Selinus II
Reichert, L (Verlag)
978-3-89500-708-8 (ISBN)
The ancient city of Selinous on Sicily is known for its magnificent temples and impressive city walls (published in the first volume of the Selinous series) from the Greek period. The ruins from the period of the Punics have been noted to a lesser degree. Selinous, which was founded in the 7th cent. BC by Greek colonists, had developed into a flourishing town, when it was conquered by the Carthagians and heavily destroyed in 409 BC. The second volume of the Selinous series deals with the Punic period of the history of the town, focusing on the years between the Greek period of glory and the abandonment of the settlement in 250 BC.The comprehensive publication on the Punic remains adds immensely on the knowledge of Punic Selinous. On the basis of a detailed map of the acropolis, Sophie Helas analyses the living quarters and their uraban context (stoa with shops, sanctuaries, 'official' buildings). More than 60 buildings are published for the first time with new plans and reconstructions. Therefore the publication makes a significant contribution to the understanding of the Punic living environment in the western Mediterranean. A synthetic part is followed by detailed catalogues of the houses and their equipment, digressions by architects as well as a presentation of the excavation results of the Punic layers.The author is always concerned to imbed and analyse the cultural elements. The potential of Selinous regarding questions of acculturation is especially important. The new settlers, who occupied the ruins of the Greek city in the last third of the 4th cent. BC, differed from the former inhabitants markedly: Writing and material culture are related to the Phoenician-Punic cities of the western Mediterranean, especially to Carthage. The change of the appearance of the city and of the houses results out of the necessities and ideals of the new settlers. The publication ends with a detailed analysis of the degree, dimension and time of the Hellenisation of the Punic architecture. The volume is supplied with a detailed Italian summary. Die antike Stadt Selinunt auf Sizilien ist vor allem durch die großartigen Tempelbauten und die beeindruckenden Stadtmauern der griechischen Zeit bekannt, die im ersten Band der Selinus-Reihe vorgelegt wurden. Die Ruinen, die auf die Zeit der punischen Bewohner zurückgehen, haben dagegen weniger Beachtung gefunden. Nachdem Selinus im 7. Jahrhundert v. Chr. von griechischen Kolonisten gegründet worden und zu einer blühenden Stadt herangewachsen war, wurde die Stadt im Jahre 409 v. Chr. von den Karthagern eingenommen und stark zerstört. Die ehemals griechische Gründung geriet nun unter karthagische Herrschaft. Der neu erschienene Band II der Selinus-Reihe behandelt diese punische Periode der Stadtgeschichte, die zwischen der griechischen Blütezeit und der völligen Aufgabe der Siedlung im Jahre 250 v. Chr. liegt. Es geht um die archäologischen Reste des punischen Selinunts, die bereits seit einigen Jahrzehnten ausgegraben wurden. Die umfassende Publikation zur punischen Wohnkultur trägt entscheidend zur Kenntnis des punischen Selinunts bei. Auf der Grundlage eines steingerechten Planes der Akropolis, der dem Buch beiliegt, beschreibt Sophie Helas die Wohnhäuser und ihr Umfeld (Ladenstoa, Heiligtümer, 'öffentliche' Gebäude) ausführlich. Über 60 Gebäude werden in neuen, detailreichen Plänen und Rekonstruktionen erstmals vorgelegt. Die Publikation leistet so einen zentralen Beitrag zur Erschließung der punischen Lebenswelt des westlichen Mittelmeerraumes. Auf einen synthetischen Teil folgen ausführliche Kataloge zu den Häusern und ihren Ausstattungselementen, Exkurse beteiligter Bauforscher sowie eine Vorlage der Stratigrafie, der Befunde