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Legitimation und Staatlichkeit der Europäischen Union - Philip Hackemann

Legitimation und Staatlichkeit der Europäischen Union

Maßstäbe, Erklärungs- und Lösungsansätze für das EU-Legitimationsdefizit im Lichte des europäischen Konkordanzsystems
Buch | Softcover
XV, 291 Seiten
2025
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (Verlag)
978-3-658-49599-2 (ISBN)
CHF 118,95 inkl. MwSt
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In diesem Buch wird untersucht, inwiefern das vielfach angemahnte Legitimationsdefizit der Europäischen Union womöglich auch woanders begründet liegt als in der einschlägigen Literatur zumeist angenommen: So kommt der Autor zu dem Schluss, dass die EU aufgrund des Ausmaßes ihrer Hoheitsrechte und dem Grad ihrer Verselbstständigung bereits an denselben Legitimationsmaßstäben gemessen werden muss wie staatliche Demokratien. Statt aber auf formal-juristische, institutionelle Feinheiten oder eine vermeintlich ex-ante fehlende europäische Öffentlichkeit und Identität wird ihr Legitimitätsdefizit vielmehr auf ihre mangelhafte Politisierung zurückgeführt. Die EU als solche erfüllt demnach grundsätzlich alle wesentlichen strukturellen Kriterien eines demokratischen Staates (Polity), leidet aber darunter, dass diese bisher nicht mit politischem Leben (Politics) gefüllt wurden. Insbesondere fehlt den Bürgerinnen und Bürgern durch ihre traditionelle Konkordanz- bzw. Konsenspolitik in der Praxis eine echte, sichtbare und glaubhafte Auswahl zwischen Regierung und Opposition. Dies müsste durch eine Mehrheitsdemokratie ersetzt werden, um nicht nur den direkten Einfluss der Bürgerinnen und Bürger zu stärken, sondern auch den Diskurs von schädlichen strukturell-antagonistischen zu konstruktiven inhaltlich-agonistischen Debatten zu verschieben und damit letztendlich auch eine politische Öffentlichkeit in Europa zu schaffen.

Philip Hackemann wurde mit dieser Arbeit an der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert.

Einleitung.- Erster Teil: Theorie.- Theoretische Grundlagen: Was bedeutet Legitimität im Kontext der EU?.- Stand der Forschung: Überblick über die herrschenden Kritikpunkte.- Lissabon-Urteil des Bundesverfassungsgerichts: Relation von Legitimationsanforderungen und Grad der Staatlichkeit.- Zweiter Teil: Der Grad der Staatlichkeit der EU.- Maßstäbe und Staatskriterien.- Komparative Analyse.- Dritter Teil: Die Erklärungskraft von institutionellen und soziokulturellen Defiziten.- Formal-institutionelle Erklärungsansätze.- Soziokulturelle Erklärungsansätze.- Vierter Teil: Das Problem der Konkordanzdemokratie und mögliche Antworten.- Prozessuale Defizite in der EU-Politik.- Implikationen und Lösungsansatz: Mehrheits- statt Konsensdemokratie.- Konkrete Reformansätze.- Fazit: Zusammenfassung und Ausblick.

Erscheinungsdatum
Zusatzinfo XV, 291 S. 6 Abb.
Verlagsort Wiesbaden
Sprache deutsch
Maße 148 x 210 mm
Themenwelt Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung Politische Systeme
Schlagworte Demokratie • Europäische Union • Hoheitsrechte • Konsenspolitik • legitimationsdefizit • Mehrheitsdemokratie
ISBN-10 3-658-49599-5 / 3658495995
ISBN-13 978-3-658-49599-2 / 9783658495992
Zustand Neuware
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