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Neid und Politik (eBook)

Eine neue Lektüre des gnostischen Mythos
eBook Download: PDF
2011 | 1. Auflage
226 Seiten
Vandenhoeck & Ruprecht Unipress (Verlag)
978-3-647-55021-3 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Neid und Politik -  Takashi Onuki
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Takashi Onuki has taken on the task of restudying and clearing up the Gnostic statements on the subject of envy in their historical, cultural and political context, especially in light of the teachings of the Gnostics. To this end he looks at the main motifs of the Gnostic myth and attempts to crystallise the mythological role of envy contained therein.In the Syrian-Egyptian version of Gnosis envy played a major role in the development of the myth. Envy in fact is the structural principle behind the myth. But psychomythical parallelism (G. Theißen) allows us to de-mythologise the myth from a psychological point of view: The Gnostics were encouraged to overcome envy and to re-establish the original state of an envyless life. Politically seen, there was a change in roles here: The Romans, a major player in their system of rule, assumed the role of the 'envier' (Jaldabaoth), whereas the Gnostics, the 'race with no ruler' or the 'true kings,' had the role of the 'envied,' even though they had denounced all political activity. In contrast, Manichaeism, which had wandered to the East, assumed an active role in political matters.This volume provides the mythological reasoning that allowed the Manichaeans to participate in politics. The different political position of the two types of Gnosis has to do with the structure of their respective salvation myths. The mythological idea of salvation, on the one hand, and the way one lives one's life are inextricably connected to a certain political attitude on the other hand. This study thus confirms one of the basic theories of the sociology of religion of Max Weber concerning the connection between religion and society.

Prof. Takashi Onuki ist seit 2009 Professor an der Jiyugakuen-Hochschule in Tokyo und Mitglied des Japanese Biblical Institute sowie der Studiorum Novi Testamenti Societas.

Prof. Takashi Onuki ist seit 2009 Professor an der Jiyugakuen-Hochschule in Tokyo und Mitglied des Japanese Biblical Institute sowie der Studiorum Novi Testamenti Societas.

Inhalt 6
Vorwort 10
Einführung 12
Kapitel I. Poetik und Philosophie des Neides in der Antike 23
1. Neid und Eifersucht im Alten Testament 23
1.1 Der Neid bei der Verteilung der Güter und Werte 23
1.2 Die Eifersucht bezüglich der Exklusivität des Verhältnisses und der Treue 26
1.3 »Außer mir gibt es keinen Gott.« 27
2. Der Neid im Neuen Testament 29
3. Pathoslehre und Neid in der hellenistischen Geistesgeschichte 33
4. Die Gnosis und der gnostische Mythos 39
5. Methodologisches: Zur »historischen Religionspsychologie« 49
Kapitel II. Der Neid in gnostischen Mythen 54
1. Negative Theologie und Theogonie 54
2. Der Fehltritt der Sophia 66
3. Der Neid des Demiurgen 71
3.1 Der Neid auf den Stärkeren 71
3.2 Der Neid als Missgunst, die anderen die eigenen Güter vorenthält 80
4. Die Schöpfung des Menschen durch den Demiurgen 84
4.1 Die Melothesia des psychischen Menschen 84
4.2 Der leuchtende Mensch 86
5. Das Kommen des Offenbarers 88
5.1 Die Schlange als »Lehrerin« 89
5.2 Andere Offenbarer außer der Schlange 92
5.3 Satan, der im Paradies Adam beneidet: eine frühjüdische und frühchristliche Tradition . 96
6. Zusammenfassung 102
Kapitel III. Die Entmythologisierung und Überwindung des Neides 104
1. Das Selbstverständnis der Gnostiker: »Die von der Welt Beneideten« 105
2. Die Realität der Gnostiker 108
2.1 Das noch im Neid gefangene Dasein 108
2.2 Das Wesen, das den Neid schon überwunden hat 110
3. Die eschatologische Ethik 111
3.1 Die individuelle Eschatologie 111
3.2 Die universalgeschichtliche Eschatologie 114
4. Die Überwindung des Neides: Eine tiefendynamische Integration 117
4.1 Der Unterschied zur stoischen und zur frühjüdischen Affektlehre 117
4.2 Die tiefendynamische Integration: Die Entmythologisierung und ihr Ermöglichungsgrund 121
4.3 Der Text des Mythos als Offenbarung 129
Kapitel IV. Gnosis und Politik (der syrisch-ägyptische Typ) 132
1. Neid und Politik in der hellenistischen Geistesgeschichte 132
1.1 Frühes Griechentum 132
1.2 Hellenistisches Judentum und Frühchristentum 138
2. Die römische Herrschaft und ihre Ideologie 143
2.1 »Pax Romana« und Kaiserkult 143
2.2 Herrschaftsideologie und Neid 147
3. Die Antithese der Gnosis 155
3.1 Thesen von Max Weber und Hans Kippenberg 156
3.2 »Das königlose Geschlecht« 159
4. Zusammenfassung 163
Kapitel V. Gnosis und Politik (der manichäische Typ) 165
1. Mani und Manichaica 165
1.1 Mani 165
1.2 Der Manichäismus im Westen 168
1.3 Der Manichäismus im Osten 171
2. Der manichäische Mythos und der Neid 173
2.1 Eine Rekonstruktion des Mythos 173
2.2 Aussagen über den Neid 178
3. Affinität zur Politik 182
3.1 Mani 183
3.2 Der östliche Manichäismus 186
4. Die mythologische Begründung für die politische Beteiligung des Manichäismus (Zusammenfassung) 190
Schluss: Neuzeit-Diskussion und Gnosis 193
1. Pro und Contra zur These Max Webers 193
2. Vorschlag für die gegenwärtige Sozialphilosophie 199
Nachwort 204
Literatur 208
Stellenregister 218

Erscheint lt. Verlag 14.9.2011
Reihe/Serie Novum Testamentum et Orbis Antiquus - Archäologica
Novum Testamentum et Orbis Antiquus - Archäologica.
Novum Testamentum et Orbis Antiquus / Studien zur Umwelt des Neuen Testaments
Novum Testamentum et Orbis Antiquus / Studien zur Umwelt des Neuen Testaments
Verlagsort Göttingen
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften Religion / Theologie Christentum
Technik
Schlagworte Antike • Gnosis • Politikgeschichte
ISBN-10 3-647-55021-3 / 3647550213
ISBN-13 978-3-647-55021-3 / 9783647550213
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