Rechtliche Herausforderungen der Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit emotional-sozialem Förderbedarf
Duncker & Humblot (Verlag)
978-3-428-19425-4 (ISBN)
Die Arbeit behandelt ein juristisch bislang wenig beachtetes Thema: die rechtliche Situation von Schülerinnen und Schülern mit emotional-sozialem Förderbedarf. Durch potenzielle Selbst- oder Fremdgefährdung stehen diese in ihrer Schullaufbahn besonderen Beeinträchtigungen gegenüber und fordern zugleich das System Schule. Mit einem nachbarwissenschaftlichen Blick wird der Förderbedarf fachwissenschaftlich verortet und seine Nähe zum rechtlichen Begriff der Behinderung verdeutlicht. Ausgehend von der UN-Behindertenrechtskonvention zeigt die Autorin, dass Schülerinnen und Schüler ein Anspruch auf inklusive Beschulung und angemessene Vorkehrungen zusteht, sodass der Zugang zur allgemeinen Schule im Regelfall nicht verwehrt werden darf, auch nicht unter Hinweis auf fehlende Ressourcen. Zugleich bleibt eine Förderbeschulung unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Auch Schülerinnen und Schüler mit intensiv ausagierendem Verhalten, sog. »Systemsprengende«, können sich auf ihr Recht auf Bildung berufen und haben mindestens Anspruch auf Teilnahme an einem intensivpädagogischen Bildungssetting. »Legal Challenges of Educating School Students with Emotional and Social Needs – Between Inclusion, Segregation and Exclusion«: This work examines the rights of students with emotional and social support needs. The focus is on their right to inclusive schooling, the legal possibilities and limitations of special education, and the challenges of dealing with so-called “system-breaking” students. The work combines perspectives from human rights, education and social law, among others, and offers both practical answers and impulses for legal research and legal policy discussion.
1. Einleitung
2. Grundlagen: Emotional-sozialer Förderbedarf als Querschnittsmaterie – Begriffsbestimmungen, Klassifikationen und Definitionsbemühungen in den verschiedenen Wissenschaften
3. Das »Recht auf Inklusion« von Schülern mit emotional-sozialem Förderbedarf
4. Die Jugendhilfe als wichtigste Unterstützungspartnerin bei der (inklusiven) Beschulung von Schülern mit emotional-sozialem Förderbedarf
5. Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen gegenüber Schülern mit sonderpädagogischem Erziehungsbedürfnis
6. Ausnahmsweise Separation – Rechtliche Zulässigkeit der separierenden Beschulung von Schülern mit emotional-sozialem Förderbedarf und Überprüfung der Völkerrechts- und Verfassungskonformität von Überweisungstatbeständen an die Förderschule
7. (Zeitweilige) Exklusion – Überprüfung der Völkerrechts- und Verfassungskonformität von Schulausschlussmaßnahmen gegenüber Schülern mit emotional-sozialem Förderbedarf
8. Die Gefahr dauerhafter Exklusion – Der »Systemsprenger« bzw. der »unbeschulbare« Schüler
9. Fazit und Ergebnisse dieser Arbeit
| Erscheinungsdatum | 21.09.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Schriften zum Öffentlichen Recht ; 1576 |
| Zusatzinfo | 7 Tab.; 460 S., 7 schw.-w. Tab. |
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 157 x 233 mm |
| Gewicht | 815 g |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► Öffentliches Recht |
| Sozialwissenschaften ► Pädagogik ► Sonder-, Heil- und Förderpädagogik | |
| Schlagworte | ADHS • angemessene Vorkehrungen • Kinder- und Jugendhilfe • Kooperation • Privatschulkosten • Recht auf Bildung • Recht auf Regelschulzugang • Schulausschluss • Schulbegleitung • Verhaltensstörung |
| ISBN-10 | 3-428-19425-X / 342819425X |
| ISBN-13 | 978-3-428-19425-4 / 9783428194254 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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