Selbstbestimmung als Konstruktion
Alltagstheorien behinderter Frauen und Männer
Seiten
1999
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-8100-2454-1 (ISBN)
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-8100-2454-1 (ISBN)
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Private Unabhängigkeit und Selbstverantwortung machen die moderne Existenz aus. Doch erst seit Mitte diesen Jahrhunderts ist es auch chronisch kranken und behinderten Menschen möglich, persönliche Autonomie für sich zu reklamieren. Die neoliberale Moderne gibt ihnen die Freiheit; zugleich baut sie neue Barrieren auf.
In dieser Studie wird der Stellenwert von Selbstbestimmung in Gesundheitsversorgung, Rehabilitation und Bioethik untersucht.
Im theoretischen Teil werden Historizität und Ambivalenz des Autonomiekonzepts herausgearbeitet. Die Selbstbestimmung behinderter Menschen wird gekennzeichnet als Befreiung aus der feudalistischen Struktur des Asylmodells, von dem die Versorgungsstrukturen der Behindertenhilfe auch heute noch geprägt sind. Anschließend werden narrativ strukturierte Einzelfallstudien vorgestellt, in denen körperlich beeinträchtigte Frauen und Männer ihre Alltagstheorien und Erfahrungen bei der Verwirklichung eines selbstbestimmten Lebens schildern.
Im Ergebnis läßt sich zeigen, daß der Autonomiegedanke verschiedene Konstruktionen beinhaltet, bei denen politische, instrumentelle, therapeutische und kreative Dimensionen eine zentrale Rolle spielen.
In dieser Studie wird der Stellenwert von Selbstbestimmung in Gesundheitsversorgung, Rehabilitation und Bioethik untersucht.
Im theoretischen Teil werden Historizität und Ambivalenz des Autonomiekonzepts herausgearbeitet. Die Selbstbestimmung behinderter Menschen wird gekennzeichnet als Befreiung aus der feudalistischen Struktur des Asylmodells, von dem die Versorgungsstrukturen der Behindertenhilfe auch heute noch geprägt sind. Anschließend werden narrativ strukturierte Einzelfallstudien vorgestellt, in denen körperlich beeinträchtigte Frauen und Männer ihre Alltagstheorien und Erfahrungen bei der Verwirklichung eines selbstbestimmten Lebens schildern.
Im Ergebnis läßt sich zeigen, daß der Autonomiegedanke verschiedene Konstruktionen beinhaltet, bei denen politische, instrumentelle, therapeutische und kreative Dimensionen eine zentrale Rolle spielen.
Anne Waldschmidt (Dr. rer. pol.) ist Professorin für Soziologie in der Heilpädagogik, Sozialpolitik und Sozialmanagement an der Universität zu Köln. Forschungsschwerpunkte: Biopolitik, Gen- und Reproduktionstechnologien, Normalität und Abweichung, Sozial- und Behindertenpolitik, Disability Studies, Diskurstheorie und -analyse.
| Sprache | deutsch |
|---|---|
| Maße | 148 x 210 mm |
| Gewicht | 355 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Soziologie |
| Schlagworte | Autonomie • Behinderte • Behinderter • Hardcover, Softcover / Soziologie/Sonstiges • HC/Soziologie/Sonstiges • Selbstbestimmung |
| ISBN-10 | 3-8100-2454-6 / 3810024546 |
| ISBN-13 | 978-3-8100-2454-1 / 9783810024541 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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