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Innovationserfolgsrechnung (eBook)

Innovationsmanagement und Schutzrechtsbewertung, Technologieportfolio, Target-Costing, Investitionskalküle und Bilanzierung von FuE-Aktivitäten
eBook Download: PDF
2008 | 2008
XIX, 481 Seiten
Springer Berlin (Verlag)
978-3-540-78249-0 (ISBN)
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(CHF 83,45)
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Um Innovationen in Unternehmen zum Erfolg zu führen, müssen Einzelprozesse betrachtet und Schlüsselphasen bewertet werden. Die Autoren stellen betriebswirtschaftliche Modelle, Berechnungsmethoden und Bewertungen von Handlungsoptionen für ein strategisches und operatives Innovationsmanagement vor. Viele Berechnungs- und Praxisbeispiele belegen, wie wichtig ein strategisches Management mit monetärer Bewertung der Einzelprozesse und des Patentportfolios ist - ganz unabhängig von der Branche.



Herr Mohnkopf ist Intellectual Property Manager bei Rolls-Royce Deutschland. Zusätzlich ist er Lehrbeauftragter für Innovationsmanagement an der FHTW Berlin. Er ist aktives Mitglied im Verein für Patentingenieure und Patentanwälte Deutschlands sowie im internationalen Verein für Lizenzwesen, Licensing Executive Society, LES. Herr Mohnkopf ist Mitinitiator der F&E Vertragsbausteine, dem sog. Berliner Vertrag. Im VDI Bezirksverein Berlin-Brandenburg leitet er den Arbeitskreis Luft- und Raumfahrttechnik und ist Mitglied des Vorstandes.

Professor Dr. habil. Wilhelm Schmeisser ist Professor an der FHTW Berlin für Betriebswirtschaft und zusätzlich an der Universität Duisburg tätig. Er ist Direktor des Kompetenzzentrums 'Internationale Innovations- und Mittelstandsforschung', Berlin, sowie Direktor der Forschungsstelle 'Europäisches Personalmanagement und Arbeitsrecht (EPAR)' an der Universität Paderborn.

Herr Mohnkopf ist Intellectual Property Manager bei Rolls-Royce Deutschland. Zusätzlich ist er Lehrbeauftragter für Innovationsmanagement an der FHTW Berlin. Er ist aktives Mitglied im Verein für Patentingenieure und Patentanwälte Deutschlands sowie im internationalen Verein für Lizenzwesen, Licensing Executive Society, LES. Herr Mohnkopf ist Mitinitiator der F&E Vertragsbausteine, dem sog. Berliner Vertrag. Im VDI Bezirksverein Berlin-Brandenburg leitet er den Arbeitskreis Luft- und Raumfahrttechnik und ist Mitglied des Vorstandes. Professor Dr. habil. Wilhelm Schmeisser ist Professor an der FHTW Berlin für Betriebswirtschaft und zusätzlich an der Universität Duisburg tätig. Er ist Direktor des Kompetenzzentrums „Internationale Innovations- und Mittelstandsforschung", Berlin, sowie Direktor der Forschungsstelle „Europäisches Personalmanagement und Arbeitsrecht (EPAR)" an der Universität Paderborn.

