Erfolgreich kooperieren (eBook)
X, 192 Seiten
Physica (Verlag)
978-3-7908-1627-3 (ISBN)
In den letzten Jahren hat sich der Wettbewerb in vielen Branchen und Märkten drastisch verschärft. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geraten dabei zunehmend unter Wettbewerbsdruck. Einige Unternehmen reagieren auf diese Herausforderungen, indem sie verstärkt Kooperationen und Netzwerke eingehen. Daneben bestehen bei der Mehrzahl mittelständischer Unternehmen immer noch Vorbehalte gegenüber den Chancen kooperativer Zusammenarbeit. Ein hemmender Faktor ist der Mangel an fundiertem Erfahrungswissen über die Potenziale und Risiken der Vernetzung.
Die Autoren stellen ausgezeichnete Unternehmensnetzwerke aus dem Wettbewerb 'Die beste Kooperation' vor, analysieren deren Erfolgsmuster und entwickeln daraus allgemeingültige Handlungsrichtlinien für die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit. Ein Buch für Praktiker in Industrie-, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen ebenso wie für Wissenschaftler, die sich mit Kooperationen und Unternehmensnetzwerken beschäftigen.
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
1 Kooperation – Gründe und Typologisierung 10
1.1 Begriffsbestimmung: Netzwerke zwischen Markt und Hierarchie 12
1.2 Gestaltungsmerkmale und Klassifizierungsansätze 15
1.2.1 Intention und Intensität der Kooperation 15
1.2.2 Koordination der Kooperation 17
1.2.3 Lebenszyklus der Kooperation 19
1.3 Fazit 21
2 Verbreitung und Erfolg von Kooperationen im Verarbeitenden Gewerbe 22
2.1 Kooperationen im Verarbeitenden Gewerbe 23
2.2 Messung des Kooperationserfolgs 26
2.3 Wirtschaftlichkeit von Produktionskooperationen 28
2.4 Ansätze eines ganzheitlichen Kooperationscontrollings 30
2.5 Fazit 32
3 Der Wettbewerb Die beste Kooperation 34
3.1 Zielsetzung und Durchführung 35
3.2 Kooperationen bewertbar machen – Vorstellung des Modells 38
3.3 Ergebnisse der ersten beiden Wettbewerbsrunden 40
3.4 Fazit: Transfer in die Wirtschaft 42
4 Die Sieger des Wettbewerbs – Praxisbeispiele 44
4.1 Die Mitarbeiter im Mittelpunkt – Kooperation Metall Nord 46
4.1.1 Kompetenzen 48
4.1.2 Kooperationserfolg 53
4.1.3 Überblick 56
4.2 Regionale Stärken bündeln – QIC Systemverbund Kunststofftechnik GmbH 57
4.2.1 Kompetenzen 58
4.2.2 Kooperationserfolg 61
4.2.3 Überblick 64
4.3 Erfolgreiche Reorganisation – ISOLAR 65
4.3.1 Kompetenzen 66
4.3.2 Kooperationserfolg 71
4.3.3 Überblick 74
4.4 Durch Modularität zum Systemangebot – ST.E.P Stein Expertenpool 75
4.4.1 Kompetenzen 77
4.4.2 Kooperationserfolg 81
4.4.3 Überblick 84
4.5 Gemeinsamer Service in China – GMS German Machine Tool Service 85
4.5.1 Kompetenzen 87
4.5.2 Kooperationserfolg 91
4.5.3 Überblick 93
4.6 Kooperierend zur Marktführerschaft – REISSWOLF Akten- und Datenvernichtung GmbH 94
4.6.1 Kompetenzen 94
4.6.2 Kooperationserfolg 98
4.6.3 Überblick 102
4.7 Handwerk mit Ideen – Raumfabrik GmbH 103
4.7.1 Kompetenzen 104
4.7.2 Kooperationserfolg 108
4.7.3 Überblick 111
4.8 Ein Start-Up-Netzwerk in der Biotechnologie – Gene Team 112
4.8.1 Kompetenzen 114
4.8.2 Kooperationserfolg 118
4.8.3 Überblick 120
4.9 Dank Kooperation zum Turnaround – Maschinenbaukooperation Wuppertal 121
4.9.1 Kompetenzen 123
4.9.2 Kooperationserfolg 127
4.9.3 Überblick 129
4.10 Das Konzept der virtuellen Fabrik – Virtuelle Fabrik Baden-Württemberg 130
4.10.1 Kompetenzen 131
4.10.2 Kooperationserfolg 135
4.10.3 Überblick 137
5 Erfolgsmuster und Erfolgsfaktoren der Sieger 138
5.1 Übertragbare Erfolgsmuster der besten Kooperationen 140
5.1.1 Allgemeingültige Erfolgsmuster 140
5.1.2 Erfolgsmuster typspezifischer Kooperationen 143
5.2 Übertragbare Erfolgsmuster der besten Partnerunternehmen 150
5.3 Methodik zur Suche nach Kooperationsansätzen 152
5.3.1 Kernkompetenzanalyse: Welche Kompetenzen sind die richtigen? 154
5.3.2 Kooperationsbenchmarks: Welche Partner sind die richtigen? 156
5.3.3 Kooperationsnutzenanalyse: Welche neuen Ansätze sind vielversprechend? 157
5.4 Fazit 159
6 Ausblick: Sind Kooperationen kleiner und mittlerer Unternehmen noch ein Thema für die angewandte Forschung? 160
Anhang 164
A.1 Mitglieder der Jury 164
A.2 Bewerbungsbogen 165
A.3 Selbstcheck Kooperation 181
A.4 Glossar 187
Literaturverzeichnis 192
Abbildungsverzeichnis 196
Autorenverzeichnis 200
5.1 Übertragbare Erfolgsmuster der besten Kooperationen 5.1.1 Allgemeingültige Erfolgsmuster „Gute" Kooperationen zeichneten sich im Wettbewerb durch überdurchschnittliche Ergebnisse sowohl bei weichen als auch bei harten Bewertungsfaktoren aus. Diese Kooperationen überzeugen in beiden Feldern, die durch den Bewerbungsbogen des Wettbewerbs zur Bewertung herangezogen wurden: Zum einen verfügen sie über hervorragende Kompetenzen als Bündel aus Fähigkeiten und Ressourcen, die sie sich durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit erschlossen haben. Zum anderen können sie auch überdurchschnittliche Ergebnisse vorweisen, die durch diese Kompetenzenerzielt werden konnten.
