Die lebendige und sichtbahre Histori
Programmatische Themen in der Sakralarchitektur des Barock (Fischer von Erlach, Hildebrandt, Santini)
Seiten
2002
Schnell & Steiner (Verlag)
978-3-7954-1504-4 (ISBN)
Schnell & Steiner (Verlag)
978-3-7954-1504-4 (ISBN)
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Bei der Erschließung von Sinngehalt und Bedeutung sakraler Bauten wird zumeist der Ausstattungskunst ein vorrangiger Stellenwert eingeräumt. Dieser Band veranschaulicht hingegen in der Analyse von fünf hochrangigen Sakralbauten des österreichischen und böhmisch-mährischen Barocks, dass die Architektur selbst in ihrer vielgestaltigen Erscheinungsform eine inhaltliche und programmatische Konzeption verkörpert.
Der Band gliedert sich in fünf instruktiv bebilderte Einzelmonographien zu hochrangigen Sakralbauten des österreichischen und böhmisch-mährischen Barocks, in denen sich eine besondere, ungewöhnlich gestalterische Absicht verwirklicht hat. Dem methodischen Grundsatz folgend, beschreibende Architekturanalyse mit systematischer Auswertung der zeitgenössischen Quellen zu verbinden, werden die Baudenkmäler in die konkrete historische Situation der jeweiligen Bauaufgabe gestellt und mit den weltlichen wie geistlichen Anliegen und Konflikten der Bauherren verknüpft. Neue Quellen belegen teilweise überraschende Ergebnisse:
Die Salzburger Kollegienkirche bringt wie ein architektonisches Sinnbild die Erkenntnisprogrammatik einer Benediktineruniversität zum Ausdruck, die eine Ausrichtung auf die "sapienta divina" und Maria immaculata forderte. Von den Ansprüchen des habsburgischen Kaiserhauses kurz vor Beginn des Spanischen Erbfolgekrieges künden die Bauformen von St. Peter in Wien. Durch die Architektur der Barockgotik erinnert Kloster Kladrau an das goldene Zeitalter der "pietas veterum Boemorum" und an seinen Rang als Stiftung und Prälatur der böhmischen Krone. Sternfiguration und Lichtinszenierung geben der Wallfahrtskirche in Saar eine Anschauung von dem "gnaden- und wunderreichen Ort" des Johann Nepomuk. Kloster Raigern dokumentierte in der Anlehnung an die kaiserliche Architektur der Residenzstadt Wien den von ihm beanspruchten "status modenae existentiae" in einem bedrohlichen kirchenrechtlichen Konflikt.
Eine ausführliche Diskussion des Forschungsstandes und der methodischen Probleme des hier entwickelten Ansatzes - von der Architekturikonologie bis zur Kontextforschung - fasst die Fallstudien ein. Geprüft wird auch, was die Traktatliteratur der Zeit über eine inhaltlich-thematische Qualität von Baukunst aussagt.
Der Band gliedert sich in fünf instruktiv bebilderte Einzelmonographien zu hochrangigen Sakralbauten des österreichischen und böhmisch-mährischen Barocks, in denen sich eine besondere, ungewöhnlich gestalterische Absicht verwirklicht hat. Dem methodischen Grundsatz folgend, beschreibende Architekturanalyse mit systematischer Auswertung der zeitgenössischen Quellen zu verbinden, werden die Baudenkmäler in die konkrete historische Situation der jeweiligen Bauaufgabe gestellt und mit den weltlichen wie geistlichen Anliegen und Konflikten der Bauherren verknüpft. Neue Quellen belegen teilweise überraschende Ergebnisse:
Die Salzburger Kollegienkirche bringt wie ein architektonisches Sinnbild die Erkenntnisprogrammatik einer Benediktineruniversität zum Ausdruck, die eine Ausrichtung auf die "sapienta divina" und Maria immaculata forderte. Von den Ansprüchen des habsburgischen Kaiserhauses kurz vor Beginn des Spanischen Erbfolgekrieges künden die Bauformen von St. Peter in Wien. Durch die Architektur der Barockgotik erinnert Kloster Kladrau an das goldene Zeitalter der "pietas veterum Boemorum" und an seinen Rang als Stiftung und Prälatur der böhmischen Krone. Sternfiguration und Lichtinszenierung geben der Wallfahrtskirche in Saar eine Anschauung von dem "gnaden- und wunderreichen Ort" des Johann Nepomuk. Kloster Raigern dokumentierte in der Anlehnung an die kaiserliche Architektur der Residenzstadt Wien den von ihm beanspruchten "status modenae existentiae" in einem bedrohlichen kirchenrechtlichen Konflikt.
Eine ausführliche Diskussion des Forschungsstandes und der methodischen Probleme des hier entwickelten Ansatzes - von der Architekturikonologie bis zur Kontextforschung - fasst die Fallstudien ein. Geprüft wird auch, was die Traktatliteratur der Zeit über eine inhaltlich-thematische Qualität von Baukunst aussagt.
Der Autor ist Dozent für Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität zu München.
| Erscheint lt. Verlag | 22.10.2002 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Studien zur christlichen Kunst ; 4 |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 210 x 280 mm |
| Gewicht | 1990 g |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Kunstgeschichte / Kunststile |
| Technik ► Architektur | |
| Schlagworte | Architektur • Architekturgeschichte • Barock • Barock, Kunst; Architektur • [Baudenkmäler] • [Baudenkmäler] • Böhmen • Böhmen • Christliche Kunst • Fischer von Erlach • Hardcover, Softcover / Kunst/Architektur • HC/Kunst/Architektur • Hildebrandt • Kirche • Kirchen und Klöster • Kirchen und Klöster • [Kulturgeschichte] • Kunst • [Kunstgeschichte] • Kunstgeschichte • Kunsttheorie • Mähren • Mähren • Österreich • österreich • Sakralarchitektur • Sakralbau • Sakralbauten • Santini |
| ISBN-10 | 3-7954-1504-7 / 3795415047 |
| ISBN-13 | 978-3-7954-1504-4 / 9783795415044 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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