Fremde im Land
Aspekte zur kulturellen Integration von Umsiedlern in Mecklenburg und Vorpommern 1945 bis 1953
Seiten
2007
Waxmann (Verlag)
978-3-8309-1762-5 (ISBN)
Waxmann (Verlag)
978-3-8309-1762-5 (ISBN)
Die Aufsatzsammlung untersucht den Selbstbehauptungswillen der nach 1945 nach Mecklenburg-Vorpommern zugezogenen Flüchtlingen und Vertriebenen, die Kirche als Träger religiös-kultureller Werte, Kunst, darunter vor allem Musik als eine der sinnvollsten Möglichkeiten emotionalen Ausdrucks in einer bedrückenden Zeit, die erhaltenswerten Traditionen des Niederdeutschen und die, die sie weiter bewahrten.
In Mecklenburg-Vorpommern bildeten die Flüchtlinge und Vertriebenen nach 1945 in vielen Orten die Mehrheit unter der ansässigen Bevölkerung; unter ihnen überwogen die Frauen und Kinder. Ihre soziale und wirtschaftliche Eingliederung war über Jahre ungewöhnlich schwierig. Hier nun wird die Frage gestellt nach der kulturellen Integration der "Fremden" in eine Gesellschaft, in der die niederdeutsche Volkskultur eine lebendige Tradition bildete. Mit dieser "plattdeutschen" Sprache und Kultur waren auch die Pommern, die Ost- und Westpreußen vertraut, die sich in großer Zahl im Land niederließen. Diese Volkskultur konnte sich in der sozialistischen Kulturpolitik langfristig behaupten.
Die Aufsatzsammlung untersucht den Selbstbehauptungswillen der Zugezogenen, die Kirche als Träger religiös-kultureller Werte, Kunst, darunter vor allem Musik als eine der sinnvollsten Möglichkeiten emotionalen Ausdrucks in einer bedrückenden Zeit, die erhaltenswerten Traditionen des Niederdeutschen und die, die sie weiter bewahrten.
Im Westen Deutschlands konnten die Flüchtlinge und Vertriebenen ihre Kulturtraditionen in eigenständigen Vereinen erhalten, in der sowjetischen Zone begann die Kulturpolitik bereits 1946, ihr Konzept "Kunst dem Volke" zu verwirklichen. In der Folge wurden alle kulturellen Tätigkeiten an den Ort der Arbeit gebunden: an Industrie und landwirtschaftliche Betriebe, an Universitäten, Schulen und Verwaltungen. Hier trafen sich alle Gesellschaftsschichten zum gemeinsamen kulturellen Handeln.
In Mecklenburg-Vorpommern bildeten die Flüchtlinge und Vertriebenen nach 1945 in vielen Orten die Mehrheit unter der ansässigen Bevölkerung; unter ihnen überwogen die Frauen und Kinder. Ihre soziale und wirtschaftliche Eingliederung war über Jahre ungewöhnlich schwierig. Hier nun wird die Frage gestellt nach der kulturellen Integration der "Fremden" in eine Gesellschaft, in der die niederdeutsche Volkskultur eine lebendige Tradition bildete. Mit dieser "plattdeutschen" Sprache und Kultur waren auch die Pommern, die Ost- und Westpreußen vertraut, die sich in großer Zahl im Land niederließen. Diese Volkskultur konnte sich in der sozialistischen Kulturpolitik langfristig behaupten.
Die Aufsatzsammlung untersucht den Selbstbehauptungswillen der Zugezogenen, die Kirche als Träger religiös-kultureller Werte, Kunst, darunter vor allem Musik als eine der sinnvollsten Möglichkeiten emotionalen Ausdrucks in einer bedrückenden Zeit, die erhaltenswerten Traditionen des Niederdeutschen und die, die sie weiter bewahrten.
Im Westen Deutschlands konnten die Flüchtlinge und Vertriebenen ihre Kulturtraditionen in eigenständigen Vereinen erhalten, in der sowjetischen Zone begann die Kulturpolitik bereits 1946, ihr Konzept "Kunst dem Volke" zu verwirklichen. In der Folge wurden alle kulturellen Tätigkeiten an den Ort der Arbeit gebunden: an Industrie und landwirtschaftliche Betriebe, an Universitäten, Schulen und Verwaltungen. Hier trafen sich alle Gesellschaftsschichten zum gemeinsamen kulturellen Handeln.
[...] der Band [bietet] reichlich Anregungen das für die Entwicklung der deutschen Nachkriegsgesellschaft so grundsätzliche Thema weiter zu verfolgen. - Detlev Brunner in: Das Deutschland Archiv, 3. 2008.
[...] durchweg gut und interessant bebilderter Band [...] – Elisabeth Fendl in: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, 2008.
| Erscheint lt. Verlag | 1.1.2007 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Rostocker Beiträge zur Volkskunde und Kulturgeschichte ; 4 |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 165 x 235 mm |
| Gewicht | 490 g |
| Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Ethnologie ► Volkskunde |
| Schlagworte | assimilation • DDR • Evakuierung • Flucht • Flucht / Vertreibung (deutschspr. Geb. Osteuropas) • Hardcover, Softcover / Ethnologie/Volkskunde • HC/Ethnologie/Volkskunde • Heimatpflege • Integration • kulturelle Massenarbeit • Kulturpolitik • Mecklenburg-Vorpommern • Mecklenburg-Vorpommern, Geschichte • Musikalische Volkskultur • Nachbarschaften und Vereine • Neuanfang • Parteiauftrag • Regionalethnografie • SBZ • Soziale Integration • Umsiedlerpolitik • Umsiedlung • Vereinskultur • Vertreibung • Vetreibung • Volkskunde des Neubeginns • Wossidlo-Archiv |
| ISBN-10 | 3-8309-1762-7 / 3830917627 |
| ISBN-13 | 978-3-8309-1762-5 / 9783830917625 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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