Marco Olomi ist gelernter Restaurantfachmann und studierte praktische Betriebswirtschaft in Hildesheim. Er hat einen Master of Business Administration (MBA) und einen Master Zukunftsforschung (MA) der Freien Universität Berlin.
Marco Olomi wurde am 18. April 1964 in Hamburg geboren und wuchs in Rom auf. Nach einer Ausbildung und mehreren internationalen Stationen in der Gastronomie und Hotellerie folgte er dem Ruf eines großen Automobilkonzerns und wurde Fachreferent und Projektentwickler Gastronomie. Nach unterschiedlichen Stationen in leitender Funktion innerhalb der Organisation lebt und arbeitet er heute in Berlin. Der Wandel in der Mobilität und die daraus wachsenden Potenziale für neue Dienstleistungsformen weckte seine Begeisterung und Neugier sich mit innovativen mobilen autonom fahrenden Beherbergungstypologien zu befassen. Seine erste Veröffentlichung, die gleichzeitig den Abschluss seines Studiums der Zukunftsforschung an der Freien Universität Berlin markierte, ist eine erste wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser Thematik und auch die Grundlage für zukünftige Publikationen aus der Reihe 'NEW MOBILITY MODE: Autonomous mobile Hospitality'. Marco Olomi ist gelernter Restaurantfachmann und studierte praktische Betriebswirtschaft in Hildesheim. Er hat einen Master of Business Administration (MBA) und einen Master Zukunftsforschung (MA) der Freien Universität Berlin.
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Der Begriff der Akzeptanz als Grundlage für die Auswertung
In diesem Abschnitt wird auf den Akzeptanzbegriff eingegangen, insbesondere welche Bedeutung Akzeptanz innerhalb der autonomen mobilen Beherbergung hat und auf welchen Ebenen die Akzeptanz erforscht wird. Die autonome mobile Beherbergung kann wie auch das autonome Fahren zu der Produktfamilie der Alltagstechniken (vgl. Fraedrich, E., 2017, S. 14) zugerechnet werden. Die Alltagstechniken werden größtenteils über den Konsum gesteuert und sind somit marktabhängig. E-Fahrräder, Personenkraftwagen oder auch Motorräder sind Beispiele aus dieser Produktfamilie. Sofern diese Produkte Akzeptanz finden, werden diese durch den Kauf und damit auch durch die Nutzung der Technik akzeptiert. Es ist jedoch anzunehmen, dass bei der Einführung einer neuen Form von Mobilität nicht nur die persönliche individuelle Akzeptanz angesprochen wird. Die Nutzer*innen neuer Mobilitätsformen, in diesem Fall neuer Formen der Beherbergung, werden voraussichtlich auch auf breiter Gesellschaftsebene Auswirkungen haben, wie etwa auf den Verkehr, die verschiedenen Infrastrukturen, auf Arbeitsplätze, auf die Politik, auf die Rechtssysteme usw. und somit eine zentrale Position in der Gesellschaft einnehmen. Dies impliziert, dass „(…) gesellschaftsweit verbindliche Standards (…) gesetzt werden.“ (Grunwald, A., 2005, S. 58). Die Implikation rechtlicher Rahmenbedingungen setzt jedoch eine Konsensfähigkeit voraus, das heißt eine Auseinandersetzung, in der die autonome mobile Beherbergung kritisch diskutiert und ausgehandelt wird und somit die Voraussetzung für eine Akzeptanz sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene schafft (vgl. Gasser, 2015, S. 547, 548). Wenngleich noch nicht konkret abzusehen ist, ob und wann eine neue elektrifizierte autonom fahrende Beherbergungsform im öffentlichen und privaten Straßenverkehr eingesetzt werden könnte, ist die Grundannahme der Arbeit, dass damit ein radikaler Wandel über die Form der Transport-, Reise- und Fortbewegung ausgelöst und damit ein Beitrag etwa zur Verkehrsoptimierung zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung geleistet werden könnte. Um die wegweisenden Aspekte dieses potenziellen Wandels zu identifizieren, werden mit dieser Arbeit die Einflussfaktoren und ihre Akzeptanzausprägungen über eine Expertenumfrage ermittelt. Damit wird die Dynamik erfasst, die eine etwaige Steuerung des Wandlungsprozesses ermöglicht. So soll diese Arbeit auch einen Beitrag dazu leisten, die gesellschaftliche