und des Fundmaterials aus den punischen Schichten. Dabei geht es der Autorin immer auch um die Analyse der kulturellen Elemente. Gerade in Hinsicht auf Fragen der Akkulturation besitzt Selinunt große Aussagekraft. Die neuen Bewohner, die sich im letzten Drittel des 4. Jahrhunderts in den Ruinen der griechischen Stadt einrichteten, unterschieden sich von der Vorgängerbevölkerung in vielerlei Hinsicht: Die Schrift- und Sachkultur ist mit derjenigen der punisch-phönizischen Städte des westlichen Mittelmeerraumes, insbesondere Karthagos, verwandt. Die Veränderungen des städtischen Erscheinungsbildes und der Wohnhäuser wurden von den Bedürfnissen und Idealvorstellungen der neuen Bevölkerung geleitet und deuten auf ein anderes Verständnis von Stadt als Lebensraum. In diesem Spannungsfeld zwischen punischer Tradition und griechischen Einfluss schließt die Arbeit mit einer differenzierten Analyse von Grad, Ausmaß und Zeitpunkt der Hellenisierung der punischen Wohnarchitektur.Der Band ist mit einer ausführlichen Zusammenfassung in italienischer Sprache ausgestattet.Über diese Reihe:Seit 1973 erscheinen in der renommierten Reihe „Sonderschriften des Deutschen Archäologischen Instituts Rom“ Monographien zu bedeutenden Forschungen in Italien und Nordafrika. In Vorbereitung sind Studien zu herausragenden Bauten der griechisch-römischen Antike wie dem Poseidontempel in Paestum, den Befestigungen des antiken Syrakus oder dem Kolosseum in Rom. L’antica città di Selinunte in Sicilia è nota sopratutto per i magnifici templi e le imponenti mura urbane di età greca, presentate nel primo volume della serie Selinus, mentre le rovine di età punica hanno suscitato minore attenzione. Dopo essere stata fondata nel VII sec. a.C. da coloni greci ed essersi sviluppata in una fiorente polis, nel 409 a.C. Selinunte venne sconfitta dai Cartaginesi. Quella che era stata una fondazione greca divenne dominio cartaginese. Il volume II della serie Selinus tratta il periodo punico della storia della città, dalla fioritura greca al completo abbandono dell’impianto nel 250 a.C. L’esauriente pubblicazione sulla cultura punica dell’abitare contribuisce in maniera decisiva alla conoscenza della Selinunte punica. Sulla base di una pianta dettagliata dell’acropoli, allegata al volume, Sophie Helas descrive in modo particolareggiato l’edilizia abitativa e gli edifici circostanti (stoa con botteghe, santuari, edifici ‘pubblici’). Vengono presentati per la prima volta oltre 60 edifici con nuove piante e ricostruzioni dettagliate. La pubblicazione fornisce quindi un contributo essenziale per lo studio del mondo punico del Mediterraneo occidentale. Una prima parte sintetica è seguita da dettagliati cataloghi sulle case e i loro arredi, trattazioni di architetti che hanno partecipato allo scavo e presentazione dei risultati di scavo inclusi i reperti degli strati punici. L’autrice analizza inoltre gli elementi culturali. Proprio per quanto concerne la questione dell’acculturazione il caso di Seliunte è molto eloquente. I nuovi abitanti che si insediarono nell’ultimo terzo del IV secolo nelle rovine della città greca si distinguono dalla popolazione precedente da molti punti di vista. La cultura scritta e materiale è vicina a quella delle città punico-fenicie del Mediterraneo occidentale, in particolare Cartagine. Le trasformazioni del quadro urbano e degli edifici abitativi sono guidate dalle esigenze e dalle concezioni ideali della nuova popolazione e indicano una diversa idea della città come spazio vitale. In questa contrapposizione tra tradizione punica e influenza greca il lavoro si chiude con un’analisi differenziata su grado, diffusione e periodo dell’ellenizzazione dell’architettura abitativa punica.Il volume contiene un dettagliato riassunto in lingua italiana.