Herausgeber 5
Vorwort 7
Innovationserfolgsrechnung: Eine Herausforderung an die betriebswirtschaftliche Forschung und die unternehmerische Praxis 7
Inhaltsverzeichnis 11
Teil I Innovationserfolgsrechnung – Eine Forschungslücke in der Innovationsforschung 21
Der Innovationsgrad in der Erfolgsfaktorenforschung – Einflussfaktor oder Kontingenzfaktor? 22
1.1 Einführung 22
1.2 Erfolgsfaktorenforschung 23
1.3 Zusammenhang zwischen Innovationsgrad und Erfolg 27
1.4 Zusammenfassung 34
Literaturverzeichnis 35
Aufbau und Durchführung der rechnerischen Bewertung von Innovationen dargestellt an einem Fallbeispiel aus der Telekommunikationsindustrie 40
2.1 Einleitung 40
2.2 Innovationen 41
2.3 Rechnerische Bewertung von Innovationen 43
2.4 Aufbau und Durchführung der marktorientierten, rechnerischen Bewertung von Innovationen 48
2.5 Fazit 61
Literaturverzeichnis 61
Rating bzw. Bonitätsprüfung als Innovationserfolgsrechnung bei innovativen technologieorientierten ( Gründungs-) Unternehmen ( TU) 64
3.1 Zur wirtschaftlichen Bedeutung von innovativen Existenzgründungen 64
3.2 Zur Entstehung von innovativen TU 65
3.3 Zur Bonitätsprüfung im Rahmen von Kreditentscheidungen 66
3.4 Bonitätsmerkmale und Indikatoren von innovativen TU 67
3.5 Fazit 85
Innovationserfolgsrechnungen bei der Bewertung pharmazeutischer FuE- Projekte 88
4.1 Grundlegende Aspekte 88
4.2 Grundlagen der pharmazeutischen Industrie 89
4.3 Analyse pharmazeutischer FuE-Projekte 92
4.4 Bewertungsverfahren pharmazeutischer FuE-Projekte 103
4.5 Zusammenfassung und Ausblick 129
Literaturverzeichnis 130
Internetverzeichnis 134
Anhang I: Ergänzung zum Risikomanagementprozess 135
Anhang II: Prozess einer FDA/EMEA Zulassung 136
Anhang III: Entscheidungsbaum-Modell nach Stewart et al. 137
Teil II Innovationserfolgsrechnung als Patentbewertung und Bilanzierungsproblem 138
Grundlagen der Bewertung immaterieller Vermögenswerte am Beispiel der Bewertung patentgeschützter Technologien 140
5.1 Einleitung 140
5.2 Grundlagen der Bewertung 141
5.3 Patente als Bewertungsobjekte 150
5.4 Bewertung patentgeschützter Technologien auf der Grundlage des Income Approach 159
5.5 Fallbeispiel 173
5.6 Zusammenfassung 195
Literaturverzeichnis 196
Bilanzierung von F& E-Aktivitäten nach IFRS
6.1 Grundlagen 200
6.2 Einführendes Beispiel 201
6.3 Ansatz 203
6.4 Bewertung immaterieller Vermögenswerte 218
6.5 Anhangangaben 238
Literaturverzeichnis 238
Teil III Intellectual Property (IP) Management/ Patentmanagement 240
Strategisches IP Management zum Schutz von Innovationen 242
7.1 Einführung in das Innovationsmanagement 242
7.2 Ganzheitlicher Innovationsprozess als Unternehmensstrategie 250
7.3 Wertschöpfungskette 263
7.4 Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft 303
Literaturverzeichnis 305
Teil IV Qualitative Vorüberlegungen zur Innovationserfolgsrechnung im Rahmen eines Strategischen Technologiemanagements 308
Technologie-Kostenanalyse 310
8.1 Einführung in die Technologie-Kostenanalyse 310
8.2 Integration von Technologie- und Kostenmanagement 310
8.3 Kostendynamik innovativer Technologien 311
8.4 Technologiekostenanalyse (TKA) 316
8.5 Anwendungsnutzen der Technologiekostenanalyse 321
Literaturverzeichnis 322
Technologie-Bilanzierung 324
9.1 Einführung in die Technologie-Bilanzierung 324
9.2 Notwendigkeit technologischer Unternehmensbeurteilung 325
9.3 Technologie-Beurteilung komplementär zur Finanz- Bewertung 327
9.4 Erstellung einer Technologie-Bilanz 331
9.5 Kennzahlenanalyse einer Technologiebilanz 337
9.6 Unternehmensbeurteilung bedarf der Technologieund der Finanz- Perspektive 342
9.7 Zusammenfassung 342
Literaturverzeichnis 342
Technologie-Portfolio als Methodik der Inventions- und Innovationsbewertung – Prolegomena zu Metriken für Inventionen und Innovationen 344
10.1 Zur Grundidee des Technologie-Portfolios im Zusammenhang mit Innovationen 344
10.2 Anwendungen des Technologie-Portfolios 348
10.3 Technologie-Liste 355
10.4 Kriterien der Technologie-Bewertung 356
10.5 Verknüpfung der Kriterien 361
10.6 Richtungen derWeiterentwicklung des Technologie- Portfolios zur Verbesserung der Metriken 362
Literaturverzeichnis 364
Ressourcen-Bewertung von Innovationsprojekten zwischen „ lean“ und „ slack“ 366
11.1 Forschung und Entwicklung (FuE), Innovation und slack 366
11.2 Definition und Entstehungs-Zusammenhang von slack 369
11.3 Verwendung von slack 370
11.4 Einfluflgröflen von slack 372
11.5 Kombination der technologischen S-Kurve und des technologischen Wertschöpfungs- Netzes als Determinanten von FuE- Budget und slack 383
Literaturverzeichnis 385
Teil V Target Costing und Prozesskostenrechnung als Innovationserfolgsrechnungen des Technologiemanagements und des Innovationsmarketings 388
Conjointbasierte Messung von Nutzenbeiträgen von Produktfunktionen und Generierung von Zielpreisen (Target Pricing) 390
12.1 Einleitung 390
12.2 Target Costing im Überblick 391
12.3 Generierung von Target Prices und Nutzenbeiträgen von Produktfunktionen durch Conjointanalysen 394
12.4 Zusammenfassung 401
Literaturverzeichnis 402
Zur Integration des Target Costing und der Prozesskostenrechnung in den Berliner Balanced Scorecard Ansatz bei Entwicklungs- und Konstruktionsvorhaben in der Automobil- und Maschinenbauindustrie 406
13.1 Weiterentwicklung der Berliner Balanced Scorecard mittels Target Costing 406
13.2 Weiterentwicklung der Berliner Balanced Scorecard mittels Prozesskostenrechnung 424
13.3 Fazit 439
Literaturverzeichnis 440
Teil VI Zur Berechnung von Technologiestrategien und deren Umsetzung als methodisches Gesamtkonzept von Innovationsrechnungen in Form des Berliner Balanced Scorecard Ansatzes 444
Innovationsmarketingerfolgsrechnungen im Rahmen des Berliner Balanced Scorecard Ansatzes aus der Sicht einer finanzorientierten Kundenwertanalyse 446
14.1 Einleitung 446
14.2 Kundenwertmanagement als Instrument zur Bewertung von Kundenbeziehungen 448
14.3 Zum Berliner-Balanced-Scorecard-Ansatz als Grundlage einer wertorientierten Performance Messung unter besonderer Berücksichtigung eines Shareholder Value- orientierten Lösungsalgorithmus 455
14.4 Integration des FuE-Bereiches in das Modell der Berliner Balanced Scorecard 474
14.5 Zur Verbindung von Shareholder Value und Berliner Balanced Scorecard 489
14.6 Fazit 490
Literaturverzeichnis 490
Autorenverzeichnis 494
Sachverzeichnis 498

