Der religionspädagogische Habitus islamischer Religionslehrer*innen (eBook)
XIII, 328 Seiten
Springer VS (Verlag)
978-3-658-48074-5 (ISBN)
Gegenstand dieses Buches ist die Rekonstruktion des religionspädagogischen Habitus islamischer Religionslehrkräfte in Österreich, insbesondere ihres professionellen Selbstverständnisses sowie grundlegender Denk- und Handlungsstrukturen im Kontext (inter-)religiöser Lehr- und Lernprozesse. Im Rahmen einer qualitativen Studie wurden 41 islamische Religionslehrkräfte aus verschiedenen österreichischen Bundesländern in acht Gruppendiskussionen zu ihren Erfahrungen, Überzeugungen und Anliegen befragt. Das erhobene Material wurde mit der dokumentarischen Methode nach Bohnsack ausgewertet und im Hinblick auf den kollektiven Habitus der befragten Gruppe interpretiert. Die Ergebnisse sind in sechs Vergleichsdimensionen zusammengefasst: Herausforderungen religiöser Bildung im gesellschaftlichen Kontext, Subjektorientierung als religionspädagogischer Anspruch, Rollenbilder islamischer Religionslehrkräfte, institutionelle und strukturelle Rahmenbedingungen für gelingenden Unterricht, interreligiöse Lehr- und Lernprozesse sowie Anerkennungsdiskurse und Othering-Strukturen. Diese Dimensionen werden als zentrale Bestandteile eines kollektiven religionspädagogischen Orientierungsrahmens kritisch beleuchtet.
Danksagung 6
Inhaltsverzeichnis 7
Abbildungsverzeichnis 10
Tabellenverzeichnis 11
1 Einleitung 12
1.1 Aufbau und Gliederung der Untersuchung 14
1.2 Ausgangssituation: Islamischer Religionsunterricht in Österreich 16
1.3 Organisatorischer Kontext der Untersuchung 18
1.4 Erkenntnisinteresse und Zielsetzungen 19
1.5 Forschungsfrage 22
1.6 Methodische Überlegungen 23
2 Annäherung an den Untersuchungsgegenstand 25
2.1 Geschichte des Islams in Österreich 25
2.1.1 Der islamische Religionsunterricht in Österreich – historische und aktuelle Betrachtung 31
2.1.2 Ausbildungsorte von islamischen ReligionslehrerInnen in Österreich 38
2.2 Forschungsleitende Konzepte: Religiöses und interreligiöses Lernen 43
2.2.1 Religiöses Lernen 43
2.2.2 Interreligiöses Lernen 56
2.2.3 Zusammenfassende Betrachtung 73
3 Theoretischer Bezugsrahmen und methodologische Grundlagen 75
3.1 Habitusbegriff 75
3.1.1 Das Habituskonzept von Pierre Bourdieu 77
3.2 Habitus in Religionspädagogik und Professionalitätstheorie 79
3.2.1 Der Habitusbegriff in der Religionspädagogik 79
3.2.2 Professionalität – Professionalisierung – Profession 83
3.2.3 Habitus in der religionspädagogischen Professionalitätstheorie 85
3.2.4 Empirische Zugänge zur Professionalität und Professionalisierung islamischer Religionslehrkräfte 89
3.3 Praxeologische Wissenssoziologie und Dokumentarische Methode 92
3.3.1 Standortverbundenheit in der Dokumentarischen Methode 94
3.3.2 Explizites und implizites Wissen 96
3.3.3 Orientierungsschemata 97
3.3.4 Orientierungsrahmen 98
3.4 Kritische Diskussion des Forschungsstandes 100
3.5 Rekonstruktion kollektiver Orientierungsrahmen von islamischen ReligionslehrerInnen 104
4 Methodischer Zugang und Forschungspraxis 105
4.1 Rekonstruktive Sozialforschung 105
4.2 Datenerhebung 106
4.2.1 Gruppendiskussionsverfahren auf Basis der Dokumentarischen Methode 106
4.2.2 Umsetzung der Datenerhebung 108
4.2.3 Einblick in das Datenmaterial und die durchgeführten Gruppendiskussionen 111
4.3 Datenauswertung mit der Dokumentarischen Methode 113
4.3.1 Methodologische Grundlagen 114
4.3.2 Formulierende und reflektierende Interpretation 116
4.3.3 Fallbeschreibung, komparative Analyse und tertium comparationis 121
4.3.4 Anwendung der Analyseschritte 123
5 Empirische Ergebnisse: Kollektive Orientierungsrahmen von islamischen ReligionslehrerInnen 125
5.1 Gesprächseinstieg: Motivation für die Berufswahl 126
5.2 Überblick: Themen der Gruppendiskussionen und zentrale Orientierungen 142
5.2.1 Gruppendiskussion 1: „Wir müssen uns an das österreichische System anpassen“ 143
5.2.2 Gruppendiskussion 2: „Lehrer ist immer ein Vorbild“ 179
5.2.3 Gruppendiskussion 3: „Dann kann man den Menschen vor lauter Theorie nicht sehen“ 215
5.2.4 Gruppendiskussion 4: „Über den Religionsunterricht kann man die Gesellschaft bewegen“ 254
5.3 Komparative Analyse 282
5.3.1 Herausforderungen religiöser Bildung im gesellschaftlichen Kontext 283
5.3.2 Subjektorientierung als religionspädagogischer Anspruch 284
5.3.3 Rollenbilder und -zuschreibungen von islamischen ReligionslehrerInnen 285
5.3.4 Herausforderungen durch strukturelle Bedingungen 286
5.3.5 Interreligiöses Lehren und Lernen 287
5.3.6 Anerkennung, Hierarchien und Othering-Prozesse im Kontext des interkulturellen bzw. -religiösen Dialogs 289
5.3.7 Beweggründe für die Berufswahl als Manifestationen des professionellen Habitus 290
5.3.8 Abschließende Überlegungen 292
6 Fazit und Ausblick 295
6.1 Bilanzierung der Ergebnisse: kollektive Orientierungsrahmen und Habitusrekonstruktion islamischer ReligionslehrerInnen 296
6.2 Anwendung des religionspädagogischen Habitusmodells auf die islamische Religionspädagogik 301
6.3 Implikationen für die LehrerInnenbildung 303
6.4 Weiterführende Fragen 307
Bibliographie 310
| Erscheint lt. Verlag | 25.4.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Wiener Beiträge zur Islamforschung |
| Zusatzinfo | XIII, 319 S. 9 Abb. |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Soziologie |
| Schlagworte | Dokumentarische Methode • Interreligiöses Lernen • Islamische ReligionslehrerInnen • Islamischer Religionsunterricht • Kollektiver Orientierungsrahmen • Profession • Professionalisierung • Professionsverständnis • Religionspädagogischer Habitus • Religiöses Lernen |
| ISBN-10 | 3-658-48074-2 / 3658480742 |
| ISBN-13 | 978-3-658-48074-5 / 9783658480745 |
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