Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de
Transnationale Ungleichheitsforschung -

Transnationale Ungleichheitsforschung

Eine neue Herausforderung für die Soziologie
Buch | Softcover
356 Seiten
2008
Campus (Verlag)
978-3-593-38581-5 (ISBN)
CHF 64,40 inkl. MwSt
Soziale Ungleichheit im globalen Kontext
An der Soziologie wird häufig kritisiert, dass sie sich auf national begrenzte Untersuchungsfelder beschränkt. Das gilt für die soziologische Ungleichheitsforschung in besonderem Maße. Eine weltgesellschaftliche Öffnung der Soziologie ist heute jedoch unabdingbar. Die Beiträge des Bandes nähern sich dieser Aufgabe unter empirischen wie theoretischen Gesichtspunkten und legen einen Grundstein für die auch gesellschaftspolitisch notwendige Erweiterung der sozialwissenschaftlichen Ungleichheitsforschung. Mit Beiträgen von Reinhard Kreckel, Stefan Hradil, Walter Müller, Martina Löw, Volker Bornschier, Johannes Berger, Cornelia Klinger und anderen.

Die Herausgeberinnen und Herausgeber arbeiten am Institut für Soziologie der Universität Halle und am Institut für Hochschulforschung Wittenberg.

Inhalt


Einleitung
Michael Bayer, Gabriele Mordt, Sylvia Terpe

Teil 1: Welche Ebene(n)?
Soziologie der sozialen Ungleichheit im globalen Kontext
Reinhard Kreckel

Entleert sich die Mitte wirklich?
Einige Überlegungen zur Milanovic-These über die
internationale Einkommensungleichheit
Walter Müller und Steffen Schindler

Zur Entwicklung der sozialen Ungleichheit im Weltsystem:
Fakten, offene Fragen und erste Antworten
Volker Bornschier

Wachsende Einkommensungleichheiten und was wir
dagegen tun können: Eine Aktualisierung der
Theorie Simon Kuznets’
Stefan Hradil

Teil 2: Welche Kategorie(n)?
Zwischen Haus und Welt: Zur sozialtopologischen Situierung
der Kategorien Klasse, Rasse und Geschlecht. Ein Versuch
Cornelia Klinger


Skalierungen von Belang: Die Raumdimensionen
sozialer Ungleichheitsforschung
Martina Löw

Alter, Generation und globale Ungleichheit:
Generationsverhältnisse in der werdenden Weltgesellschaft
Reinhold Sackmann

Teil 3: Welche Sphäre(n)?
Soziale Ungleichheit in Marktwirtschaften
Johannes Berger

Ökonomische Quellen sozialer Ungleichheit
Thomas Hanf

Die soziale Verantwortung von Unternehmen: Auf dem Weg
zu einer neuen, in den Markt eingebetteten Moralität?
Ronen Shamir

Autorinnen und Autoren

Sachregister

Einleitung Michael Bayer, Gabriele Mordt, Sylvia Terpe Die Soziologie konstituierte sich als die Wissenschaft von der modernen Gesellschaft. Beide Schlüsselbegriffe – Moderne und Gesellschaft – sind jedoch immer noch sowohl hinsichtlich ihrer theoretischen Fassung als auch ihrer materialen Füllung umstritten. Dieses grundlagentheoretische Problem ist zuletzt im Kontext der Globalisierungsdiskussionen wieder ins Bewusstsein gerückt. Es betrifft nicht nur den Bereich der soziologischen Theoriebildung im engeren Sinne, sondern wirkt sich auch auf die Art und Weise aus, wie soziologische Teildisziplinen arbeiten, welche Probleme sie wahrnehmen, wie sie diese zu definieren und zu erklären suchen. Doch wie lässt sich der scheinbar paradoxe Umstand erklären, dass eine Disziplin über ein Jahrhundert hinweg außerstande ist, die für ihr Selbstverständnis zentralen Begriffe in einer allgemein akzeptierten Weise zu klären? Die wissenschaftshistorischen Aspekte dieser Frage können wir in diesem Rahmen nicht angemessen würdigen. Aber eine Identifikation der zentralen theoretischen Streitfragen wirft auch ein erhellendes Licht auf die Herausforderungen einer sich globalisierenden Ungleichheitsforschung. Diese sieht sich nicht nur mit dem Vorwurf konfrontiert, blind zu sein für jene Ungleichheiten, die sich im Zuge der Globalisierung ausgebildet hätten, sondern darüber hinaus auch die sie erzeugenden Konstellationen und Mechanismen nicht angemessen erfassen und analysieren zu können (Beck 2006: 266). Der Begriff der Gesellschaft stellte, will man es überspitzt ausdrücken, lange Zeit nicht mehr als eine Residualkategorie dar. Gesellschaft ist das, was übrig bleibt, wenn sich im Zuge des Modernisierungsprozesses Teilsysteme auszudifferenzieren beginnen. Sie ist das, was noch nicht erklärt ist, wenn aus den empirisch vorfindlichen, komplexen Phänomenen die ökonomischen und politischen Institutionen analytisch extrahiert worden sind, oder, anders herum betrachtet, sie ist das Substrat, auf das mehr oder weniger genau spezifizierte Teilsysteme einwirken. Darüber hinaus wurde davon ausgegangen, dass diese Teilsysteme – Staat (oder Politik), Markt (oder Wirtschaft) und Zivilgesellschaft (oder Gesellschaft/Kultur) – eigenen Entwicklungslogiken folgen. Beide Annahmen gemeinsam – die der Differenzierung und die der autonomen Funktionslogiken – stellten ein selbstverständliches und kaum mehr hinterfragtes Hintergrundwissen in den Sozialwissenschaften dar (vgl. Wallerstein 2000: 307).

Erscheint lt. Verlag 13.5.2008
Co-Autor Johannes Berger, Volker Bornschier, Thomas Hanf, Stefan Hradil, Cornelia Klinger, Reinhard Kreckel, Martina Löw, Walter Müller, Reinhold Sackmann, Steffen Schindler, Ronen Shamir
Zusatzinfo 12 Grafiken
Verlagsort Weinheim
Sprache deutsch
Maße 140 x 215 mm
Gewicht 445 g
Themenwelt Sozialwissenschaften Soziologie Allgemeines / Lexika
Sozialwissenschaften Soziologie Spezielle Soziologien
Schlagworte Gerechtigkeitsforschung • HC/Soziologie/Sozialstrukturforschung • Soziale Ungleichheit • Sozialstruktur • Ungleichheit • Ungleichheitsforschung • Ungleichheit /Soziale
ISBN-10 3-593-38581-3 / 3593385813
ISBN-13 978-3-593-38581-5 / 9783593385815
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
Mehr entdecken
aus dem Bereich