Sinnes-Welten
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Dr. Wolfgang Auer, geb. 1943, war 30 Jahre lang Lehrer an der Rudolf-Steiner-Schule in Bochum. Heute ist er als Dozent in der Aus- und Fortbildung von Lehrern und Erzieherinnen tätig – und begeisterter Großvater, wie er selber sagt. Vortrags- und Seminartätigkeit, Mitarbeiter im Institut für Audiopädie, Forschung im Gebiet Pädagogik, Kunstwissenschaft und Sinne. Er lebt in Witten.
»Das Buch ist von einem Vollblut-Pädagogen geschrieben: man kann es Eltern und Pädagogen nur ans Herz legen.«
Dieses Buch gehört zur Grundausstattung und den Propädeutika jeder pädagogischen Ausbildung.
Sinneswahrnehmungen braucht der Mensch, um leben zu k_nnen, genauso dringend wie Nahrung und Luft. Das mag vielleicht _berraschen, aber ohne Wahrnehmung k_nnen wir nun mal nichts lernen und uns in Folge dessen auch nicht entwickeln. Sinneswahrnehmungen zu haben ist eine existentielle Notwendigkeit und damit eine der wichtigsten Entwicklungsbedingungen des Menschen. Ob ein Kind Wahrnehmungen mit allen Sinnen und in der n_tigen Vielfalt hat oder nicht, davon h_t viel f_r sein Leben ab. Dass ein Kind die Wahrnehmungen haben kann, die es braucht, das aber liegt zum gro_n Teil in der Verantwortung von uns Erwachsenen. Denn wir bestimmen ja die Umgebung des Kindes und m_ssen sie daher so gestalten oder eben andere Situationen aufsuchen, damit das Kind die n_tigen Erfahrungen machen kann. Man muss also _ber die Sinne und ihre Bedeutung Bescheid wissen, wenn man Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung begleiten und f_rdern will.Also noch ein Buch _ber Sinne! Haben wir davon nicht schon genug? Schlie_ich wei_doch heute fast jeder _ber die Sinne und wie sie funktionieren Bescheid. Das stimmt. Aber wovon ist dann die Rede? Von Sehen, H_ren, Riechen, Schmecken und Tasten, also von den klassischen f_nf Sinnen, vielleicht noch erg_t durch die Bereiche von Bewegung und Gleichgewicht. Das sind aber nicht alle Sinne. Mit ihnen allein k_n wir nicht aus, k_nnten nicht einmal das Sprechen erlernen. Au_rdem wird in der Regel, wenn es um die Sinne geht, mehr von den Sinnesorganen, von Auge und Ohr, gesprochen als von den Sinnen. Wenn wir aber auf die Entwicklungsbedingungen des Menschen schauen, sind nicht die Organe das Entscheidende. Wir k_nnen n_ich alle Sinnesorgane in funktionsf_gem Zustand besitzen und doch nicht existenzf_g sein, weil die Organe nichts zum Wahrnehmen bekommen. Ein Sinneskonzept, das die Wahrnehmung als Bedingung menschlicher Entwicklung beschreibt, ist also nicht ein Konzept der Sinnesorgane, sondern der Sinne als Modalit_n von Erfahrung. So verstanden denken wir bei der Bezeichnung Sinn also nicht an das Sinnesorgan und bei Wahrnehmung nicht an die physiologischen Prozesse. Unter Wahrnehmung verstehen wir vielmehr den Zugang zu unseren verschiedenen Erfahrungsfeldern und unter Sinn die F_gkeit, in einem dieser Erfahrungsfelder wahrnehmen zu k_nnen. Letztlich hei_ das: Es gibt so viele Sinne wie Erfahrungsfelder. Und die sollen in diesem Buch untersucht werden.Also ein anderes Buch _ber die Sinne. Hier wird ein Sinneskonzept neben das _bliche physiologische und neurologische Konzept gestellt, das die Sinne als spezifische Formen von Erfahrung beschreibt und dadurch diese Erfahrung zugleich als Bedingung menschlicher Entwicklung und Sinngebung fasst. Das f_hrt zu einem anderen Verst_nis der Sinne und _ffnet einen neuen Zugang zu ihnen, ja erweckt vielleicht sogar Neugier und Freude an dem, was durch die Sinne alles erfahren werden kann. M_ge es den Kindern zugute kommen.EinleitungWas wir von der Welt wissen, das wissen wir durch Wahrnehmung. Das gilt ohne Ausnahme. Diese elementare Tatsache macht das Wahrnehmen zu einem so selbstverst_lichen und unbewussten Vorgang, dass wir in der Regel ganz vergessen, welchen bedeutenden Schatz wir mit unseren Sinnen besitzen.Denken wir uns einmal, m_glichst konkret, es w_rde uns ein Sinn nach dem anderen genommen. Was w_rde sich dann alles _ern? K_nnten wir z.B. nicht mehr sehen, dann w_rde uns die ganze sichtbare Welt fehlen. Dann m_ssten wir uns die Welt allein durch die _brigen Sinne erschlie_n. Schon dieser Umstand br_te eine tiefgreifende Ver_erung unseres Daseins mit sich. Blinde Menschen k_nnen davon berichten. W_ uns neben dem Sehen auch noch das H_ren genommen, w_rde ein zweiter wichtiger Teil unseres Lebens verschwinden. Wir k_nnten dann etwas riechen, k_nnten schmecken, was wir ablecken oder in den Mund nehmen, k_nnten die W_e unserer Umgebung sp_ren und durch Ber_hrung wissen, wo sich etwas befindet. Was wir aber durch diese
| Erscheint lt. Verlag | 24.9.2007 |
|---|---|
| Zusatzinfo | Mit Grafiken und Schaubildern |
| Verlagsort | München |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 153 x 220 mm |
| Gewicht | 520 g |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Gesundheit / Leben / Psychologie ► Familie / Erziehung |
| Sachbuch/Ratgeber ► Gesundheit / Leben / Psychologie ► Psychologie | |
| Geisteswissenschaften ► Psychologie ► Pädagogische Psychologie | |
| Sozialwissenschaften ► Pädagogik | |
| Schlagworte | Eltern; Ratgeber • Entwicklung • Erziehung • ERZIEHUNG, WAHRNEHMUNG, ENTWICKLUNG • ERZIEHUNG, WAHRNEHMUNG, ENTWICKLUNG, • Gehirnforschung • Gehirnforschung, Kindheit , Kindliche Entwicklung, Pädagogik , Erziehung, Wahrnehmung, Waldorf, Entwicklung • Gehirnforschung, Kindheit, Kindliche Entwicklung, Pädagogik, Erziehung, Wahrnehmung, Waldorf, Entwicklung • Kindheit • Kindliche Entwicklung • Pädagogik • Sinne • Wahrnehmung • Waldorf |
| ISBN-10 | 3-466-30755-4 / 3466307554 |
| ISBN-13 | 978-3-466-30755-5 / 9783466307555 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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