Aufmerksamkeit in Bezug auf eine elektrifizierte autonom fahrende Beherbergung zu fördern. Dies vorausgeschickt sind für diese Masterarbeit somit sowohl die individuelle Akzeptanz der Expert*innen als auch die gesamtgesellschaftliche Akzeptanz (vgl. Grunwald, A., 2005, S. 54; Kollmann, T., 1998, S. 65) relevant. Die Ergebnisse sollten jedoch in weiterführenden Studien entlang des Innovationsprozesses (vgl. Gruber, M. et al., 2003, S. 4) etwa im Sinne einer Lean Startup Methode, dessen Idee es ist, eine (Geschäfts-) Idee, ein Produkt oder eine Dienstleistung minimal zu gestalten und schnellstmöglich auf den (Test-) Markt zu bringen (vgl. Eckert, R., 2016, S. 18), als weiteres Forschungsprojekt fortgeführt werden. Der allgemeine Begriff der Akzeptanz wird zumindest in der wissenschaftlichen Literatur nicht einheitlich definiert (vgl. Quiring, O., 2006, S. 3-4; Lucke, D., 1995, S. 45–50). Der Duden deutet den Begriff als Bereitschaft, etwas zu akzeptieren und in den entsprechenden Synonymen etwas anzuerkennen, anzunehmen oder aufzunehmen. (vgl. Duden o.J., Akzeptanz). Das etymologische Wörterbuch beschreibt Akzeptieren wie folgt:
„Akzeptieren Vb. ‘annehmen, anerkennen, einwilligen’, entlehnt (um 1400) aus lat. acceptāre ‘empfangen, annehmen, zulassen’, einem Intensivum zu gleichbed. lat. accipere, vgl. lat. capere ‘nehmen, fassen, ergreifen, empfangen’. Kaufmännische Verwendung im Sinne von ‘(einen Wechsel) annehmen’ ist seit Mitte des 16. Jhs. gebräuchlich. akzeptabel Adj. ‘annehmbar’ (Ende 17. Jh.), afrz. frz. acceptable, spätlat. acceptābilis ‘annehmbar, wohlgefällig.“ (Pfeifer, W. et al., 1993)
In beiden Aussagen kann davon ausgegangen werden, dass eine positive potenzielle Bereitschaft enthalten ist (vgl. Drosdowski, G., Eckey, W., 1988, S. 47). Somit wird im Gegensatz zu einem passiven Verhalten eine Handlung erwartet. Das bedeutet, dass erst durch die Reaktion der Personen und durch ihre Einstellungen und Erwartungen zur Akzeptanz ein Akzeptanzaufbau erfolgen kann. Somit reicht eine Duldung etwa einer Gegebenheit oder auch eine vorenthaltene Meinung zu einer Sachlage nicht aus. Prinzipiell muss davon ausgegangen werden, dass ein Individuum zwischen Ablehnung und Zustimmung wählen kann. Von Akzeptanz kann nicht gesprochen werden, wenn etwa das Objekt keine Entscheidungsfreiheit zulässt. So kann eine Person etwa bei Einführung einer Parkvignette für Großstädte immer noch auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen. Sofern sie aber ihre individuelle Mobilität beibehalten möchte, kommt sie um den Kauf der Parkvignette trotzdem nicht herum. Wie oben erwähnt, befassen sich zahlreiche Disziplinen wie etwa die Soziologie sowie Politik- und Wirtschaftswissenschaften mit der Erforschung der Akzeptanz. Einen Überblick zum Stand der Akzeptanzforschung im Rahmen dieser Masterarbeit ist daher nicht möglich. „Dafür sind die Ansätze zu heterogen (…). Darüber hinaus ist die Anzahl der Publikationen nicht mehr überschaubar. Eine Recherche in zentralen sozialwissenschaftlichen Datenbanken (Abb.: 4) ergibt mehrere tausend Publikationen, in denen der Begriff Akzeptanz im Titel oder als Keyword aufgeführt wird.“ (Schade, J., 2005, S. 29) Vor allem zur Erhebung der individuellen Akzeptanz finden sich außerdem zahlreiche Modelle (etwa Huijts, N., 2012; Schönecker, H. G., 1980; Reichwald, R., 1978), auf die hier, bis auf die Ansätze von Rogers (Rogers, E., M., 2003) und Kollmann (Kollmann, T., 1998), nicht weiter eingegangen wird, da sie für die Studie als nicht relevant angesehen werden. Jedoch sind die unterschiedlichen Merkmale der Akzeptanz zu betrachten. Es wird zwischen zwei, teilweise auch drei Dimensionen unterschieden: der Einstellungs- und der Handlungs- bzw. Verhaltensdimension und der normativen oder Wertebene der Akzeptanz (vgl. etwa Kollmann, T., 1998, S. 108; Lucke, D., 1995, S. 82–83).
Abb. 2: „Begriffsrecherche in ausgewählten Datenbanken nach Stichwort Akzeptanz/Acceptance“ (Schade, J. 2005, S 29).
