Historizität
Waxmann (Verlag)
978-3-8309-1860-8 (ISBN)
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Unsere Gegenwart ist durchdrungen von Geschichte und Geschichtlichem. Dies gilt für Alltagswissen und Alltagshandeln ebenso wie für Weltbilder und materielle Erzeugnisse. Ob wir die Dynamik kultureller Austauschprozesse studieren oder einzelne Kultursegmente in den Blick nehmen, ob wir uns auf der Mikro- oder der Makroebene der Kultur bewegen, grundsätzlich meldet das kulturell Ererbte seinen Machtanspruch an. Kompetente kulturanthropologische Arbeit kommt demnach nicht ohne historische Forschung und ohne das Wissen um die Wirkmächtigkeit des Vergangenen in der Gegenwart aus.
Dieser Band präsentiert die Beiträge der Hochschultagung der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde zum Thema "Historizität als Aufgabe und Perspektive" vom 21.-23. September 2006 am Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Universität Münster. Historizität wird dabei aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet: Themen sind der Umgang mit (DDR-)Geschichte im heutigen Städtebau in Halle (Andrea Hauser) und in einer Erfurter Ausstellung (Jutta Buchner-Fuhs), die Vermarktung und Medialisierung des Historischen an den Beispielen Mondkalender (Helmut Groschwitz), Doku-Soaps (Michaela Fenske) und Hollywood-Spielfilm (Silke Meyer). Bernd Rieken diskutiert historische Argumentationsmuster in der Berichterstattung zum Hurrikan Katrina aus dem Jahr 2005 und Andreas Hartmann geht der anthropologischen Dimension der Wiederholung nach. Fachgeschichte wird aus konstruktivistischer (Lioba Keller-Drescher), performanztheoretischer (Herman Roodenburg) und diskursanalytischer (Friedemann Schmoll) Perspektive erörtert. Daniel Drascek, Christel Köhle-Hezinger, Barbara Krug-Richter und Michael Simon kommentieren die Beiträge.
Silke Meyer, Dr. phil., geb. 1971, hat an den Universitäten Tübingen, Münster und Sheffield Anglistik, Kunstgeschichte und Volkskunde/Europäische Ethnologie studiert. 2002–2004 DAAD-Hochschullektorin im German Department der Nottingham University, 2004–2010 Universitäts-Assistentin am Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Universität Münster, seit September 2010 Universitäts-Assistentin am Institut für Geschichtswissenschaften & Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck.
Ruth-E. Mohrmann, Prof. Dr., (1945–2015) Studium der Volkskunde, Geschichte und Germanistik in Marburg, Kiel und München. Promotion 1975, 1976–1986 wiss. Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich ‚Vergleichende Städteforschung‘ an der Universität Münster. 1986 Habilitation in Münster, 1988–1993 Professorin für Volkskunde an der Universität Bayreuth, 1993–2011 Professorin und Direktorin des Seminars für Volkskunde/Europäische Ethnologie an der Universität Münster. Vorsitzende der Volkskundlichen Kommission für Westfalen.
Volkskunde und Geschichte – eine Zusammenarbeit, die lohnender nicht sein könnte. – Annika Sommersberg in: Zeitschrift für Volkskunde, 104. Jg. Bd. II. 2008.
Unsere Gegenwart ist durchdrungen von Geschichte und Geschichtlichem. Dies gilt für Alltagswissen und Alltagshandeln ebenso wie für Weltbilder und materielle Erzeugnisse. Ob wir die Dynamik kultureller Austauschprozesse studieren oder einzelne Kultursegmente in den Blick nehmen, ob wir uns auf der Mikro- oder der Makroebene der Kultur bewegen, grundsätzlich meldet das kulturell Ererbte seinen Machtanspruch an. Kompetente kulturanthropologische Arbeit kommt demnach nicht ohne historische Forschung und ohne das Wissen um die Wirkmächtigkeit des Vergangenen in der Gegenwart aus.Dieser Band präsentiert die Beiträge der Hochschultagung der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde zum Thema "Historizität als Aufgabe und Perspektive" vom 21.-23. September 2006 am Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Universität Münster. Historizität wird dabei aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet: Themen sind der Umgang mit (DDR-)Geschichte im heutigen Städtebau in Halle (Andrea Hauser) und in einer Erfurter Ausstellung (Jutta Buchner-Fuhs), die Vermarktung und Medialisierung des Historischen an den Beispielen Mondkalender (Helmut Groschwitz), Doku-Soaps (Michaela Fenske) und Hollywood-Spielfilm (Silke Meyer). Bernd Rieken diskutiert historische Argumentationsmuster in der Berichterstattung zum Hurrikan Katrina aus dem Jahr 2005 und Andreas Hartmann geht der anthropologischen Dimension der Wiederholung nach. Fachgeschichte wird aus konstruktivistischer (Lioba Keller-Drescher), performanztheoretischer (Herman Roodenburg) und diskursanalytischer (Friedemann Schmoll) Perspektive erörtert. Daniel Drascek, Christel Köhle-Hezinger, Barbara Krug-Richter und Michael Simon kommentieren die Beiträge.
| Reihe/Serie | Münsteraner Schriften zur Volkskunde /Europäischen Ethnologie ; 13 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Maße | 145 x 205 mm |
| Gewicht | 280 g |
| Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Ethnologie ► Volkskunde |
| Schlagworte | Allgemeines, Theorien und Methoden • Alltag in der DDR • Braveheart • DDR-Vergangenheit • Hardcover, Softcover / Ethnologie/Volkskunde • HC/Ethnologie/Volkskunde • Heldenmythen • historische Doku-Soaps • Historizität • Katastrophenforschung • kulturwissenschaftliche Stadtforschung • Macht der Wiederholung • Mondkalender • Performance Perspective • Wissensordnungen |
| ISBN-10 | 3-8309-1860-7 / 3830918607 |
| ISBN-13 | 978-3-8309-1860-8 / 9783830918608 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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