Sophie Helas- Jahrgang 1969- Studium der Klassischen Archäologie, Alten Geschichte und Italienischen Romanistik in Köln und Heidelberg- 1999 Dissertation in Klassischer Archäologie in Köln- 2000/2001 Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts- wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Gießen (1999-2001), am Deutschen Archäologischen Institut der Abteilung Rom (2002-2008) und an der Universität Bonn (seit 2010).- Forschungschwerpunkt: Urbanistik
„Auf knapp vierhundert Seiten legt Sophie Helas die Befunde der punischen Siedlungsphase von Selinunt vor, wobei sie sich erhaltungsbedingt in erster Linie auf die Architektur stützt. Folgt man ihren einleitenden Ausführungen (5, 19), so liegt das Ziel der Arbeit darin, die Kenntnis der punischen Kultur zu verbessern und dazu beizutragen, die Lebenswelt der punischen Bewohner zu rekonstruieren. Diese Ziele wurden mit der hier vorliegenden Publikation zweifelsohne erreicht,vielleicht sogar übertroffen. Die Arbeit besticht nicht nur durch konzise Fragestellungen und konsequente Systematik in Aufbau und Gliederung, sondern auch durch einen äußerst kritischen Umgang mit den Pimärquellen und durch Sorgfalt bei den darauf basierenden Interpretationen. (...) (A)uch die aus den Grabungen gewonnenen Erkenntnisse (sind) gut nachvollziebar und von großer Relevanz. Es wäre zweifelsohne ein lohnenswertes Unterfangen, nach der nun mustergültig vorgelegten Architektur auch die übrige materielle Kultur der punischen Siedlungsphase einer übergreifenden Analyse zu unterziehen.“Sabine LadstätterIn: Bonner Jahrbücher Bd. 214 (2014), S. 343-346.-----------------------------------„Wie auch der letztgenannte Punkt zeigt, fehlt es in Selinunt wie an vielen anderen Stätten des antiken Sizilien weder an Ausgrabungen noch an der Produktion wissenschaftlicher Texte,sondern an einer hinreichenden Aufarbeitung und Vorlage der Grabungsbefunde. Oft verhindert dieser Mangel schon im Ansatz die Überprüfung grundlegender Elemente, die für ein Verständnis der Siedlungsgeschichte einzelner Orte und die Rekonstruktion umfassenderhistorischer Szenarien unablässig sind. Mit ihrer Untersuchung zur punischen Stadt auf der Akropolis von Selinunt hat Sophie Helas einen wichtigen Beitrag geleistet, um diesen Mangel zu beheben. Ihre Publikation zeigt eindrücklich, welches Potential das frühhellenistische Selinunt für die Erforschung der Siedlungsgeschichte Westsiziliens und der punischen Urbanistik und Architektur besitzt.“In: Göttinger Forum für Altertumswissenschaften 18 (2015), S. 1121-1135.--------------------------------------“Appuyé sur une illustration de très bonne qualité et des plans exceptionnellement beaux, ainsi que sur des annexes importantes et plusieurs catalogues, cet ouvrage, qui surprend au début le lecteur par des généralités méthologiques qui pourront paraître superflues, fournit à la fois un matériel original, riche et bien présenté, et une réflexion pertinente, appuyée sur un sens critique acéré qui ne tombe jamais dans la surinterprétation. C’est une contribution majeure à notre connaissance de la civilisation punique, fondée sur l’étude d’une ville qui avait été grecque mais ne l’était plus du tout à la période considérée.”Jacques des CourtilsIn: Bryn Mawr Classical Review 2012.10.50 http://bmcr.brynmawr.edu/2012/2012-10-50.html (21. November 2012)
| Erscheint lt. Verlag | 30.1.2012 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Sonderschriften des Deutschen Archäologischen Instituts Rom |
| Zusatzinfo | 75 Pläne und 6 Faltkarten als Beilage |
| Verlagsort | Wiesbaden |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 245 x 340 mm |
| Gewicht | 3330 g |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Archäologie |
| Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► Altertum / Antike | |
| Technik ► Architektur | |
| Schlagworte | Alte Geschichte • Altertumswissenschaften • Antike • Archäologie • Klassische Archäologie • Selinunt • Selinus |
| ISBN-10 | 3-89500-708-0 / 3895007080 |
| ISBN-13 | 978-3-89500-708-8 / 9783895007088 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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