Die Einstellungsdimension (Hervorhebung durch den Verfasser) der Akzeptanz hat durch ihre definitorische Omnipräsenz den Charakter einer zentralen Dimension. Dies bedeutet, es handelt sich um eine Reaktion auf ein Objekt, welches aufgrund von Erfahrung und Wissen mit Zuneigung oder Ablehnung bewertet wird. Das schließt jedoch das Handeln aus. Vielmehr geht es hier um die Bereitschaft dazu. (vgl. Lucke D., 1995, S. 82; Kollmann T., 1998, S. 42 und S. 51–52). Eine Programmwahl im Rahmen einer parteipolitischen Umfrage etwa impliziert eine Zustimmung oder Ablehnung aber nicht die Durchführung an sich und zielt somit auf ein rein einstellungsbezogenes Akzeptanzverständnis ab. Die Handlungsdimension (Hervorhebung durch den Verfasser) zielt auf das tatsächlich beobachtbare Verhalten ab. Handeln in diesem Sinne bedeutet eine Tätigkeit ausführen bzw. nicht ausführen. Als Beispiel kann man hier den Erwerb oder die Nutzung eines Objekts als auch die Bewerbung sowie unterstützende Aktivitäten nennen. (vgl. Fraedrich, E., Lenz, B., 2015, S. 644). Ähnlich sehen auch Sauer et al. (Sauer, A. et al., 2005) die Akzeptanz „als positive Einstellung eines Akteurs einem Objekt gegenüber, wobei diese Einstellung mit Handlungskonsequenzen (auch durch Unterlassen) verbunden ist.“ (Sauer A. et al., 2005, S. I-1). Folgt man Lucke (Lucke, D., 1995), ist Akzeptanz idealtypisch dann gegeben,
„wenn Mitglieder einer Gesellschaft: A. sowohl hinsichtlich der Legitimität (eines Vorschlags, einer Meinung, einer Handlung) wie in den hierfür verlangten Begründungen, angeführten Argumenten und eingeholten Rechtfertigungen in hohem Maße übereinstimmen; B. dem Akzeptanzobjekt grundsätzlich affirmativ gegenüberstehen und diesem verstandesmäßig und emotional „zugeneigt“ sind; C. diesbezüglichen Vorschlägen und Argumenten und Maßnahmen auch im Konkreten uneingeschränkt zustimmen […] D. bereit sind, das Akzeptierte notfalls auch gegen Vorschläge und ihm widersprechende Argumente zu verteidigen.“ (Lucke, D. 1995, S. 105)
Ob Handeln im Rahmen von Akzeptanz eine Voraussetzung ist, um sie als solche anzuerkennen, wird somit unterschiedlich bewertet. Lucke nennt die Handlung als Ausdruck der ‚tatsächlichen‘ Akzeptanz. Nur wenn Einstellungen sowie Werte/Ziele und Handeln übereinstimmen, sei diese gegeben (vgl. Lucke, D., 1995, S. 82). Bezogen auf die Technologie geht Lucke noch weiter. Technologische Akzeptanz sei diejenige, „(..) mit denen der...
| Erscheint lt. Verlag | 12.3.2021 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Aus der Reihe: 'NEW MOBILITY MODE: Autonomous mobile Hospitality' |
| Aus der Reihe: 'NEW MOBILITY MODE: Autonomous mobile Hospitality' | Aus der Reihe: ‚NEW MOBILITY MODE: Autonomous mobile Hospitality‘ |
| Verlagsort | Ahrensburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Beruf / Finanzen / Recht / Wirtschaft ► Wirtschaft |
| Technik | |
| Wirtschaft | |
| Schlagworte | Akzeptanz der Elektromobilität • Akzeptanzfrage • akzeptanzmodell • Akzeptanzmodelle • Autonome Elektrifizierte mobile Hotels • Autonome elektromobile Beherbergung • autonome elektromobilität • Autonome Mobilität • autonomous electrified mobility • Autonomous mobile Hospitality • Deduktive Auswahl • Der Akzeptanzbegriff • Einstellungsdimension • Empirischer Beitrag zur Beherbergungsmobilität • Frage zu neuen Hospitality Konzepten • Induktive Kategorienbildung • Innovationsentscheidungsmodelle anwenden • Innovationsentscheidungsprozess • Lickert Ordinalskala • Methoden der Zukunftsforschung • Methoden und Modelle der Zukunftsforschung • Mobile Dienstleistungen • Mobiler Wohnraum • Mobiles Hotel • mobility as a service • Neue autonome mobile Meetingplattformen • Neue Beherbergungstypologie • Neue Mobilitätsformen • Neues Reisen • Neues Reisen und Arbeiten • Neue Tourismusformen • Ordinalskala Auswertung • Ordinalskala verwenden • Real Time Delphi verfahren • Szenarien entwickeln • Thesenfindung • Thesen und Szenarienauswahl • Thesen und Szenarienermittlung • Überzeugungsphase • Zusammenfassende Inhaltsanalyse |
| ISBN-10 | 3-347-26785-0 / 3347267850 |
| ISBN-13 | 978-3-347-26785-5 / 9783347267855 |
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