Fee Steinhoff
Kapitel 1 Der Innovationsgrad in der Erfolgsfaktorenforschung – Einflussfaktor oder Kontingenzfaktor? (S. 3-4)

1.1 Einführung

Übergeordnetes Ziel der Innovationserfolgsrechnung besteht darin, dem Innovator bewusst zu machen, welche (immateriellen) Investitionen die Verwertung einer Innovation am Markt zu verdienen hat. Die Innovationserfolgsrechung sollte darüber hinaus eine Projekt-, Investitions-, Planungs- und Kontroll- sowie Erfolgrechnung sein (Hauschildt 1994, S. 1018 f.). Bezogen auf die Funktion der Erfolgsrechung zeigt sich ein enger Zusammenhang zur sogenannten Innovations- Erfolgsfaktorenforschung.Die Erfolgsfaktorenforschung ist auf der Suche nach den relevanten Kriterien, die zwischen Erfolg und Misserfolg von Innovationen differenzieren: Aus welchen konkreten Gründen ist eine Innovation im Markt erfolgreich, während eine weitere Innovation scheitert?

Ein Blick auf die Erfolgsbilanz von Innovationsideen in der Praxis macht die Relevanz der Erfolgsfaktorenforschung deutlich: In einer branchenübergreifenden empirischen Langzeitstudie über Produktinnovationen in 116 Unternehmen erwiesen sich nur 0,6% der erhobenen 1919 Produktinnovationsideen als marktfähig und erfolgreich. Innovationsansätze durchlaufen einen spitzen Selektionstrichter: Nicht einmal 10% der Erstideen gelangten als Produkte in den Markt, davon eliminierte der Markt noch einmal ca. 70% als Flops. Von den im Markt verbliebenen Produkten brachten 46% Verlust, 33% keinen nennenswerten Gewinn und nur 21% (letztlich 0,6% – 11 von 1919) waren erfolgreich (Berth 1993, S. 217).