Die Analyse und Bewertung der teilnehmenden Kooperationen lässt auf einige grundsätzliche Erfolgsfaktoren und Erfolgsmuster schließen. Ein ausgeprägtes Vertrauensverhältnis zwischen den Partnerunternehmen wird dabei als Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Kooperation am häufigsten genannt. Offenheit, zahlreiche Kontakte und eine transparente Vorgehensweise sind Möglichkeiten, Vertrauen zu erzeugen. Das Vertrauen kann dabei auch als Maß für den Entwicklungsgrad einer Kooperation angesehen werden. Hier zeigt sich: Je weiter die Kooperation vorangeschritten ist, desto stärker stellt sich auch der Erfolg der Zusammenarbeit zwischen den Partnerunternehmen ein.
Etwas differenzierter lässt sich dieses Vertrauen als Basis der Kooperation noch weiter untergliedern. Es bieten sich dreierlei Sichtweisen auf den Erfolgsfaktor Vertrauen aus Sicht der Partnerunternehmen an, die jede für sich genommen erfüllt sein müssen:
-
Vertrauen in sich selbst: Die Partner müssen zunächst ein hohes Maß an „Selbst-"Vertrauen mit in die Kooperation bringen. Erst wenn die Partner zu Recht von ihrer Kompetenz und Leistungsfähigkeit überzeugt sind, sind sie auch als Kooperationspartner interessant für andere leistungsfähige Unternehmen. Kooperationen sind kein letzter Strohhalm für schwache Unternehmen, die alleine keine Überlebenschance besitzen.
-
Vertrauen in die Partner: Starke Unternehmen suchen nur dann die Partnerschaft zu anderen Unternehmen, wenn sie sich von dieser Zusammenarbeit eine Verbesserung erwarten, die vielfältiger Natur sein kann. Somit steigt entsprechend die Kooperationsbereitschaft in der Kooperation mit dem Niveau der beteiligten Partnerunternehmen.
-
Vertrauen in die Kooperation: Letztlich müssen die Partnerunternehmen vor allem von der Kooperationsidee überzeugt sein. Sie müssen sicher sein, dass sie in der Partnerschaft mit den anderen in der Kooperation befindlichen Unternehmen mehr erreichen können als es ihnen alleine jemals möglich wäre. Gerade der Aspekt des Vertrauens in die Kooperation hängt sehr stark von einem Erfolgsfaktor ab, der gleichermaßen den Ausschlag für Erfolg oder Misserfolg jedes Unternehmens gibt: die Güte der Geschäftsidee. Die zukunftsrobuste Geschäftsidee einer Kooperation zeichnet sich dadurch aus, dass sie die Vorteilhaftigkeit der Zusammenarbeit für alle Interessensgruppen in einfachen und verständlichen Worten beschreibt. Dabei muss der Nutzen sowohl für die Partner der Kooperation als auch für die Zielgruppen klar ersichtlich sein. Man spricht in diesem Kontext auch von einer Win-win-Situation für alle Beteiligten (vgl. Abb. 5.1-2). Das beste Vertrauensverhältnis zwischen den Partnern bleibt jedoch wertlos, wenn aus Sicht der Beteiligten nicht sichergestellt ist, dass der seitens der Partner eingebrachte Aufwand höher ist als der entsprechende Nutzen den die Partner durch die Zusammenarbeit erzielen. Dabei kann der Nutzen für die Partner allerdings auch durchaus erst auf längere Sicht und damit zeitverzögert entstehen. (folgt Abbildung 5.1-2)
| Erscheint lt. Verlag | 6.12.2005 |
|---|---|
| Zusatzinfo | X, 192 S. 53 Abb. |
| Verlagsort | Heidelberg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Technik |
| Wirtschaft ► Betriebswirtschaft / Management ► Unternehmensführung / Management | |
| Schlagworte | Dienstleistung • Engineering Economics • Erfolg • Forschung • Handwerk • Industrie • KMU • Kooperation • Kooperationen • Netzwerk • Netzwerke • Praxis • Unternehmenskooperationen • Unternehmensnetzwerk • Unternehmensnetzwerke • Vernetzung • Wettbewerb |
| ISBN-10 | 3-7908-1627-2 / 3790816272 |
| ISBN-13 | 978-3-7908-1627-3 / 9783790816273 |
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