Klassenverhältnisse in der Literatur
Springer Berlin (Verlag)
978-3-662-72600-6 (ISBN)
- Noch nicht erschienen - erscheint am 10.05.2026
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Das Buch bietet eine systematische und historische Perspektive auf das Verhältnis von Literatur und Klasse. Es ist ein Beitrag zum Forschungsbereich der Literary Class Studies, in denen die literarischen Texte als Medien der Verhandlung von Klassenverhältnissen sichtbar werden. Seit Ende der 2010er Jahre erleben Fragen der sozialen Mobilität und Gerechtigkeit eine Konjunktur in der Literatur und Literaturwissenschaft, allerdings ohne den Begriff der Klasse prominent zu setzen. Demgegenüber wird in der vorliegenden Studie an ausgewählten Beispielen die Literaturgeschichte als eine Geschichte der Verständigung über Klassenverhältnisse dargeboten. Dabei werden im Sinne einer Ästhetik der Klasse gezielt die literarischen Verfahren (Narratologien, Schreibweisen, Felder) von Texten in den Blick genommen, in denen sich soziale Verhältnisse als Klassenverhältnisse darstellen. Zielgruppe des Sammelbandes sind zum einen Literaturwissenschaftler/-innen und Literaturdidaktiker/-innen, die sich für Fragen des Sozialen, der Klasse wie auch der Diversität und Intersektionalität in der Literatur-/Geschichte interessieren; zum anderen aber auch Vertreter/-innen von Disziplinen wie der Soziologie und der Bildungswissenschaft, die traditionell ein Interesse für Literatur- und Kultursoziologie mitbringen.
PD. Dr. Julia Bodenburg ist künstlerische und wissenschaftliche Leiterin der Studiobühne und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Germanistischen Institut der Universität Münster. Sie habilitierte 2022 für Neuere deutsche Literatur und hatte zuvor die Leitung der Fritz Thyssen Forschungsstelle zur Transformationsgeschichte des Chors im Drama inne. Von 2009-2017 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Germanistischen Institut der Universität Münster und wurde dort mit einer Arbeit zum Verhältnis von Tier und Mensch in Literatur, Kultur und Philosophie um 2000 promoviert. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der intermedialen Drama-Forschung, der literarischen Anthropologie, der Literaturtheorie mit Schwerpunkten auf Gender- und Diversitätstheorien und sie erforscht das Verhältnis von Literatur und Klasse in der Gegenwartsliteratur.
Dr. Irene Husser ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Seminar der Universität Tübingen. Dort ist sie angestellt im Projekt Globalität und Diversität als Kategorien der neueren deutschen Literaturwissenschaft und habilitiert zu politischen Gemeinwesen in Literatur des 19. Jahrhunderts. Von 2019-2023 war sie Postdoktorandin an der Universität Münster, wo sie 2019 mit einer Arbeit zu Elfriede Jelineks Theater des (Post-)Politischen. Agonistik der Gegenwartsliteratur promoviert wurde. Irene Husser arbeitet zur deutschen Literatur des langen 19. Jahrhunderts, der Weimarer Republik und Gegenwart, zur Literatur und politischen Ideengeschichte, Literatursoziologie sowie zu Medien und Kulturen des Populären. In diesen Zusammenhängen interessiert sie sich besonders für die Repräsentation und Ästhetik von Klasse, Arbeit und Geschlecht.
Klassenverhältnisse in der Literatur. Narratologien Schreibweisen Felder. Einleitung.- I Narratologien.- Theodor Fontane im Fokus einer klassenorientierten Narratologie oder: Empfindsamer Realismus, romantischer Volksbegriff und bürgerliche Utopien.- Die meisten Leute verdienen viel, viel weniger. Verhandlungen sozialer Klasse in Kriminalromanen für Kinder.- Schlaflied der Ungleichheit. Französische und amerikanische Nanny-Romane.- II Schreibweisen.- Bildungsgeschichten und Klassenerzählung. Ein Versuch über Traditionslinien und Genreverhältnisse der Gegenwart.- Aufstieg ohne Leseszene : Weibliche Autosoziobiographie bei Annie Ernaux und deutschsprachigen Gegenwartsautorinnen.- Ich benutze dich, um aus der schlammigen Klasse herauszuschwimmen [...] . Zur Inszenierung der sozialen Herkunft in Kim de l Horizons Roman Blutbuch (2022).- Bonbons, Erdbeeren, Brot. Konsum und Klasse in Deniz Ohdes Streulicht (2020).- Körper Klasse Gender. Daniela Dröscher im Gespräch mit Julia Bodenburg über Lügen über meine Mutter (2022).- III Felder.- Sich literarisch anlehnen. Der Geschmack der mittleren Klassenfraktionen.- Klasse und Fürsprache. Ein literaturgeschichtlicher Aufriss.- Darstellung, Kritik und Identität: Zum Verhältnis von Klasse und Arbeit in der Dortmunder Gruppe 61 und im Werkkreis Literatur der Arbeitswelt.- Salon und Klasse. Zur Salonpraxis in Henriette Herz Erinnerungen (1850) und zur Salontheorie in Friedrich Schleiermachers Versuch einer Theorie des geselligen Betragens (1799).- Eau de classe: Eine olfaktorische Genealogie des Habitus vom Picaro zum Parasiten.
| Erscheint lt. Verlag | 10.5.2026 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Abhandlungen zur Literaturwissenschaft |
| Zusatzinfo | II, 253 S. 3 Abb., 2 Abb. in Farbe. |
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 155 x 235 mm |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft ► Literaturwissenschaft |
| Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft ► Sprachwissenschaft | |
| Sozialwissenschaften ► Soziologie | |
| Schlagworte | Ästhetik der Klasse • Das Soziale der Literatur • Gattungen der Klasse • Literary Class Studies • Literatursoziologie • Literatur und Klasse • Literatur und Klassismus • Literatur und soziale Herkunft • Sozialgeschichte der Literatur |
| ISBN-10 | 3-662-72600-9 / 3662726009 |
| ISBN-13 | 978-3-662-72600-6 / 9783662726006 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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