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Extremwandern und Schreiben (eBook)

Ein kulturhistorischer Streifzug von Goethe bis Hesse
eBook Download: PDF
2018 | 1. Auflage
298 Seiten
Böhlau Verlag
978-3-412-50039-9 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Extremwandern und Schreiben -  Birger Solheim
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Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine, Hermann Hesse, Johann Gottfried Seume, Manfred Hausmann und andere sind Autoren, die nicht nur gerne gewandert sind und darüber geschrieben haben, sondern auch eine Neigung zu extremen, sehr langen oder sehr schwierigen Wanderungen hatten. Das vorliegende Buch ist ein kulturhistorischer Streifzug durch deutschsprachige Wandertexte zwischen 1770 und 1930. Nicht der übertragene Sinn des Wanderns steht dabei, wie bei germanistischen Arbeiten üblich, im Vordergrund, sondern das Wandern selbst als etwas Konkretes, Praktisches und Körperliches. Wer lange unterwegs ist, muss sich warmhalten, genug und richtiges Essen zu sich nehmen, keine nassen Füße bekommen und vor allem dafür sorgen, den richtigen Weg zu finden und sich nicht zu verirren. Wie finden solche praktisch-konkreten überlegungen in den literarischen Werken Ausdruck, und was hat sich diesbezüglich im Untersuchungszeitraum geändert? Birger Solheim begnügt sich aber nicht nur damit, die Wanderliteratur zu analysieren, sondern kombiniert in seinem Buch das berufliche Interesse für Literatur mit seiner eigenen Leidenschaft für extreme Wander- und Laufprojekte und nimmt den Leser so mit auf eine einzigartige kulturgeschichtliche Reise.

Birger Solheim ist Germanist und arbeitet als Dozent an der Universität Bergen, Norwegen, mit den Schwerpunkten Wendeliteratur und akademisches Schreiben.

Birger Solheim ist Germanist und arbeitet als Dozent an der Universität Bergen, Norwegen, mit den Schwerpunkten Wendeliteratur und akademisches Schreiben.

Cover 1
Title Page 4
Copyright 5
Table of Contents 6
Body 10
Einleitung 10
Wandern und Laufen zu Goethes Zeiten 22
Goethes geheimer Ausflug bei schlechtem Wetter: Inspiration und Autonomie 28
Ein kombinierter Ritt und Lauf zum Harz im Winter 1777 33
Die Ausrüstung 33
Die Tagesetappen 34
Ein neues Verhältnis zur Natur durch hartes Wandern 36
Harzreise im Winter – eine Gedichtlektüre mit Blick auf das Laufen 38
Pädagogik und Bildung 48
Der Stoiker, Hurone und Gesundheitspionier: Seume wandert 3000 Kilometer quer durch Europa 50
Biographische Voraussetzungen für die Syrakus-Wanderung 53
Eine Kindheit auf den Füßen 53
Die erste Weitwanderung – und die Gefangennahme in Hessen 55
Militärische Erfahrung – eine Schulung in der Kunst des Überlebens 55
Begegnungen mit „Huronen“ 56
Dreimaliger Fluchtversuch zu Fuß 58
Unzufriedenheit mit „stillsitzender“ Arbeit 59
Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802 60
1. Die konkreten Reisedetails 61
2. Motive für die Reise 76
Göttingen 2016: Erste Wanderung 96
Eichendorffs „Taugenichts“: Keine Planung, wenig im Rucksack – Impulsivität als Wanderprinzip 100
Die Handlung – mit Bezug auf die Wanderung 100
Die Wanderung in Etappen 103
Ausrüstung und Geld 105
Eine neue Wanderphilosophie 107
Die Wanderphilosophie des Taugenichts zusammengefasst 113
Heines Harzreise: Tempolauf vom Brocken herunter als Kur gegen allzu viel Ironie 116
Das Wandern konkret 117
Der misslungene erste Teil der Harzwanderung 119
Die Annäherung an einen „huronischen“ Wandermodusim zweiten Teil der Harzwanderung 125
Göttingen 2016: Zweite Wanderung 132
Stifters Waldgänger: Langsames Wandern ineiner pädagogischen Utopie 136
Waldgänger – Pädagogik übertrumpft biologischen Nachwuchs 138
Inhaltsangabe mit Bezug auf Wanderung und Wanderpädagogik 139
Wo und wie weit? 142
Physische Voraussetzungen 143
Wann? 143
Ausrüstung 144
Wie schnell? 145
Wanderung als Genesung von Schmerz 148
Stifters Wanderphilosophie zusammengefasst 150
Bergkristall – oder: Der Gschaider Stolz überdie örtlichen Bergführerkenntnisse 151
Der Schneeberg – die große Herausforderung der Gschaider 152
Die Wichtigkeit guter Bergschuhe 154
Der Schneeberg als Ort eines Initiationsritus 155
Der Weg des Wanderers in das 20. Jahrhundert 158
Wald und Waldgang: Germanentum, Lebensreformoder radikaler Aristokratismus? 168
Wanderung, Germanentum, Kolonialismus und Heimat 168
Wandervogel und Lebensreform 173
Wanderung und der aristokratische Individualismus 179
Wandernde Arbeiter und Sozialisten 180
Nietzsche: Der Übermensch als Wanderer, der Wanderer als Krieger 182
Der wandernde Übermensch als Kontrast zum Komfortsuchenden „letzten Menschen“ 183
Lebensbedingungen des Übermenschen:Gefahren, Hunger, Erschöpfung 184
Gehen als Voraussetzung für das „kühne“ Denken 186
Zarathustra als Pädagoge 187
Nietzsche als Lebensreformer, Vegetarier und Nacktwanderer? 189
August Trinius’ Der Rennstieg: Expeditionsträume im Thüringer Wald 192
Kontext 193
Planung 194
Ausrüstung 196
Der Race-Report 198
Laufen als eine nationale Angelegenheit 200
Hermann Hesse: Wandern als Grenzüberquerung und friedensstiftende Tätigkeit 204
Die Wanderroute Hesses im Tessin 205
Wandern und Heimat/Nation 207
Wandern und Lebensreformdogmatismus 211
Hesses Wanderer und Nietzsche 217
Wandern konkret 221
Manfred Hausmann: Kälte, Hunger und Erschöpfung als erhöhtes Leben 222
Inhaltsangabe 222
Ausrüstung 225
Planung 229
Warum ein Extremwanderer im Modusdes Landstreichers? 230
Göttingen 2017: Der Rennsteig Supermarathon 244
Zusammenfassung und Ausblick 254
Goethe 254
Seume 256
Eichendorff und der Taugenichts 258
Heinrich Heine 261
Adalbert Stifter und Waldgänger 263
Nietzsche und Zarathustra 266
August Trinius 268
Hermann Hesse und Manfred Hausmann 268
Anmerkungen 271
Literatur 285
Sekundärliteratur 286
Danksagung 290
Abbildungsverzeichnis 291
Register 294

Erscheint lt. Verlag 1.10.2018
Verlagsort Göttingen
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften
Technik
Schlagworte Kulturgeschichte • Literaturwissenschaft • Wandern
ISBN-10 3-412-50039-9 / 3412500399
ISBN-13 978-3-412-50039-9 / 9783412500399
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