Die Flopratenbefunde verdeutlichen den Bedarf der Praxis anWissen zu Erfolgsfaktoren von Innovationen. Ein großer Teil der Misserfolge könnte vermieden werden, wenn Entscheider mehr relevante, zuverlässige und bewährte Informationen hätten und nutzen würden. Eine interessante Fragestellung in diesem Zusammenhang lautet: Welche Rolle spielt der Neuigkeitsgrad von Innovationen? Sind Innovationen eines geringen Neuigkeitsgrad (inkrementale Innovationen) oder aber Innovationen eines hohen Neuigkeitsgrades (radikale Innovationen) erfolgverspre chender? Beziehungsweise: Stellt der Innovationsgrad überhaupt einen Erfolgsfaktor von Innovationen dar? Oder aber vielmehr einen Kontingenzfaktor?

Der vorliegende Beitrag widmet sich dieser Fragestellung. Dazu wird zunächst ein Einblick in die Erfolgsfaktorenforschung gegeben (Abschnitt 1.2). Im Abschnitt 1.2.1 wird der Stand der Forschung zur Messung des Innovationserfolges aufgezeigt. Anschließend (Abschnitt 1.2.2) werden wesentliche Erkenntnisse der Erfolgsfaktorenforschung im Überblick dargestellt. Der dritte Abschnitt widmet sich dem Zusammenhang zwischen Innovationsgrad und Erfolg. Aufbauend auf einer Vorstellung des Innovationsgrades als mehrdimensionales Konstrukt (1.3.1) erfolgt eine Synopse vorliegender empirischer Befunde zum Erfolgseinfluss des Innovationsgrades (1.3.2). Schließlich wird der Frage nachgegangen, inwieweit der Innovationsgrad als eine Kontingenzvariable im Innovationsmanagement verstanden werden kann (1.3.3). Der Beitrag endet mit einer Zusammenfassung wesentlicher Erkenntnisse (1.4).

1.2 Erfolgsfaktorenforschung

Innovationsmanagement zielt auf Erfolg (Hauschildt 1991, S. 452). Durch geeignete Managementaktivitäten kann der Erfolg einer Innovation zwar nicht garantiert, jedoch können die Chancen auf einen Erfolg erheblich gesteigert werden (Lynn et al. 1996, S. 81). Sowohl die Praxis als auch die Wissenschaft hat daher ein großes Interesse an der Frage, was den Erfolg von Innovationen ausmacht. Erfolgsfaktoren stammen aus einer empirischen Forschungsrichtung, die schon in den 1960er Jahren des letzten Jahrhunderts begründet und danach bis heute kontinuierlich fortgesetzt wurde. Die Erfolgsfaktorenforschung zielt dabei sowohl auf strategische „Effektivität“ (das Richtige tun) als auch auf operative „Effizienz“ (es richtig, nämlich wirtschaftlich, tun). Die Entscheidung, eine Innovationsidee als Projekt zu etablieren, ist eine Effektivitätsentscheidung („das Richtige tun“). Über dieses „Ob“ hinaus beeinflusst die Priorität des Projekts seine Effektivität: Wie intensiv es im Verhältnis zu anderen Aktivitäten verfolgt wird, kann auch noch das Richtige oder das Falsche sein. Diese Entscheidung der Ressourcenzuweisung ist durch geeignete Analysemethoden zu stützen. Die darauf innerhalb eines Ressourcenbudgets erfolgende Produktentwicklung und -vermarktung ist dagegen keine Frage der Effektivität, sondern der Effizienz („es richtig tun“; Cooper 1999, S. 115 f.).

Erscheint lt. Verlag 29.4.2008
Reihe/Serie VDI-Buch
VDI-Buch
Zusatzinfo XIX, 481 S.
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Themenwelt Technik
Wirtschaft Betriebswirtschaft / Management Logistik / Produktion
Schlagworte Bewertung • Bilanz • Bilanzierung von FuE Aktivitäten • Controlling mit Technologiebilanz • Engineering Economics • eRechnung • Erfolgsfaktorenforschung • Erfolgsrechnung • FuE Trends • Führen • Innovation • Innovationserfolg • Innovationserfolgsrechnung • Innovationsmanagement • Kalkulation • Kostenrechnung • Management • Methoden • Patentbewertung • Schutz geistigen Eigentums • Spiel • Target Costing Prozesse • Technologiekostenanalyse • Technologiemarketing • Trieb
ISBN-10 3-540-78249-4 / 3540782494
ISBN-13 978-3-540-78249-0 / 9783540782490
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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